Abgasklappenmotor vom Heizungskessel „reparieren“.

OP #5380495
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Funktion von so einer Einrichtung: Abgasklappe schließt
den Brennraum zum Kamin zu, wenn der Brenner nicht läuft.
Über 20 Jahre lieft  so etwas in meinem Heizungskessel.
Schon vor  längere Zeit (Jahren..)habe dabei auch Geräusche
gehört. Auf einem Morgen war zu hause kalt. Der Motor könnte
die Klappe nicht in die richtige Stellung bringen. Der Motor
war kaputt wie auch beim anderen Benutzer(im Netz gefunden...)
von solcher Einrichtung. Mein letzter Versuch. Ich habe
das Gehäuse abgenommen und das Motorlager von Hinten mit
Graphitöl  besprüht. Und ein Wunder.Der Motor läuft absolut
Geräusch frei. Das gleich habe ich auch ausprobiert bei einem
zweitem Motor (Ebay Einkauf...) mit gleichen Erscheinungen
(deswegen wahrscheinlich ausgemustert...) . Der Ergebnis ist
gleich. Der Motor hat kleine Leistung (Moment...)
und die kleine Reibung könnte solche Probleme verursachen.
Angehängte Dateien:
#5380886
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Das Ding habe ich auch, müsste inzwischen fast 30 Jahre alt sein. 
Vissmann-Kessel, oder?

Ist allerdings bei mir an einem überdimensionierten Gaskessel, der bis 
vor ca. 2 Jahren aufgrund zu kleiner Hysterese heftigst getaktet hat *). 
Teilweise 10mal pro Stunde. Letztes Jahr zu Beginn der Heizsaison dann 
gar nicht mehr ;( Der Kessel wollte nicht mal zünden. Ursache war ein 
verkohlter Schaltkontakt in der Klappensteuerung, der in der Endposition 
den Zündautomaten anwirft. Aufgeschraubt, Schalterdeckel vorsichtig ab 
(nur mit Schrauben fixiert) und mit 600er Schleifpapier geputzt. Läuft 
wieder.

*) Dann habe ich dem High-Tec LM324-Regler in der Trimatik eine 
Hysterese von 15 Grad gegönnt... Jetzt taktet er maximal so 4-5mal die 
Stunde.
Gast #5382666
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Hallo zusammen

Damit der Beitrag nicht vollkommen umsonst hier erstellt wurde, gebe ich 
mal meinen "Senf" hinzu. :-)

Habe eine bauähnliche Abgasklappe, jedoch ohne den "Auto" Umschalter 
(meine hat das nicht).

Die Anlage (Ölbrenner) ist von 1992, aber immer noch top.
Der Abgasklappenmotor war vor ca. 10 jahren auch defekt, öffnete nicht 
mehr.

Schuld waren zwei 10nF, X2, 250VAC, MKPX Kondensatoren von Fa. ELECTEL 
die für den Betrieb der beiden (!) kleinen Motoren - einer für auf der 
andere für zu - verbaut sind. Die Motoren sitzen auf einer Achse(!) und 
werden über zwei Mikroschalter und zwei Relais für auf und zu am 
Endanschlag abgeschaltet.
Den Schaltplan liefert Viessmann übrigens in den zugehörigen Unterlagen 
mit.
Das ganze Teil heißt genau:
Kombinierte Nebenluftvorrichtung KNL
Viessmann Nr. 7217 841 und 7217842

Hoffe ich konnt einem anderen "Leidensgenossen" helfen.
bei Fragen zu dem Teil: Fragen! :-)

Gruß

Roland
Gast #6887306
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Super, habe den gleichen an einem schon vorhandenen Kessel hier 
übernommen. Die Achse war komplett fest. Ganz ordentlich verharztes Fett 
oder Öl sowohl am Motor als auch an den Getriebe. Habe das ganze mit 
silikonöl geflutet. Hat auch über nach nicht vier gebracht. Dann 
mehrmals nacheinander jeweils mit Verdünnung, Lampenöl, Bremsenreiniger, 
WD40 MoS gespült, mit Heissluft erwärmt und mit Druckluft ausgeblasen. 
Da kam ordentlich brauner Schmock raus. Den Motor habe ich an einem 
Netzteil erstmal getestet, der lief auch wieder an. Das Getriebe kann 
man mit der Achse der Klappe auch drehen, scheint mir aber nach wie vor 
schwergängig. Es dreht zwar mit dem Motor manchmal durch, bleibt aber 
bei Belastung sofort stehen. Also immernoch zu klebrige Zahnräder? Ich 
gebe es auf.
Gast #7001512
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Super Tip von skorpionx!
Auch bei mir drehte sich der Abgasklappen Motor 7400585 einer Viessmann 
Trimatik 7410068-H nicht mehr, da der Motor keine Kraft mehr hatte. 
Dadurch schloß der Kontakt nicht mehr und die Heizung blieb kalt. 
Nachdem ich den Netzschalter ausgeschaltet hatte und die 4 
Befestigungsschrauben des Motorblocks gelöst hatte konnte ich ihn samt 
der Klappe abziehen. Nun musste ich nur noch die 2 Schrauben der 
Motorabdeckung lösen und schon lag der Motor offen vor mir. Ich hielt 
die Motorachse senkrecht und tröpfelte ein paar Tropfen WD40 von oben 
auf die Achse. Vorsichtig drehte ich nun manuell die Klappe etwas nach 
rechts und links und siehe da -es ging von mal zu mal immer leichter bis 
es geschmeidig lief. Nun wurde alles wieder montiert und nach dem 
Einschalten sprang die Heizung nach dem öffnen der Klappe wieder 
anstandslos an und läuft bis heute wieder einwandfrei. Da war die Freude 
groß - mein Heizungsbauer wollte über 400€ für die Reparatur.
Vielen Dank skorpionx!
(Firma: Autotronic) #7001612
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Unsere Therme von Junkers hat gar keine motorisch gesteuerte 
Abgasklappe. Die Klappe hängt nur drehbar gelagert im Abgasrohr und wird 
so gerade eben von einem leichten Gewicht geschlossen.

Nachteil: Wenn Ostwind ist, bläst der Wind ins Abgasrohr und die Klappe 
klappert dann ständig. Das stört natürlich.
#7001895
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Hier werden drei verschiedene Sachen in einen Topf geworfen:

Der TO  B. P. (skorpionx) hat einen Abgasklappenmotor, der bei 
Stillstand des Kessels diesen rauchgasseitig absperrt um Auskühlverluste 
durch thermischen Auftrieb zu minimieren.

RolandD (Gast) schreibt von einer Viessmann KNL. Das ist eine 
kombinierte Nebenluftvorrichtung. Diese sorgt im Betrieb des Kessels für 
konstante Kaminzugverhältnisse, indem bei zu starkem Kaminzug die Klappe 
Luft aus dem Aufstellraum nachströmen lässt. Bei Stillstand des Kessels 
öffnet der Motor die  Klappe und der Kamin wird durch nachströmende Luft 
durchspült. Dadurch konnte einer Kaminversottung bei älteren unsanierten 
Kaminen entgegengewirkt werden.

In Michael M.s Fall handelt es sich um einen einfachen Kaminzugregler. 
An diesem wird durch ein Gegengewicht der erforderliche Kaminzugbedarf 
eingestellt. Die Klappe pendelt dann je nach Stärke des Kaminzugs, so 
daß am Kessel konstant die z. B. eingestellten 20 Pa Kaminzug anstehen. 
Eine rein mechanische Lösung, einfach aber bewährt.
#7003502
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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Stefan T. schrieb:
>> Bei Stillstand des Kessels
>> öffnet der Motor die  Klappe und der Kamin wird durch nachströmende Luft
>> durchspült. Dadurch konnte einer Kaminversottung bei älteren unsanierten
>> Kaminen entgegengewirkt werden.
>
> heisst?
> Der schwarze Schnee wird oben ausgeworfen?

Ich würde das eher so lesen, daß durch nachströmende Luft das 
Kondenswasser im Kamin getrocknet wird.
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Versottung

Wobei sowas nur dann funktioniert wenn im Betrieb nicht massig 
Kondenswasser entsteht weil die Anlage mit (zu) niedriger 
Abgastemperatur fährt.

Aber wir sollten den Thread nicht totdiskutieren, er behandelt immerhin 
die Lösung eines Problem das auch andere interessieren könnte.
Gast #7004148
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Nebenluftklappen hat man am Kamin, um den relativen CO2-Gehalt des Abgas 
zu reduzieren, da der Taupunkt maßgeblich vom CO2-Gehalt abhängt. Die 
Luft "trocknet" nicht den Kamin, sondern der reduzierte CO2-Gehalt 
verhindert die Kondensatbildung.
#7004204
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Einer schrieb:
> Nebenluftklappen hat man am Kamin, um den relativen CO2-Gehalt des Abgas
> zu reduzieren, da der Taupunkt maßgeblich vom CO2-Gehalt abhängt. Die
> Luft "trocknet" nicht den Kamin, sondern der reduzierte CO2-Gehalt
> verhindert die Kondensatbildung.

Danke, das wusste ich noch nicht.

Einer schrieb:
> Nebenluftklappen hat man am Kamin, um den relativen CO2-Gehalt des Abgas
> zu reduzieren, da der Taupunkt maßgeblich vom CO2-Gehalt abhängt. Die
> Luft "trocknet" nicht den Kamin, sondern der reduzierte CO2-Gehalt
> verhindert die Kondensatbildung.

Ok, danke. Stimmt, zusätzlich wird dadurch natürlich auch die relative 
Feuchtigkeit des Abgases reduziert weil die zusätzliche Luft natürlich 
deutlich trockener ist als das Abgas.

Wieder was gelernt :-)
#7586822
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Hatte gestern auch das Problem, dass der Motor der Klappensteuerung nur noch gebrummt/gerattert hat und sich die Klappenbetätigung nicht gedreht hat.

Den Arretierungs-Metallstab mit der roten Markierung konnte ich nur mit hoher Kraft etwas bewegen, dabei wurde der Motor dann leise und hat nicht mehr gerattert.

Habe es komplett zerlegt, dann den Motor vom Getriebe ab gemacht (ist mit einem Blechkäfig gesichert, zusammendrücken und es löst sich)

Dann in das Getriebe (hat ca 1:345 Untersetzung) Rostlöser eingesprüht. Das Antriebszahnrad war fast fest und konnte mit einem feinen Schraubenzieher angedreht werden. Dann die Antriebs-Achse (die aus dem Getriebe zum angeschraubten Betätigungshebel an die Klappe geht) von aussen mit Zange gedreht und Rostlöser eingesprüht, bis es sich eingermassen leicht bewegen lässt und danach Kettenspray eingesprüht.

Die Achse selbst steckt in einer Messinghülse und ist mit einer Sprengscheibe gesichert. Wenn man diese Scheibe abnimmt, lässt sich die Achse ca 1-2 mm mehr in Richtung Getriebe bewegen und so besser einölen.

Bei der Montage dann an die Nylon-Schalt-Scheibe (welche die zwei Reed-Relais schaltet, Anfang und Endstellung) etwas Silikonfett dran.

Es funktioniert nun wieder (nach 30 Jahren Gebrauch) fast geräuschlos.

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