Schönen Sonntag alle miteinander
Ich will (für mich selber) ein Wiki aufsetzen und suche eine passende
Software dazu. Ich habe bisher mit Open Wiki gearbeitet, wollte mich
aufgrund der Vielfalt aber mal nach Alternativen umsehen.
Vielleicht gibt es ja etwas, das etwas komfortabler zu handhaben ist als
Open Wiki. Das Erstellen von Tabellen oder Kategorien ist alles andere
als komfortabel, das Einbetten von Bildern könnte auch einfacher sein.
Und irgendwo habe ich von einem Wiki gelesen, das PDF-Export
unterstützt.
JAMWiki sah mir erstmal symphatisch aus, wird aber anscheinend nicht
mehr weitergepflegt. SnipSnap klang auch erstmal gut bis ich dann
gelesen hab, das es eher Stückwerk, schlecht dokumentiert und eher
halbherzig umgesetzt ist.
Kennt jemand noch eine gute Alternative und kann berichten? Oder von
etwas abraten?
DokuWiki fand ich ganz gut. Die Dateien sind Plaintext, das ist auch
nett, und Plugins zum PDF-Export gab es ebenfalls.
Für mich privat evaluiere ich gerade Tiddlywiki. Das hat einen etwas
anderen, für mich interessanten Ansatz.
Du meinst, alles in einer einzigen Datei zu halten? Das hab ich auch
überlegt, allerdings kann ich mir schwer vorstellen wie das aussehen
soll wenn das Wiki etwas größer wird (z.B. durch eingebundene Dateien).
Redmine sieht interessant aus, ist aber wohl etwas übertrieben wenn ich
ein Wiki für mich selber aufziehe. Aber vielleicht kann ich das bei
meinem Arbeitgeber nutzen...da denke ich über das gleiche Problem nach.
Wühlhase schrieb:> Du meinst, alles in einer einzigen Datei zu halten? Das hab ich auch> überlegt, allerdings kann ich mir schwer vorstellen wie das aussehen> soll wenn das Wiki etwas größer wird (z.B. durch eingebundene Dateien).
falls Du das meinst (bin mir nicht ganz sicher): Dokuwiki speichert
nicht alles in einer einzigen Datei, sondern jede Unterseite des Wikis
in einer Datei.
Das gesamte Wiki liegt dann in einer Verzeichnisstruktur in Deinem
Dateisystem. Die Unterkategorien des Wikis entsprechen den
Unterverzeichnissen im Dateisystem.
Für kleinere Wikis verwende ich Dokuwiki recht gerne, weil es ziemlich
übersichtlich ist und ohne extra Datenbank auskommt. Macht die
Einrichtung, Verwaltung, Backup etc. einfacher als eine Installation von
z.B. Mediawiki.
in der Arbeit haben wir auch (noch) DokuWiki für die interne
Dokumentation (und das Online-Handbuch für Kunden) im Einsatz. Für
ersteres ist grad die Umstellung auf Confluence in Arbeit (leider), für
zweiteres muss ich mir noch Alternativen überlegen.
Zum Thema:
Das ganze ist einfach einzurichten, zu warten und zu benutzen.
Als Plugins empfehle ich noch gerne
gitbacked - https://www.dokuwiki.org/plugin:gitbacked (damit kann man
sowohl Seiten als auch Bilder mit git versionieren - mit allen
Schandtaten die sonst noch möglich sind ;-)
und
markdowku - https://www.dokuwiki.org/plugin:markdowku
damit unterstützt die Vickie auch Markdown (wenn auch nicht vollständig,
aber für mich hats immer gereicht).
der eine oder der andere schrieb:> Als Plugins empfehle ich noch gerne> gitbacked - https://www.dokuwiki.org/plugin:gitbacked (damit kann man> sowohl Seiten als auch Bilder mit git versionieren - mit allen> Schandtaten die sonst noch möglich sind ;-)
Dann aber penibel darauf achten das .git Verzeichnis nicht freizugeben
und auch sonst jegliche erdenkliche Möglichkeit der Absicherung nutzen.
Gibt da über den .git Ordner nette "Attacken".
>Vielleicht gibt es ja etwas, das etwas komfortabler zu handhaben ist als>Open Wiki. Das Erstellen von Tabellen oder Kategorien ist alles andere>als komfortabel, das Einbetten von Bildern könnte auch einfacher sein.>Und irgendwo habe ich von einem Wiki gelesen, das PDF-Export>unterstützt.
redmine in Verbindung mit dem Redmine CKEditor plugin erfüllt alle Deine
Anforderungen und basiert auf OpenSource-Tools.
Gerhard
der eine oder der andere schrieb:> in der Arbeit haben wir auch (noch) DokuWiki für die interne> Dokumentation (und das Online-Handbuch für Kunden) im Einsatz. Für> ersteres ist grad die Umstellung auf Confluence in Arbeit (leider)
Wir haben auch Confluence getestet, aber mittlerweile entschieden, es
doch nicht einzusetzen. Der Ansatz, Wiki-Seiten in Word zu bearbeiten,
ist ja grundsätzlich gut. In der Praxis zeigt sich aber, dass die
Umsetzung doch nicht ganz durchdacht ist: Layout-Fehler (zufällig
eingefügte Leerzeichen, die dazu führen, dass man Programmcode nicht mit
Copy & Paste übernehmen kann), Unterstützung von Firefox nur
gelegentlich (nach FF Updates müssen Plugins aktualisiert werden), die
Suche zeigt die Word-datei statt der Wiki-Seite an.
Und dann wurden Features wie die Checklisten, die früher zum Standard
gehörten, in der aktuellen Version entfernt - es gibt zwar kommerzielle
Plugins, die aber auch teilweise fehlerhaft sind und die ursprüngliche
Funktion nur teilwiese bieten.
Egon N. schrieb:> der eine oder der andere schrieb:>> Als Plugins empfehle ich noch gerne>> gitbacked - https://www.dokuwiki.org/plugin:gitbacked (damit kann man>> sowohl Seiten als auch Bilder mit git versionieren - mit allen>> Schandtaten die sonst noch möglich sind ;-)>> Dann aber penibel darauf achten das .git Verzeichnis nicht freizugeben> und auch sonst jegliche erdenkliche Möglichkeit der Absicherung nutzen.> Gibt da über den .git Ordner nette "Attacken".
bei nur fünf Programmierern die "normalen" Zugriff auf das Repository
haben bzw sich das Zeug auschecken könn(t)en und drei Redakteuren über
das web-frontend hält sich die Gefahr in Grenzen (rein intern
erreichbar).
der "öffentliche" Teil (das Online-Handbuch) hat keine Ahnung dass da
ein git beteiligt ist - der wird mit einem git-hook per rsync befüllt.
Wir benutzen hier auf der Arbeit Pydio mit Collaboara Online. Das ist
zwar vergleichsweise schwer aufzusetzen, aber in der Bedienung viel
komfortabler als die ganzen Wikis, da man nicht mit Code hantieren muss.
Und man kann auch ganz einfach alle möglichen Dateien hochladen.