Sperrstrom Z-Diode

Gast #5385685
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Hnsi95 schrieb:
> Wird der Sperrstrom bei einer Zener-Diode größer, wenn auch die Spannung
> größer wird?
>
> Ganz banal würde ich sagen: Mehr Spannung, mehr Strom
>
> Vielen Dank

Theoretisch ist er 0, und springt dann bei der Zenerspannung auf 
unendlich. Größer unendlich geht nicht ;-)

Das ist der Grund, warum man Z-Dioden nicht direkt an Spannungsquellen 
anschließt.

PRAKTISCH hat jede Z-Diode einen Innenwiderstand, den man sich als 
Serienwiderstand in Erscheinung tritt. Beispiel:
BZD27C12P:
https://eu.mouser.com/pdfdocs/bzd27series.pdf
Laut Datenblatt 4-7 ohm.

Bei 16V zieht sie demnach I=U/R = (24-16V)/4 = 1A.
Wo sie dann ihr Leben als formlosen Klumpen und Rauch beendet.
#5385841
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Sperrverhalten eine Zehnerdiode ... pffffffff.

Irgendwie scheint das Wissen und das Interesse an einem sehr marginalen 
Ort zu sein. Der Witz der Zehnerdiode ist also noch nicht angekommen... 
und von einem Datenblatt wurde auch noch nie geredet.

Allenfalls mal das Utoob Orakel nach "Datenblatt" befragen
Gast #5385881
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Datenblatt hin, Datenblatt her! Das sind immer dieselben Sprüche!

Zumeist werden erst in der Praxis die Probleme sichtbar -
egal, ob man das Datenblatt vorher auswendig gelernt hat oder nicht.

So bin ich letzten Sommer mit dem Selbstbau meines Motorroller-Reglers 
arg in Schwierigkeiten geraten.

Der Regler ist ein Nachbau eines bekanntes Reglers für 
12V-Batterieaufladung, gesteuert über Z-Diode und Thyristor. (Schaltplan 
ist hier irgendwo im Forum zu finden).

Ich habe gestaunt, wie sehr doch die Schaltschwelle der Z-Diode sich 
nach der Spannung ausrichtet.

Im Bordnetz eines Schwunglichtgenerators treten, wenn das Licht nicht an 
ist, ziemlich hohe Spannungen auf, was sich auf die Ladeschlußspannung 
insofern auswirken kann, daß die Batterie überladen wird, wenn vorher 
der Regler auf "Licht an" kalibriert wurde.

Ich habe festgestellt, das verschiedene Z-Dioden da unterschiedliches 
Verhalten aufweisen. Einige Typen waren geeigneter als andere.
Schließlich konnte ich mit einem zusätzlichen Transistor in Kombination 
mit der Z-Diode die Spannungsempfindlichkeit erheblich vermindern.
Gast #5385895
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Harald W. schrieb:
> juergen schrieb:
>
>> Ich habe gestaunt, wie sehr doch die Schaltschwelle der Z-Diode sich
>> nach der Spannung ausrichtet.
>
> Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Die obige Tatsache
> gehört aber zu den Grundlagen der Elektronik. Wenn einem der dynamische
> innenwiderstand einer Z-Diode zu gross ist, muss man eben ein Referenz-
> element verwenden.

Ja! Der dynamische Innenwiderstand war zu groß!
Mit dem zusätzlichen Transistor konnte ich ihn soweit reduzieren,
daß die Abschaltspannung bei beiden Betriebszuständen annähernd
gleich blieb.
Gast #5385900
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Harald W. schrieb:
> juergen schrieb:
>
>> Ich habe gestaunt, wie sehr doch die Schaltschwelle der Z-Diode sich
>> nach der Spannung ausrichtet.
>
> Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Die obige Tatsache
> gehört aber zu den Grundlagen der Elektronik. Wenn einem der dynamische
> innenwiderstand einer Z-Diode zu gross ist, muss man eben ein Referenz-
> element verwenden.

Mir ist schon klar, daß wir hier über Grundlagen der Elektronik 
sprechen.
Gast #5386095
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Zitronen F. schrieb:
> Sperrverhalten eine Zehnerdiode ... pffffffff.
> Irgendwie scheint das Wissen und das Interesse an einem sehr marginalen
> Ort zu sein.

In der Tat, erstens hat Z-Diode nichts mit ZeHn zu tun und es heißt 
einer Diode. Ob die Diode wirklich eine Zenerdiode oder eher eine 
Avalanchediode ist, kann gerne auch noch diskutiert werden, wenn Du 
schon .... absonderst.

Jetzt nehmen wir mal aus dem Anhang die Seite 3 "REVERSE CURRENT" und 
stellen fest, dass der Sperrstrom tatsächlich benannt ist. Und wir 
wundern uns, weshalb dazu jeweils die Meßspannung angegeben ist, 
deutlich unter der Nennspannung von dem Ding.
Angehängte Dateien:
#5386175
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Harald W. schrieb:
> Ich glaube sowieso, das es kaum
> noch eine sinnvolle Anwendung für Z-Dioden gibt.

Da liegst du falsch. Als Schutzelement z.B. an einem MOSFET-Gate oder 
einem Logik-Eingang eignen sie sich gut. Oder auch für die ursprüngliche 
Anwendung der Spannungsstabilisierung. Nicht immer sind die Ansprüche an 
die Spannungsstabilität so hoch, daß sie eine Bandgap-Referenz erfordern 
würden. Ich habe z.B. im Haustelefon ganz bewußt eine Z-Diode für 
die Stabilisierung der Sprechspannung verwendet, weil sie besser paßt 
als ein z.B. LM317.

Nicht zu vergessen sind Z-Dioden bei ca. 6.8V vergleichsweise sehr gut 
bezüglich Temperaturkoeffizient und Rauschen und werden als
buried zener [1] sehr gern in Referenzspannungsquellen auch für 
höchste Ansprüche verwendet.


[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Zener_diode#Subsurface_Zeners

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