Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Montagekleber befestige Aluleiste lösen


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von hertzbrand (Gast)


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Hallo,

evtl habt Ihr eine Idee.

Beim Laminatverlegen wurden die Basisleiste für Übergangsschienen mit 
Montagekleber am Estrich verklebt. Jetzt soll Parkett rein und die 
Übergangsschienen raus.

Hat wer eine Idee wie man die Leiste vom Boden gelöst bekommt. Ganz egal 
ob diese kaputt geht oder nicht.

Probieren konnte ich es noch nicht aber ich will gut vorbereitet sein.

Glaubt ihr es geht mit einem Cuttermesser ? Gibt es Lösungsmittel oder 
so ?

von Der Andere (Gast)


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Meisselhammer und Spachtel

von herbert (Gast)


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Also mechanisch mit so einer oszillierendem Sägeblatt versuchen,oder 
thermisch durch erhitzen mit einem Föhn. Flachmeissel und Hammer 
eventuell auch noch. Hast eine alte Metallspachtel? Die ist dünn genug 
um in den Spalt zwischen Leiste und Boden einzudringen.Vorsichtige 
Hammerschläge und schauen was sich tut...

von Der Andere (Gast)


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Das was ich unter Montagekleber kenne und das man in Kartuschen im 
Fachhandel kriegt wird völlig Betonhart. Da kommst du  mit einem Cutter 
nicht mal 2mm tief rein.
Und mit irgendwelchen gesundheitschädlichen Lösemitteln die das Zeugs 
anlösen könnten willst du auch nicht da rumpanschen, da die nämlich 
ordentlich in den Estrich einsickern würden.
Also bleibt nur die mechanische Lösung und da würde ich vermuten, daß 
der Estrich oder die eventuell darauf liegende Ausgleichsschicht zuerst 
nachgibt.

Also musst du die Löcher im Estrich danach wieder zuspachteln.

Ich drücke dir die Daumen daß es leichter geht, glaube es aber nicht.

von Route_66 H. (route_66)


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Heißluft!

von Daniel F. (df311)


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mit einer flex abschleifen?

von JJ (Gast)


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Meine Vorschläge wären Heißluft oder Trockeneis in Begleitung von 
Herzhaften Hammerschlägen auf die Seite.

von Der Andere (Gast)


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Route 6. schrieb:
> Heißluft!

Ist das eine Vermutung oder ist das eine komnkrete Möglichkeit?

Daniel F. schrieb:
> mit einer flex abschleifen?

Stimmt, das könnte schonender für den Untergrund sein, macht aber noch 
mehr Sauerei.
Den Rest dann mit dem Schwingschleifer vom Boden abschleifen.

Eventuell ginge auch ein Deltaschleifer mit einem Hartmetallblatt wie 
man es nimmt um defekte Fliessen auszubessern.

von Stefan M. (derwisch)


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Mit Zahnseide die Klebeschicht unter der Leiste durchfiedeln und danach 
die Klebereste mit Heißluft und Spachtel entfernen.

von Herr B. (herr_barium)


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Stefan M. schrieb:
> Mit Zahnseide die Klebeschicht unter der Leiste durchfiedeln und danach
> die Klebereste mit Heißluft und Spachtel entfernen.

..oder die Decke der Wohnung darunter aufstemmen, um bequem an die 
Klebstoffschicht zu kommen. Dadurch bleibt auch die Aluschiene 
unversehrt und somit der Schaden gering.

von Kolja L. (kolja82)


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Stefan M. schrieb:
> it Zahnseide die Klebeschicht unter der Leiste durchfiedeln und danach
> die Klebereste mit Heißluft und Spachtel entfernen.

Anstatt der Zahnseide vielleicht ein Laub- oder Bügelsägeblatt nehmen.

von Stefan M. (derwisch)


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Kolja L. schrieb:
> Anstatt der Zahnseide vielleicht ein Laub- oder Bügelsägeblatt nehmen.

Aber wie will man das festhalten.
Zahnseide kann man zur Not auch 1,5m abrollen, und die Enden bequem um 
die Hände Wickeln.
Prinzip Seilsäge.

von Der Andere (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Prinzip Seilsäge.

Wie gesagt, der "Montagekleber" den ich kenne wird so steinhart, da 
kommst du nicht mal mit Gewalt und einem neuen Cuttermesser nennenswert 
rein.
Das ist sowas da:
https://www.zamro.de/product/14D86E/konstruktions-kraftkleber-450g-310ml

Ich weiss nicht wie du da mit Zahnseide irgendwas ausrichten willst. 
dazu müsste die dann zumindest mit Diamantsplitter beklebt sein.
Allerdings habe ich gerade in dem Link gelesen, daß der Kleber nur bis 
80°C spezifiziert ist. Vieleicht funktioniert also moderate Heissluft.

Aber der TO müsste erst mal den Kleber näher spezifizieren.

von Martin S. (sirnails)


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Trockeneis könnte tatsächlich gehen. Die meisten Montagekleber sind 
Dispersionskleber. Die würden dann so stark verspröden, dass sie durch 
Hammerschläge brechen. Bei 30ct pro Kilo ist das durchaus zu 
investieren.

Trockeneis bekommt man übrigens vorwiegend bei Firmen, die 
Trockeneisstrahler vermieten. In diesem Falle wäre das feine Granulat 
gut geeignet.

von Stefan M. (derwisch)


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Der Andere schrieb:
> Aber der TO müsste erst mal den Kleber näher spezifizieren.

Stimmt, vor dem geistigen Auge habe ich eher sowas wie Karosseriekleber.
Der hat eher Ähnlichkeit mit Hartgummi.
Der lässt sich mit der Zahnseide wunderbar schneiden.

von Der Andere (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Die würden dann so stark verspröden, dass sie durch
> Hammerschläge brechen.

Dann könnte man versuchen die Leiste mit einem alten Stemmeisen 
abzuschlagen und den dann spröden Kleber auch.

Stefan M. schrieb:
> Der hat eher Ähnlichkeit mit Hartgummi.
> Der lässt sich mit der Zahnseide wunderbar schneiden.

Das dachte ich mir, wie schon gesagt, man müsste genauer wissen welcher 
Kleber das genau ist.
Aber der To hat jetzt ja eine ganze Reihe von Tipps. Es wäre nett wenn 
er dann berichtet was funktioniert hat.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Die Zeit die verklugtscheisst wurde reicht 3 mal um den Estrich nach dem 
abkloppen zu verspachteln

von hertzbrand (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Stefan M. schrieb:
>> Der hat eher Ähnlichkeit mit Hartgummi.
>> Der lässt sich mit der Zahnseide wunderbar schneiden.
>
> Das dachte ich mir, wie schon gesagt, man müsste genauer wissen welcher
> Kleber das genau ist.
> Aber der To hat jetzt ja eine ganze Reihe von Tipps. Es wäre nett wenn
> er dann berichtet was funktioniert hat.

Hallo Zusammen,

anke für die ganzen tollen Tipps.

Es war tatsächlich UHU-Montagekleber aus dem Baumarkt in einer 
Kartusche.

Ich habe heute einfachmal einen Parkettleger gefragt die tendierne 
tatsächlich zu meissseln und spachteln. Viel geht da wohl nicht ab.

Trozdem werde ich folgendes Probieren:

1. Trockeneis bzw. Industrielles Vereisungsspay( das war ein tipp aus 
dem Netz).

2. Heissluft -> Nicht ganz leicht da die Zargen und Türdichtungen ja 
nicht weit entfernt sind. Evtl für die Mitte.

3. Zahnseide kann ich mir kaum vorstellen das es klappt aber es gibt 
schneidedraht evtl. ein Versuch Wert.

4. Mechanisch die Bodenschiene is ja aus ALU evtl wirklich 
wegschleifen/fräsen notfalls mit Meissel...

Online habe ich noch gefunden das Aceton klappen soll allerdings mach 
ich mir sorgen um den Estrich...

von Herr B. (herr_barium)


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hertzbrand schrieb:
> Es war tatsächlich UHU-Montagekleber aus dem Baumarkt in einer
> Kartusche.

Der Andere schrieb:
> Aber der TO müsste erst mal den Kleber näher spezifizieren.

Der Andere schrieb:
> Das dachte ich mir, wie schon gesagt, man müsste genauer wissen welcher
> Kleber das genau ist.

Warte ab, bis "Der Andere" wieder auftaucht. Da ja nun seine Frage nach 
dem Typ des Klebers beantwortet wurde, wird er wohl auch den ultimativ 
richtigen Hinweis geben können.

SCNR

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (alter_mann)


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Auwei!
Da sowieso alles neu gemacht wird, gibt es nur eine sinnvolle Lösung: 
Rohe Gewalt, irgendwie abreißen oder wegmeiseln das Ding!
Geht am schnellsten und verursacht die geringsten Kosten.

von Oliver S. (phetty)


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Bei der YPS-Überlebensausrüstung war so eine Drahsäge dabei. Oder ein 
Scheibendraht (Autoglaser verwenden das). Durchfädeln und ritze ratze.

von L. H. (holzkopf)


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hertzbrand schrieb:
> Online habe ich noch gefunden das Aceton klappen soll allerdings mach
> ich mir sorgen um den Estrich...

Wenn Du es mit Aceton versuchen willst, brauchst Du Dir um den Estrich 
keine Sorgen zu machen, weil der eine mineralische Bindung hat, die von 
Aceton nicht angegriffen werden kann.

Für mich klingt das mit dem Aceton insofern plausibel, weil Estriche 
offenporig und deshalb auch saugfähig sind.
D.h. wenn Du den Estrich links und rechts von der Leiste mit Aceton 
tränkst, kann dadurch die Bindung des Montageklebers zum Estrich 
angelöst werden.

Was Dir das Abmeißeln erleichtern kann.
Abmeißeln würde ich den Mist auch nicht mit einem Flachmeißel o.ä., 
sondern mit einem Stechbeitel.
Und seine kurze schräge Seite dabei auf dem Estrich liegend führen.

Damit kannst Du höchstwahrscheinlich den Mist abscheren, ohne daß vom 
Estrich etwas herausgerissen wird.

Grüße, viel Erfolg und vergiß das Lüften bei Aceton-Einsatz nicht.
Auch nicht eine lange Pause, bevor Du danach mit einem KFZ fährst. ;)

von hertzbrand (Gast)


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Oliver S. schrieb:
> Scheibendraht (Autoglaser verwenden das). Durchfädeln und ritze ratze.

Schneidedraht ;-)

von oszi40 (Gast)


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hertzbrand schrieb:
> mit einem Cuttermesser ? Gibt es Lösungsmittel

Cuttermesser wenig Hofnung, Lösungsmittel viel Gestank. Evtl. 
unterstützt Dich ein Elektroschaber oder vorhandenes Feintool? z.B. 
https://www.bauhaus.info/multifunktionswerkzeuge/c/10000194

von Mani W. (e-doc)


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Wie wär es denn mit einem guten Flachmeißel, schön flach angeschliffen?

Dazu ein "Gladiwumm" zum Draufschlagen und weg ist der Dreck!


Ich warte nur mehr auf den nächsten TO, der Empfehlungen für
Klopapier benötigt!

hertzbrand schrieb:
> Probieren konnte ich es noch nicht aber ich will gut vorbereitet sein.

Probieren geht über Studieren...


;-))

von Martin S. (sirnails)


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Michael B. schrieb:
> Geht am schnellsten und verursacht die geringsten Kosten.

Das würde ich persönlich auch so machen. Rausbrechen dauert 10 Minuten, 
Estrichreparaturmasse drauf vllt. 30 Minuten und ist nach 24h eigentlich 
so hart, dass man es wieder begehen kann. Bevor man allerdings dann 
anfängt, neue Abschlusleisten einzubringen (sowei überhaupt geschraubt 
werden soll), sollte man ein paar Tage warten.

Vermutlich wurde auch deshalb dort geklebt, weil unter der Leiste eine 
Dehnungsfuge ist. Man sollte sich daher beim Parkett auch den Gefallen 
tun, und an gleicher Stelle wieder einen Dehungsbereich lassen. Wenn der 
Estrich unterm Parket anders arbeitet, als es die Verlegung vorsieht, 
kann es sonst zu ganz unangenehmen Hebe- und Setzbildungen kommen.

Das sollte ein erfahrener Bodenleger aber eigentlich wissen.

von c.m. (Gast)


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hertzbrand schrieb:
> Trozdem werde ich folgendes Probieren:
>
> 1.  Industrielles Vereisungsspay( das war ein tipp aus
> dem Netz).

ne lass das. schlechtes vereisungsspray ist brennbar, gutes enthält 
halogenierte kohlenwasserstoffe, und alle zusammen sind nur für 
punktuelles vereisen geeignet, und nicht um "ganze leisten" weit runter 
zu kühlen.

trockeneis ja, aber der scheiss in dosen, nein.

von c.m. (Gast)


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oh und noch was:
wenn du trockeneis verwenden willst, giess aceton dazu. das wird im 
labor so gemacht um die kontaktfläche zur kühlung zu vergrößern.

von hertzbrand (Gast)


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Lösung:

Einfaches abhelbeln mit dem Schrauebenzieher war möglich.

Etwas fest aber pro Leiste 2-3min. Vom Estrich ist nicht kaputt 
gegangen. Leisten sind natürlich hin.

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