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Forum: HF, Funk und Felder Frequenzumsetzer / Mischer


Autor: Mi K. (mko)
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Ich komme gerade nicht weiter und hoffe das hier jemand noch ein paar 
Tipps hat.
Folgende Ausgangslage:

UKW Sender (normalerweise ja auf 87 - 107 MHz) werden auf ein 
Trägerkabel neu auf 257-277 MHz (also um 170 MHz versetzt) gesendet. 
Jetzt möchte ich am anderen Ende die Sender wieder von 257-277 zurück 
auf 87-107 haben.

Soweit ich das bisher recherchiert habe, benötige ich dafür eine 
Mischerschaltung.

Habe mir ein paar Komponenten angeschaut. Bin jetzt beim LT5560 von 
Linear Technology hängen geblieben. Wenn ich das richtig verstanden 
habe, müsse bei der Schaltung ein zweites Signal mit den 170 MHZ (um das 
es verschoben ist) eingespiesen werden, um wieder auf das 
Ursprungssignal zu kommen.

Dazu hab ich aber ein paar Fragen:
- Gibt es für diese spezifische Anforderung besser geeignete Komponenten 
als den LT5560?
- Gibt es eine Möglichkeit das ganze passiv (Also ohne Spannungsquelle) 
umzusetzen?
- Wie kann das zweite Signal (die 170 MHz Differenz) generiert werden? 
Mit einem Quarz?
- Oder muss ich die Anforderung ganz anders angehen?

: Bearbeitet durch User
Autor: Georg G. (df2au)
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Mi K. schrieb:

> - Gibt es für diese spezifische Anforderung besser geeignete Komponenten
> als den LT5560?
Frag 10 Experten und du bekommst 20 Meinungen über die optimale Lösung.


> - Gibt es eine Möglichkeit das ganze passiv (Also ohne Spannungsquelle)
> umzusetzen?
Nein.

> - Wie kann das zweite Signal (die 170 MHz Differenz) generiert werden?
> Mit einem Quartz?
Mit einem Quarz (ohne das "t") geht es. Quarze für diese Frequenz 
findest du nicht im Katalog. Stichwort ist also "Oberton Oszillator".
Du kannst einen freischwingenden Oszillator nehmen - sofern du ihn 
stabil genug aufgebaut bekommst.
Du kannst einen DDS nehmen.

> - Oder muss ich die Anforderung ganz anders angehen?
Wenn ich mir erlaube, von deiner Frage auf deine Vorkenntnisse zu 
schliessen, solltest du mit etwas einfacherem anfangen.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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"...eingespiesen..." Schweizer?

Der heute am leichtesten erhältliche Typ ist der SA612 von NXP.
Für die breitbandige Umsetzung des gesamten UKW-Bandes sollte man 
allerdings eine hoch aussteuerbare "professionelle" Schaltung benutzen. 
Dafür benutzt man eher Diodenringmischer mit großem LO-Pegel.

https://ww2.minicircuits.com/WebStore/Mixers.html

Und für eine Umsetzung gibt es immer zwei LO-Frequenzen, "Gleichlage" 
und "Kehrlage".

: Bearbeitet durch User
Autor: FlorensW (Gast)
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Man könnte diese Sender mit einem geeigneten Empfänger (z.B. DVBT-Stick 
+ GQRX) direkt auf 257-277 MHz empfangen.

Ansonsten würde sich ein SI5351 anbieten als Frequenzgenerator. Der 
schafft die 170MHz und ist auf einem Breakoutboard erhältlich 
(Adafruit).
Dazu einen Arduino und einen geeigneten Ringmischer.
Evtl. macht's Sinn die 257-277 MHz mit einem Bandpass zu selektieren.

Autor: nachtmix (Gast)
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Mi K. schrieb:
> Oder muss ich die Anforderung ganz anders angehen?

Kann sein, dass du vor den Abwärtsmischer noch eine Pufferstufe setzen 
musst, um Rückwirkungen ins Kabel zu vermeiden.

Fragt sich auch, ob du am Schluss die Frequenzen wieder in der alten 
Lage, also 87..107 brauchst, oder ob du auch mit der Kehrtlage 107..87 
leben kannst.

Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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Und falls die Frequenzen verkehrt sind werden die Baesse zu Zirpen, und 
das Gezirpe zu Baessen ?? Quasi aus Gong wird Hiatt und Umgekehrt.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Zitronen F. schrieb:
> Und falls die Frequenzen verkehrt sind werden die Baesse zu Zirpen, und
> das Gezirpe zu Baessen ?? Quasi aus Gong wird Hiatt und Umgekehrt.

Quark!!

Autor: Erwin D. (Gast)
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Ralph B. schrieb:
> Zitronen F. schrieb:
>> Und falls die Frequenzen verkehrt sind werden die Baesse zu Zirpen, und
>> das Gezirpe zu Baessen ?? Quasi aus Gong wird Hiatt und Umgekehrt.
>
> Quark!!

Das Vertauschen der Kehrlage mit der Regellage und damit das Vertauschen 
der hohen mit den niedrigen NF-Frequenzen wurde doch auch in den 
sogenannten Sprach-Invertern gemacht. Das ist doch nichts anderes, als 
wenn du ein SSB-Signal, welches das obere Seitenband nutzt (z.B. 20m) 
mit einem Empfänger auf LSB empfangen willst.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Erwin D. schrieb:
> Das ist doch nichts anderes, als
> wenn du ein SSB-Signal, welches das obere Seitenband nutzt (z.B. 20m)
> mit einem Empfänger auf LSB empfangen willst.

Es geht hier aber nicht um SSB Signale sondern um UKW FM Signale

Mi K. schrieb:
> UKW Sender (normalerweise ja auf 87 - 107 MHz) werden auf ein
> Trägerkabel neu auf 257-277 MHz (also um 170 MHz versetzt) gesendet.
> Jetzt möchte ich am anderen Ende die Sender wieder von 257-277 zurück
> auf 87-107 haben.

Dem FM Signal ist es vollkommen egal in welcher Lage das runter gemischt 
wird.

Ralph Berres

Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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Nur dass 100MHz Rundfunk FM moduliert ist.

Autor: nnn (Gast)
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Man muss sehr aufpassen, dass man keine anderen Funkdienste stört. Über 
dem UKW-Frequenzbereich liegt der Flugfunk. Rundfunkempfang kommt da 
nicht so gut.
Wenn die Kommunikation gestört wird, fährt der Funkmesswagen direkt los.

Auf keinen Fall auf die dumme Idee kommen, eine Antenne anzuschließen um 
"Drahtlos" zu empfangen.
So eine Schaltung fürs Kabelnetz gab es bei Elektor einmal, wo das 
empfohlen wurde. Allerdings ohne Frequenzumsetzung.

Ich würde den NE612 dafür verwenden, weil man ihn im DIL-Gehäuse leicht 
löten kann und leicht erhältlich ist. Zumindest im Kurzwellenbereich 
funktioniert das gut.Ich  denke aber nicht, dass es bei 257 Mhz schon 
Probleme gibt.

Autor: Ralph B. (rberres)
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nnn schrieb:
> Ich würde den NE612 dafür verwenden, weil man ihn im DIL-Gehäuse leicht
> löten kann und leicht erhältlich ist.

Der ist für diese breitbandige Anwendung ( viele UKW Sender gleichzeitig 
) lange nicht großsignalfest genug.

Da würde ich eher ein Diodenringmischer mit 13dbm LO-Pegel oder mehr 
einsetzen.

Ralph Berres

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Den hatte ich auch genannt, nur hat NXP das Durcheinander um SA/NE und 
602/612 schon vor längerer Zeit bereinigt. Übriggeblieben ist der 
SA612A.
Ich wäre nur nicht sicher, ob der ein ganzes 20MHz-Band 
intermodulationsfrei genug umsetzt.

Kehrlage oder nicht ist nur bei unsymmetrischen Modulationsspektren 
interessant, SSB und das alte AM-Restseitenband-TV gehören dazu, einige 
digitale Modulationen vertragen es vermutlich auch nicht.

Autor: Erwin D. (Gast)
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Ralph B. schrieb:
> Es geht hier aber nicht um SSB Signale sondern um UKW FM Signale

Natürlich, du hast völlig recht. Sorry :-(

Autor: W.S. (Gast)
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Christoph K. schrieb:
> Der heute am leichtesten erhältliche Typ ist der SA612 von NXP.

Aber der taugt für diesen Zweck garnicht, weil er am ZF-Ausgang nicht 
bis 108 MHz kommt.

Ein IAM81008 wäre da weitaus besser, der hat ne ZF-Bandbreite von etwa 
0.5 GHz. Sollte sich bei Ebay für deutlich weniger Geld finden lassen 
als ein Ringmischer, der obendrein auch noch eine heftige LO-Leistung 
braucht.

W.S.

Autor: Markus W. (dl8mby)
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Zur Info,

Laut DB von HP:
IAM-81008 (IF-Conversion Gain from DC-1GHz)
          (IF Bandwith (Gc 3dB Down, Lo=2GHz) ==> Typ. 0,6GHz)

Ebay-Artikel Nr. 192263773827

Markus
DL8MBY

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Autor: Mi K. (mko)
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Vielen Dank für die Inputs.

Beispiel:
Ich nehme den IAM-81008, lege mit einem SI5351 ein Sinussignal mit 170 
MHz an. Das Signal (vom Kabel) geht bei RF Input rein und theoretisch 
sollte wenn ich jetzt ein Radio-Antenneneingang am IF Out anschliesse, 
die Sender für das Radio wieder "normal" zu empfangen sein?

Zum IAM-81008 hab ich im Datenblatt keine Beispielschaltung gefunden. 
Auch Google war da nicht so erfolgreich. Ich frage mich, ob die 
Schaltung wirklich "so einfach" wie im Datenblatt aufgebaut wird. Und 
wie C block berechnet wird.

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