Hallo,
ich habe ein etwas älteres Projekt wieder aufleben lassen und bin gerade
mitten im Bau meiner CNC-Fräse.
X und Z-Achse sind fast fertig, Sorgen macht mir noch die Y-Achse, diese
soll beidseitig über Kugelumlaufspindeln angetrieben werden (Spindeln
1605 sind auch schon im Bestand). Angetrieben werden sollen alle 4
Spindeln mit Nema23 Steppern, 3Nm (ebenfalls schon am Lager).
Aber wie beide am besten "synchronisieren", damit sich das Portal nicht
verzieht? Dabei schweben mir jetzt nicht unbedingt "Schrittverluste"
vor, eher der einseitige Ausfall eines Treibers, Kabelbruch o.ä.
Der schlimmste Fall wäre wohl einseitig wird angetrieben und auf der
anderen Seite liefert der Treiber Haltestrom weil z.B. kein Takt anliegt
oder Richtungssignal abgerissen, etc...
Auf Grund des obenliegenden Gantry-Designs und der Vermeidung einer
radialen Belastung der Spindelenden würde ich ungern über einen
Zahnriemen synchronisieren. Auch wäre die Riemenführung dann sehr
unästhetisch.
Abgesehen davon, dass dann wohl nur ein Motor in der Mitte besser wäre.
Da Hohlwellen-Drehgeber mit akzeptablen Auflösungen zur "exakten"
Positionsermittlung im Moment nicht wirklich ins Budget passen, habe ich
mir folgendes überlegt und würde das mal offen zur Diskussion stellen:
Meine Schrittmotore haben zwei Wellenenden rausgeführt. Folgende
Drehgeber sind auch recht günstig zu beschaffen:
http://www.ekt2.com/pdf/96_ROTARY_ENCODER_HN38-06-N.pdf
Die 400 Pulse reichen zwar nicht um die Position "exakt" zu erfassen,
wären aber hinreichend genau um eine Beschädigung am Portal zu
vermeiden. (Bei einer Spindelsteigung von 5mm entspricht ein Puls
1,25/100mm). Wenn ich nun die Pulse auf beiden Seiten über einen
separaten (weil sicherheitsrelevanten) µC mitzähle und vergleiche könnte
man ja bei einer Differenz von >=2 Schritten z.B. die Enable-Eingänge
der Endstufen abschalten und ein Not-Halt Signal an den Hauptkontroller
ausgeben.
Damit würde da Portal dann rechnerisch um maximal 0,003° "verkanten" und
da wird die Steigungsabweichung zwischen den beiden Spindeln schon um
Potenzen schlimmer sein.
Soweit der aktuelle Stand meines Brainstormings...
Wie habt ihr das bei Euren Fräsen gelöst?
Gruß Dominik
Dominik schrieb:> Da .... und....nicht wirklich ins Budget passen, habe ich> mir folgendes überlegt und würde das mal offen zur Diskussion stellen:
Sparen und dann richtig machen.
Dominik schrieb:> Wie habt ihr das bei Euren Fräsen gelöst?
Zahnriemen.
Synchronisieren ist immer Scheisse:
Wenn man den Strom abstellt, springt ein Schrittmotor zur einen oder
anderen Rastposition, je nach Zugbelastung.
Schaltet man dann wieder ein, springt er erneut, nun in die angesteuerte
Vollschrittposition.
So addieren sich die Fehler bis der ganze Kram schräg steht und klemmt.
Wenn man das elektronisch verhindern will, braucht man keine
Incrementalencoder, sondern Absolutwertencoder, zumindest absolut über
den Bereich eines Vollschritts, und sauberen Code beim einschalten der
erst mal die Lage korrigiert, was die üblichen G-Code-Router nicht tun.
Dominik schrieb:> Wenn ich nun die Pulse auf beiden Seiten über einen> separaten (weil sicherheitsrelevanten) µC mitzähle und vergleiche könnte> man ja bei einer Differenz von >=2 Schritten z.B. die Enable-Eingänge> der Endstufen abschalten und ein Not-Halt Signal an den Hauptkontroller> ausgeben.
Ein ausreichend dimensionierter Schrittmotor verliert in Betrieb keine
Schritte, auf diese Kontrolle kannst du also verzichten.
Es geht um den Moment der Aus-zeit und des Einschaltens.
Dominik schrieb:> Wie habt ihr das bei Euren Fräsen gelöst?
Eine Steuerung nehmen, welches einen Gantry bedienen kann.
Das bei der Referenzfahrt die Motoren ausrichtet.
NCDriveXT Basic.
www.4cam.de
Gruß Thomas
Dominik schrieb:> könnte> man ja bei einer Differenz von >=2 Schritten z.B. die Enable-Eingänge> der Endstufen abschalten und ein Not-Halt Signal an den Hauptkontroller> ausgeben.
Es kann leicht sein, dass das öfter passiert, was dann ziemlich auf die
Nerven geht - besser wäre es, im Betrieb den Unterschied auszugleichen.
Bei solchen "elektronischen Getrieben" werden die Motoren so
angesteuert, dass sie immer die gleiche Winkelstellung haben.
Man muss also die Möglichkeit haben, auf Anforderung beim einen oder
anderen Motor einen Schritt auszulassen, der Rest ist Software.
Georg
Route 6. schrieb:> Sparen und dann richtig machen.
Dem stimme ich gewöhnlich zu, allerdings habe ich diesmal nur den Fokus
auf die Komponenten gelegt, die für mich später schlecht korrigierbar
sind wie Führungen, Spindeln und Anlageflächen... Andere Encoder,
Closed-Loop, alles
Sachen, die man nachrüsten kann, bei schlechten Führungen hilf meist nur
ne neue Fräse...
Michael B. schrieb:> Wenn man das elektronisch verhindern will, braucht man keine> Incrementalencoder, sondern Absolutwertencoder, zumindest absolut über> den Bereich eines Vollschritts, und sauberen Code beim einschalten der> erst mal die Lage korrigiert, was die üblichen G-Code-Router nicht tun.
Ich hatte über Anbaumessschieber nachgedacht, allerdings lösen die mein
Problem nicht, weil die Daten doch etwas langsam über die üblichen
Schnittstellen wandern.
Die Problematik mit der Einschaltstellung hatte ich auf dem Schirm und
wollte mir die getrennte Ansteuerung der beiden Motoren sogar zu nutze
machen um ggf. den 90° Winkel zwischen X und Y nachzujustieren indem das
Portal beidseitig Endschalter bekommt.
Thomas schrieb:> NCDriveXT Basic.> www.4cam.de
Das guck ich mir auf jeden Fall nochmal genauer an.
Michael B. schrieb:> Ein ausreichend dimensionierter Schrittmotor verliert in Betrieb keine> Schritte, auf diese Kontrolle kannst du also verzichten.
Das, wie gesagt, denke ich wird auch das kleinste Übel sein, der
einseitige Ausfall eines Antriebs macht mir Sorgen, eben weil die
Motoren schon recht kräftig sind.
georg schrieb:> Man muss also die Möglichkeit haben, auf Anforderung beim einen oder> anderen Motor einen Schritt auszulassen, der Rest ist Software.
Grundsätzlich könnte man natürlich anstatt den Not-Halt zu proben auch
die Schrägstellung versuchen zu korrigieren, allerdings gehe ich davon
aus, dass wenn die Achsen nicht mehr synchron stehen
höchstwahrscheinlich ein schwerwiegender Fehler vorliegt. Auch sehe ich
das Problem, dass wenn es einseitig Abweichungen gibt, eine Korrektur
der anderen Seite wahrscheinlich einen Versatz zwischen Werkzeug und
Bauteil bedeutet.
Vllt.sollte ich noch dazu sagen, dass die Fräse vordringlich für Alu zum
Einsatz kommt und ich noch guter Dinge bin, dass auch Automatenstahl
funktionieren wird.
Gruß Dominik
Hi,
so als Billigvariante könnte man doch über 2 10-Gang Potis in einer
Brücke nachdenken. Über einen OV + ADC wäre die Achskorrektur in
Software gut möglich.
Viel Erfolg, Uwe
Uwe schrieb:> Hi,> so als Billigvariante könnte man doch über 2 10-Gang Potis in einer> Brücke nachdenken. Über einen OV + ADC wäre die Achskorrektur in> Software gut möglich.>> Viel Erfolg, Uwe
Ist in der Tat eine gute Idee,
hab ich mal so mit einem Nadelventil gemacht, allerdings ist der
Verfahrweg hier etwas über 500 mm, macht 100 Umdrehungen, es war auch
immer etwas tricky die potis einzumessen, da auch die linearen nicht
ganz so linear sind.
Bastler schrieb:> Ich fahre das Portal nach dem erstmaligen Einschalten in den> mechanischen Anschlag, dann ist alles wieder rechtwinklig ausgerichtet.
Brutal! Na ja, sind bei 3nm und 5 mm steigung 34kg pro Seite, also
sicher nicht so tragisch :-)
Aber genug um das portal auf den Schlitten zu verdrehen...
Gabriel M. schrieb:> Dominik schrieb:> der einseitige Ausfall eines Treibers, Kabelbruch o.ä.>> Motoren in Reihe an einem treiber?
Ist es tatsächlich so einfach?
Wie verhalten die sich in Reihe beim Mikroschrittbetrieb? Außer dass die
Spannung verdoppelt werden muss?
Gruß Dominik
Hallo,
die beiden Motoren benötigen je einen eigenen Treiber.
Totalausfall kann man am einfachsten an der Stromaufnahme des Treiber
erkennen.
Gruß Peter
Ich habe auch eine obenliegende Gantry. Ohne Bestromung sollte das
Portal steif genug sein um gerade zu liegen. Ich synchronisiere momentan
nicht. Die achsen laufen einzeln. Allerdings will ich später umbauen, so
das eine Achse als Slave unter Mach3 läuft. Dann wird sie nachgeführt.
das bedingt aber das beide eine eigene Erkennung der Nullposition ahben.
Dazu habe ich Reflexkoppler genommen. Diese lassen sich mit
Stellschraube verschieben.
moin moin,
als Messpunkte die Spindel zu nehmen ist ungünstig.
Lokal auf der Traverse messen ist ortsunabhängig.
Dazu "einfach" auf einer Seite einen Laserpointer anbauen, der auf der
anderen Seite auf 2 Fotoelemente leuchtet.
Wird durch Krafteinwirkung der Traverse aus der ortogonalen Lage
verdreht, kann über die 2 Fotoelemente bestimmt werden, wie
gegengesteuert werden muss. Dazu kommt auf einer Seite ein Schritt zum
Ausgleich extra.
VG
Peter
Pieter schrieb:> moin moin,>> als Messpunkte die Spindel zu nehmen ist ungünstig.> Lokal auf der Traverse messen ist ortsunabhängig.> Dazu "einfach" auf einer Seite einen Laserpointer anbauen, der auf der> anderen Seite auf 2 Fotoelemente leuchtet.> Wird durch Krafteinwirkung der Traverse aus der ortogonalen Lage> verdreht, kann über die 2 Fotoelemente bestimmt werden, wie> gegengesteuert werden muss. Dazu kommt auf einer Seite ein Schritt zum> Ausgleich extra.>> VG> Peter
So geht es natürlich auch ! Muss ich mir mal kostruktiv durch den Kopf
gehen lassen.
Dauert bei mir aber noch etwas. Der Hausumbau ist nicht mal zu 50%
fertig.
Pieter schrieb:> Dazu "einfach" auf einer Seite einen Laserpointer anbauen, der auf der> anderen Seite auf 2 Fotoelemente leuchtet.
Es wird hier immer abstruser.
Wo soll denn der sich mit bewegende Laserpointer befestigt sein, wenn
nicht an der Traverse ?
Und wenn die sich verdreht, zeigt auch der Laser in die verdrehte
Richtung, und damit immer noch genau zwischen die Photodioden die am
anderen Ende der Travser montiert sind, wo auch sonst, denn die Traverse
wird sich zunächst mal nicht VERBIEGEN.
Bitte bleib bei deinem Legobaukasten, von Mechanik hast du keine Ahnung.
Es gibt überhaupt keinen Grund, eine Gantry zu überwachen, wenn die
Schrittmotoren ausreichend ausgelegt und angesteuert sind, dann
verlieren sie nämlich keine Schritte, und sind sie nicht ausreichend,
ist die ganze Konstruktion Murks, ein Schrittverlust führt bei
nicht-orthoganalen Fräsbahnen zu fehlerhaft gefräster Oberfläche, da
kann man nicht nachträglich korrigieren, der Ditscher ist drin.
Ausserdem, wenn ein Schrittmotor erst mal aus dem Tritt kommt, kann man
nicht einfach einen Schritt nachschieben, schliesslich fährt der Motor
normalerweise so schnell, daß er eine Beschleunigungs- und Abbremsrampe
benötigt um die Masseträgheit zu schaffen, und hat es schon beim letzten
Schritt nicht geschafft, warum also bei diesem zeitlich mittenrein
hauenden und damit doppelt so schnellen Schritt ? Man müsste beide
Motoren stoppen und neu beschleunigen und hat dann nicht einen sondern
hunderte Schritte Fehler im System. Vergesst einfach die ganze Theorie
daß Schrittmotorfehler korrigierbar wären. Sie dürfen nicht auftreten.
Punkt.
Michael B. schrieb:> o soll denn der sich mit bewegende Laserpointer befestigt sein, wenn> nicht an der Traverse ?
zb. an der Seitenwange
Michael B. schrieb:> denn die Traverse> wird sich zunächst mal nicht VERBIEGEN.
Das nicht aber beim Einschalten rasten die Motoren in die nächste
Vollschrittposition und die Richtung ist nicht definiert. Daher ist es
sinnvoll die Achsen zu synchroniesieren.
Michael B. schrieb:> da> kann man nicht nachträglich korrigieren, der Ditscher ist drin.
Darum geht es auch nicht, sondern um den Ausgleich beim Anfahren der
Referenzposition VOR dem Fräsjob. Aber vielleicht bist Du mit Deinem
Lego noch nicht so weit gekommen, das es notwendig wäre.
Michael B. schrieb:> Bitte bleib bei deinem Legobaukasten, von Mechanik hast du keine Ahnung.
Naja er hat Seine Fräse selbst gebaut und die Steuerung selbst
programmiert. Aber nicht mit Lego. Er swis schon wovon er redet.
Du solltest vielleicht auch mal über deinen Tellerrand schauen.
das ist schön :
laberkopp
Nomen est omen
nur zur Info:
Habe jahrelang Portalkrane ( https://de.wikipedia.org/wiki/Portalkran )
im Seehafen gewartet.
>>Traverse wird sich zunächst mal nicht VERBIEGEN.
Das ist nur eine Frage der einwirkenden Kraft.
Und ob die im Vorfeld ausreichend groß angesetzt ist?
Peter H. schrieb:> die beiden Motoren benötigen je einen eigenen Treiber.Stephan schrieb:> Ohne Bestromung sollte das> Portal steif genug sein um gerade zu liegen.
Sehe ich auch so, was wie gesagt zu dem befürchteten Problem führt, dass
eigentlich nur dann auftritt wenn einer "blockiert".
Wenn er nicht bestromt ist, wird er mir leichtem Versatz mitgezogen,
dass
wäre weniger tragisch.
Pieter schrieb:> Dazu "einfach" auf einer Seite einen Laserpointer anbauen, der auf der> anderen Seite auf 2 Fotoelemente leuchtet.
Ja, die Anführungsstriche sind berechtigt, es bedarf sicher ein paar
technischer Raffinessen um da einen Versatz von ein paar Hundertstel mm
auszumachen, insbesondere, da sich mein Portalbalken wahrscheinlich
unbeeindruckt zeigen wird, der ist als Torsionskasten mit hochfestem Alu
ausgeführt und ist zusätzlich mit ner 20mm Stahlplatte aus C45
verstärkt... Die Verdrehung würde ich wohl gegen das Gestell messen
müssen, da das schwächste Glied die 25er Linearführungen und Ihre 4
Wagen sind.
Michael B. schrieb:> Vergesst einfach die ganze Theorie> daß Schrittmotorfehler korrigierbar wären. Sie dürfen nicht auftreten.> Punkt.
Werden Sie auch nicht auf Grund von Überlastung. Wie gesagt, meine Sorge
ist der Ausfall eines Motors auf einer Seite, schlimmstenfalls mit
"Haltestrom".
Harry schrieb:> Miss doch AN den Motoren, ob die Strompulse kommen. Die> Wahrscheinlichkeit, daß ein Motor selber defekt ist, ist recht gering.
Ja, das ist zwar komplizierter aber auch denkbar! (Wobei ich glaube,
dann nehme ich doch eher die 2 Encoder im Eingangspost für 20€ aus
Fernost) :-)
Pieter schrieb:> Das ist nur eine Frage der einwirkenden Kraft.> Und ob die im Vorfeld ausreichend groß angesetzt ist?
Das wäre ein guter Aufhänger um Mal die ganzen Überlegungen zum
Flächenmoment 2. Grades bei unterschiedlicher Materialpaarung
rauszukramen... Oder besser auch nicht, dann wird mir nur wieder übel
und das ursprüngliche Thema rückt in weite Ferne...
Also bislang gefiel mir der Vorschlag mir der Reihenschaltung fast am
Besten, allerdings kann ich die Motoren dann nicht separat fahren und
habe einen Treiber mit doppeltem Spannungsbedarf bei ungeklärten
Auswirkungen auf den Mikroschrittbetrieb - scheint vorerst keine Option
zu sein.
Die Encoder auf der 2. Wellenachse des Schrittmotors würden zumindest
das "gegeneinander" arbeiten erkennen, fällt eine Wellenkupplung o.ä.
aus, ist das nicht zu detektieren, eigentlich müssten die Encoder auf
die andere Seite der Spindel, aber da ist keine Montagemöglichkeit.
Zusätzlich bleibt das Problem der ggf. unterschiedlichen Spindelsteigung
(Toleranz), was notfalls noch mit Teach-In lösbar wäre...
Eine beidseitige Lasermessung zwischen Grundgestell und Portal wäre
natürlich top, aber für Lasersensoren die das zu leisten vermögen kann
ich eine komplette Fräse kaufen (Ich arbeite im QM-Bereich und habe
schon einige in der Hand gehalten).
Anbaumesschieber sind wie gesagt zu langsam, wären für´s Teach-In und
die Positionskontrolle aber wiederum "nice to have"...
Allmählich dämmert mir, es wird wohl eher eine Entscheidung Risiko oder
"Sparen" werden, aber auch dann wüsste ich jetzt noch nicht 100% welcher
Ansatz dann am Besten ist.
Eine kleine Bitte hätte ich noch: Der Wissens- und Erfahrungsstand der
unterschliedlichen Forenteilnehmer ist ebenfalls unterschiedlich. Es
wäre schade den Thread, wie so viele zuvor, zunichte zu machen um einen
Schlagabtausch durchführen zu können. Grundsätzlich sind alle Ideen
erstmal gut, manchmal benötigen Sie einer Verfeinerung, manchmal werden
Sie verworfen. Und wenn Sie dann im aktuellen Projekt nicht
untergebracht werden kommt irgendwann der Tag wo die Idee vllt. zu einer
anderen Lösung passt und dort sogar vllt. den Königsweg darstellt. Denn
auch ich muss mir öfter vor Augen halten, dass die starren
Vorgehensweisen, die man gelernt hat gelegentlich besser durch
Kreativität gelöst werden könnten.
Also bitte weiterhin alle Ideen posten. Danke!
Gruß Dominik
Ich würde es überhaupt nicht elektronisch synchronisieren Du addierst
nur "point of failure"s statt sie zu eleminieren. Entweder Zahnriemen
oder Königswelle.
http://www.cyrom.org/palbum/main.php?g2_itemId=7080&g2_imageViewsIndex=1http://www.cyrom.org/palbum/main.php?g2_itemId=7086&g2_imageViewsIndex=1http://www.cyrom.org/palbum/main.php?g2_itemId=4594&g2_imageViewsIndex=1
Die sorgen mit der seitlichen belastung kannst Du vergessen wenn du die
riemen/wellen "mit Spiel" machst. auf einen halben Zahn des Riemenrades
pro Seite kommts ja nicht an wenns nur das Zerreissen des Portals
verhindern soll.
Im übrigen ist genau jene Maschine aus den Bildern verreckt als der
Käufer sie ein paar monate mit einem Treiber auf einen Stepper betrieben
hat, weil der Andere gestorben war. Nach 2 monaten (!) is der Zahnriemen
gerissen und
dann hat die funktionierende Spindel das Portal schiefgezogen und
geknackt.
Michael.
Michael B. schrieb:> Die sorgen mit der seitlichen belastung kannst Du vergessen wenn du die> riemen/wellen "mit Spiel" machst. auf einen halben Zahn des Riemenrades> pro Seite kommts ja nicht an wenns nur das Zerreissen des Portals> verhindern soll.Michael B. schrieb:> Im übrigen ist genau jene Maschine aus den Bildern verreckt als der> Käufer sie ein paar monate mit einem Treiber auf einen Stepper betrieben> hat, weil der Andere gestorben war. Nach 2 monaten (!) is der Zahnriemen> gerissen und> dann hat die funktionierende Spindel das Portal schiefgezogen und> geknackt.
Also lautet der Vorschlag Riemen oder Welle nicht zur Synchronisation
sondern mit gleich mit nur einem Motor?
Zahnriemen gefällt mir nicht so gut, bei der Portalbreite kommt dann die
Steigungsabweigung vom Zahnriemen noch zu den Abweichungen der Spindeln.
wenngleich diese auch vernachlässigbar klein sein wird. Allerdings
wollte ich mir auch die radiale Belastung ersparen. Das wäre zumindest
bei einer Welle (größtenteils) gegeben. Vorteil Riemen ist natürlich bei
entsprechender Vorspannung und geeignetem Profil die Spielfreiheit.
Bei der Welle mache ich mir dann allerdings wieder etwas mehr Sorgen um
das generelle Spiel: Vollschritt bei 5mm sind 0,025mm Weg (1,8°), das
wäre mir schon zu viel Spiel wenn bei einem 200er Kegelrad ein Zahn
"fehlen" würde. Die Oberflächen sehen dann bei Richtungswechseln auch
eher mau aus.
Was ich jetzt auf den Bildern nicht gesehen habe ist welche Spindeln da
im Einsatz sind? Trapez? (Ich habe Kugelgewinde, die sind im allgemeinen
nicht selbsthemmend).
Sven J. schrieb:> Moin,>> hätte noch einige AEDA-3300-TBK abzugeben.>> Älter, aber lösen 30k Schritte pro Umdrehung auf.>> Interesse?
Ok, falls es mir irgendwie gelingen sollte das Signal zu verarbeiten,
wäre die Lösung natürlich allererste Sahne, theoretisch könnte ich damit
beide Motoren über den ganzen Bereich so fahren, dass das Portal
"gerade" bleibt.
Ist die Steigungsabweichung bei beiden Spindeln konstant und linear
"easy going", ansonsten wird das ne verdammte große unsigned long
look_up_table[3000000] :-)
Respektive unsigned long lut[2][3000000] um auch gleich noch die
Spindelabweichungen zu kompensieren ;-)
Das müsste ich dann auf jeden Fall auf den Steuer-PC auslagern.
Dominik schrieb:> Brutal! Na ja, sind bei 3nm und 5 mm steigung 34kg pro Seite, also> sicher nicht so tragisch :-) Aber genug um das portal auf den Schlitten> zu verdrehen...
Glaub du hast eine Null vergessen.
3Nm x 2 x Pi / 0,005m = 3770 N
Beim Wirkungsgrad von ca. 0,8 komme ich da auf ca 307 kg
So da ich ja nicht nur korrigieren will sondern auch einen produktiven
Beitrag leisten... Ich habe auch gerade eine Portalfräse konstruiert und
gebaut. Nachdem ich bei YouTube die Maschinen von Alex CNC und Sebastian
End gesehen habe, habe ich mich auch für nur eine KGS entschieden. Die
von Sebastian End vorgestellten JMC Ihsv57 sind Servos die wie ein
Schrittmotor angesteuert werden. Nachteil ist die Parametrierung ist
sehr aufwendig. JMC Ihss57 lassen sich genau so ansteuern, sind aber
leichter zu parametrieren. Beide haben einen Alarmausgang und melden
können einen Fehler erzeugen wenn die gewünschte Position nicht erreicht
wurde. Kosten mäßig recht interessant und sehr leistungsstark
Peter schrieb:> Dominik schrieb:>> Brutal! Na ja, sind bei 3nm und 5 mm steigung 34kg pro Seite, also>> sicher nicht so tragisch :-) Aber genug um das portal auf den Schlitten>> zu verdrehen...>> Glaub du hast eine Null vergessen.> 3Nm x 2 x Pi / 0,005m = 3770 N> Beim Wirkungsgrad von ca. 0,8 komme ich da auf ca 307 kg
Schuldig, da kann ich mich nicht rausreden...
War mir irgendwie beim schreiben schon so komisch wenig, hatte fast
angst mich verkonstruiert zu haben, mit dem schub haette man stahl ja
bestenfalls gravieren können ;-)
Dominik schrieb:> Also lautet der Vorschlag Riemen oder Welle nicht zur Synchronisation> sondern mit gleich mit nur einem Motor?
Nein, der Vorschlag lautete 2 Motoren und mechanische Synchronisierung
per Welle oder Riemen. Das mit dem "kaputt nach 2 Monaten" war nur ein
Hinweis darauf daß man den Verschleiss an den reimen gerne überschätzt.
Der Sync-Riemen muss ja im normalbetrieb keienrlei Kräfte aufnehmen, der
läuft "leer" mit. Deshalb ist da auch jeglisches Spiel egal solange es
insgesamt kleiner als 4/2 Vollschritte der Stepper ist.
> Was ich jetzt auf den Bildern nicht gesehen habe ist welche Spindeln da> im Einsatz sind? Trapez? (Ich habe Kugelgewinde, die sind im allgemeinen> nicht selbsthemmend).
Kugelgewinde Isel 16*4mm
Hier das andere Ende der Spindeln:
http://www.cyrom.org/palbum/main.php?g2_itemId=755&g2_imageViewsIndex=1
Hier eine Gesamtansicht:
http://www.cyrom.org/palbum/main.php?g2_itemId=4935&g2_imageViewsIndex=1
Und hier ein kurzes Video der Maschine in Aktion beim neuen Besitzer des
Shops kurz bevor einer der Stepper-Endstufen ausgefallen ist:
https://youtu.be/BUqo3zxv5Vo
Michael.
Hi,
Den Gedanken hatte ich mir auch schon mal machen müssen.
Ich würde zwei Inkrementalgeber mit Index an die Wellenenden schrauben
und eine externe Steuerung("Zwischenplatine") bauen, die bei Differenz
zwischen beiden Encodern abschaltet.
Zur "Initial Synchronisation" muss die Steuerung einen Homing-Betrieb
können, bei der die Steuerung unabhängig vom Computer die Motore beide
gleichmäßig drehen kann, bis sie in ihren Encoder-Index laufen. Sobald
die Absolute Position bekannt ist muss die Steuerung die Position eines
Motors korrigieren und danach das Kommando an den PC abgeben.
Da diese externe Steuerung die Step/Dir Signale vom PC bekommt und
weiterleitet könnte sie auch gleich dazu benutzt werden um den
Steigungsunterschied zwischen beiden Spindeln auszugleichen.
In EMC ließe sich das alles wahrscheinlich ganz gut integrieren.
P.S.: hi Löti ;)
schönen Gruß,
Alex
Michael B. schrieb:> Nein, der Vorschlag lautete 2 Motoren und mechanische Synchronisierung> per Welle oder Riemen. Das mit dem "kaputt nach 2 Monaten" war nur ein> Hinweis darauf daß man den Verschleiss an den reimen gerne überschätzt.>> Der Sync-Riemen muss ja im normalbetrieb keienrlei Kräfte aufnehmen, der> läuft "leer" mit. Deshalb ist da auch jeglisches Spiel egal solange es> insgesamt kleiner als 4/2 Vollschritte der Stepper ist.
Ok, jetzt habe ich es verstanden, genauer gesagt muss die Konstruktion
dann sogar ein "definiertes" Spiel haben, genug damit beide Motoren
ungehindert ihren Dienst verrichten können, aber gerade wenig genug um
im "Schlepp- betrieb" das Portal nicht zu verziehen.
Alex schrieb:> Da diese externe Steuerung die Step/Dir Signale vom PC bekommt und> weiterleitet könnte sie auch gleich dazu benutzt werden um den> Steigungsunterschied zwischen beiden Spindeln auszugleichen.
Ja, mit der externen Platine bin ich gedanklich auch noch nicht durch,
ich habe mal zwei von den China-Encodern aus dem Eröffnungspost
geordert, wenn se nix taugen kommen die irgendwann zur Drehzahlerfassung
an den konventionellen Werkzeugmaschinen im Keller zum Einsatz. Aber im
Moment hoffe ich mal noch, dass das Quadratursignal einigermaßen
"sauber" ist, dann lassen sich vielleicht über die Flankenwechsel auch
mehr als die 400 "Pulse" auslesen und eine Kompensation der
Spindelabweichung würde mit 1600 "Schritten" schon im Bereich des
sinnvollen liegen.
Mal abwarten...
Gruß Dominik
Ich hab meinen 3D Drucker mit 2 Z-Spindeln ausgerüstet. Beide haben
einen eigenen Motor, beide sind über Zahnriemen verbunden. Tut man dies
nicht verzieht sich das Gerät im stromlosen Zustand bei Krafteinwirkung.
Wenn du die Motoren jedoch mechanisch koppelst musst du das auch
elektronisch tun.
Dafür gibt es mehrere Wege: der einfachste ist: Einen Treiber, beide
Motoren Parallel (!) an diesen klemmen, fertig.
der andere: Jeder Motor bekommt einen eigenen Treiber, beide Treiber
erhalten die selbe Spannung und die selben Ansteuersignale.
Der Zahnriemen muss gespannt sein (Bei Mädler gibt es ein onlinetool zur
Berechnung) damit das funktioniert.
Das elektronisch nachzukorrigieren ist mit Sicherheit aufwändiger, als
die Zahnriemenlösung. Die geht nur nicht, wenn die Spindeln
entgegengesetzt drehen, das hoffe ich aber mal nicht.
Einen Zahnriemen kann man auch, entsprechende Umlenkpunkte
vorrausgesetzt, um die Ecke legen, was der Flexibilität durchaus
zuträglich ist. Unendlich lang kann man sie aber nicht machen.
Moin,
Was kosten denn diese chinesischen Encoder?
Ich nutze die WEDL5541 Encoder von Nanotec in einer anderen Anwendung
und die funktionieren ganz gut. Die haben 1000 Striche (4000 counts /
Umdrehung) und ein Index Signal. Der RS422 Treiber ist schon drinnen.
Habe gesehen, dass die bei Nanotec inzwischen 70€ kosten - evtl. gibt es
die auch woanders?
Die mechanische Koppelung oder Koppelung über Parallelschaltung wäre für
mich keine Option, weil der Steigungsunterschied "normaler"
Kugelgewindespindeln schon recht groß sein kann.
schönen Gruß,
Alex
Christian B. schrieb:> Ich hab meinen 3D Drucker mit 2 Z-Spindeln ausgerüstet. Beide haben> einen eigenen Motor, beide sind über Zahnriemen verbunden. Tut man dies> nicht verzieht sich das Gerät im stromlosen Zustand bei Krafteinwirkung.
Kein Wunder bei den fragilen Konstruktionen. Vermutlich wiegt bei uns
das Portal so viel wie der ges. 3D Drucker. :-)
UND NEIN mit einem Zahnriemen genug Vorspannung zu haben um 1m zu
überbrücken ist alles andere als trivial. Da ensteht so viel Kraft das
die Fest/Loselager, das die nicht lange halten werden. UND da kommt dann
schon das Problem mit den Schwingungen des Zahnriemens auf den Tisch.
Also alles nicht so ganz ohne. Bei den 10cm Deiner Z Achse ist das
Spielerei.
Christian B. schrieb:> Ich hab meinen 3D Drucker mit 2 Z-Spindeln ausgerüstet. Beide haben> einen eigenen Motor, beide sind über Zahnriemen verbunden. Tut man dies> nicht verzieht sich das Gerät im stromlosen Zustand bei Krafteinwirkung.
Mein 3D-Drucker hat sogar 3, Spindeln in der Z Achse, aber nur einen
Motor. Sind aber 12x3er Trapezgewinde. Alles über Riemen verbunden.
Gedruckt habe ich mit kleiner Druckplatte auch lange mit einer, klar die
übliche Aufhängung ist „wackelig“ aber fürs Drucken hat’s gelangt,
seitdem die massive 10mm aluplatte drin ist geht‘s aber nur noch mit
dreien.
Da man pro Druck auch nur einmal hoch und runter muss, langte mir da die
„einfache“ variante mit tr-spindeln, so stürzt der Tisch auch nicht ab
wenn der Strom ausfällt...
Alex schrieb:> Moin,> Was kosten denn diese chinesischen Encoder?
direkt aus china <10euro ;-)
Hi,
Bei dem Preis wirklich verlockend!
Im PDF steht nichts vom Index Signal, aber auf der Shop-Seite steht was
von A,B,Z. Das wäre evtl. zu klären ob da nun ein Index vorhanden ist
oder nicht...
2014 habe ich meine Encoder bei Nanotec für 42 € gekauft - jetzt 68€ ist
schon irgendwie dreist.
Such bei Aliexpress mal nach "CALT Micro Optical Encoder Module". Die
sind den Nanotec Dingern sehr ähnlich - aber gibt es keine 5/6.35mm
Bohrung zur Auswahl. Vielleicht ja auf Nachfrage...
schönen Gruß,
Alex
Hallo,
ein kleiner Zwischenbericht: Der erste Encoder aus CN ist eingetroffen,
auf Grund begrenzter Zeit nur ein sehr rudimentärer Testaufbau (Bild
66), lässt aber hoffen:
Der Getriebemotor sollte mit 150 upm laufen, gemäß Bild 67 ist die
Periode aber nur 896us lang, also läuft er im Leerlauf mit ~167 upm.
Die Periodenlänge springt deutlich, schiebe ich vorerst auf den
Getriebemotor, der "hört" sich auch schwer nach "unrund" an. Ist mit
Sicherheit auch weder ein Präzisionsgetriebe drin noch würde das Teil
ohne Getriebe rundlaufen ;-)
Aber: die Flankenwechsel der beiden Signal stehen sauber 1/4 und 1/2
versetzt zur Gesamtperiode, damit lässt sich bei Auswertung aller
Flankenwechsel wahrscheinlich eine Auflösung von 1600 Digits pro
Umdrehung realisieren, das würde mir - wie oben erwähnt - genügen.
(Macht rechnerisch 3.125*10^-3 mm für die Positionsbestimmung)
Die Verarbeitung scheint auch äußerlich gar nicht so schlecht zu sein,
hoffentlich kein Glückstreffer.
Denke ich werde die Encoder zum Verbau vorsehen und mal gucken wie sich
das in der Praxis ausgeht.
Ein Indexsignal ist übrigens nicht vorhanden.
Gruß Dominik
Hallo,
leider hat es etwas gedauert, aber allmählich geht es mit der Fräse auf
die Zielgerade. Der Maschinenrahmen ist letzte Woche fertig geworden und
jetzt extern zum Überfräsen der Flächen und Bohren der Kernlöcher für
die Lager und Linearführungen.
Damit kommt die Problematik der Synchronisation der beiden Achsen wieder
ein Stück näher...
Mir ist da noch was eingefallen (ungeachtet des Mehrwertes wenn ich
Encoder nehme):
Das in Reihe schalten der Schrittmotore selbst ist ja bereits oben
diskutiert und verworfen worden, was aber gehen sollte ist doch das in
Reihe schalten der Eingänge der Endstufen.
Somit wäre ja zumindest, bis auf den Fall, dass eine der Endstufen
"intern" ausfällt die Gefahr gebannt, dass ein Motor blockiert und der
andere das Portal verzieht.
Wie würdet Ihr das in Reihe schalten lösen, einfach 10V auf die
Reihenschaltung der Optokopppler geben und dann mit einem Transistor
oder Mosfet auf GND ziehen? Oder bedarf es da wohl etwas mehr Elektronik
um die 16mA max. nicht zu überschreiten?
Gruß Dominik
Dominik schrieb:> Somit wäre ja zumindest, bis auf den Fall, dass eine der Endstufen> "intern" ausfällt die Gefahr gebannt, dass ein Motor blockiert und der> andere das Portal verzieht.
Nein.
Es gibt viele Arten von Ausfall.
Dominik schrieb:> die Gefahr gebannt, dass ein Motor blockiert und der> andere das Portal verzieht.
Wenn das nicht nur einfach eine Blockade ist, sondern zu einem
bleibenden Schaden führen kann, wird es kompliziert - die Überwachung,
ob sich die Mechanik (!) synchron bewegt könnte aufwendiger werden als
der Antrieb selbst, z.B. Encoder an beiden Antrieben und eine
elektronische Überwachung.
Besser wäre es, konstruktiv zwar nicht das Blockieren, aber auf jeden
Fall einen Schaden auszuschliessen.
Michael B. schrieb:> Nein.>> Es gibt viele Arten von Ausfall.
Sogar nicht-elektrische. Läuft ein Antrieb schwerer, z.B. durch Schmutz
oder Späne, könnte dieser Motor Schritte verlieren, der andere nicht,
und so wird alles noch viel schlimmer.
Georg
georg schrieb:> Besser wäre es, konstruktiv zwar nicht das Blockieren, aber auf jeden> Fall einen Schaden auszuschliessen.
Prinzipiell bleibt wahrscheinlich nur die Variante mit den Encodern
auf der jeweils gegenüber liegenden Spindelseite, eine Reduzierung der
Vorschubkraft unter die maximale Belastbarkeit der Linearlager bei
Torsionsbeanspruchung würde ja den konstruktiven Vorteil des Systems
eliminieren.
Ich denke mal die Reihenschaltung verhindert zumindest das
Kabel-Ab-Problem,
ist aber dann auch eher den Aufwand nicht wert, wenn die Encoder eh
Pflicht sind... Danke.
Ich denke ich werde die Encoder-Lösung dann so umsetzen:
Pflicht:
- Eigene Platine mit eigener CPU (ein Attiny sollte reichen)
- Error-Ausgang Active Low, mit PullDown (für den Fall des
Stromausfalles der Platine)
- Signaleingänge für Puls/Richtung
- Signalausgänge für Puls/Richtung/vllt. Enable
- Encoder-Eingänge für die beiden Antriebe
- Einfacher Abgleich vom Pulseingang zum Encodereingang mit Trennung der
Pulsfolge bei Abweichungen
Kür:
- Datenschnittstelle zur Positionsabfrage
Gruß Dominik
Hallo,
leider geht der Baufortschritt schleppend voran (was aber noch vornehm
ausgedrückt ist), auf Grund wetter abhängiger dringender Sanierungen am
Eigenheim ist im Moment leider Baustopp an der Fräse. Als kleines Update
ein Paar Bilder wie sie jetzt dasteht. Hoffe im Winter geht es dann
weiter.
Gruß Dominik
Dominik schrieb:> Hallo,> leider geht der Baufortschritt schleppend voran (was aber noch vornehm> ausgedrückt ist), auf Grund wetter abhängiger dringender Sanierungen am> Eigenheim ist im Moment leider Baustopp an der Fräse. Als kleines Update> ein Paar Bilder wie sie jetzt dasteht. Hoffe im Winter geht es dann> weiter.>> Gruß Dominik
Hi Dominik,
Du bist kein Mechaniker, oder doch? Hast du mal nachgesehen wie so etwas
professionell gebaut wird? Ich bin kein Mechaniker, aber die
Konstruktion sieht für mich unstimmig aus.
Hallo,
auf Grund der aktuellen Situation ist die Fräse so gut wie fertig
inklusive Spanntisch, Vakuumpads, MMS, etc. fehlen noch ein paar
Kleinigkeiten und die Portalüberwachung ;-) Hab mich schlussendlich für
Mach3 entschieden nachdem ich eine paar Versuche mit dem neuen Teensy
4.0 gemacht habe... Spannend war die Kreisinterpolation in double und
Echtzeit, da geht mächtig was, aber das ist ein anderes Kapitel.
Portal wird derzeit mit Slave-Achse und eigenen Endschaltern
ausgerichtet, die Wiederholgenauigkeit auf 400 mm Breite lag nach 1/100
Messuhr bei einem halben Zählerwert, sehr zufriedenstellend.
Die Steuerung und die Antriebe für die 4. und 5. Achse sind auch schon
verkabelt.
Mit den Ergebnissen bin ich mehr als zufrieden, auch Stahl und
hochfestes Aluminium funktioniert ohne „Gekreische“.
Die Konstruktion ist eher über- als unterdimensioniert. Das Werkstück im
Anhang wurde aus 30er Gussaluminium gefräst, 6er Fräser bei 24000 upm.
Zustellung 6 mm.
Gruß Dominik
Dominik schrieb:> Portal wird derzeit mit Slave-Achse und eigenen Endschaltern> ausgerichtet, die Wiederholgenauigkeit auf 400 mm Breite lag nach 1/100> Messuhr bei einem halben Zählerwert, sehr zufriedenstellend.
Na das kommt mir ja sehr bekannt vor. Schön ist sie geworden.
Wie hast Du das mit den Endschaltern gelöst? Die müssen ja dann
sozusagen auf den 1/100 justiert sein um dann letztlich das Portal im
rechten Winkel zu den Seitenwangen zu haben. Ich hatte für meine Platine
mit der Lichtschranke eine kleine Halterung aus Kunststoff gefräst.
Diese läßt sich dann mit einer Stellschraube an der Seitenwange in
Längsrichtung verstellen.
Ja, bin auch mehr als zufrieden.
Die Aufspannplatte war so das erste Teil wo es richtig Spaß gemacht hat
mal nicht selber anreißen, bohren, scheiden zu müssen. Das Gewinderaster
hat die Anlage selbst gefräst, die paar hundert Gewindeeinsaetze waren
dann natürlich wieder Handarbeit ?
Die Endschalter sitzen in Aluminium Halteplatten mit M12x1 Gewinde. Pro
Winkelgrad ergeben sich dann knapp 3/1000 mm Einstellweg. Habe die
Schalter grob voreingestellt und mir
ein CNC Programm geschrieben, das die Achse immer wieder ausgerichtet
und dann mit Messuhr einen Prazisionswinkel angefahren hat.
Dauert etwas, aber funktioniert tadellos. Allerdings muss man etwas
gefühl haben, damit die Kontermutter immer gleich fest sitzt.
Grundsätzlich sollte man sich zum Ausrichten der Achsen besser einen
guten Tag Zeit nehmen. Dafür stimmen dann später auch die Ergebnisse.
Bei dem Teil oben saßen die 20er Passung auf Anhieb saugend auf den
Wellen.
Auflösung liegt bei allen Achsen etwa bei 3/1000 mm. Die
Wiederholgenauigkeit der Schalter liegt meist bei 0 Schritten, seltener
bei einem Schritt, damit ist die Winkelabweichung max. 3/1000 auf 400
mm. (ja, im Worst case x2, ich weiß?) Dass der Winkel an der Machine
passt konnte ich praktischerweise in unserer Firma an einer Zeiss 3D
Messmaschine anhand von Testteilen prüfen.
Aber eine gute Messuhr und ein guter, ausreichend großer Winkel tut es
natürlich auch.
Gruß Dominik
Wie ich sehe detektieren die das Alu vom Portal sauber? Dann schaue ich
mir das auch noch mal an. Ich war damals nicht sicher ob das mit Alu
geht und teuer waren die ja auch. Deswegen habe ich damals die LS
genommen.
Welche Schalter hast Du genommen?
Michael H. schrieb:> Respekt, sieht sehr stabil aus.
Danke, wiegt auch mittlerweile ein paar hundert kilo, auf den Untertisch
ist Sie nur noch mit Wagenhebern gekommen. Ohne Portal und Spanntisch
ging es so gerade noch mit einem Freund, wobei die Freundschaft dann
doch etwas gelitten hat ?
Wie gesagt, Stahl fräsen ist kein Problem, Edelstahl geht mit etwas
vorsicht auch. Limitierender Faktor ist hier auch eher die Spindel.
Gruß Dominik
Stephan schrieb:> Wie ich sehe detektieren die das Alu vom Portal sauber? Dann> schaue ich mir das auch noch mal an. Ich war damals nicht sicher ob das> mit Alu geht und teuer waren die ja auch. Deswegen habe ich damals die> LS genommen.> Welche Schalter hast Du genommen?
Sind die Standard Naeherungsschalter, die es bei e**y für kleines geld
gibt,
ich habe die npn mit 4mm schaltabstand. ich glaube hersteller omron.
kann aber nochmal nachsehen.
ja, alu geht, in der Firma habe ich damit einen roboter ausgestattet. da
geht es um zeitvorteile, wesentlich höherer geschwindigkeit beim
Anfahren.
Da habe ich in das Alu noch Metallstifte eingesetzt weil das
Schaltsignal auf dem Osi dann gefühlt doch noch etwas steiler war.
Gruß Dominik
Dominik schrieb:> Sind die Standard Naeherungsschalter, die es bei e**y für kleines geld> gibt,> ich habe die npn mit 4mm schaltabstand. ich glaube hersteller omron.> kann aber nochmal nachsehen.> ja, alu geht, in der Firma habe ich damit einen roboter ausgestattet. da> geht es um zeitvorteile, wesentlich höherer geschwindigkeit beim> Anfahren.> Da habe ich in das Alu noch Metallstifte eingesetzt weil das> Schaltsignal auf dem Osi dann gefühlt doch noch etwas steiler war.
Schöne Fräse :-)
Bei (induktiven) Näherungsschaltern und Zerspanung bin ich allerdings
immer vorsichtig. Ich habe damals für meinen CNC-Plasmaschneider
induktive Geber genommen, die dann allerdings in kleine Röhrchen mit
etwa 10cm Länge "eintauchten", um die "Referenzfläche" (also die Fläche,
an der referenziert wird) sauber zu halten.
Für meine Fräse wurden es dann ganz normale mechanische
Qualitätsschalter der Fa. Euchner und passende Nocken: äußerst robust
und weitgehend unempfindlich gegen Späne.
Diese Schalter sind äußerst genau: hier an meinem CNC-Drehautomat
referenzieren die ohne Probleme wiederholbar auf 0,0005mm genau (alles
andere wäre bei einem Präzisionsdrehautomat auch nicht "günstig" ;-).
Die Schalter (z.B. NB01K) gibt es auch übereinander kaskadierend, so
dass man direkt den Not-Halt mit bedienen kann.
Das nur so als Tipp, falls jemand den Unsinn behauptet, mechanische
Schalter wären ungenau ...
Stephan schrieb:> Hast Du das Signal der Endschalter noch konditioniert (aufbereitet) ?
Ja, habe den ESS im Einsatz und an jedem Port eine eigene Erweiterungs-
platine. Für die Sensoren ist es eine Kombination aus 100n + Pullup, das
Signal wandert dann noch durch einen Optokoppler bevor es am ESS landet.
Bei mir laufen die Sensoren mit 12V, da ich die Spannung auch für die
Spindelkühlung nutze, entsprechend niederohmig ist mein PU.
Standard wären 24V.
Fairerweise muss ich zugeben, dass der FU der China-Spindel trotzdem
Fehlauslösungen produzierte, da die Schwingungen in die 5V Versorgung
gelangt sind. Dies ließ sich allerdings schnell durch einen
Ferritkern(Amidon), auf dem ein paar parallele Windungen der 5V
Versorgung liegen, lösen. Dann lief es ohne Probleme. Zusätzlich ist
mittlerweile noch ein Netzfilter zwischen FU und Versorgung, damit sind
die Signale jetzt absolut sauber. Der Fu sitzt sogar mit im
Schaltkasten, keine Probleme bisher. Die einzige geschirmte Leitung ist
übrigens der Drehstrom für die Spindel. Da habe ich im Keller am Plasma
ganz andere Klimmzüge machen müssen. Aber darüber gibt es mal irgendwann
einen separaten Thread.
Chris D. schrieb:> Bei (induktiven) Näherungsschaltern und Zerspanung bin ich allerdings> immer vorsichtig. Ich habe damals für meinen CNC-Plasmaschneider> induktive Geber genommen, die dann allerdings in kleine Röhrchen mit> etwa 10cm Länge "eintauchten", um die "Referenzfläche" (also die Fläche,> an der referenziert wird) sauber zu halten.
Ja, der Hinweis ist berechtigt, ich kontrolliere die Sauberkeit auch
immer bevor ich die Referenzfahrt starte. Das Portal schirmt nach hinten
den Späneflug aber schon recht gut ab. Allerdings habe ich auf der
Vorderseite die gleiche Konstruktion, hier werde ich noch POM-Röhrchen
und Metallköpfe nachrüsten, da diese Schalter als Hardlimit dienen, wäre
ja ärgerlich wenn mir eine vorbeifliegender Span mal in voller Fahrt das
Programm abwürgt.
Das mache ich aber zusammen mit den Spindelencodern. Habe die o.g.
übrigens an einem Pick`n Place System verbaut. Funktionieren seit
Monaten einwandfrei, man darf nur nicht versuchen Sie mit 5V zu
betreiben, dann schalten Sie das Signal nicht mehr sauber durch :-)
Somit sind die Nachteile der Schalter genannt, sie haben aber auch viele
Vorteile: Bei dem o.g. Roboter habe ich monatelang tote Reed-Schalter
und mechanische Endschalter getauscht, irgendwann habe ich die alle
rausgeschmissen und durch die Näherungsschalter ersetzt. Jetzt ist Ruhe.
Die halten gefühlt ewig und sind auch relativ robust wenn man nicht am
Kabel dreht ;-)
Gruß Dominik
Dominik schrieb:> Somit sind die Nachteile der Schalter genannt, sie haben aber auch viele> Vorteile: Bei dem o.g. Roboter habe ich monatelang tote Reed-Schalter> und mechanische Endschalter getauscht, irgendwann habe ich die alle> rausgeschmissen und durch die Näherungsschalter ersetzt. Jetzt ist Ruhe.> Die halten gefühlt ewig und sind auch relativ robust wenn man nicht am> Kabel dreht ;-)
Absolut - ich habe mir damals auch 30(?) Stück bestellt - die benötigt
man ja immer mal und sie lassen sich durch die langen Gewinde auch schön
einstellen.
Übrigens: gute mechanische Schalter halten auch Ewigkeiten. Meine
Spinner SB-CNC ist jetzt über 30 Jahre alt und hat noch den ersten Satz
End- und Referenzschalter. Auch, dass sie nach 30 Jahren immer noch
unverändert im Programm sind, zeigt die Qualität.
Dafür sitzt so ein China-Näherungsschalter nun an der
Hauptspindelindexierung. :-)
P.S.: Vielleicht könntest Du noch etwas zur MMS schreiben bzw. Fotos
hochladen. Ich habe zwar schon eine, aber für meine neue suche ich noch
weitere Anregungen :-)
Hmmm da muss ich noch mal in Ruhe in mich gehen. Ich arbeite ja mit
Reflexlichtschranken an 5V. Diese gehen direkt auf die Steuerung vom
Parallelport klar ein HC244/245 ist dazwischen, ändert aber nix. Na mal
schauen, wann ich mal dazu komme. Die steht ja seit 3 Jahren in der Ecke
:-(
So, nun zum eigentlichen Problem ;-)
Dominik schrieb:> Wenn ich nun die Pulse auf beiden Seiten über einen separaten (weil> sicherheitsrelevanten) µC mitzähle und vergleiche könnte man ja bei> einer Differenz von >=2 Schritten z.B. die Enable-Eingänge der Endstufen> abschalten und ein Not-Halt Signal an den Hauptkontroller ausgeben.> Damit würde da Portal dann rechnerisch um maximal 0,003° "verkanten" und> da wird die Steigungsabweichung zwischen den beiden Spindeln schon um> Potenzen schlimmer sein.
Die Idee der separaten Überwachung finde ich gut - würde ich wohl so
machen.
Man könnte noch überlegen, den Controller einzusparen, und "klassisch"
mit Logik-ICs (oder einem EPROM) zu arbeiten. Auch damit könnte man so
kleine Abweichungen detektieren und das Ganze wäre nochmal robuster und
damit sicherer.
Immer µC ist ja auch langweilig :-)
Chris D. schrieb:> Die Idee der separaten Überwachung finde ich gut - würde ich wohl so> machen.
Ja, ist auch so entschieden, habe auf beiden Y-Spindeln schon
Riemenscheiben montiert (inkl. Riemen natürlich). Die beiden Encoder
werde ich mit einem kleinen 8bitter Überwachen, während der
Referenzfahrt wird der im Reset gehalten und nullt sich dann am Ende, ob
ich die Gangdifferez nur auswerte und ein Stopsignal setze oder noch
eine Anzeige dran mache weiß ich noch nicht.
Generell habe ich auch nichts gegen Logik IC‘s...
Stephan schrieb:> Ich arbeite ja mit Reflexlichtschranken an 5V.
Kein Problem, im Anhang meine Variante eines GRBL „shields“, hier
arbeiten die Sensoren mit 24V. Die haben auch einen internen Pull-up,
den kann man aber z.B. mit ner Zenerdiode auf 5V runterziehen. Sobald
die Auslösen ziehen die gegen Masse (wohl gemerkt NPN Variante). Hier
sind noch 4011 logik-ic‘s dazwischen, die haben aber nur den Zweck, da
ich zwei Sensoren pro Achse hatte +/- Limit und Home. Der Arduino aber
nur einen Eingang pro Achse. Mit den IC‘s decke ich auch den Fall Sensor
fehlt/Kabelbruch ab.
Viel Saft brauchen die auch nicht, ne kaskadierte Ladungspumpe reicht,
falls man die 12 oder 24v nicht separat bereitstellen will. Habe ich bei
den Encodern auch gemacht als ich gemerkt habe, das die eben nicht
zuverlässig bei 5V arbeiten und der Rest vom Schaltschrank leider schon
fertig war ;-)
Gruß Dominik
Chris D. schrieb:> Übrigens: gute mechanische Schalter halten auch Ewigkeiten.
Klar, kommt auch immer auf den Anwendungsfall an. Bei dem Roboter habe
ich pro 4-5 Sekunden bei 4 Schaltern je eine Auslösung (Endlagen). Und
der läuft meist 2 schichtig. Bei ner ordentlichen CNC brauche ich die
Schalter genau einmal pro Neustart und wenn man nicht dauernd in die
(Hard)-Limits reinfährt danach bis zum nächsten Start nicht mehr. Aber
der Roboter zeigt halt wie ewig lange die Dinger halten, ist ja auch
keine Mechanik drin, die verschleißen kann. Daher überlege ich auch ob
ich den Werkzeuglaengensensor so mache, allerdings dann gekapselt.
Ausgelöst wird dann durch einen federvorgespannten Metallzylinder. Der
eigentliche Sensor ist dann im inneren und sieht nie Späne oder
Kühlflüssigkeit. Bislang stört mich noch die Bauhoehe, habe auch welche
in 8mm, die sind schon deutlich kleiner, aber wahrscheinlich komme ich
trotzdem nicht um eine Wippe herum, dann habe ich aber wieder
potentielles Spiel durch die Drehachse, na ja ist nicht die dringlichste
Baustelle...
Die MMS ist nix besonderes, quick and Dirty, siehe Anhang.
Gruß Dominik
Dominik schrieb:> Die MMS ist nix besonderes, quick and Dirty, siehe Anhang.
Danke für das Foto :-)
Ok, dann sieht das so aus wie bei mir im Moment.
Wieviel Durchsatz an KSM hast Du etwa pro Stunde und wie sieht Deine
Sprühlanze im Schnitt aus?
Hier bin ich auf meinem Drehautomaten bei Edelstahl und Fettalkoholen
runter bis auf 40ml/h, ohne vergrößerten Schneidenverschleiss oder eine
schlechte Oberfläche zu erhalten. Darunter wird es schwierig, einfach
weil der Sprühstrahl zu ungenau ist und man immer noch zu große Verluste
hat.
Ich möchte daher gerne eine MMS bauen, die ganz ohne Druckluft arbeitet
(oder genauer: ohne Zerstäubung per Druckluft), sondern nur das Mittel
selbst durch hohen Druck zerstäubt bzw. einen präzisen Strahl genau auf
die Scheide erlaubt. Darüber sollte man noch deutlich unter 20ml/h
kommen.
Mal sehen, was die ersten Versuche ergeben.
Chris D. schrieb:> Wieviel Durchsatz an KSM hast Du etwa pro Stunde und wie sieht Deine> Sprühlanze im Schnitt aus?
Dass ist in der Tat eine schwierige Frage, bei weichem Alu deutlich mehr
als bei gut spanbaren Gueten. Bei Edelstahl-Bearbeitung würde ich schon
gar nicht mehr von MMS sprechen. Je nach geometrie hat man natürlich den
Vorteil, dass sich auf der Fraese Pfuetzen bilden, an der Drehe geht das
ja nicht. Wobei ich auf meinen beiden Drehmaschienen meist trocken
bearbeite, bei VA mache ich nur einen tropfen öl auf die Schneidplatte
damit es keine kaltverschweissungen gibt und bei alu fürs schlichten
etwas wd40, damit die of schön glänzt.
Aber um die Frage zumindest etwas in Zahlen auszudrücken: das oben
gezeigte Fraesteil ist 30 dick, ich hatte aber nur einen Alufraeser mit
20mm schnittlange. Deswegen musste ich die Aussenkontur Wirbelfräsen und
die mms mit luftüberschuss fahren um die späne aus der nut zu holen.
Fürs Fraesen ist die Druckluft also durchaus willkommen.
Material ist 7075 (zugfestigkeit ähnlich st52), fraesdauer ca. 1,5h,
verbrauch kss in 1/20 mischung etwa 300 ml.
Ich habe im Moment noch das Problem,
dass sich an der Lanze vorne (bei Alu) feine Späne ansammeln und den
Strahl ablenken. Das erhöht den Verbrauch auch unnötig.
Eine MMS ohne Luftanteil lässt sich bestimmt gut mit einem
Pneumatikzylinder und ner großen „Einweg“-Spritze bauen. Einigermaßen
offener Zugang und man kann Spritzenweise nachladen oder auf andere
Schmiermittel umrüsten.
Über den Druckminderer lässt sich dann ja die Kraft auf die Spritze
recht gut einstellen.
Den Zerstäuber für derart kleine Mengen würde ich aber wohl zukaufen.
(und die kss mischung vorher filtern)
Gruß Dominik
Heute hat der Paketbote meine Aluminiumvorräte aufgebessert,
unter anderem auch das Rohmaterial
für die Encoderhalterungen.
Da freu ich mich aber?
Dann ist die Fräse ja bald komplett.
Gruß Dominik