Dubioser Umsetzer für RS485 Signal

Gast #5389212
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Hi,

ich habe hier eine Art Leitungstreiber, der im wesentlichen ein 
RS458-Signal erzeugt, welches dann aber auf eine Art Umsetzer/Trafo 
geführt wird.

Meine Probleme:

1. Mir erschließt sich der Sinn dieses Umsetzers nicht. Der macht aus 
dem sauberen RS485-Signal was eigentlich ziemlich verschmiertes. An der 
Leitungslänge kann das nicht liegen, all zu lang darf die deswegen 
trotzdem nicht sein (lt. Aufdruck auf der Treiberbox). Also wozu könnte 
das Ding gut sein? Auf der Empfämgerseite ist die gleiche Box mit dem 
selben Umsetzer zu finden.

2. Ich kann diesen Umsetzer nirgends finden. Der kommt von Würth 
Elektronik und hat die Typennummer 750311063, allerdings spuckt noch 
nicht mal die Suchfunktion bei Würth was dazu aus. Hat irgend jemand 
eine Idee, was das sein könnte?

Danke!
Gast #5389264
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Das könnte ein Custom Trafo von Würth-Midcom sein.

RS485 Leitungstreiber + Trafo im Signalweg klingt ganz stark nach 
Digital-Audio gemäß AES/EBU.
Entweder nach Norm AES3 (über symmetrisches Audio-Kabel mit 120 Ohm 
Abschluß) oder nach AES3id (über Koaxialkabel mit 75 Ohm Abschluß)
Gast #5389318
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Jim M. schrieb:

> Mouser.de spuckt da direkt einen Trafo von Würth mit angehängtem
> Datenblatt aus. Ob der zur Platine passt, kann nur der OP selbst
> entscheiden.

Aufpassen: Mouser.de spuckt ein Ergebnis für einen Trafo 750811016 aus, 
nicht aber zum 750311063!

@Thorsch: die Leitung ist eine ganz windige Strippe, die zwei Adern 
scheinen lediglich untereinander verdreht zu sein, das war's dann aber 
auch. Kein Coax, nix.

Was ich nicht verstehe: das Signal, was letztenendes auf der Leitung 
landet, ist völlig verwaschen, da ist das ursprüngliche Digitalsignal 
kaum noch zu erkennen. Das scheint also eher eine Verschlimmbesserung zu 
sein!?
Gast #5389369
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Spider schrieb:
> 1. Mir erschließt sich der Sinn dieses Umsetzers nicht. Der macht aus
> dem sauberen RS485-Signal was eigentlich ziemlich verschmiertes.

Wenn hauptsächlich die Flanken geschliffen werden, kann das einfach eine 
Bandbreiten- bzw. Anstiegsratenbegrenzung sein.
#5389371
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cri schrieb:
> Mil-1553 benutzt sowas mit Manchester Bi-Phase Signal.

Wobei sich das für mich gar nicht nach MIL-Bus anhört. 
(Zweiter/redundanter Kanal fehlt, ...). Auch die Kabel "windige Strippe" 
passt nicht dazu, die Stecker sind oft (meist?) "Triax". Außerdem wären 
die Signale da sehr schön auf dem Bus zu sehen.


Allerdings:
- Ist die Leitung korrekt terminiert? Insbesondere der Draht an dem 
beide Trafos dran sind.
- Wo kommen die Daten her? Die MÜSSEN zwangsweise gleichspannungsfrei 
sein, sonst klappt das mit den Übertragern nicht. (siehe bi-phase)
- Sonst Infos zu der Box, Bilder?
#5389485
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Hallo,
>Manfred schrieb:
>> die Leitung ist eine ganz windige Strippe, die zwei Adern
>> scheinen lediglich untereinander verdreht zu sein, das war's dann aber
>> auch. Kein Coax, nix.
> Bla bla bla, befasse Dich mit symmetrischer Übertragung.
ich würde auch sagen: Statt einer Meinung, die auf Unkenntnis 
physikalischer Zusammenhänge zustande kommt, wären mal konkrete 
technische Angaben sinnvoll gewesen.
- Um was handelt sich sich konkret
- welche Baudraten
- welche Leitungslängen
- Fotos vom Objekt

Verdrillte Leitungen (twisted pair) zur Übertragung 
bandbreitenbegrenzten differenziellen Signalen sind hervorragend 
geeignet zur sicheren Signal-Übertragung in starkt gestörter Umgebung 
und lassen sich z.B. auch gegen EMP (Gleichtaktstörungen) sehr gut 
absichern.
Gruß Öletronika

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