L6203 mit <12V

Gast #5390127
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Hallo,

ich habe L6203 gekauft, wobei ich leider wohl übersehen habe, dass die 
min. 12V brauchen.
Nun habe ich aber im Datasheet eine Schaltung für 9V-18V gefunden. Was 
genau sorgt aber dafür, dass man die H-Bridge plötzlich mit <12V 
benutzen kann? Und kann ich die entsprechend auch gefahrlos und 
fehlerfrei mit 9V betreiben?
Oder kann ich die auch irgendwie mit nur 6V betreiben? Habe ich dann nur 
die Einschränkung, dass Rds(on) höher ist (bei 9V ca. 0.35R und bei 6V 
2R), oder funktioniert eventuell noch irgendetwas anderes nicht?

Und ab wann würdet ihr Kühlkörper verwenden?
Wenn man z.B. von 9V ausgeht kommt man auf:
P=1.5A^2*0.35R=0.7875W
Weil üblicherweise 2 MOSFETs aktiv sind, mal 2.
-> 1.575W Gesamtverlustleistung
Weil 35°C/W
-> 55.125°C
Brauche ich dafür bereits einen Kühlkörper? Bei 150°C schaltet sich der 
L6203 ab.
Heißt das aber eigentlich auch, wenn der sich automatisch abschaltet, 
dass man den quasi nicht kaputtkriegt, wenn man unter 52V bleibt, weil 
der sich im Zweifelsfall sowieso abschaltet?
Wenn man von 600mA bei 6V ausgeht, würde das nämlich auch noch 
funktionieren (50.4°C).

Danke!
#5390157
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vlafiar schrieb:
> Und kann ich die entsprechend auch gefahrlos und
> fehlerfrei mit 9V betreiben?

Laut Datenblatt geht bei niedriger Spannung erstmal nur R_DSon durchs 
Dach.

Das Probolem ist das der Chip seine restlichen im DB angegebenen Werte 
nicht erreicht. Ob das für Deine Schaltung ein Problem darstellt können 
wir nur raten so ganz ohne Schaltplan...
#5390161
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vlafiar schrieb:
> Wenn man von 600mA bei 6V ausgeht, würde das nämlich auch noch
> funktionieren (50.4°C).

Und Du hast hier auch mit den typisch 2 Ohm R_DSon gerechnet, die man in 
der Kurve im DB ablesen kann?

Edit: Die 150°C darf man nur manchmal ausnutzen. Wenn das kontinuierlich 
passiert geht der Chip relativ bald in die ewigen Jagtgründe - die 
internen Strukturen werden dann "weich".
Gast #5390211
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Jim M. schrieb:
> vlafiar schrieb:
>> Und kann ich die entsprechend auch gefahrlos und
>> fehlerfrei mit 9V betreiben?
>
> Laut Datenblatt geht bei niedriger Spannung erstmal nur R_DSon durchs
> Dach.
>
> Das Probolem ist das der Chip seine restlichen im DB angegebenen Werte
> nicht erreicht. Ob das für Deine Schaltung ein Problem darstellt können
> wir nur raten so ganz ohne Schaltplan...

Ich habe derzeit noch keinen Schaltplan. Sonst hätte ich den schon mit 
angehangen.
Es geht mir gerade darum, die Möglichkeiten, die ich mit dem L6203 habe, 
auszukunden.
Ich habe den nämlich eigentlich einmal eher aus Versehen mitbestellt und 
jetzt hier herumliegen. Dabei macht der eben eigentlich einige Probleme.
Zum Beispiel weiß ich noch nicht, wie ich den auf eine Lochrasterplatine 
bekomme. Adapterplatinen gibt es keine.
Eine Überlegung von mir war, dass ich die Beine flachbiege und dann eben 
als Art SMD auflöte. Wobei ich da eben vermutlich viel herumbiegen 
müsste.
Hat das schon einmal jemand geschafft?
Ich habe leider nicht das passende Equipment zum Platinen ätzen und 40€ 
für eine so kleine Platine sind mir eigentlich zu viel. Da kann ich mir 
auch gleich einen anderen Treiber im DIP-Gehäuse kaufen.
Bei 9V ist von 1.5A auszugehen. Das sollte ja eigentilch problemlos 
gehen, wenn normalerweise 4A möglich sind, oder nicht?
Die Frage ist eben, ob ich dafür einen Kühlkörper brauche. Wobei man da 
ja den gleichen wie für den L298N nehmen kann, für den man genug 
Kühlkörper findet.


Jim M. schrieb:
> vlafiar schrieb:
>> Wenn man von 600mA bei 6V ausgeht, würde das nämlich auch noch
>> funktionieren (50.4°C).
>
> Und Du hast hier auch mit den typisch 2 Ohm R_DSon gerechnet, die man in
> der Kurve im DB ablesen kann?

Ja.
(0.6A)^2*2R*2*35°C/W=50.4°C

> Edit: Die 150°C darf man nur manchmal ausnutzen. Wenn das kontinuierlich
> passiert geht der Chip relativ bald in die ewigen Jagtgründe - die
> internen Strukturen werden dann "weich".

Naja, wenn ich von einer Umgebungstemperatur von ca. 30°C ausgehe, dann 
bin ich ja immer noch bei 80-90°C. Woher kann ich wissen, ob das 
kritisch ist oder nicht? Ich finde dazu eigentlich nichts nützliches im 
DB.
Gast #5390224
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Walter T. schrieb:
> Bei Streifenraster kann man die L6203 flach auf den Kühlkörper
> schrauben
> und die Leiterplatte dann zwischen die Beinchen schieben. Unten wird auf
> die Bahnen gelötet, oben mit Draht kontaktiert.

Das ist tatsächlich eine gute Idee.
Wobei das doch eigentlich genauso mit Lochraster gehen müsste, oder 
nicht?
Da ist die lötbare Fläche zwar nicht ganz so groß, aber dafür müsste 
das, denke ich, doch eigentlich reichen.
Gast #5390264
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Walter T. schrieb:
> vlafiar schrieb:
>> Wobei das doch eigentlich genauso mit Lochraster gehen müsste, oder
>> nicht?
>
> Wenn Du die Leiterplatte mechanisch so entlastest, dass nicht die Pads
> abgerissen werden: Sicher. Streifenraster ist in dieser Hinsicht nur
> deutlich robuster.

Ist die Spannung da so groß?
Wenn man die Beinchen entsprechend hinbiegt, dürfte das doch eigentlich 
passen oder was meinst du?

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