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Forum: PC Hard- und Software LG R400 Festplatte langsam


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Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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die Festplatte in einem LG R400 Notebook ist "zu langsam":

Das Notebook selbst ist ein etwas ältliches Intel Core2 T5300@1.73 GHz 
basierendes Gerät.

Verbaut sind
als CD-ROM eine GSA-T20N PATA  [laut Windows (W10) im Ultra-DMA Modus 2 
(= UDAM33) -> theoretisch 33 MByte/sek]

als Festplatte eine Hitachi Travelstar 5K160 SATA [Laut BIOS im 
Ultra-DMA Modus 5 (= UDMA100) -> theoretisch 100 MByte/sek

Die SMART Werte der Festplatte sehen unauffällig aus (alles grün)

Der im Laptoop verbaute Controller selbst kann UDMA5, genau so wie auch 
die Platte. Also müsste ich ja eigentlich auch in etwa die 100 MByte/sek 
"sehen" können.

Eine Perfomance-Messung mittels winsat (winsat -seq -read -drive c) 
liefert jedoch lediglich eine Lesegeschwindigkeit von 29 MByte/sek

--> Das sieht für mich aus, als ob die Festplatte doch nur mit UDMA2 
angesprochen wird.

-> Wie kann ich das Problem einfangen?

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Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Wegstaben V. schrieb:
> als Festplatte eine Hitachi Travelstar 5K160 SATA [Laut BIOS im
> Ultra-DMA Modus 5 (= UDMA100) -> theoretisch 100 MByte/sek

Die Platte ist doch eine SATA-Platte, da sind die UDMA-Modi doch 
ziemlich ... irrelevant, oder täusche ich mich da? Die erste 
SATA-Implementierung, die eine ganze Handvoll Jahre älter ist als das 
Notebook, schafft 150 MByte/sec.

Könnte natürlich sein, daß die Platte aus irgendeinem Grund in einem 
PATA-Kompatibilitätsmodus angesteuert wird, aber warum der die 
Schnittstelle verlangsamen sollte, ist unklar.

> Eine Perfomance-Messung mittels winsat (winsat -seq -read -drive c)
> liefert jedoch lediglich eine Lesegeschwindigkeit von 29 MByte/sek

Hat denn das die Platte alleine im Zugriff, oder stört da möglicherweise 
nebenbei laufende Plattenaktivität von Windows?

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Die Schnittstelle sagt nix über die echte Performance aus, wenn der 
Lieferant (die Platte) nicht liefern kann.

Hitachi Travelstar 5K160 SATA wird als UDMA5 gemeldet?
Bist du dir sicher, das der SATA-Controller im AHCI-Modus und nicht im 
IDE-Modus läuft?

Autor: Jim M. (turboj)
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Wegstaben V. schrieb:
> Eine Perfomance-Messung mittels winsat (winsat -seq -read -drive c)
> liefert jedoch lediglich eine Lesegeschwindigkeit von 29 MByte/sek

Laut Datenblatt 
(https://www.hgst.com/sites/default/files/resources/5K160_SATA_spv1.2.pdf) 
ist ungefähr nur das Doppelte drin, maximal 540 MBit/sec oder rund 66 
MByte/sec.

Und wenn man sich Kapitel 4.3 anschaut: Die Datendichte nimmt zum Ende 
hin ungefähr 2:1 ab. Da die Rotationsgeschwindigkeit konstant ist, 
blieben ca. 33 MByte/sec übrig. Deine gemessenen Werte stimmen 
auffallend überein.

Autor: Jim M. (turboj)
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Wegstaben V. schrieb:
> -> Wie kann ich das Problem einfangen?

Indem man das uralte Teil durch eine SATA SSD ersetzt - möglichst bevor 
die Platte die Hufe hochreisst und man nicht mehr ohne externe Hilfe an 
die Daten kommt.

Autor: IDE Programmierer (Gast)
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Wegstaben V. schrieb:
> -> theoretisch 100 MByte/sek

Du sagst es bereits. Theoretisch.
Du verwechselst da Augenblicks-Geschwindigkeit (=Bus-
Geschwindigkeit) mit effektiver Datenrate unter einem
realen Betriebssystem.

Wegstaben V. schrieb:
> Das Notebook selbst ist ein etwas ältliches Intel Core2 T5300@1.73 GHz
> basierendes Gerät.

Der ist auch daran beteiligt dass nicht alles so schnell
geht wie auf dem Papier.

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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Also, die Festplatte [eine 5K160-120] hat laut Datenblatt eine SATA-I 
Schnittstelle, aka SATA-150, aka "150 MByte/sek".

www.hgst.com/sites/default/files/resources/5K160_SATA_spv1.2.pdf

laut Datenblatt:

"Fast data transfer rate (up to 1.5 Gbit/s)"

Allerdings sagt das Datenblatt auch:

"Data transfer rates (Max) (buffer to/from media) (Mbps) 466"
"Data transfer rates (Mbyte/sec) ULTRA DMA 100"

Speccy (Fa. Piriform) sagt: Used Transfer Rate = SATA-I.


h2bench liefert folgende Werte:

C:\Install\Heise\h2benchw3_16>h2benchw -c 10 0
H2bench -- by Harald Bögeholz / c't Magazin für Computertechnik
Version 3.16/Win32, Copyright (C) 2010 Heise Zeitschriften Verlag GmbH & 
Co. KG
Niederländische Übersetzung: F&L Technical Publications B.V.
!!! WARNUNG: Ergebnisse werden nicht abgespeichert!
ATA-Platte: Hitachi HTS541612J9SA00
Seriennr. : SB2D41E4K6KVYE
Firmware  : SBDOC70P
Unterstützte UDMA-Modi: 0 1 2 3 4 5
UDMA-Mode 5 aktiviert.
Akustik-Management vorhanden, aber abgeschaltet.
Kapazität: 234436545 Sektoren=114471 MByte, CHS=(14593/255/63)
10 Sekunden Timerüberprüfung (Win32) ............. Ok.
Timerauflösung: 0.592 µs, 1.688 MHz
Timerstatistik: 3428215 Aufrufe, min 0.59 µs, mittel 1.42 µs, max 137.99 
µs
Einige Sektoren lesen zum Aufwärmen... Fertig.
Tests zur Interface-Transferrate mit Blockgröße 128 Sektoren (64.0 
KByte):
Sequenzielle Leserate Medium (ungebremst): 35.2 MByte/s
Sequenzielle Leserate Read-Ahead (Verzögerung: 1.95 ms): 87.0 MByte/s
Wiederholtes sequenzielles Lesen ("Coretest"): 89.9 MByte/s



--> Also hat "winsat" wohl eher etwas in Richtung "ungebremste Leserate 
Medium" ermittelt (gemäß Sprachgebrauch im h2bench)

--> alles gut, schneller gehts wohl normalerweise nicht mit dieser 
Platte

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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Jim M. schrieb:
> Indem man das uralte Teil durch eine SATA SSD ersetzt - möglichst bevor
> die Platte die Hufe hochreisst und man nicht mehr ohne externe Hilfe an
> die Daten kommt.

Ist eh nur (m)ein Notfall-Notebook. Mit den 3 GB Hauptspeicher (4 GB 
kann es nicht) und W10 kann man da nix großes reissen. Für ein bischen 
im Internet sufen im Garten reicht es aber noch aus.

Historie: Ursprünglich war es ein Vista oder WXP mit 2 GB Speicher. Ging 
auch noch relativ geschmeidig. Dann kam W7 drauf, war schon relativ zäh. 
Dann kam W10 drauf, da wurde es "bleiern" und entsorgt.

Es waren 2 x 1 GB Speicher drin, wobei der 2. Riegel-Steckplatz eine 
konstruktive Katastrophe ist und komplettes zerfleddern des Geräts 
erfordert.

Es erwies sich, daß das Gerät 2 x 2 GB nicht verkkraftet, aber zumindest 
2 + 1 GB. Danach wurde es schon etwas schneller, aber auch noch nix 
umwerfendes.

Und ann ging es an die Festplatte, welche mir sehr lahm vorkam. 
Schneller gehts aber wohl nicht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Jim M. schrieb:

> Indem man das uralte Teil durch eine SATA SSD ersetzt - möglichst bevor
> die Platte die Hufe hochreisst und man nicht mehr ohne externe Hilfe an
> die Daten kommt.

nicht immer gleich jedem hype hinterher rennen

klar ist ne SSD schneller
deswegen ist die Platte aber nicht uralt oder gleich defekt

Nicht immer das Alte gleich zu Müll degradieren nur weil irgendwas neues 
da ist.
Er hat nur ein Problem mit der alten Platte wenn sie ihm im Betrieb 
tatsächlich zu langsam erscheint. Vorher muss er gar nix machen, schon 
gar nicht unnötig Elektroschrott erzeugen.

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Wegstaben V. schrieb:
> Ist eh nur (m)ein Notfall-Notebook. Mit den 3 GB Hauptspeicher (4 GB
> kann es nicht) und W10 kann man da nix großes reissen. Für ein bischen
> im Internet sufen im Garten reicht es aber noch aus.

Was willst du denn damit reissen?
Für ein bisschen Office wird es doch noch reichen, oder?
Abends in den Ruhezustand schicken, dann ist der Windows-Start nicht so 
zäh.
ltSpice und Eagle dürfte es ebenso verkraften.

Und über die perfomance im inet braucht sich niemand mehr zu wundern.
Ein normaler mit allen Updates versehener inet-Explorer bricht heute 
schon bei der MSN-Startseite zusammen und braucht >30sek um überhaupt 
die Seite aufzubauen (Corei7), script-verseuchte Seiten wie bild o.ä. 
sind damit überhaupt nicht mehr surfbar. Dafür braucht man schon einen 
firefox mit script-Blockern.

Autor: Jim M. (turboj)
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Mike B. schrieb:
> Jim M. schrieb:
>
>> Indem man das uralte Teil durch eine SATA SSD ersetzt - möglichst bevor
>> die Platte die Hufe hochreisst und man nicht mehr ohne externe Hilfe an
>> die Daten kommt.
>
> nicht immer gleich jedem hype hinterher rennen

Das kann nur von jemandem kommen der noch nie einen PC mit SSD 
aufgerüstet hat.

Wenn die lahmen Core2 nicht durch 'nen Virenscanner ausgebremst werden 
ist die Festplatte der größte Bremsklotz im System.

Grade bei gelegentlicher Nutzung ist die Startzeit von Windows und 
Programmen ein signifikanter Faktor, und eine 10 Jahre alte Platte will 
man ohne Betrachtung der Nutzungszeit schon allein wegen Schmierung der 
Lager ersetzen.

Allerdings ist das in den Thinkpads hier wesentlich einfacher als in 
vielen anderen Notebooks gewesen, weil da die Platte einen eigenen 
Einbauschacht hatte.

Autor: Schreiber (Gast)
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Wenns Windows ist: Einfach mal defragmentieren! Hilft oft und kostet 
nichts...

Autor: Peter D. (peda)
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Jim M. schrieb:
> Das kann nur von jemandem kommen der noch nie einen PC mit SSD
> aufgerüstet hat.

So ist es.
Ich habe 2 ältere PCs (3GB/4GB RAM) mit SSD (256GB) gepimpt. Der 
Unterschied war extrem und das Arbeiten machte wieder Freude.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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mit Win10 hatte ich noch nix zu tun.

Kriegt dieses System auch sowas hin?

Beitrag "Windows Explorer ewiger grüner Balken, Lösung"

Das reisst Dir die Nutzfähigkeit einer Platte bis gegen null runter.

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Jim M. schrieb:
> Mike B. schrieb:

>> nicht immer gleich jedem hype hinterher rennen
>
> Das kann nur von jemandem kommen der noch nie einen PC mit SSD
> aufgerüstet hat.

da hat dein Systemscanner auf meinem System aber schwer versagt :-P

> Grade bei gelegentlicher Nutzung ist die Startzeit von Windows und
> Programmen ein signifikanter Faktor, und eine 10 Jahre alte Platte will
> man ohne Betrachtung der Nutzungszeit schon allein wegen Schmierung der
> Lager ersetzen.

ui, da spricht der Fachmann
Fehlende Langzeiterfahrung?
Ich habe heute noch IDE-Platten von 1995 in einem alten System, und die 
laufen.
aber hui, Gefahr Gefahr!
Klar gibt es viele Platten, die bei langer Nicht-Nutzung wegen 
festsitzender Lage nicht mehr hochfahren, aber nicht im laufenden 
Betrieb

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