Ich benötige für einen Auftrag in Marokko ca. 10 dieser Geräte und
möchte nicht 10 mal 600€ ausgeben, da ich auch was verdienen muss.
Piezos welche 17KHz / 18KHz mit 105 DB aussenden können sind ja wohl
billig zu bekommen und nun suche ich einige Tipps welchen
Microcontroller und welche Endstufe sich am besten eignet.
Rasperry Pi plus Endstufenplatine ? die Impedanz ist ja eher hoch!
Aber natürlich wird es Verstärker geben, die ihre Schwierigkeiten mit
Piezos haben.
Hier ein Auszug aus Wikipedia
Da die Wahrnehmungsfähigkeit des menschlichen Gehörs für hohe Frequenzen
mit dem Alter nachlässt, werden die Töne überwiegend von jungen Menschen
unter 25 Jahren wahrgenommen. The Mosquito arbeitet mit einer Frequenz
zwischen 17 kHz und 18,5 kHz. Tests haben ergeben, dass die meisten
Menschen über 25 Jahren nicht mehr in der Lage sind, Frequenzen von 18
kHz und mehr zu hören. Dieser Befund wird durch wissenschaftliche und
medizinische Abhandlungen über ein Phänomen namens Presbyakusis
(Altersschwerhörigkeit) gestützt.
Die Wirkung des Mosquito beruht nicht auf seiner Frequenz oder
Lautstärke. Sein Wirkprinzip liegt in der Art des ausgegebenen Tones,
der von den Betroffenen als sehr lästig empfunden wird. Der Mosquito
verwendet einen modulierten Ton, der sich aus einem Ton mit etwa 17 kHz
und einem Ton mit etwa 18 kHz zusammensetzt. Zwischen beiden Signalen
wird viermal pro Sekunde gewechselt. Da es sich nicht um einen
gleichmäßigen Dauerton handelt, kann das menschliche Gehirn ihn nicht
ausfiltern bzw. sich nicht daran gewöhnen. Dies soll nach Angaben des
Erfinders Howard Stapleton Jugendliche dazu veranlassen, die
unmittelbare Umgebung bzw. den Beschallungsbereich zu meiden.
Nach Herstellerangaben, gemessen in einem Meter Entfernung, beträgt der
maximale Pegel 99 dBA. In 1 cm Entfernung erreicht das Gerät Messwerte
von maximal 104 dB.
Suchbegriff ist "pest control" oder "pest repeller"
https://en.wikipedia.org/wiki/Electronic_pest_control
Ich habe mal sowas auf dem Flohmarkt gekauft, ein üblicher
Piezo-Hochtöner und pulsender Tongenerator. Der Einschaltknacks war
leider hörbar, das störte doch etwas.
Sei froh wenn du nicht betroffen bist, vermutlich kannst du dir das gar
nicht vorstellen!
Vor unserem Haus gibt es auch so ein Problem mit jugendlichen
Drogendealern die da den ganzen Tag ihr Unwesen treiben, urinieren,
Spritzbestecke, Unrat, zerbrochene Flaschen, Kot etc..
Die Polizei ist machtlos und hat mir allen Ernst empfohlen einen
aggressiven Hund anzuschaffen und auf die Kriminellen zu hetzen, erst
dann können sie was machen, aber der Hund wird wohl eingeschläfert wenn
er jemanden ernsthaft verletzt und das möchte ich auf keinen Fall.
Ich wäre sehr an einer Bauanleitung interessiert!
Christoph K. schrieb:> Suchbegriff ist "pest control" oder "pest repeller"
Und die "Pest" sind die Jugendlichen: http://www.movingsoundtech.com/
Naja.
> Ich habe mal sowas auf dem Flohmarkt gekauft, ein üblicher> Piezo-Hochtöner und pulsender Tongenerator.
Hunde und Katzen kann man damit auch schön durcheinander bringen. Marder
angeblich auch...
Aleman P. schrieb:> Ich wäre sehr an einer Bauanleitung interessiert!
Als Hundebesitzer würde ich Dir in den Arsch treten, wenn Du so
etwas in meiner Nähe in Betrieb nimmst...
Und Verstecken kannst Dich nicht, ich kann das hören!
Und wenn nicht, dann der Hund, der findet Dich sicher!
John S. schrieb:> es gibt ein seriöses Video auf Youtube
Guter Witz!
Ich hatte mir so ein Teil mal gebaut.
Wirklich nicht viel Arbeit.
Mit einem Piezo und einem kleinen Parabolspiegel.
Als ich das Ding eingeschaltet hatte hörte ich nicht viel aber meine
Tochter kam aus ihrem Zimmer nebenan raus und fragte was hier so laut
ist ob ich das nicht höre.
habe es dann bei meinen Jungs oben im Zimmer getestet und auch die haben
sich beschwert. Ich habe nix gehört! :)
Meinen "Rat repeller" habe ich vor vielen Jahren einem Kollegen
weitergegeben. Der beklagte sich darüber, dass irgendwelche
Nachbarskatzen "in seinen Keller-Lichtschacht pieseln".
Die Radikallösung mit geeignet installierter Netzspannung unterhalb des
Abdeckgitters hat er nur angedroht...
Seine Nachbarn haben sich jedenfalls über das Geknackse beklagt.
Dominik K. schrieb:> Ich hatte mir so ein Teil mal gebaut.> Wirklich nicht viel Arbeit.> Mit einem Piezo und einem kleinen Parabolspiegel.>> Als ich das Ding eingeschaltet hatte hörte ich nicht viel aber meine> Tochter kam aus ihrem Zimmer nebenan raus und fragte was hier so laut> ist ob ich das nicht höre.>> habe es dann bei meinen Jungs oben im Zimmer getestet und auch die haben> sich beschwert. Ich habe nix gehört! :)
Um das zu testen muss man nicht unbedingt ein Gerät selbst basteln,
schätze ich.
Halbwegs brauchbare Soundkarten und Kopfhöhrer schaffen schon die >
15khz.
http://onlinetonegenerator.com/
Gegen tropische Moskitos hilft DEET. Angeblich auch Icaridin, aber bei
DEET kann ich es bestätigen.
Ansonsten würde ich ein feinmaschiges Mückennetz vorziehen. Das
funktioniert auch bei Stromausfall (soll in Afrika gelegentlich
vorkommen), ist mit 20 Euro bezahlbar und vor allem sieht man
eingeschränkte Funktion optisch. Da man den Ultraschallbrüller nicht
hört, hört man auch keinen Unterschied, wenn er das Zeitliche segnet.
Könnte bei den klimatischen Bedingungen da ebenfalls rasch sein. Mal
davon abgesehen, dass Piezos üblicherweise nicht für Dauervollgasbetrieb
ausgelegt sind.
Übrigens: Nicht hörbar heißt nicht, dass die Physik keine Auswirkungen
hat. 105 dB am Hörorgan sind schädlich, ob nun hörbar oder nicht.
Ist doch bei UV-Laserlicht dasselbe. Ich sehe es nicht und merke es
nicht, bis ich gar nichts meht sehe. Nur wird da gleich nach
Schutzbrillen geplärrt. Die Ohren von so einem Kreischer ruinieren zu
lassen ist aber offenbar toll.
Rufus Τ. F. schrieb:> Mücken kann man mit den Dingern nicht vertreiben.
Er will ja wohl auch keine Mücken, sondern Moskitos vertreiben.
Sein Bericht ist ja sehr detailiert und anscheinend auch gut
recherchiert. Moskitos verhalten sich möglicherweise ja auch
anders als "deutsche" Mücken.
Deshalb hier auch einige Hinweise zur Realisierung: Die ge-
wünschten Frequenzen liegen ja noch innerhalb des menschlichen
Hörbereichs (bis 20kHz). Deshalb kann man problemlos normale
NF-Verstärker(-ICs) verwenden. Sicherheitshalber kann man ja
nochmal ins Datenblatt schauen. Es ist sinnvoll, fertige
Verstärkerplatinen zu verwenden. Insbesondere wenn man seine
eigene Arbeitszeit berücksichtigt, sind die deutlich billiger
als ein Selbstbau. Für den Oszillator am Eingang würde ich
einen 556-IC vorschlagen. Eine Hälfte erzeugt umschaltbar die
17/18kHz, die andere macht das Umschalten. Ich denke, das für
den angestrebten Zweck Rechtecke ausreichen. Man könnte aber
auch zwei Sinus-Phasenschieberoszillatoren umschalten.
Schwieriger ist das Problem der Schallerzeuger zu lösen. Zwar
sind die meisten sog. Hochtöner in der Lage, diese Frequenzen
zu erzeugen, aber man weis nicht, mit welchem Wirkungsgrad.
Ausserdem werden hohe Frequenzen von den Lautsprechern stark
gebündelt, sodas man mehrere z.B. in eine Kugel einbauen muss.
Am besten wäre es, man würde sich Lautsprechertyp und -anordnung
von den käuflichen Geräten abgucken. :-)
Beim ausgestrahlten Pegel muss man versuchen, den richtigen
Kompromiss zwischen Wirksamkeit und möglicher Schädigung der
Umgebung zu finden. Das stelle ich mir nicht ganz einfach vor
und da können Elektroniker m.E. auch wenig helfen.
> Du willst also junge Menschen vertreiben.
Ich glaube, das hat der TO nur etwas unglücklich formuliert.
Ich glaube, es geht Ihm nur um die möglichen Nebenwirkungen.
Kai G. schrieb:> Ansonsten würde ich ein feinmaschiges Mückennetz vorziehen.> Übrigens: Nicht hörbar heißt nicht, dass die Physik keine Auswirkungen> hat. 105 dB am Hörorgan sind schädlich, ob nun hörbar oder nicht.
Das sollte man auf jeden Fall bedenken und vielleicht einen
HNO-Arzt oder einen Hörgeräteakustiker befragen.
> Ist doch bei UV-Laserlicht dasselbe. Ich sehe es nicht und merke es> nicht, bis ich gar nichts meht sehe.
UV-Licht in höheren Dosen nimmt man meist auf Grund von Fluoreszenz-
Effekten wahr. Kritischer ist da IR, denn das sieht man wirklich nicht.
Harald W. schrieb:> Er will ja wohl auch keine Mücken, sondern Moskitos vertreiben.ingnieroaleman schrieb:> The Mosquito arbeitet mit einer Frequenz> zwischen 17 kHz und 18,5 kHz.
The Mosquito ist ein 2005 in Großbritannien entwickelter
Ultraschall-Störgeräuschsender, dessen Ziel es ist, mittels Schallwellen
in hohen Frequenzbereichen „herumlungernde“ Teenager zu vertreiben.
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Mosquito
Harald W. schrieb:> Moskitos verhalten sich möglicherweise ja auch anders als "deutsche"> Mücken.
Diese Ultraschalldinger sind Hokuspokus, die Wirkung auf Insekten ist
eingebildet. Schade um Zeit und Geld.
Harald W. schrieb:> Er will ja wohl auch keine Mücken, sondern Moskitos vertreiben.
Moskitos sind (Stech-) Mücken. Die Viecher heißen halt in
unterschiedlichen Sprachen unterschiedlich.
Im Englischen und Spanischen heißen sie mosquito, im Französischen
moustique - es handelt sich aber immer um die Gattung der Culicidae.
Rufus Τ. F. schrieb:> Moskitos sind (Stech-) Mücken. Die Viecher heißen halt in> unterschiedlichen Sprachen unterschiedlich.
...und in unterschiedlichen Ländern sind sie auch anders.
"Deutsche" Mücken können m.W. keine Malaria übertragen.
"Echte" Moskitos können in D wohl nur wenige Tage über-
leben, was immerhin ausreicht, um die "Flughafenmalaria"
zu übertragen.
Harald W. schrieb:> "Deutsche" Mücken können m.W. keine Malaria übertragen.
Das ist ein Irrtum. Anopheles-Mücken gibt es auch in D und das
Oberrheintal war bis in die 1920er Jahre Malariagebiet.
Mit der Klimaerwärmung ist damit zu rechen, das früher oder später
wieder Malaria zu erwarten ist, nämlich dann, wenn irgendwo Mücken am
malariainfizierten Urlaubsheimkehrern genuckelt haben.
Wirksam gegen die Stechviecher sind Repellents und/oder 2 (dünne)
Schichten Textil und nachts Moskitonetze.
Wobei hierzulande die Stechmücken noch die harmlosesten Viecher sind.
Richtig übel sind Bremsen und Kriebelmücken - da hat man richtig lange
was von den Stichen...
Uhu U. schrieb:> Richtig übel sind Bremsen und Kriebelmücken - da hat man richtig lange> was von den Stichen...
auch wenn das richtig ist, Bremsen sind echt heftig, eigene Erfahrung,
aber das bedeutet nicht das man von Stechmücken weniger lange was hat,
ich sehe noch immer alle Mückennarben seit über 40 Jahren, da sind die
Pigmente weg und auch durchblutet wird es anders, sieht man bei
Wechselarmbäder warm/kalt deutlich, erschreckend wieviel Narben sich da
gebildet hatten.
Joachim B. schrieb:> aber das bedeutet nicht das man von Stechmücken weniger lange was hat
OK, wenn man kratzt, wirds übel. Deswegen ist die eiserne
Verhaltensregel bei und nach Mückenangriffen, die Viecher zu erschlagen,
wenn es sich anbietet, aber die Stiche zu ignorieren - nach einer Stunde
jucken sie dann nicht mehr und heilen i.d.R. komplikationslos ab.
Harald W. schrieb:> Dominik K. schrieb:>>> Krass, wie man von 17 kHz auf Malaria kommt! In nur 3 Tagen :)>> Darum ging es ja wohl in der Ursprungsfrage.
Öhm... ich denke nicht.
Er spricht vom THE MOSQUITO.... und das Gerät ist NICHT für die
Vertreibung von Stechmücken gedacht.
ingnieroaleman schrieb:> Rasperry Pi
Für solche Aufgaben ist ein 2€-Arduino völlig ausreichend, wenn man die
Oszillatoren nicht aus den ICM7555-Timern oder CMOS-Logik-ICs basteln
will.
ingnieroaleman schrieb:> Da die Wahrnehmungsfähigkeit des menschlichen Gehörs für hohe Frequenzen> mit dem Alter nachlässt, werden die Töne überwiegend von jungen Menschen> unter 25 Jahren wahrgenommen. The Mosquito arbeitet mit einer Frequenz> zwischen 17 kHz und 18,5 kHz. Tests haben ergeben, dass die meisten> Menschen über 25 Jahren nicht mehr in der Lage sind, Frequenzen von 18> kHz und mehr zu hören.>> Der Mosquito> verwendet einen modulierten Ton, der sich aus einem Ton mit etwa 17 kHz> und einem Ton mit etwa 18 kHz zusammensetzt. Zwischen beiden Signalen> wird viermal pro Sekunde gewechselt.
Und wie kann man die Oszillatoren justieren, wenn man den Ton selbst
nicht hört?
Stefanus F. schrieb:> Ich kenne nur ein wirksames Mittel, und das ist wohl schon so alt die> Menschheit: Halbe Zitronen mit Gewürznelken bespickt.
Ich denke, mit ganzen Zitronen trifft man die Mücke sogar noch besser.
Georg frog:
> Und wie kann man die Oszillatoren justieren, wenn man den Ton selbst> nicht hört?
In dem man einen 2.Oszillator (z.B. Funktionsgenerator) hinzunimmt und
eine Schwebung erzeugt.