Blick in einen Multilayer Keramik-Kondensator (MLCC)

Gast #5392576
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Hallo zusammen,

mal keine Frage, sondern nur zur Unterhaltung (man kann es auch 
Information oder gar "Wissenserweiterung" nennen): Ich und mein 
Schraubstock haben kürzlich, ganz unfreiwillig, einen 
Keramik-Kondensator zerbrochen. 2 Teile, nicht weiter zerbröselt. Mit 
der Lupe war die innere Struktur zu erkennen. Fand ich interessant. Ich 
habe mal versucht, ein Makro-Foto davon zu machen. Das ist auch 
einigermaßen brauchbar geworden.

Wer immer auch mal so einen Kondensator von innen sehen möchte, der 
schaue sich das Foto an. Das silberne dürfte Metall sein, das braune die 
Keramik (X7R). Trotz 100 V hätte ich mehr Lagen erwartet.

Schönen Tag noch

DZDZ
Angehängte Dateien:
(Firma: Funkenflug Industries) #5393404
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Also diese Scheißteile mit mehreren µF Kapazität sind jedenfalls Müll. 
Die zeigen in Spannungsreglern von Computerbauteilen zu oft ihr Inneres 
bzw. das was nach der Explosion und Abkühlen des Coriums davon übrig 
bleibt. Das ist meistens nicht so viel und die mehrlagige Platine wird 
auch oft irreparabel beschädigt.
Gast #5393480
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Sind die Schichten im Normalfall parallel oder senkrecht zur Platine? 
Wenn man von Hand lötet, fallen die Dinger ja "irgendwie" aus der Rolle. 
Aber beim Bestücken mit einem Automaten sollte es immer gleich sein.
Interessiert mich in Bezug auf singende Kerkos bei PWM-Anwendungen...

Blöd, dass die Dinger im Gegensatz zu Widerständen keine Markierungen 
haben.
Gast #5393921
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Daniel schrieb:
> Sind die Schichten im Normalfall parallel oder senkrecht zur
> Platine?
Im Normalfall sicherlich parallel, wenn man den Normalfall als ein 
Bauteil mit nicht-quadratischem Querschnitt definiert.

> Wenn man von Hand lötet, fallen die Dinger ja "irgendwie" aus der Rolle.
> Aber beim Bestücken mit einem Automaten sollte es immer gleich sein.
Bei dem fotografierten ist der Querschnitt allerdings quadratisch. Ich 
bezweifele aber, dass beim Einlegen in den Gurt werksseitig auf eine 
bestimmte Ausrichtung geachtet wird, so wie es beim Bestücken mit 
Automaten möglich wäre.

Mach' doch mal einen Gurt auf, ohne die Teile heraus fallen zu lassen, 
und bestücke bei mind. zwei Baugruppen nur die betreffenden Cs von Hand, 
1 x gedreht, 1 x nicht gedreht. (Billiger wäre wahrscheinlich, einige 
Kondensatoren so zu zerstören, dass man die Schichten erkennt und die 
ursprünglich Lage im Gurt ebenfalls, z. B., indem man sie vorher 
markiert.)

> Interessiert mich in Bezug auf singende Kerkos bei PWM-Anwendungen...
Ist der Effekt tatsächlich abhängig von der Lage? Doch - eigentlich sehe 
ich es ein. Die Elektrostriktion geht senkrecht zur Oberfläche des 
Dielektrikums. Wenn der Kondensator liegt - was bei allen 
nicht-quadratischen der Fall ist - kann der Schall besser in die 
Leiterplatte übertragen werden.

> Blöd, dass die Dinger im Gegensatz zu Widerständen keine Markierungen
> haben.
Ja, wohl war - warum eigentlich? Bei den viel billigeren Widerständen 
geht es doch auch!
Gast #5393930
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Der Zahn der Zeit schrieb:

>> Blöd, dass die Dinger im Gegensatz zu Widerständen keine Markierungen
>> haben.
> Ja, wohl war - warum eigentlich? Bei den viel billigeren Widerständen
> geht es doch auch!

Die werden siebgedruckt. Erst die Widerstandspampe, dann der Schutzlack. 
Und dann ggf noch ein dritter Durchgang mit der Beschriftung.

Kondensatoren werden gesintert. Da kommt erstmal kein Druck im 
Herstellprozess vor.

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