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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Was ist das für ein Gerät? Metrawatt VALVO E80CC


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Autor: Hans M. (hansmeier11111)
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Hallo,

weiß jemand was das für ein Gerät ist und was es macht bzw. für was es 
genau gut sein soll?

Autor: Andrew T. (marsufant)
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Es ist ein Fallbügelregler.

Autor: Dieter W. (dds5)
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Regler ja, aber mit Röhre würde ich eher auf induktiven Abgriff tippen.

Autor: Werner H. (werner45)
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Da ist kein Fallbügel, dieser Bügel druckt die Zeigerstellung nämlich 
mithilfe eines Farbbands auf Registrierpapier.
Fallbügelinstrumente sind meist mehrkanalig ausgeführt und waren oft in 
Schaltwarten zu finden.
E80CC ist eine Doppeltriode mit Spezialkathode für lange Lebensdauer.

Gruß   -   Werner

Autor: Hans M. (hansmeier11111)
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Hier noch ein paar Bilder, vielleicht wird es dann klarer:

Autor: Wolfgang (Gast)
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VALVO E 80 CC
ist, wie es auch der Schriftzug darüber verrät, der Typ der Röhre, die 
man im Falle eines Falles als Ersatzröhre einsetzen soll.

Mit Metrawatt und irgendeiner Gerätebezeichnung hat das überhaupt nichts 
zu tun.

Autor: Feldkurat K. (feldkurat)
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Werner H. schrieb:
> Da ist kein Fallbügel, dieser Bügel druckt die Zeigerstellung nämlich
> mithilfe eines Farbbands auf Registrierpapier.

Für mich sieht das absolut wie ein Fallbügelregler aus. Vergleiche mal 
mit der Zeichnug und der Erklärung hier:


http://www.historische-messtechnik.de/images/hb_mess_1941-96.jpg

http://www.historische-messtechnik.de/technik/grundlagen/temperatur.html

Autor: Beobachter (Gast)
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Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Geiles Teil ;-P

Wenn man an der Pese mit der Schnecke da dreht,
kann man den Sollwert einstellen.

Ich seh aber keine Quecksilberkontakte.
Sind in dem oberen Bereich irgendwelche Kotakte?
Ist eine der ECC80 (mit kratzfreier Katode ;-D )
vielleicht ein Differenzverstärker oder sind die
Röhren ein Wechselaspannungsverstärker?
Ein Meßverstärker ists bestimmt.

mfg

Autor: Werner H. (werner45)
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@ feldkurat:

Das ist trotzdem kein Fallbügelregler, keinerlei Registrierpapier, also 
auch kein Fallbügel nötig.
Ich kenne die Technik, habe zwei Geräte eingelagert.

Hier handelt es sich um eine Anzeige mit Grenzwertgeber.

Gruß   -   Werner

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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~Mercedes~ schrieb:
> Ein Meßverstärker ists bestimmt.

Ich tippe auf A-stabilen Multivibrator um den Fallhebel Zyklus zu 
steuern.

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Autor: Hans M. (hansmeier11111)
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Wenn es aber ein Regler sein soll, welcher denn? PID? Zweipunkt, etc.?
Wie stellt man dann z.B. die P,I,D-Werte ein oder die Hysterese bzw. 
generell die Reglerparameter um Instabilität zu vermeiden?

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Beitrag #5393278 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Dieter W. (dds5)
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Da ist kein Fallbügel drin, den braucht man nur um 
Quecksilberschaltröhren zu kippen (oder auf Papier zu registrieren).

Am Zeiger ist etwa auf halber Länge eine Fahne aus Alu, das sieht stark 
nach Verwendung eines induktiven Abgriffkopfs aus. Mit der Röhre ist 
eine Oszillatorschaltung aufgebaut, deren Schwingung bei Eintauchen der 
Fahne durch Verringerung der Rückkopplung abreißt. Die Stromänderung 
zwischen Oszillator schwingt und schwingt nicht wird als Schaltsignal 
ausgewertet.

Das ganze ist ein Messgerät mit Grenzkontakt, den man als 
(Zweipunkt-)Regler verwenden, muss man aber nicht unbedingt.

Nachtrag:
Es sind übrigens zwei Grenzkontakte die fest gekoppelt sind, es ist aber 
nur ein Zeiger nach vorne geführt. Sieht man recht gut auf Bild 5.

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Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

ich stell mal eine Anschlussfrage,vielleicht hilft diese auch indirekt 
bei der Frage des TO:

Wenn die Aussage von  Dieter Werner zutrifft, wo und für welchen 
praktischen Zweck in welchen Anlagen oder Produktionsstätten wurden denn 
solche Geräte verwendet.
Einer der Links bezieht sich auf Temperaturmessung - wenn ja aber wie 
und wo (welche Industrie, Werkstätte,Labor...) und warum mit solchen 
Geräten und nicht anders?

Jemand

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

wenn Du das bei ebay

Ebay-Artikel Nr. 323203472200

nicht bist gibt es a) noch ein Gerät und b) noch jemanden, der nicht 
eriß was es ist... ;-)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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LOL doch das ist er. Sieht doch jeder, daß die Bilder identisch sind.

Autor: Dieter J. (fossi)
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Hallo,

in meiner Sammlung befinden sich ähnliche Instrumente.
Die Position des Meßzeigers wird dabei über eine Oszillatorspule 
abgefragt.
Die Position der Spule kann mit dem roten Zeiger, in dem Fall 
Temperatur, von vorne eingestellt werden. Bei erreichen der 
Temperaturvorgabe durch den roten Zeiger wird ein Relais geschaltet.
Das Instrument selber kann direkt mit einem Fe-Konstantan-Fühler die 
Temperatur anzeigen. Es wird keine Hilfsspannung benötigt. Hilfsspannung 
ist nur nötig, wenn das Instrument etwas schalten soll, d.h. 
Versorgungsspannung für Relais und Oszillator + Relaistreiber.
Diese Art der Temperaturmeßgeräte diente in Kunststoffspritzmaschinen 
zur Überwachung / Steuerung der Spritzparameter (Temperatur 
Kunststoffmasse, Temperatur Förderschnecke, Temperatur Spritzwerkzeug 
usw.)

Ich nehme an, daß dies das transistorisierte Nachfolgemeodell des 
Röhrengerätes ist, wobei das Arbeitsprinzip beibehalten wurde.

Gruß
fossi

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Dieter J. schrieb:

> Es wird keine Hilfsspannung benötigt.

...und die Röhre arbeitet mit freier Energie?

Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

Großes Daumen hoch für die interessante Beschreibung aus der 
(ehemaligen) Praxis heraus - damit kann man doch viel mehr anfangen als 
mit Diskussionen um die Geräteschaft an sich, denn so ein Instrument war 
sicherlich alles andere als billig und somit kein Selbstzweck.
Mit dieser guten Beschreibung kann man dann weiterarbeiten und ins 
theoretisch, abstrakte Detail gehen.

Irgendwie scheint es mir das die praxisfernen "Erklärungen" leider sehr 
verbreitet sind, egal ob in den Allgemeinbildenden Schulen, und erst 
recht in den verschiedensten Hochschulen.
Aus der praktischen Anwendung heraus wäre so vieles wesentlich 
verständlicher und gerade für den Einstieg deutlich einfacher, das gilt 
aber nicht nur für die Elektrotechnik sondern viel mehr noch für die 
Mathematik.

Es wird Zeit das mal über die Art und weise der Wissensvermittlung in 
unseren Bildungssystem nachgedacht wird - was möglich ist zeigen ja 
einige Koryphäen hier in Forum und auch so einige sehr gute 
Videotutorials.
Mathematik als "das" Hassfach vieler Lernenden, egal welchen Alters, 
kann nämlich bei guter Erklärung und Anwendung in der Praxis auf einmal 
richtig Spaß machen und teilweise richtig Schön sein - das durfte ich 
selbst kennenlernen - leider aber erst sehr lange nach der Schulischen 
und Beruflichen Ausbildung...
Jemand

Autor: Dieter J. (fossi)
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Harald W. schrieb:
> Dieter J. schrieb:
>
>> Es wird keine Hilfsspannung benötigt.
>
> ...und die Röhre arbeitet mit freier Energie?

Bitte vor dem Griff in die Tasten zuerst mal lesen.

Mein Instrument ist transistorisiert, also nix mit Röhren.
Meine Text sagt doch, daß die Temperaturmessung ohne Hilfsspannung 
funktioniert, d.h. die Thermospannung reicht aus, daß das Instrument 
eine Temperatur anzeigt. Sollte das Instrument schalten ist natürlich 
eine Hilfsspannung für das Relais und den Oszillator notwendig.

Ist das so schwer zu verstehen?

Warum wird hier bei fast jedem sachlichen Beitrag immer wieder 
rumgenörgelt ? Wenn ich nichts zu dem Thema beizutragen habe, dann lass 
ich halt die Tasten ruhen.

Gruß
fossi

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Danke, Dieter für den interessanten Beitrag. Diese schönen Skalen und 
Zeiger und solche Elektronik sehe ich immer gerne.

Schade daß diese interessante feinmechanischen Gerätschaften schon so 
lange der Vergangenheit angehören. Mir haben früher immer die 
fernmeldetechnischen, feinmechanischen Produkte von S&H und anderen 
Firmen dieser Branche imponiert. Es ist einfach toll was man damals 
durch Anwendung erster Prinzipien zustande brachte. Da war angewandter 
Magnetismus zusammen mit Strom noch König:-)

Ich habe eine Mutteruhr von T&N (Telefon und Normalzeit) die 
elektronisch den Invar Pendel kontaktlos bewegt. Ein Aluminium Bügel des 
Pendels unterbricht den elektromagnetischen Fluß durch eine Split Spule 
(ähnlich wie bei Dir) die den Transistor Oszillator unterbricht der dann 
den magnetischen Impuls zum Pendel weitergibt und steuert so den Antrieb 
des Pendels. Die Uhr bringt es im Monat im Mittel auf immerhin 1s 
Genauigkeit. Man sieht auch mit hochwertiger alter Technik läßt sich 
gute Leistung erreichen. Wenn man die Pendelperiode elektronisch 
quarzgenau mißt kann man sogar den Einfluß der Gezeiten/Mondes 
nachweisen.

Naja, das geht weit vom Thema ab...

: Bearbeitet durch User
Autor: Hans M. (hansmeier11111)
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Hallo,

das Teil ging jetzt in Ebay für 1 Euro weg. Sieht man mal wieder dass so 
altes Zeug eigentlich nix mehr wert ist.

Autor: Peter D. (peda)
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Hans M. schrieb:
> das Teil ging jetzt in Ebay für 1 Euro weg.

Vermutlich wird derjenige die beiden Röhren ausbauen und für 20€ das 
Stück an Röhrenfreaks vertickern.

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