Hallo zusammen,
ich habe vor knapp einem Jahr meinen Master abgeschlossen und danach bei
einer kleinen Klitsche (<20 MA) angefangen zu arbeiten. Die Arbeit macht
soweit Spaß, aber ich bin mit den Arbeitsbedingungen und dem Gehalt
unzufrieden.
Meine Frage wäre, wann man üblicherweise den ersten Job nach dem Studium
wechselt. Ein ehemaliger Vorgesetzter meinte, dass man 2 Jahre bleiben
sollte.
Wie habt ihr das gemacht?
Immer dann, wenn dir ein anderer Job zusagt, es mehr (nicht nur Kohle,
auch Lebensqualität) gibt und du den Job bekommen kannst.
So wie die Arbeitgeber heute gnadenlos feuern, brauchst du keine falsche
Loyalität an den Tag zu legen.
Auch Renten muss man beachten.
Aber immer die eigene Haut so teuer verkaufen, wie das möglich ist.
F. F. schrieb:> Immer dann, wenn dir ein anderer Job zusagt, es mehr (nicht nur> Kohle,> auch Lebensqualität) gibt und du den Job bekommen kannst.
Macht man das zu oft zu kurzfristig, dann ist der Lebenslauf verbrannt,
und man bekommt keine besseren Jobs mehr. Niemand hat ein Interesse,
jemanden einzustellen und einzuarbeiten, der nach einem Jahr sowieso
wieder weg ist.
Einsteiger schrieb:> Ein ehemaliger Vorgesetzter meinte, dass man 2 Jahre bleiben sollte.
Das ist schon Unterkante, eher 3-4 Jahre - was aber in Deinem Fall
anders aussieht, wenn Du mit dem Job ernstlich unzufrieden bist. 1 Jahr
ist zuwenig, das verrät dann, daß Du Dich nicht durchbeißen kannst.
Wechseln kannst Du natürlich jederzeit, aber je öfter Du das machst,
desto mehr versaust Du Deinen Lebenslauf. Gerade als Berufsanfänger
stündest Du dann da mit einem Jahr Erfahrung, also fast nichts, und auch
noch als jemand, den es sich gar nicht erst lohnt einzuarbeiten.
Falls Du allerdings jetzt sofort ein ganz erheblich besseres Angebot
bekommen kannst, mußt Du das abwägen. Du kannst dann dem neuen
Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch ja ein paar Schlüsselfragen stellen,
also wunde Punkte, deretwegen Du wechselst. Mußt ja nicht sagen, daß das
in Deiner jetztigen Firma Probleme sind, denn man redet nie schlecht
über vorige Jobs.
Der neue Chef kann sich seinen Teil ja selber denken, wenn Du nach
kurzer Zeit von Deinem jetztigen Job wechselst und bestimmte Punkte
direkt anfragst, die Dir sehr wichtig sind. Sofern der neue Laden in
diesen Punkten OK ist, wird er auch wissen, daß Du nicht gleich wieder
kündigst.
Ist nur halt so, daß Du diese Nummer nicht öfter bringen kannst - was
der zweite Grund ist, wieso Du schon bei der Bewerbung die Dinge klären
mußt.
Wenn du selbst von deinem Können überzeugt bist, du den neuen
Arbeitgeber ebenso von dir überzeugst und die dich wollen, dann putzen
die sich allenfalls den Arsch mit dem Lebenslauf ab.
Fragen sie dich wieso du wechselst, dann sagst du, weil du jung bist und
das Geld brauchst. ;-)
Nein, das ist natürlich quatsch. Dann sagst du, dass du ein
entsprechendes Einkommen in der Zukunft haben möchtest und das bei dem
alten Unternehmen nicht in Aussicht stand.
Reagieren sie komisch drauf, dann halt das nächste Angebot prüfen.
Alle wollen Kohle machen, Unternehmen müssen das und du als Arbeitnehmer
sollst glücklich über ein kostenloses Butterbrot sein?
Wer sich das noch einreden lässt, der hat schon lange den Zug verpasst.
Alles immer unter der Prämisse, dass sie dich brauchen und wollen.
Die letzten paar hundert Jahre haben sie uns das eingebläut (die Herren
Krupp und Konsorten), dass wir dankbar für die günstigen Wohnungen sein
müssen.
Wenn sie uns ordentlich bezahlen, können wir uns das selbst aussuchen
und uns vielleicht sogar ein Haus bauen.
Außerdem, mit vollen Hosen ist gut stinken. Will sagen, solange du den
festen Job hast, kannst du beim vermeintlich neuem Arbeitgeber doch
zocken. Wenn du erstmal drin bist, da ist das Zocken dann nicht mehr so
leicht. Denn in deren Köpfen "gehörst du dann ihnen" und sie haben auch
nicht mehr so den Respekt vor dir.
Und noch was! Versprechungen über später mehr Lohn, damit können sie
sich ebenfalls den Arsch abwischen, das gehört in den Vertrag.
F. F. schrieb:> Außerdem, mit vollen Hosen ist gut stinken. Will sagen, solange du den> festen Job hast, kannst du beim vermeintlich neuem Arbeitgeber doch> zocken.
Danke, so habe ich mir das auch gedacht. Ich denke ich werde dann noch
die 1,5 Jahre komplett machen und mich dann bei besseren, bzw. größeren
Unternehmen bewerben. Habe auch schon ein paar Ausschreibungen mit 1-2
Jahren geforderter Berufserfahrung gesehen, was ich merkwürdig finde, da
oft 3 Jahre gefordert sind, aber das würde ich dann ja sogar schon
erfüllen.
Nop schrieb:> Wechseln kannst Du natürlich jederzeit, aber je öfter Du das machst,> desto mehr versaust Du Deinen Lebenslauf.
Danke, genau darauf bezieht sich ja meine Frage. Das der nächste Job
dann länger gemacht werden sollte ist mir klar. Daher muss der schon
klug gewählt sein wie du ja auch sagst. Mich würden halt ein paar
Erfahrungswerte interessieren, ob es hier Leute gibt, die auch früh
gewechselt haben. Privat kenne ich meist Leute die nach >2,5 Jahren
gewechselt sind oder aber auf Ewigkeiten beim ersten Unternehmen (auch
bei schlechten Arbeitsbedingungen) geblieben sind.
Nop schrieb:> Macht man das zu oft zu kurzfristig, dann ist der Lebenslauf verbrannt,> und man bekommt keine besseren Jobs mehr. Niemand hat ein Interesse,> jemanden einzustellen und einzuarbeiten, der nach einem Jahr sowieso> wieder weg ist.
Käse. Dieses Märchen mit den 2 Jahren ist ne Angststory von Arbeitgebern
die davon profitieren, wenn man naive Hansel hat die den Stuss glauben.
Wer nix bietet der verliert sein Personal, das ist nicht mein Problem.
Thomas B. schrieb:> Ich bin seit 12 Jahren im gleichen Konzern (direkt nach der Uni). Werde> dort hoffentlich bis zur Rente bleiben.
Ich wette dagegen!
Einsteiger schrieb:> Hallo zusammen,> ich habe vor knapp einem Jahr meinen Master abgeschlossen und danach bei> einer kleinen Klitsche (<20 MA) angefangen zu arbeiten. Die Arbeit macht> soweit Spaß, aber ich bin mit den Arbeitsbedingungen und dem Gehalt> unzufrieden.> Meine Frage wäre, wann man üblicherweise den ersten Job nach dem Studium> wechselt. Ein ehemaliger Vorgesetzter meinte, dass man 2 Jahre bleiben> sollte.> Wie habt ihr das gemacht?
2 Jahre nach dem ersten Job finde ich eine gute Faustformel. Länger muss
es nicht sein.
Finde auch bei einem ordentlichen Sprung nach oben sollte man mindestens
1 Jahr hinter sich haben.
Das lohnt sich schlicht auch für die persönliche Entwicklung.
Zweite Stelle sollte 2-5 Jahre besetzt sein. Außer ein weiterer guter
Sprung nach oben ist drin.
Alternativ gelten aber auch immer andere nachvollziehbare Gründe wie
hohe Pendelzeiten. Ist aber nicht so einfach das im Lebenslauf ab zu
bilden...
Die dritte Stelle wird bei den meisten die Stelle die langfristig
besetzt ist. Man ist 30-35, kauft eine Immobilie, vielleicht
Familiengründung oder... und will deshalb mehr Sicherheit und
"einfachen" Alltag im Beruf.
Man sollte wie ich finde alles in allem nicht als Stellenhopper
aussehen. Wenn ich in 10 Jahren 5 AG gesehen habe und dabei nicht
astrein aufgestiegen bin kommen Fragen auf.
Mehr wie 3 AG in 10 Jahren finde ich zumindest unglücklich.
Es ist auch schwierig von wertiger Berufserfahrung zu sprechen wenn man
nur 1 oder max. 2 Jahre an der Position war. Je nach dem muss man sich
ja schon mal ein halbes Jahr einarbeiten.
Alles in allem, bewirb dich auf das was dich interessiert und wenn du
ein gutes Angebot bekommst mach es.
Die zweite Stelle solltest du dann aber schon 3 Jahre machen.
just my 2 cents
Venezuela schrieb:> 2 Jahre nach dem ersten Job finde ich eine gute Faustformel. Länger muss> es nicht sein.> Finde auch bei einem ordentlichen Sprung nach oben sollte man mindestens> 1 Jahr hinter sich haben.> Das lohnt sich schlicht auch für die persönliche Entwicklung.>> Zweite Stelle sollte 2-5 Jahre besetzt sein. Außer ein weiterer guter> Sprung nach oben ist drin.> Alternativ gelten aber auch immer andere nachvollziehbare Gründe wie> hohe Pendelzeiten. Ist aber nicht so einfach das im Lebenslauf ab zu> bilden...
Das ist das ewige Märchen vom versauten Lebenslauf. Der gute deutsche
Bürger lässt sich auf so einen Unsinn auch noch ein. Was glaubt ihr denn
wie schnell der Arbeitgeber euch los wird wenn der nächste billige
Hansel eure Arbeit für deutlich weniger machen würde? Angst vor
versautem Image? Kein bisschen. Ihr seid schneller beim Arbeitsamt als
euch lieb ist.
Daher: Nur Mut zum Wechsel. Etwas flexibler sein und mal die deutsche
Arbeitsmoral über Bord werfen. Vielleicht mal darüber nachdenken kein
Haus zu bauen um sich nicht von seinem Wohnort abhängig zu machen.
Wechseln wird nämlich mit Kredit im Nacken und 2 Kindern nicht besonders
einfach und das wissen auch Arbeitgeber. In dem Moment hat die Falle
zugeschnappt und das war es dann.
Immer daran denken: Mitarbeiter sind das Kapital der Firma. Ohne
Entwickler , Handwerker usw. geht nichts. Ich will nicht sagen, dass man
keine Führungspersonen braucht aber davon nunmal deutlich weniger. Wenn
der Arbeitgeber euch einfach so abservieren kann dann macht das bitte
genauso.
Gerade in der kleinen Klitsche sollen Arbeitnehmer zwar buckeln bis zum
Umfallen aber wehe man will mehr Gehalt. Wenn es nicht schmeckt dann
Verschwinde aus der Bude.
Timo schrieb:> Gerade in der kleinen Klitsche sollen Arbeitnehmer zwar buckeln bis zum> Umfallen aber wehe man will mehr Gehalt. Wenn es nicht schmeckt dann> Verschwinde aus der Bude.
Das habe ich auch schon gehört, da frage ich dann nur, wie die
qualifiziertes Personal finden?
Qwertz schrieb:> Das habe ich auch schon gehört, da frage ich dann nur, wie die> qualifiziertes Personal finden?
Entweder billige und motivierte Absolventen abgreifen (Gängige Praxis)
oder eben die Dummen halten. Es gibt immer Menschen, die nicht merken,
wenn sie ausgenommen werden oder den Wechsel scheuen. Die sind dann
logischerweise eingearbeitet vegetieren in ihrem Job vor sich hin.
Woanders könnten die mehr bekommen aber das erfordert Mut.
Qwertz schrieb:> Das habe ich auch schon gehört, da frage ich dann nur, wie die> qualifiziertes Personal finden?
Sie plärren das Lied des Fachkräftemangels und warten auf ein Wunder.
Qwertz schrieb:> Das habe ich auch schon gehört, da frage ich dann nur, wie die> qualifiziertes Personal finden?Timo schrieb:> Entweder billige und motivierte Absolventen abgreifen
This. Man glaubt garnicht wie hoch die Hemmschwelle bei manchen/vielen
ist, einen Job-/Firmenwechsel zu wagen. Getreu dem Motto "Sicher ist
sicher", ...
Abradolf L. schrieb:> Timo schrieb:>> Entweder billige und motivierte Absolventen abgreifen>> This. Man glaubt garnicht wie hoch die Hemmschwelle bei manchen/vielen> ist, einen Job-/Firmenwechsel zu wagen. Getreu dem Motto "Sicher ist> sicher", ...
Absolventen und Wechsel widersprechen sich aber.
Abradolf L. schrieb:> Qwertz schrieb:> Absolventen und Wechsel widersprechen sich aber.>> Nein, tut es nicht. Die Einsteiger bleiben einfach kleben bei ihren> Erstjobs.
Dann haben wir ein unterschiedliches Verständnis von einem Absolventen.
Für mich ist das jemand, der frisch von der Hochschule kommt.
Qwertz schrieb:> Dann haben wir ein unterschiedliches Verständnis von einem Absolventen.> Für mich ist das jemand, der frisch von der Hochschule kommt.
Absolvent kriegt seinen Erstjob in besagtem KMU, ist 1-2 Jahre später
kein Absolvent mehr aber auch nicht wechselwillig, da froh gewesen zu
sein irgendeinen Job zu kriegen.
Abradolf L. schrieb:> Absolvent kriegt seinen Erstjob in besagtem KMU, ist 1-2 Jahre später> kein Absolvent mehr aber auch nicht wechselwillig, da froh gewesen zu> sein irgendeinen Job zu kriegen.
...und für die Erstfirma für immer der Lehrbub bleibt, dem man auch nach
Jahren nicht mehr bezahlen braucht. Ist schon klar, worauf du hinaus
willst.
Qwertz schrieb:> Timo schrieb:>> Gerade in der kleinen Klitsche sollen Arbeitnehmer zwar buckeln bis zum>> Umfallen aber wehe man will mehr Gehalt. Wenn es nicht schmeckt dann>> Verschwinde aus der Bude.>> Das habe ich auch schon gehört, da frage ich dann nur, wie die> qualifiziertes Personal finden?
In einer kleineren Firma hat man teilweise auch mehr Möglichkeiten. Ich
persönlich sehe mich nicht so bei den großen Konzernen und akzeptiere da
die 10 - 20 % Abschlag beim Gehalt gerne.
Natürlich gibt es auch kleine Klitschen die einen nur knechten ohne das
man selbst etwas bewegen kann und Gruppen in großen Konzernen wo es
umgekehrt ist.
Ansonsten:
Wechsel ab 2 Jahre ist in Ordnung. Wie schon jemand geschrieben hat,
kann man davor kaum von Berufserfahrung sprechen.
Eine weitere Faustformel:
Wenn man mal 7 (+/- 1) Jahre auf einer Stelle war, bleibt einem die
meistens auch. Das ist natürlich keine Regel, Märchen oder deutsche(tm)
Mentalität - Es trifft nach meiner Beobachtung aber ziemlich häufig zu.
Klaus I. schrieb:> Eine weitere Faustformel:> Wenn man mal 7 (+/- 1) Jahre auf einer Stelle war, bleibt einem die> meistens auch.
Du meinst tatsächlich bis zur Eigenkündigung oder dem Renteneintritt?
Einsteiger schrieb:> Ich denke ich werde dann noch> die 1,5 Jahre komplett machen und mich dann bei besseren, bzw. größeren> Unternehmen bewerben. Habe auch schon ein paar Ausschreibungen mit 1-2> Jahren geforderter Berufserfahrung gesehen, was ich merkwürdig finde, da> oft 3 Jahre gefordert sind, aber das würde ich dann ja sogar schon> erfüllen.
1,5 Jahre reichen vollkommen aus.
Initiativbewerbungen:
Deinen frühestmöglichen Termin zur Arbeitsaufnahme setzt du so, daß du
die 1,5 J. voll bringst. Bereite dich so vor, daß du 3 Monate vorher die
Bewerbungen losschicken kannst - das ist besonders bei großen
Unternehmen wichtig, weil die i.d.R. langwierige Entscheidungsprozess
haben. Beachte deine Kündigungsfristen und die Haupturlaubszeit
(Schulferien).
Bewerbung auf Stellenausschreibungen:
Wenn die Firmen 1-2 J. BE fordern, dann kannst du das "merkwürdig
finden", ist aber egal. ;) Das kann ein dezenter Hinweis sein, daß sie
auch Absolventen suchen. Du kannst dich auf jeden Fall bewerben uns
sollst es auch, um zu üben.
Typisch sind 2-3 J. BE für Juniors mit erster Berufserfahrung. Das ist
der beste Zeitpunkt für den ersten Firmenwechsel.
Ist man aber mit den derzeitigen Konditionen unzufrieden, dann wechselt
man früher. Länger abzuwarten wäre sonst reine Zeit- und
Geldverschwendung.
Allgemein: Mehrmalige Firmenwechsel in den ersten Berufsjahren sind kein
Handicap, wenn es plausible Begründungen gibt und eine klare Linie
erkennbar ist. Auch ein Fehlgriff wird akzeptiert.
@TO, Nutze die günstige Zeit!
Wünsche dir und allen anderen Wechselwilligen viel Erfolg!
Schönes, (hoch-) sommerliches WE :)
Jo S.
In den ersten 2 Jahren hat ein Absolvent aus Sicht des Arbeitgebes nur
Geld verbrannt, weil nicht in der Lage, für seinen eigenen Arbeitsplatz
Umsatz oder Produktivität zu generieren. Das wissen auch die anderen
Arbeitgeber.
Btw., Anekdote von der Jobsuche direkt nach dem Studium, wo ich
zumindest schon wußte, was ich nicht wollte.
Bewerbungsgespräch. Chef fragte, ob ich C konnte. Ja, hatte ich schon
mehrfach mit gearbeitet. Nee, so richtig richtig gut, hakte er nach. Ich
wurde mißtrauisch und wollte den wunden Punkt gleich mal abklopfen; ich
meinte also, daß es doch schließlich ohnehin noch zum Code die Doku
gebe. Die Antwort war genau das, was ich befürchtet hatte: der Code WAR
die Doku.
Nach meiner Rückfrage, ob die Firma denn wenigstens plane, die
Entwicklung mal auf eine professionellere Basis zu stellen, war das
Gespräch de facto zuende. :-)
Nina schrieb:> In den ersten 2 Jahren hat ein Absolvent aus Sicht des Arbeitgebes> nur Geld verbrannt, weil nicht in der Lage, für seinen eigenen> Arbeitsplatz Umsatz oder Produktivität zu generieren. Das wissen auch> die anderen Arbeitgeber.
Bei solch einem Arbeitgeber will man auch nicht arbeiten.
Dennis schrieb:> Bei solch einem Arbeitgeber will man auch nicht arbeiten.
Bei einem Laden, wo ahnungslose Uni-Frischlinge die ganze
Produktivarbeit machen, will man hingegen als erfahrener Hase nicht
arbeiten.
Dennis schrieb:> Bei solch einem Arbeitgeber will man auch nicht arbeiten.
Völlig richtig. Sonst muss man den ganzen auf Unwissenheit beruhenden
Bullshit wieder aufräumen..
Nop schrieb:> Dennis schrieb:>> Bei solch einem Arbeitgeber will man auch nicht arbeiten.>> Bei einem Laden, wo ahnungslose Uni-Frischlinge die ganze> Produktivarbeit machen, will man hingegen als erfahrener Hase nichtNop schrieb:> Dennis schrieb:>> Bei solch einem Arbeitgeber will man auch nicht arbeiten.>> Bei einem Laden, wo ahnungslose Uni-Frischlinge die ganze> Produktivarbeit machen, will man hingegen als erfahrener Hase nicht> arbeiten.
Das Verhältnis muss eben stimmen.
Friggler schrieb:> Dennis schrieb:>> Bei solch einem Arbeitgeber will man auch nicht arbeiten.>> Völlig richtig. Sonst muss man den ganzen auf Unwissenheit beruhenden> Bullshit wieder aufräumen..
... und bekommt als Dank noch die gelb-rote Karte gezeigt!
Einsteiger schrieb:> Meine Frage wäre, wann man üblicherweise den ersten Job nach dem Studium> wechselt.
wenn man sich gut eingelebt hat alles rund läuft dann könnte man auch
Erfolge beim jetzigen AG schaffen.
Oder man wechselt kurz bevor alles über einem zusammenbricht, solche
Nachfolge hatte ich mal angetreten, 2 Ings haben sich vom Acker gemacht
und ich durfte dann ausputzen.
Joachim B. schrieb:> Oder man wechselt kurz bevor alles über einem zusammenbricht, solche> Nachfolge hatte ich mal angetreten, 2 Ings haben sich vom Acker gemacht> und ich durfte dann ausputzen.
Würde es denn entsprechend gewürdigt und monetär belohnt?
Qwertz schrieb:> Würde es denn entsprechend gewürdigt und monetär belohnt?
nicht wirklich, die Probezeit wurde auf mein Wunsch verkürzt (ich durfte
bleiben, ein anderer in der Probezeit musste gehen, dabei habe ich dem
noch nebenbei das Prüfprogramm geschrieben, nur er konnte es nicht
vorführen), für die nächste Stufe musste ich in der Fa. wechseln, erst
als mich die alte Abteilung zurück brauchte sagte ich dem zuständigen
Abteilungsleiter nicht wenn er mich verar***t, ich blieb hart bis er
Zugeständnisse machte.
Es war ein K(r)ampf aber ich konnte mich dann letztendlich durchsetzen,
mehr Geld, meinen alten Gruppenleiter und meine Freiheiten. Der "Chef"
den ich bekommen sollte der durfte mir über die Schulter schauen,
Kommentare abgeben aber nichts entscheiden, das wäre auch schief
gegangen am ICT, er meinte immer "nimm doch mal den Testknoten weg mal
sehen was dann für Messwerte rauskommen", dabei kann man mit einer Nadel
oder einer Meßstrippe nur schwer sinnvolle Meßwerte bekommen. Ich habe
dann immer verweigert :)
Manchmal war es OK, manchmal nervig aber da ich frei entscheiden konnte
bis es lief war es im Großen und Ganzen erfolgreich.
Klaus I. schrieb:> In einer kleineren Firma hat man teilweise auch mehr Möglichkeiten.
Jain, ich als Frischling sollte stellvertretender Werkstattleiter werden
ob ich mich durchsetzen kann gegen alte Elektromeister, klar kann ich
aber die können einen auch auflaufen lassen und als ich fragte warum
mein Vorgänger gegangen sei.......
Ne da habe ich nicht anfangen wollen, wobei 30 Jahre später ist diese
kleine Fa. umgezogen 5 Minuten von meinem Wohnort jetzt, man fragt sich
hätte man nicht doch.....aber damals war mir das zu stressig und nicht
meine Wunschfirma. Ständig nur Reglertechnik, schwierige Kollegen, ich
fand Kommunikationstechnik interessanter, echte Computer & Hardware,
nicht immer nur kleine µC, die besseren Kollegen fand ich auch, da ist
das Geld in den Hintergrund getreten.
Wenn es die erste Stelle nach dem Studium ist: frühestens nach 1 Jahr
wechseln. Warum? Wegen Hartz 4 (Arbeitslosengeld 2); dass möchte man auf
jeden Fall vermeiden: es ist zwar kein Todesurteil, aber eine
unvergessliche Erfahrung der negativen Art.
Angenommen, Du kündigst nach 5 Monaten beim 1. AG und beim 2. AG läuft
was gehörig schief und wirst nach 6 Monaten gegangen, dann hast Du nur
11 Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt —> Hartz 4 als
junger dynamischer MINTler. So kann‘s gehen.
@Threadersteller: Du hast das erste Jahr vorüber, das ist gut. Kannst ja
nach einem anderen Kob Ausschau halten, interessante Firmen auf Deine
Liste setzen, Kontakte knüpfen eventuell zu Kunden, Zuliefern usw. und
Dich bewerben. Dieses Mal aber mehr recherchieren. Und: man kann sich
auch wo bewerben UND dann dennoch absagen. Momentan kannst Du noch
wählerisch sein. Was willst Du mehr?