Kondensator PCB Verdacht

OP #5395292
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Hallo An Alle, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen, ich habe hier 
einen alten Betonmischer, so,aus den 70er Jahren. Da ich vor kurzem auf 
die PCB Problematik in alten Kondensatoren aufmerksam geworden bin, 
wollte ich mal wissen ob der eventuell auch im Verdacht steht PBB zu 
enthalten. Leider kann man nirgend was mehr lesen und ihn nur an der 
Bauform eventuell erkennen. Ich Danke alle für Hilfe.


Gruß Sadir
Gast #5395306
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Dirk M. schrieb:
> Leider kann man nirgend was mehr lesen

Auf den Bildern sieht das Ding (lediglich) völlig verdreckt aus - mach 
mal sauber.
Weiter befindet sich die Beschriftung mit an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit unter der Befestigungslasche - sprich, ohne 
Abschrauben wird man da eh nix lesen können.
Gast #5395340
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Es gibt ein zimlich dickes PDF einer Schweizer Behörde - oder 
Elektroindustrieverband?, das auf Zig Seiten - Hersteller, 
Produktkennzeichnungen und PCB Verdacht auflistet. Bestimmt nicht 
vollständig, aber zumindest viele Verdächtige drin. Bei mir geht sowas 
umgehend zum Umweltmobil und wird wenn bekannt oder Verdächtig gar nicht 
erst angeschleppt. Gut verpackt und beschriftet - und weg.

Saubermachen würde ich bei einem unter Schwerstverdacht stehendem "klein 
Seveso" (PCB wird bei niedriger Verbrennungstemperatur zum "Seveso 
Dioxin") tunlichst unterlassen. Außer man will den Gammel noch 
gleichmäßig mit Reinigern in die Haut, Lunge und Umgebung verteilen. 
Insbesondere wenn ggfs. schon was ausläuft oder durch Dichtringe 
ausschwitzt.


In geschlossenen Räumen riecht man das PCB teils aber recht schnell. 
Selbst auf dem Funkflohmarkt konnte man den tropfenden 
Ölpapierkondensator in einem alten Funkgerät schon auf einen halben 
Meter riechen.

Auch in einem alten Gebäude habe ich trotz Durchlüftung wegen 
eingeschlagener Scheiben die lecken Kondensatoren der 
Leuchtstoffröhrenlampen riechen können. Eine Lampe lag zerlegt auf einem 
Tisch und der Kondensator trug ein kleines cp wie Clophen in der 
Beschriftung. Schneller Rückzug -auf die Nase ist Verlaß.

Bei Deinem Kondensator kann es sich vielleicht auch um einen 
ungefährlichen normalen Metallpapierkondensator handeln - Aber Vorsicht 
ist besser.

Bosch hat irgendwo eine Mitteilung veröffentlicht, dass sie angeblich 
kein PCB in ihren Kondensatoren verwendete haben. Ob das aber in 
Kriegszeiten und Sonderprodukten sicher stimmt - würde ich auch nicht 
ausprobieren..

Also - Gesundheit hast Du nur Einmal.
#5395350
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Solange er dicht ist, ist es doch eigentlich egal.
Wenn er leckt, kannst Du mit der Beilsteinprobe (Wikipedia) auf PCB 
prüfen.
Das geht einwandfrei und ist hochempfindlich.
Warscheinlich ist das ein normaler MP-Kond, da ist selten PCB drin, eher 
Silikonöl. PCB war vor Allem in großen Bauformen, dort ist es aber meist 
angegeben.

Gruß   -   Werner
Gast #5395368
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Werner H. schrieb:
> Solange er dicht ist, ist es doch eigentlich egal.
> Wenn er leckt, kannst Du mit der Beilsteinprobe (Wikipedia) auf PCB
> prüfen.

Einfach drinlassen =... grob fahrlässig bis hin zur (schweren) 
Körperverletzung.


Wenn die Aufschrift / Geruch oder Bauform einen PCB Gehalt handele ich 
sofort.

Der Kondensator fängt dann an  leckzuschlagen wenn Du es am wenigsten 
erwartest und saut Dir alles voll, das zieht auch an den 
Asnchlußleitungen lang...

...Und dann spielen Deine Kinder hinter der Garage am Betonmischer 
Baustelle und Du wunderst Dich über deren schlimme (Chlor)Akne und 
weitaus schlimmere Gesundheitsschäden im Anschluß.

P.S. : Alte Autos werden zur ungefährlichen Lagerung nicht umsonst 
trockengelegt. Mir hat es gereicht als im Winter einer meier 
angemeldeten Oldtimer in der Garage wegen gar nicht mal so alter 
Schläuche und neuem agresivem E5 Kraftstoff leckgeschlagen ist. War eine 
Riesen Sauerei bei Minusgraden den ganzen Kraftstoff abzulassen. Jetzt 
stelle Dir das mal mit öl, oder einem alten Großtrafo oder Kondensator 
mit PCB drin vor...
Das Zeug ist nicht umsonst verboten.
Gast #5395418
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BastelIng schrieb:

>
> Also - Gesundheit hast Du nur Einmal.

>...Und dann spielen Deine Kinder hinter der Garage am Betonmischer
>Baustelle und Du wunderst Dich über deren schlimme (Chlor)Akne und
>weitaus schlimmere Gesundheitsschäden im Anschluß.



Eher gibts (Maurer)krätze, dank hohen Chromatgehalts im Zement.

 Solange das Zeug nicht verbrennt oder man dran lutscht passiert eher 
wenig bis garnichts. Zumal das sicherlich keine ölgefüllten 
Kondensatoren sind ungünstigsten Falls mit imprägniertem Papier da 
bildet sich eher keine Öllachen. Tauschts halt aus, jdf. kein Grund zur 
Panik.
OP #5396184
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Vielen Dank erstmal für eure Beiträge, bei solchen Themen gibt es ja 
immer ein für und wieder und verschiedene Meinungen zum Thema akute 
Gefahr. Eine Frage hätte ich noch, inwieweit kann man anhand der Bilder 
sagen das der Kondesator noch dicht ist, sieht ja soweit relativ trocken 
aus. Kann der trotzdem noch auslaufen, also im Nichtbetrieb oder nur 
wenn ich den Mischer wieder in Betrieb nehme und kann der dann im 
ungünstigsten Fall explodieren?

An wen kann man sich denn zwecks einem fachgerechten Austausch des 
Kondensators wenden, normaler Elektriker oder gibt es da Spezialisten?

Vielen Dank

Gruß Sadir
Beitrag #5396277 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #5397217
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Mal noch eine andere Frage, wurden PCB haltige Kondensatoren auch in 
Benzinrasenmähern verbaut (für die Zündung), habe da auch noch ein 
älteres Exemplar rum stehen? Konnte dazu leider nichts finden und würde 
mal hier die Experten fragen. Danke.

Gruß Sadir

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