Nop schrieb im Beitrag #5403621:
> Karl Käfer schrieb:>>> Das hast Du behauptet, nicht begründet.>> Doch: Beitrag "Re: Ubuntu-Linux">> Daß einige Leute immer noch nicht begreifen, wozu Hyperlinks gut sind,> obwohl sie jeden Tag damit navigieren, steht dem ja nicht entgegen.
Die Manpages enthalten durchaus genug Informationen, um diese
untereinander zu verlinken. Immer wenn ausdruck(section) steht, verweist
dass auf eine andere Manpage. Hier einen Hyperlink im sinne einer URL
(Uniform Resource Locator) zu verwenden währe aber falsch. Eine URL gibt
nämlich eindeutig an, wo etwas liegt. Auf verschiedenen Systemen und
Online kann es aber unterschiedliche Manpages zu einem Thema an
verschiedenen Orten geben. Ausserdem können sich z.B. auch lokale
Manpages an verschiedenen Orten befinden, z.B. /usr/share/man oder
/usr/local/man, etc. Es geht also nicht darum, bei jeder Referenz
anzugeben wo sich eine spezifische Manpage zu befinden hat, sondern nur,
welche man will. URLs sind deshalb hier ungeeignet. Man könnte natürlich
statt URLs einfach URNs (Uniform Resource Name) nehmen, um die Ressource
zu identifizieren, oder beide arten von URIs erlauben, aber das führt
nur zu Problemen. z.B. man verwendet eine URL zu einer Webseite, und sie
wird verschoben, oder man hat gerade kein Internet. Oder man hat
plötzlich mehrere Manpages die für den selben Ausdruck auf eine andere
Ressource verweisen, oder jemand verweist z.B. mit dem dns:// URI Scheme
auf eine Seite er als DNS Record auf seinen DNS Servern gespeichert ist,
aber es gibt gerade kein Programm in welchem das Schema implementiert
ist, etc.
Deshalb ist die Verwendung von ausdruck(section), wie es momentan
gemacht wird, hier ideal. Es identifiziert eindeutig, welche Manpage man
will, aber legt nicht fest, wo sich diese befinden muss. Aber wenn man
nur den Hammer kennt, sieht eben jedes Problem wie ein Nagel aus.
DPA schrieb:> Auf verschiedenen Systemen und> Online kann es aber unterschiedliche Manpages zu einem Thema an> verschiedenen Orten geben.
Sowas macht man ja auch einfach mit einem statischen Webseitengenerator
als CMS. Ansonsten funktioniert das praktisch durchaus, wenn man sich
mal die Hilfefunktion z.B. von Gimp ansieht. Das ist technisch überhaupt
kein Problem, wenn es man es nur lösen WILL.
> z.B. man verwendet eine URL zu einer Webseite, und sie> wird verschoben, oder man hat gerade kein Internet.
Als ob ein URL-Verweis in einer derzeitigen Webseite dieses Problem
nicht hätte.
> Deshalb ist die Verwendung von ausdruck(section), wie es momentan> gemacht wird, hier ideal.
Nein, ist es nicht, weil man nicht navigieren kann. Man merkt einfach,
daß das vor der Erfindung von "Überverweisen"(tm) entworfen wurde, halt
ein System aus den 70ern. Und das im Jahre 2018. Aber sich über
Altlasten in Windows mokieren (also nicht Du konkret, sondern
allgemein).
Nop schrieb:> DPA schrieb:>>> Auf verschiedenen Systemen und>> Online kann es aber unterschiedliche Manpages zu einem Thema an>> verschiedenen Orten geben.>> Sowas macht man ja auch einfach mit einem statischen Webseitengenerator> als CMS.
Ernsthaft? Und das auf jedem Client und jedes mal wenn eine neue Seite
hinzukommt? Totaler overkill, das will doch keiner. Oder einmal auf
einem Server? Aber woher kennst du dann jede Hilfeseite, die der
Benutzer auf seinem System je installieren wird, von jedem möglichen
Programm, und wo diese liegen? Egal wie man es versucht, mit
unabhängigen Softwarequellen geht das so nicht.
> Ansonsten funktioniert das praktisch durchaus, wenn man sich> mal die Hilfefunktion z.B. von Gimp ansieht. Das ist technisch überhaupt> kein Problem, wenn es man es nur lösen WILL.
Das ist nur eine einzige Anwendung, die vermutlich nicht oder nur selten
auf andere verweist, und dort wo es dies womöglich tut, hat man das
Problem wieder.
>> z.B. man verwendet eine URL zu einer Webseite, und sie>> wird verschoben, oder man hat gerade kein Internet.>> Als ob ein URL-Verweis in einer derzeitigen Webseite dieses Problem> nicht hätte.
Aber Manpages haben es nicht. Wieso ein neues Problem erschaffen, das
man vorher nicht hatte, ohne sichtbaren Mehrwert? Der Inhalt wird auch
nicht besser, nur weil man das Format ändert.
>> Deshalb ist die Verwendung von ausdruck(section), wie es momentan>> gemacht wird, hier ideal.>> Nein, ist es nicht, weil man nicht navigieren kann. Man merkt einfach,> daß das vor der Erfindung von "Überverweisen"(tm) entworfen wurde, halt> ein System aus den 70ern. Und das im Jahre 2018.
Wer hindert dich denn daran, in Manpages auf weitere Manpages zu
verweisen?
Geht es dir nur um Inhaltsverzeichnisseiten? Die könnte man sicher noch
einführen. Aber auf HTML kann ich hier definitiv verzichten.
DPA schrieb:> Die Manpages enthalten durchaus genug Informationen, um diese> untereinander zu verlinken. Immer wenn ausdruck(section) steht, verweist> dass auf eine andere Manpage. Hier einen Hyperlink im sinne einer URL> (Uniform Resource Locator) zu verwenden währe aber falsch. Eine URL gibt> nämlich eindeutig an, wo etwas liegt. Auf verschiedenen Systemen und> Online kann es aber unterschiedliche Manpages zu einem Thema an> verschiedenen Orten geben. Ausserdem können sich z.B. auch lokale> Manpages an verschiedenen Orten befinden, z.B. /usr/share/man oder> /usr/local/man, etc. Es geht also nicht darum, bei jeder Referenz> anzugeben wo sich eine spezifische Manpage zu befinden hat, sondern nur,> welche man will. URLs sind deshalb hier ungeeignet. Man könnte natürlich> statt URLs einfach URNs (Uniform Resource Name) nehmen, um die Ressource> zu identifizieren,
So machen das ja auch verschiedene Werkzeuge, der Konqueror zum Beispiel
verwendet man:SEITENNAME und verlinkt (natürlich anklickbar) die
Referenzen auf andere Manpages. info(1) macht es übrigens ebenso, auch
für Manpages.
Ainen gudden!
Nop schrieb:> Gimp
Oh gott, Gimp. Funktion follows Form. Das kommt dabei 'raus wenn ein
Künstler versucht eine Benutzeroberfläche mit Sinn zu füllen während die
Programmstrukturen in seinem Kopf ein Eigenleben entwickeln. ;-)
Nop schrieb:> Das ist technisch überhaupt kein Problem, wenn es man es nur lösen WILL.
Mir kommt das so vor als wenn Du UNBEDINGT HTML verwenden willst.
Dwianea
hirnschaden
Ausserdem baut Ubuntu die livepatches Option jetzt direckt in die Update
gui ein, so weit so gut. Aber um es nutzen zu können, muss man sich
Anmelden, und man kann es nicht gratis mit mehr als 3 PCs gleichzeitig
verwenden, WTF!?!
https://www.omgubuntu.co.uk/2018/04/enable-live-patch-kernel-updates-in-ubuntu-18-04
Ich meine, klar, vermutlich tut es Canonical aus lizenztechnochen
Gründen, aber dann installiert man den Mist doch nicht per default, und
packt es schon garnicht in das selbe Repo wie tatsächlich freie
Software.
Hirnschaden, H. schrieb:> Mir kommt das so vor als wenn Du UNBEDINGT HTML verwenden willst.
HTML ist genau dafür gedacht gewesen. Natürlich kann man auch irgendein
anderes Format anwenden, aber ich sehe keinen Grund, das zu tun. Für
HTML existieren schließlich schon jede Menge Parser, und in Form von
Lynx sogar konsolentauglich.
Peter N. schrieb:> Speziell über Ubuntu hat linuxnews.de noch etwas:> Ubuntu und der Datenschutz
Das ist bei anderen nicht besser. Liest sich jemand mal das License
Agreement zum urdeutschesten aller Linuxe durch?
https://en.opensuse.org/openSUSE:License
Besonders witzig finde ich ja den Absatz über die "U.S. Export
Administration Regulations". Wenn also die USA mal wieder beschließen,
dass ein Land boykottiert werden muss, dann darf ich meinen Kunden in
diesem Land mit OpenSuse ausgestattete Technik nicht mehr ausliefern
oder diese warten. Auch wenn mein Land diesen Boykott nicht mit trägt.
Oder eine Hochschule, die sich am Lunar X Price beteiligt hat oder mit
den Studenten autonome Quadrokopter baut, darf OpenSuse nicht einsetzen.
Na hoffentlich wissen die das.
Auch spannend: "governed by the laws of the State of Utah and of the
US". Egal wo ich OpenSuse einsetze, es unterliegt der Gesetzgebung der
USA. Man stelle sich nur vor, in diesem Land würde ein Gesetz
verabschiedet, welches die Privatsphäre nahezu aufhebt... Ups, Patriot
Act.
Von den "großen" Distributionen bleibt eigentlich nur Linux Mint und
dieses Franzosendingens, Mageia. Wobei sich die Franzosen auch gerade an
der Aushöhlung der Bürgerrechte abarbeiten.
Nop schrieb:> HTML ist genau dafür gedacht gewesen.
Eigentlich ist HTML, wie der Name schon sagt, eine "Hypertext Markup
Language", also eine Auszeichnungssprache für Hypertext. Hypertext ist
dabei eine Art "nicht-linearer" Text mit Verweisen. Im Prinzip ist HTML
Nachfolger von Gopher und vereinfachte dessen Möglichkeiten, Verweise
auf Dokumente anzulegen, die auf externen Servern lagen. HTML ist darum
zwar zweifellos für Dokumentationen zwar gut geeignet, aber trotzdem nie
für diesen Zweck erdacht oder entworfen worden.
> Natürlich kann man auch irgendein> anderes Format anwenden, aber ich sehe keinen Grund, das zu tun. Für> HTML existieren schließlich schon jede Menge Parser, und in Form von> Lynx sogar konsolentauglich.
Gopher gibt es seit 1991, HTML sogar erst seit 1993. Die ersten Manpages
entstanden hingegen bereits im Jahre 1971, also zwanzig Jahre vor Gopher
sowie 22 Jahre vor HTML.
Warum hätte man die existierenden Manpages in HTML übersetzen sollen?
Das hätte damals überhaupt keinen Sinn ergeben und ergibt bis heute
keinen.
Erstens, weil Manpages prima funktionieren und auf jedem unixoiden
System verfügbar, und zudem ressourcenschonend sind. HTML zu parsen ist
deutlich aufwändiger und benötigt deswegen wesentlich mehr Ressourcen.
UNIXoide Systeme laufen ja nicht nur auf starken Desktop-Rechnern und
Servern, sondern auch auf stark limitierten Embedded-Systemen.
Zweitens, weil es seit 1986 ein Programm gibt -- nämlich GNU Texinfo mit
dem Programm info(1) -- welches, genau wie HTML, die von Dir gewünschten
Verweise zwischen den Manpages erzeugt. Das heißt: genau wie in lynx(1)
kannst Du in info(1) auf den Verweis zu einer anderen Manpage gehen und
Return drücken, schon wird diese Manpage angezeigt. Ähnliches tun auch
Programme wie man2html oder etwa der Konqueror in KDE. Und auch passende
Konverter, die Manpages in HTML oder LaTeX umwandeln, sind verfügbar.
Drittens, weil Manpages zum POSIX-Standard gehören -- der zwar nicht die
einzelnen Manpages standardisiert, aber ein Minimalset davon. Kurz
gesagt, muß ein System das Man-Kommando und mindestens die Manpage von
man(1) implementieren, um POSIX-konform zu sein.
Also, kurz gesagt: es gibt eine existierende
Dokumentationsinfrastruktur, die Teil des POSIX-Standards ist, mit den
entsprechenden Programmen alles kann, was Du wünschst, und obendrein
besonders ressourcenschonend ist. Mit dem man(1)-Kommando und den
Manpages sind Generationen von UNIX-Benutzern aufgewachsen und vertraut.
Mittlerweile gibt es auch einige Projekte, die ihre Dokumentation in
HTML, Markdown oder LaTeX erstellen. Auch diese Formate kann man
natürlich gern in Manpages umwandeln, ... wer's mag.
Insofern verstehe ich Dein Problem nicht, so sehr ich mich auch bemühe.
Nachdem ich Dir einen Teil dieser Ausführungen schon mindestens einmal
mitgeteilt habe, verstehe ich noch viel weniger, warum Du trotzdem noch
immer darauf insistierst.
Karl schrieb:> Das ist bei anderen nicht besser. Liest sich jemand mal das License> Agreement zum urdeutschesten aller Linuxe durch?
Das ist schon lange kein "deutsches" Linux mehr. Und das "urdeutscheste"
aller Linuxe war sicher DLD, die "Deutsche Linux Distribution" von Dirk
Haaga (RIP) und seinen Kompagnons. Ich glaub ich hab hier irgendwo noch
eine CD mit Version 2.1.1 davon herumliegen.
Tja, das war damals noch ein richtiges Betriebssystem für echte Männer:
"Do you pine for the nice days of minix-1.1, when men were men and wrote
their own device drivers?". (Linus T.) ;-)
> https://en.opensuse.org/openSUSE:License>> Besonders witzig finde ich ja den Absatz über die "U.S. Export> Administration Regulations". Wenn also die USA mal wieder beschließen,> dass ein Land boykottiert werden muss, dann darf ich meinen Kunden in> diesem Land mit OpenSuse ausgestattete Technik nicht mehr ausliefern> oder diese warten. Auch wenn mein Land diesen Boykott nicht mit trägt.>> Oder eine Hochschule, die sich am Lunar X Price beteiligt hat oder mit> den Studenten autonome Quadrokopter baut, darf OpenSuse nicht einsetzen.> Na hoffentlich wissen die das.>> Auch spannend: "governed by the laws of the State of Utah and of the> US". Egal wo ich OpenSuse einsetze, es unterliegt der Gesetzgebung der> USA. Man stelle sich nur vor, in diesem Land würde ein Gesetz> verabschiedet, welches die Privatsphäre nahezu aufhebt... Ups, Patriot> Act.>> Von den "großen" Distributionen bleibt eigentlich nur Linux Mint und> dieses Franzosendingens, Mageia. Wobei sich die Franzosen auch gerade an> der Aushöhlung der Bürgerrechte abarbeiten.
Tatsache ist, daß SuSE von Novell gekauft wurde und Novell nun einmal
ein us-amerikanisches Unternehmen aus Utah ist, das natürlich den
Gesetzen der USA und denen des US-Bundesstaates Utah unterworfen ist.
Über deren Sinn und Unsinn läßt sich trefflich streiten, aber das ändert
nichts an dieser ebenso schlichten wie IMO auch durchaus verständlichen
Tatsache. Du mußt Dich schließlich auch an die Gesetze der
Bundesrepublik Deutschland sowie des Bundeslandes halten, in dem Du
lebst -- und im Übrigen sogar an die Vorschriften der Europäischen
Union, am Rande bemerkt.
Insofern ist diese Lizenz -- die im Übrigen sehr präzise darauf
hinweist, daß dies ein Produkt aus vielen Komponenten ist, die jeweils
den Lizenzen und Copyright-Bestimmungen der Lizenzinhaber unterliegen --
nichts anderes als ein Rechtsdokument, das Novell von der Haftung für
Fälle freistellt, in denen US-amerikanisches Recht von einem
Lizenznehmer gebrochen wird. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Andererseits kann man in seine Lizenzen, Verträge und AGBs zunächst
einmal hineinschreiben, was man will. Ob sich sowas dann vor einem
ordentlichen Gericht durchsetzen ließe, insbesondere auch im Ausland mit
einer anderen Rechtslage und Jurisdiktion, steht auf einem ganz anderen
Blatt.
Sheeva P. schrieb:> Ob sich sowas dann vor einem> ordentlichen Gericht durchsetzen ließe, insbesondere auch im Ausland mit> einer anderen Rechtslage und Jurisdiktion, steht auf einem ganz anderen> Blatt.
Sorry, das kann ich mir nicht leisten. OpenSuse ist damit für mich tot.
Sheeva P. schrieb:> Gopher gibt es seit 1991, HTML sogar erst seit 1993. Die ersten Manpages> entstanden hingegen bereits im Jahre 1971, also zwanzig Jahre vor Gopher> sowie 22 Jahre vor HTML.
Und das ist natürlich ein super Grund, wieso man bei Linux
70-er-Jahre-Kram kopieren muß. Wir haben's 2018, you know. Das ist so
die Frage, ob man fast 50 Jahre altes Zeugs braucht oder es doch schon
Sachen sein dürfen, die nur 25 Jahre alt sind. Aber sich über das
A20-Gate mokieren.
> und zudem ressourcenschonend sind. HTML zu parsen ist> deutlich aufwändiger
Jetzt werd aber nicht albern. Auf den Systemen, wo das ein Kriterium
wäre, läuft Linux sowieso nicht.
> sondern auch auf stark limitierten Embedded-Systemen.
Da sind manpages egal, weil diese Systeme sowieso nicht interaktiv
laufen. Linux wird da nur deswegen eingesetzt, weil es keine Royalties
kostet. Linux hat da ohnehin einen höheren Footprint, und auf den
Systemen, wo man es dennoch laufen lassen kann, wäre selbst HTML-Parsing
zur menschlichen Betrachtung in der Konsole überhaupt kein Problem.
Zudem ist Linux für embedded das Grabbeltisch-OS mit hohem
Frickelfaktor, besonders wenn auch noch Graphik dazusoll. Ein ziemlicher
Horror, der sich bei hohen Stückzahlen aber wegen "billig" rechnet.
> Das heißt: genau wie in lynx(1)> kannst Du in info(1) auf den Verweis zu einer anderen Manpage gehen und> Return drücken, schon wird diese Manpage angezeigt.
Das wäre schon eher ein Argument. Halbwegs, weil natürlich auch nur aus
lauter vollkommen obsoleten Standards.
> Drittens, weil Manpages zum POSIX-Standard gehören -- der zwar nicht die> einzelnen Manpages standardisiert, aber ein Minimalset davon. Kurz> gesagt, muß ein System das Man-Kommando und mindestens die Manpage von> man(1) implementieren, um POSIX-konform zu sein.
Was keinem System verbietet, auch Implementationen jenseits des
70er-Jahre-Muffs zu haben.
> Nachdem ich Dir einen Teil dieser Ausführungen schon mindestens einmal> mitgeteilt habe, verstehe ich noch viel weniger, warum Du trotzdem noch> immer darauf insistierst.
Weil das letztlich nur traurige Rechtfertigungen für weiteren
70er-Jahre-Muff sind, deswegen. Das Ergebnis ist, daß selbst eine
Bastelbude wie Microsoft inzwischen ein OS hat, das z.B. mit Abstürzen
des Graphiktreibers im laufenden Betrieb problemlos umgehen kann,
während man unter Linux lahme Ausreden hört.
Nop schrieb:> Und das ist natürlich ein super Grund, wieso man bei Linux> 70-er-Jahre-Kram kopieren muß. Wir haben's 2018, you know. Das ist so> die Frage, ob man fast 50 Jahre altes Zeugs braucht
Nunja, da Linux was die Usability angeht durchweg da steht, wo Windows
1998 stand*, ist die Differenz gefühlt nur 30 Jahre.
*) Was jetzt nicht heisst, dass das 1998 schlecht war. Wir konnten mit
Win98se, Win NT... auch arbeiten. Aber wenn man heute vor einem Win98
Rechner sitzt, will man das doch nicht wieder zurückhaben.
Karl schrieb:> Aber wenn man heute vor einem Win98> Rechner sitzt, will man das doch nicht wieder zurückhaben.
Das aber vor allem wegen der dauernden Abstürze, die ein heutiges Linux
nicht hat (und ein heutiges Windows auch nicht).
Dumdi D. schrieb:> Und auch schon fast veraltet. Was hast Du gegen was modernes wie> Markdown?
Markdown wird danach doch zu HTML weiterkonvertiert - wäre also durchaus
eine geeignete Grundlage zum Erstellen.
Nop schrieb:> Sheeva P. schrieb:>>> Gopher gibt es seit 1991, HTML sogar erst seit 1993. Die ersten Manpages>> entstanden hingegen bereits im Jahre 1971, also zwanzig Jahre vor Gopher>> sowie 22 Jahre vor HTML.>> Und das ist natürlich ein super Grund, wieso man bei Linux> 70-er-Jahre-Kram kopieren muß. Wir haben's 2018, you know. Das ist so> die Frage, ob man fast 50 Jahre altes Zeugs braucht oder es doch schon> Sachen sein dürfen, die nur 25 Jahre alt sind. Aber sich über das> A20-Gate mokieren.
Wenn du nun im Jahre 2018 lebst, frage ich mich sowieso warum du dich an
einem Terminal darüber informieren willst, wenn du mit einem Klick auf
dem Linux Desktop deiner Wahl in das Informationssystems Nummer 1
kommst. Es nennt sich Internet, es basiert auf dein gefordertes HTML,
ist größer als jede Offline Hilfe, lässt sich auch mit Maus steuern,
gibt es in allen erdenklichen Sprachen, unterstützt Grafiken, Audio,
Videos etc..
Was ist das für ein Bullshit auf der Usability von Manpages
herumzureiten, wenn andere Technologien bei Linux zur Verfügung stehen,
die genau deine Kritikpunkte in Angriff nehmen. Keine Sau wird mehr die
Manpages anrühren und was besseres bauen, wenn es schon was besseres
gibt. Das ist einfach Zeitverschwendung genau wie dieses Rumgeheule.
Aber es kommt halt deinen Aussagen zu make und co. gleich. Rumheulen wie
schlecht doch das alles ist und dann mit eigenen Buildskripten
herumfrickeln.
Sheeva P. schrieb:> Tatsache ist, daß SuSE von Novell gekauft wurde und Novell nun einmal> ein us-amerikanisches Unternehmen aus Utah ist,
Die Historie von SUSE ist ein wenig komplizierter:
https://en.wikipedia.org/wiki/SUSE#History
Die deutsche Wikipedia hat 2014 den Versuch aufgegeben, Übernahmen,
Selbständigkeit und Firmensitz weiter zu verfolgen. ;-)
TriHexagon schrieb:> Wenn du nun im Jahre 2018 lebst, frage ich mich sowieso warum du dich an> einem Terminal darüber informieren willst, wenn du mit einem Klick auf> dem Linux Desktop deiner Wahl
Linux ist aber nicht am Desktop verbreitet, sondern auf Servern, und die
laufen üblicherweise headless.
Nop schrieb:> TriHexagon schrieb:>>> Wenn du nun im Jahre 2018 lebst, frage ich mich sowieso warum du dich an>> einem Terminal darüber informieren willst, wenn du mit einem Klick auf>> dem Linux Desktop deiner Wahl>> Linux ist aber nicht am Desktop verbreitet, sondern auf Servern, und die> laufen üblicherweise headless.
Auch gut, dann startest du den Webbrowser halt auf deinem Windows.
Schließlich nimmst du Windows und meldest dich über einen SSH-Client am
Linux Server an. Auch so ein großer Vorteil vom Internet, es ist egal
auf wessen OS der Webbrowser läuft.
Nop schrieb:> Und das ist natürlich ein super Grund,
Wenn Du meinen Beitrag noch einmal liest, wirst Du feststellen, daß ich
tatsächlich mehrere Gründe genannt habe.
>> und zudem ressourcenschonend sind. HTML zu parsen ist>> deutlich aufwändiger>> Jetzt werd aber nicht albern. Auf den Systemen, wo das ein Kriterium> wäre, läuft Linux sowieso nicht.
Aber ja doch. Aber sogar wenn ich auf einem dicken Server eingeloggt
bin, der gerade eine Lastspitze abreitet, ist es durchaus ein
Unterschied, ob ich mal eben kurz in die Manpage schauen kann oder
erstmal ein oder zwei Minuten warten muß, bis ein HTML-Parser seine
Arbeit gemacht hat.
>> sondern auch auf stark limitierten Embedded-Systemen.>> Da sind manpages egal, weil diese Systeme sowieso nicht interaktiv> laufen. Linux wird da nur deswegen eingesetzt, weil es keine Royalties> kostet.
Linux wird dort eingesetzt, weil es ausgesprochen stabil, flexibel, und
leistungsfähig ist, für die meiste Hardware bereits Treiber vorhanden
oder vergleichsweise einfach zu implementieren sind. Wenn es nur um
Royalties ginge, könnten die Hersteller jederzeit auch eins der BSDs
benutzen, die obendrein sogar weniger restriktive Lizenzen mitbringen.
Trotzdem setzen etliche Gerätehersteller stattdessen auf Linux. Das
sollte Dir einen sehr deutlichen Hinweis darauf geben, daß Deine Aussage
völliger Unsinn ist.
> Zudem ist Linux für embedded das Grabbeltisch-OS mit hohem> Frickelfaktor, besonders wenn auch noch Graphik dazusoll. Ein ziemlicher> Horror, der sich bei hohen Stückzahlen aber wegen "billig" rechnet.
Eigentlich hatte ich ja gedacht, daß wir zu einem konstruktiveren Umgang
gefunden hätten. Schade, daß der Windows-Troll wieder herauskommt.
Sheeva P. schrieb:> Aber ja doch. Aber sogar wenn ich auf einem dicken Server eingeloggt> bin, der gerade eine Lastspitze abreitet, ist es durchaus ein> Unterschied, ob ich mal eben kurz in die Manpage schauen kann oder> erstmal ein oder zwei Minuten warten muß, bis ein HTML-Parser seine> Arbeit gemacht hat.
Du überschätzt HTML-Parsing. Und nebenbei, wenn der Server dermaßen
überlastet ist, daß Lynx nicht mehr klarkommt, läuft eh schon was
schief. Wir reden hier ja nicht davon, Firefox zu starten, der in der
Konsole eh nicht liefe.
> Eigentlich hatte ich ja gedacht, daß wir zu einem konstruktiveren Umgang> gefunden hätten. Schade, daß der Windows-Troll wieder herauskommt.
Ich diskutiere das nicht, sondern weiß aus Erfahrung, was für ein
Gefrickel das ist. Mir egal, wenn's nicht in Dein Weltbild paßt.
TriHexagon schrieb:> Nop schrieb:>> TriHexagon schrieb:>>>>> Wenn du nun im Jahre 2018 lebst, frage ich mich sowieso warum du dich an>>> einem Terminal darüber informieren willst, wenn du mit einem Klick auf>>> dem Linux Desktop deiner Wahl>>>> Linux ist aber nicht am Desktop verbreitet, sondern auf Servern, und die>> laufen üblicherweise headless.>> Auch gut, dann startest du den Webbrowser halt auf deinem Windows.> Schließlich nimmst du Windows und meldest dich über einen SSH-Client am> Linux Server an. Auch so ein großer Vorteil vom Internet, es ist egal> auf wessen OS der Webbrowser läuft.
Bei entsprechender Softwareausstattung auf dem GUI-Client -- dort muß
nur ein X-Server vorhanden sein -- kann man den Webbrowser oder andere
GUI-Programme sogar auf heinem Headless-Linux starten und sie auf dem
Client anzeigen und bedienen. Meine Kollegen verwenden für so etwas gern
Moba XTerm, das ist (unter anderem) ein SSH-Client für Windows und hat
den X-Server bereits eingebaut.
Aber am Ende wird meines Erachtens deutlich, daß der liebe "Nop" einfach
nur ein bisschen rumtrollen will und nur deswegen auf seinem HTML-Unsinn
beharrt. Schon die Wortwahl macht das offensichtlich, in Kombination mit
den "Inhalten" und der Penetranz, mit der dieser Herr auf bereits längst
widerlegten Hypothesen insistiert, wird die Absicht zu Trollen dann aber
leider vollends unbestreitbar.
Sheeva P. schrieb:> Aber am Ende wird meines Erachtens deutlich, daß der liebe "Nop" einfach> nur ein bisschen rumtrollen will und nur deswegen auf seinem HTML-Unsinn> beharrt.seufz Es war ein BEISPIEL. Und wie man sieht, ist selbst in
Kleinigkeiten die Denke schon auf 70er-Jahre-Steinzeit eingeschweißt.
Sheeva P. schrieb:> Auch diese Formate kann man> natürlich gern in Manpages umwandeln, ... wer's mag.
Debian hat ne Richtlinie (Ubuntu wahrscheinlich auch) daß für jedes
Binary das nach /usr/bin installiert werden soll eine manpage
mitgeliefert werden muss wenn es ins offizielle Repository aufgenommen
werden will. Und das ist auch gut so.
Karl schrieb:> Oder eine Hochschule, die sich am Lunar X Price beteiligt hat oder mit> den Studenten autonome Quadrokopter baut, darf OpenSuse nicht einsetzen.> Na hoffentlich wissen die das.
Zeig mal den Abschnitt in der Lizenz wo das drinsteht.
Nop schrieb:> Sheeva P. schrieb:>> Aber am Ende wird meines Erachtens deutlich, daß der liebe "Nop" einfach>> nur ein bisschen rumtrollen will und nur deswegen auf seinem HTML-Unsinn>> beharrt.>> seufz Es war ein BEISPIEL. Und wie man sieht, ist selbst in> Kleinigkeiten die Denke schon auf 70er-Jahre-Steinzeit eingeschweißt.
Genau, und deswegen benutzt Du dann auch Vokabeln wie "Grabbeltisch-OS",
"Frickelei", "Horror" und ähnliches pubertäres Gesabbel. Genau wie
dieses kindische Mit-dem-Fuß-Aufstampfen, weil die Linux-Entwickler auf
ein lange bewährtes, etabliertes und standardisiertes
Dokumentationsformat setzen. Das alles spricht Bände über die Reife des
Äußernden sowie über seinen Unwillen und seine Unfähigkeit, sachlich zu
diskutieren.
Dann berichtest Du auch noch stolz darüber, daß Windows einen
abstürzenden Grafiktreiber recovern kann. Das ist schön für Windows,
aber weißt Du auch, warum es das kann? Genau: weil das ein so häufiger
Fehler ist, daß es sich für Microsoft gelohnt hat, sein wenig
Hirnschmalz für einen Würg-Around zu investieren. Linux hat so etwas
natürlich nicht, weil es sowas gar nicht braucht. Da stürzen die
Grafiktreiber nämlich nicht nicht ständig ab. Und ansonsten ist Linux
bezüglich ladbarer Treiber und anderer Komponenten um Lichtjahre vor
Windows. Oder warum muß man unter Windows immer noch ständig rebooten?
Karl Käfer schrieb:> Genau, und deswegen benutzt Du dann auch Vokabeln wie "Grabbeltisch-OS",> "Frickelei", "Horror" und ähnliches pubertäres Gesabbel.
Du kennst also Linux nur vom PC, wo es dank ziemlich homogener Hardware
heutzutage vergleichsweise einfach zu installieren geht, wenn man sich
nicht gerade eine Distro wie Arch aussucht. Linux-Fanboy halt, jedesmal
dasselbe.
Sheeva P. schrieb:>>> sondern auch auf stark limitierten Embedded-Systemen.>>>> Da sind manpages egal, weil diese Systeme sowieso nicht interaktiv>> laufen. Linux wird da nur deswegen eingesetzt, weil es keine Royalties>> kostet.>> Linux wird dort eingesetzt, weil es ausgesprochen stabil, flexibel, und> leistungsfähig ist, für die meiste Hardware bereits Treiber vorhanden> oder vergleichsweise einfach zu implementieren sind. Wenn es nur um> Royalties ginge, könnten die Hersteller jederzeit auch eins der BSDs> benutzen, die obendrein sogar weniger restriktive Lizenzen mitbringen.> Trotzdem setzen etliche Gerätehersteller stattdessen auf Linux. Das> sollte Dir einen sehr deutlichen Hinweis darauf geben, daß Deine Aussage> völliger Unsinn ist.
Genau. Man muss sich nur mal einen Blick weg vom Embedded zum
HPC-Bereich wagen. top500.org zeigt, dass bei den schnellsten
Supercomputer inzwischen nur noch Linux zum Einsatz kommt, Windows und
selbst BSD wurde nach und nach aus der Statistik vertrieben. Und das ist
nur Spitze des Eisbergs. Wenn man ein paar Milliarden in Rechnerhardware
steckt, scheut man wohl kaum Lizenzgebühren für die Software. Dank den
Vorteilen von Linux die Sheeva schon aufgezählt hat, hat dort Linux so
große Verbreitung gefunden. Und das obwohl diese Rechner größtenteils
selbst von den Wissenschaftlern gewartet und genutzt werden.
TriHexagon schrieb:> Windows und selbst BSD wurde nach und nach aus der Statistik vertrieben.
Wobei bei Windows da nicht besonders viel zu vertreiben gewesen sein
dürfte.
Linux hat im wissenschaftlichen Bereich von unten her das Rennen
gemacht, weil x86-PCs viel billiger waren als z.B. eine SGI, aber sich
die Portierung der Software mit wenig Aufwand machen ließ - und das war
auch ein Hauptgrund, wieso Windows da keinen Stich hatte. Der
MS-typische lock-in hat da nämlich als lock-out funktioniert.
Ich hab noch an Rechnern mit Irix, HP-UX, AIX und wie sie alle hießen
gearbeitet, und die sind heute verschwunden. Drolligerweise lag das
übrigens AUCH an DOS/Windows als Spieleplattform, denn es waren die
Spiele, die unter Windows einen irrwitzigen Zyklus aus Grafikhardware,
Spielen, neuer Grafikhardware und neuen Spielen in Gang gesetzt haben.
Der Massenmarkt hat da dermaßen Geld reingespült, daß Firmen wie SGI mit
ihren kleinen Stückzahlen und hohen Stückpreisen schließlich aufgeben
mußten.
TriHexagon schrieb:> Man muss sich nur mal einen Blick weg vom Embedded zum> HPC-Bereich wagen.
Richtig. Man könnte auch den Blick auf alles außer (Billig-)Desktop
wagen. Überall zeigen die Pfeile für Redmond nach unten. Und das wissen
die auch... wenn man das berücksichtigt, erscheinen viele Änderungen in
deren Lizenzpolitik plötzlich in einem anderen Licht. Böse Zugen sagen:
Rücklicht :-)
Nop schrieb:> TriHexagon schrieb:>> Windows und selbst BSD wurde nach und nach aus der Statistik vertrieben.>> Wobei bei Windows da nicht besonders viel zu vertreiben gewesen sein> dürfte.>> Linux hat im wissenschaftlichen Bereich von unten her das Rennen> gemacht, weil x86-PCs viel billiger waren als z.B. eine SGI, aber sich> die Portierung der Software mit wenig Aufwand machen ließ
Das hätte man mit einem 386BSD oder, etwas, später mit NetBSD oder
FreeBSD viel früher haben können, denn all das galt und gilt für die
*BSDs. Linux war damals der Newcomer, und erreichte erst zwischen 1993
und 1995 einen Zustand, mit dem man praktisch arbeiten konnte. Zu dem
Zeitpunkt waren die *BSDs schon gut abgehangen und sehr stabil.
Obendrein hatten und haben sie viel weniger restriktive Lizenzen, und
offen waren und sind sie auch.
Trotzdem hat Linux das Rennen gemacht und dominiert heute jeden Bereich
der IT, mit Ausnahme des von einem mafiösen Monopolisten mit unlauteren
Mitteln verteidigten Desktop. Wobei die Wahl dieser Mittel einen
deutlichen Hinweis darauf gibt, daß der Monopolist das offensichtlich
nötig hat, weil er nicht mit der Qualität und Leistungsfähigkeit seiner
Produkte überzeugen kann.
Das hätte Anfang der Neunziger doch keiner je erwartet, daß das (laut
dem CEO des betreffenden Monopolisten "von Hobbyprogrammierern am
Küchentisch zusammengestoppelte") Linux nicht nur die *BSDs überholen
und die vielen kommerziellen UNIXe verdrängen, sondern es auch noch
schaffen würde, mit besagtem Monopolisten einen der größten
Softwarekonzerne der Welt derart unter Druck zu setzen, daß dieser zu
kriminellen Mitteln greifen muß, um wenigstens sein Restmonopol zu
behaupten. ;-)
Übrigens profitierst auch Du direkt von dem Konkurrenzdruck, den Linux
auf Deinen Lieblingsmonopolisten ausübt. Der hätte ohne den Wettbewerb
nämlich keine Veranlassung dazu gehabt, die Qualität seiner Produkte zu
verbessern und gleichzeitig deren Preise so deutlich zu senken.
Sheeva P. schrieb:> Der hätte ohne den Wettbewerb> nämlich keine Veranlassung dazu gehabt, die Qualität seiner Produkte zu> verbessern
Ach? Hab ich was verpasst?
Sheeva P. schrieb:> Das hätte man mit einem 386BSD oder, etwas, später mit NetBSD oder> FreeBSD viel früher haben können
Erstaunlich genug, daß das nicht passiert ist, aber die
Rechtsstreitigkeiten damals waren nicht ohne. Zudem war die "laß uns das
Ding zusammenhacken"-Herangehensweise bei Linux unprofessioneller als
bei BSD, hat aber zu mehr Leuten geführt. Worse is better.
Heute hat BSD gegenüber Linux den Nachteil schlechterer
Hardware-Unterstützung und frickeliger Installation, besonders wenn's
mit Grafik sein soll. Daß der Code professioneller ist, scheint das
nicht aufzuwiegen. Das ist eigentlich genau wie mit Linux vs. Windows.
;-)
> Trotzdem hat Linux das Rennen gemacht und dominiert heute jeden Bereich> der IT, mit Ausnahme des von einem mafiösen Monopolisten mit unlauteren> Mitteln verteidigten Desktop.
Nicht, daß das nötig gewesen wäre. Ich hatte eigentlich zu Vista-Zeiten
erwartet, daß Desktoplinux diese Steilvorlage nutzt, aber das blieb
einfach aus. Bis heute ist es in der Linuxszene so, daß man einerseits
über die MS-Mafia herzieht, andererseits aber auch gar keinen Erfolg am
Desktop will (Fuchs, Trauben), weil dann der Vorteil von "security by
minority" weg wäre.
Schließlich sieht man bei Android, was ein tatsächlich
endnutzertaugliches Linux ist, daß Malware ein riesiges Problem ist und
es dank der unglücklichen Architektur keine Updates gibt. Bei einem
Dell-Laptop muß Dell nicht noch in den Updates rumfummeln, die von MS
kommen, während das bei Android nicht direkt von Google zu den
Endgeräten gehen kann. Wenn man sich mit Linux auf ARM-SOCs befaßt hat,
weiß man auch, woran das liegt: keine definierte und stabile
Treiberschnittstelle. Das hat Google inzwischen auch erkannt und
versucht mit Treble gegenzusteuern; mal sehen, was das bringt.
Angenehm daran ist jedenfalls, daß man nativen Code in C(++) unter Linux
programmieren und testen kann, was wesentlich besser geht als mit dem
elend schwerfälligen Android Studio. Die Entwicklertools unter Linux
sind ausgesprochen gut - Cygwin kommt da nicht heran, weil z.B. die
sanitize-Optionen des GCC fehlen. Dann kann man den Code mit dem NDK
einfach für Android durchcompilieren. Ist zwar inzwischen mit Clang,
funktioniert aber auch.
Übrigens war Windows Phone technisch keineswegs schlecht, aber erstens
Jahre zu spät, weil MS den Markt verpennt hatte. Anders zuvor beim
Verschlafen des Internets ließ sich das aber nicht per Softwaredreingabe
auf Windowsrechnern lösen ("Browserkrieg"). Zweitens hat MS überhaupt
nicht begriffen, daß in dem Markt niemand auf sie freudig gewartet hat
und kam stattdessen mit einer "hoppla, hier kommen wir"-Haltung ums Eck.
Total den Realitätsbezug verloren. Drittens die gebrochenen Versprechen,
was die Zukunftsfähigkeit der schon ausgelieferten Geräte anging.
Michael R. schrieb:> Ach? Hab ich was verpasst?
Ja, einiges. Zuerst mal war Windows 98 das letzte Windows als
DOS-Aufsatz, also mit 9x-Kernel. Danach ging's mit dem NT-Kernel weiter,
bekannt geworden spätestens mit XP. Das ließ sich bereits mit
Userrechten usw. verwalten, wurde in Unternehmen auch gemacht, aber viel
Software erwartete noch Adminrechte. Das wurde mit Vista zusehends
gestutzt. Außerdem ASLR und NX. Die nahezu täglichen Bluescreens aus
Win95-Zeiten hat man schon bei XP wesentlich seltener gesehen, und ab
Win7 praktisch gar nicht mehr.
> Ich hatte eigentlich zu Vista-Zeiten> erwartet, daß Desktoplinux diese Steilvorlage nutzt, aber das blieb> einfach aus.
Die Leute die nur Windows kennen wollen eben nichts anderes, egal wie
schlecht Win auch sein mag oder MS sie verarscht. Man hat es ja
versucht.
> Bis heute ist es in der Linuxszene so, daß man einerseits> über die MS-Mafia herzieht,
Siehst du? du hast die Versuche sogar mitbekommen.
> andererseits aber auch gar keinen Erfolg am> Desktop will (Fuchs, Trauben),
Blödsinn.
> weil dann der Vorteil von "security by> minority" weg wäre.
Noch mehr blödsinn. Auch wenn es mehr malware gäbe, die Architektur von
Linux ist zumindest etwas sicherer als die von Windows.
> Schließlich sieht man bei Android, was ein tatsächlich> endnutzertaugliches Linux ist,
Das es einen Linux kernel verwendet spielt doch garkeine rolle mehr. Der
complette userspace ist anders, die Moral und philosophie fehlt
komplett, wie man an aufgezwungenen apps und co. sieht, etc. Man sollte
also Android nicht als ganzes als Vorbild für endbenutzergeräte sehen.
Man kann sich am UI und UX etwas abschauen, aber den rest sollte man auf
keinen fall nachmachen.
> daß Malware ein riesiges Problem ist
Diese nutzt meist die Androidspezifischen IPC dienste, welche auf nicht
Androiden nicht per default aktiviert sind, sowie eigene
Securityframeworks und andere Features, die es bei normalem Linux so
nicht gibt. Wobei das bei Desktopsystemen auch noch nicht gut ist, da
die uid und gids schon für den Benutzer reserviert sind, und man damit
dann nichtmehr zusätzlich die Programme einschränken kann. Und die
alternativen sind komplex und benutzerunfreundlich. Ich hab mir dort mal
einige gedanken gemacht, eventuell versuche ich mal ein neues LSM zu
erstellen, falls ich mal dazu komme:
https://github.com/Daniel-Abrecht/Discretionary-Program-Access-Control/blob/proposal/Discretionary%20Program%20Access%20Control.md> und es dank der unglücklichen Architektur keine Updates gibt.
Die Updateinfrastruktur von Android ist komplett anders als bei anderen
Distributionen. Andere Distributionen haben das Problem nicht, hätte man
alle Handies mit offenen communityverwalteten änderbaren Repos betrieben
gäbe es das Üroblem nicht. Aber Google Apps sind ja leider proprietär,
und Android von Vendoren verunstaltet. Das ist also kein Linuxproblem,
sondern ein administratives Problem.
Nop schrieb:> TriHexagon schrieb:>> Windows und selbst BSD wurde nach und nach aus der Statistik vertrieben.>> Wobei bei Windows da nicht besonders viel zu vertreiben gewesen sein> dürfte.>> Ich hab noch an Rechnern mit Irix, HP-UX, AIX und wie sie alle hießen> gearbeitet, und die sind heute verschwunden.
Der Hersteller von AIX z.B. hat sehr viel in Linux investiert, weil er
damit das Problem eigenes OS (und dafür Anwendungen) zu pflegen, los
bekam, und zusätzlich noch das gleiche OS auf seine gern totgeglaubten
dicken Hobel bekam.
> Linux hat im wissenschaftlichen Bereich von unten her das Rennen> gemacht, weil x86-PCs viel billiger waren als z.B. eine SGI, aber sich> die Portierung der Software mit wenig Aufwand machen ließ - und das war> auch ein Hauptgrund, wieso Windows da keinen Stich hatte. Der> MS-typische lock-in hat da nämlich als lock-out funktioniert
Linux hat durch viele Entwickler aus dem professionellen Bereich
Features eingebaut, die man für die HPC-Systeme braucht. Dinge von denen
(im Rahmen ihrer HW-Features) auch die einfachen PCs profitieren. Und
das zu den exakt gleichen Lizenzgebühren wie die Home-Edition: Zero!
Das Windows sich auf PCs so halten kann, ist nicht unbedingt moralisch
hochstehendem Verhalten seines Herstellers geschuldet. Wenn ein
PC-Hersteller nur dann eie Lizenz bekommt, wenn er sie auch für jedem
verkauften PC bezahlt, dann ist natürlich dieses OS immer dabei. Der
Kunde glaubt, es sei umsonst, stimmt aber nicht. So wie Google-Dienste
nicht umsonst sind, denn die dürfen ALLE über die Werbekosten in den
Preisen der beworbenen Waren bezahlen.
Carl D. schrieb:> Wenn ein> PC-Hersteller nur dann eie Lizenz bekommt, wenn er sie auch für jedem> verkauften PC bezahlt, dann ist natürlich dieses OS immer dabei.
WIeso, Laptops mit FreeDOS oder mit Linux gibt es doch zu kaufen, gerade
bei Computeruniverse nachgeguckt.
> Der Kunde glaubt, es sei umsonst, stimmt aber nicht.
Der Linuxkernel wird zu 90% von bezahlten Entwicklern getrieben - was
denkst Du, wie das bezahlt wird? Ist in den Hardwarekosten eingerechnet.
Insofern ist "kostenlos" da auch eine Selbsttäuschung. Das ist aber auch
gut so, denn bezahlte Entwickler machen eben auch die Teile der
Entwicklung, die keinen Spaß machen.
Nop schrieb:> Carl D. schrieb:>>> Wenn ein>> PC-Hersteller nur dann eie Lizenz bekommt, wenn er sie auch für jedem>> verkauften PC bezahlt, dann ist natürlich dieses OS immer dabei.>> WIeso, Laptops mit FreeDOS oder mit Linux gibt es doch zu kaufen, gerade> bei Computeruniverse nachgeguckt.
Ja, nachdem weltweit Gerichte das MS-Verfahren mit Milliardenstrafen
belegt haben.
>> Der Kunde glaubt, es sei umsonst, stimmt aber nicht.>> Der Linuxkernel wird zu 90% von bezahlten Entwicklern getrieben - was> denkst Du, wie das bezahlt wird? Ist in den Hardwarekosten eingerechnet.
Muß ich bei meiner nächsten Mainframe-Bestellung beachten.
> Insofern ist "kostenlos" da auch eine Selbsttäuschung.
Ja echt?
Was hatte ich denn anderes geschrieben?
Das gilt natùrlich aber nur für OSS und nicht für
MS-Zwangslinzensierung.
Wenn es wenigstens noch so wäre, daß man für Geld an MS Mehrwert
bekommt.
Mein täglicher Kontakt mit W10 fühlt sich nicht nach durchdachtem und
durchgehaltenen Bedienkonzept an. Nicht mal beim OS selbst.
> Das ist aber auch gut so, denn bezahlte Entwickler machen eben auch> die Teile der Entwicklung, die keinen Spaß machen.
Ich kenne aus 3 Jahrzenten Softwareentwicklung den Unterschied zwischen
mit und ohne Spaß entwickelt ziemlich gut. Und wie du schreibst,
scheinen Entwicklern in Seattle hauptsächlich für Geld zu codieren.
Carl D. schrieb:> Ja, nachdem weltweit Gerichte das MS-Verfahren mit Milliardenstrafen> belegt haben.
Und? Deine Behauptung war, man könne PCs nicht ohne OS kaufen. Kann man
aber, und sogar direkt mit Linux, tun halt nur wenige.
> Und wie du schreibst,> scheinen Entwicklern in Seattle hauptsächlich für Geld zu codieren.
Na dann können Intel & Co ja die bezahlten Linuxentwickler feuern. Das
wird dem Linuxkernel richtig gut tun. Wie merkwürdig, daß
kapitalistische Firmen auf diesen Trichter noch gar nicht gekommen sind,
wo es doch ihre Kosten senken würde.
Nop schrieb:> Carl D. schrieb:>>> Ja, nachdem weltweit Gerichte das MS-Verfahren mit Milliardenstrafen>> belegt haben.>> Und? Deine Behauptung war, man könne PCs nicht ohne OS kaufen. Kann man> aber, und sogar direkt mit Linux, tun halt nur wenige.>>> Und wie du schreibst,>> scheinen Entwicklern in Seattle hauptsächlich für Geld zu codieren.>> Na dann können Intel & Co ja die bezahlten Linuxentwickler feuern. Das> wird dem Linuxkernel richtig gut tun. Wie merkwürdig, daß> kapitalistische Firmen auf diesen Trichter noch gar nicht gekommen sind,> wo es doch ihre Kosten senken würde.
Dein Gefasel entspricht wie immer deinem Nick!