Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik DC/DC Wandler UC3843 Beschaltung


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von Robert S. (mostwanted333)


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Guten Tag,

vor kurzem habe ich mir für ein Projekt einen Step-Up Wandler besorgt, 
welcher einen LED Treiber befeuern soll.
Da ich gerne noch weitere dieser Wandler für andere Projekte hätte, viel 
die Entscheidung, diese selbst zu bauen. Hierfür entwarf ich in 
Abhängigkeit der Platine eine Schaltung.
Allerdings verstehe ich den rot gefärbten Teil der Schaltung nicht ganz 
und wäre dankbar, wenn mir dies jemand erklären könnte. Ich gehe mal 
davon aus, dass mit diesem Teil eine solide Versorgungsspannung für die 
ICs geschaffen werden soll, bzw. bei einer zu geringen Eingangsspannung 
sollen die ICs abgeschaltet werden?

Mit freundlichen Grüßen
Robert

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Robert S. schrieb:
> bei einer zu geringen Eingangsspannung
> sollen die ICs abgeschaltet werden?

Das macht der UC3843 schon selber.
Der TL431 bildet zusammen mit T1 einen normalen Linearregler, während T2 
die Spannung über R2 misst und bei Überstrom T1 abregelt. Da keine Werte 
angegeben sind, kann man zu den absoluten Strom- und Spannungswerten 
nichts sagen, obwohl ein BU806 an der Stelle imo völlig 
überdimensioniert ist.

: Bearbeitet durch User
von OS (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> obwohl ein BU806 an der Stelle imo völlig
> überdimensioniert ist.

Das sehe ich auch so, es wäre auch möglich den Teil durch einen 
Spannungsregler z.B. 78L08 zu ersetzen.
Die eingestellte Spannung kenne ich auch nicht, weil wie schon 
geschrieben die Bauteilwerte fehlen.

Wa mir noch aufgefallen ist, der FET Q1 hat keinen Shunt Widerstand. 
somit ist OP auch umsonst.

von Michael B. (laberkopp)


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Robert S. schrieb:
> Ich gehe mal
> davon aus, dass mit diesem Teil eine solide Versorgungsspannung für die
> ICs geschaffen werden soll

Richtig. Normalerweise erzeugt er sich die Spannung aus einer zweiten 
Wicklung auf dem Trafo.

Bei deiner nicht-galvanisch getrennten Variante hat er die aber nicht, 
also muss die Spannung wqoanders her kommen.

Und die Eingangsspannung ist einfach viel zu hoch, also muss man sie 
runterregeln.

In der richtigern Schaltun soargt aber die aus dem Ausgang gespeiste 
Betreibsspannugn für das bekannte Hicup Abschaltverhalten: Bei 
Überlastung oder einem Kurzschluss geht er immer wieder aus und starte 
neu.

Das macht deine Schaltung nicht. Die ist nur ein Hochspannungsregler mit 
Strombegrenzung, und hättest du die Werte nicht weggelöscht, wüsste man 
sogar wieviel.

Ich halte davon nichts. Wenn die Ausgangsspannung passend ist, würde ich 
den IC über eine Diode von dort speisen, und von der hohen 
Eingangsspannung nur einne Widerstand nutzen der den Elko (ohne LED) 
lädt bis der Regler anläuft, so wie man das auch bei netzgetrennten 
Flyback-Reglern macht.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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OS schrieb:
> Wa mir noch aufgefallen ist, der FET Q1 hat keinen Shunt Widerstand.
> somit ist OP auch umsonst.

Ah jetzt ja, jetzt sehe ich es auch. Ausserdem hat der UC3843 auch 
direkt den ISense Eingang, den OpAmp kann man sich sparen.

von Michael B. (laberkopp)


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Matthias S. schrieb:
> Ah jetzt ja, jetzt sehe ich es auch. Ausserdem hat der UC3843 auch
> direkt den ISense Eingang, den OpAmp kann man sich sparen.

Der ISenss funktioniert so sowieso nicht.

von OS (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> den OpAmp kann man sich sparen.

Ja Richtig,
Der TE wollte die Möglichkeit schaffen die Strombegrenzung einstellbar 
zu machen.
Finde ich in der Art nicht Sinnvoll.
Normalerweise wird der RS dementsprechend ausgewählt.

Für eine Richtig einstellbare Strombegrenzung würde die Schaltung anders 
aussehen.

von der schreckliche Sven (Gast)


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Robert S. schrieb:
> Hierfür entwarf ich....eine Schaltung.
> Allerdings verstehe ich den rot gefärbten Teil der Schaltung nicht

Das bringt mich jetzt zum Grübeln.

von Robert S. (mostwanted333)


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Guten Morgen,
zuerst einmal vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen und Erklärungen. 
Da reges Interesse an den Werten bestand, habe ich diese noch ergänzt. 
Die Eingangsspannung für meine Anwendung beträgt 12V, die 
Ausgangsspannung soll variabel zwischen 25V und 40V einstellbar sein. IA 
max sind 5A.

Das mit dem fehlenden Shunt ist mir bisher noch nicht aufgefallen, aber 
ihr habt Recht. Wie gesagt, den DC/DC Wandler habe ich bereits so 
gekauft und gehe dann natürlich davon aus, dass der auch funktioniert. 
Ich habe auch ein Bild des Wandlers angehängt, um den es hier genau geht 
(die angeblichen 600W sind natürlich ein Witz, das weiß ich selbst).

Michael B. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> Ah jetzt ja, jetzt sehe ich es auch. Ausserdem hat der UC3843 auch
>> direkt den ISense Eingang, den OpAmp kann man sich sparen.
>
> Der ISenss funktioniert so sowieso nicht.

Kannst du mir das vielleicht näher erläutern, weshalb das so nicht 
funktioniert? Im Datenblatt selbst finde ich nur die Angabe, dass am 
ISense Eingang der Spulenstrom über einen Spannungsteiler abgegriffen 
wird.

OS schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> den OpAmp kann man sich sparen.
>
> Ja Richtig,
> Der TE wollte die Möglichkeit schaffen die Strombegrenzung einstellbar
> zu machen.
> Finde ich in der Art nicht Sinnvoll.
> Normalerweise wird der RS dementsprechend ausgewählt.
>
> Für eine Richtig einstellbare Strombegrenzung würde die Schaltung anders
> aussehen.

Hast du einen Lösungsvorschlag, wie du das ganze realisieren würdest?


der schreckliche Sven schrieb:
> Robert S. schrieb:
>> Hierfür entwarf ich....eine Schaltung.
>> Allerdings verstehe ich den rot gefärbten Teil der Schaltung nicht
>
> Das bringt mich jetzt zum Grübeln.

Bitte richtig lesen Sven, ich habe in Abhängigkeit der Platine, welche 
ich als DC/DC Wandler fertig gekauft habe diese Schaltung ermittelt. 
Entworfen war somit vielleicht falsch ausgedrückt, entschuldige.

von Tany (Gast)


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Robert S. schrieb:
> Das mit dem fehlenden Shunt ist mir bisher noch nicht aufgefallen

Der ist aber auf dem Platine zu sehen und das macht Sinn mit dem OPV zu 
verstärken, den der I_Sense von UC3843 beträgt 1V ist viel zu fett.

Das rot gefärbten Teil der Schaltung ist, wie mehrfach erwähnt, eine 
Stromversorgung mit Strombegrenzung. Hat aber mit dem Ausgangsstrom 
nicht zu tun. Die Strombegrenzung ist nicht unbedingt nötig, schadet 
aber auch nix.

von Robert S. (mostwanted333)


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Tany schrieb:
> Robert S. schrieb:
>> Das mit dem fehlenden Shunt ist mir bisher noch nicht aufgefallen
>
> Der ist aber auf dem Platine zu sehen und das macht Sinn mit dem OPV zu
> verstärken, den der I_Sense von UC3843 beträgt 1V ist viel zu fett.

Wo siehst du den auf der Platine? Wenn du den konventionellen Widerstand 
meinst, das ist R17 in der Schaltung.

von Tany (Gast)


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Robert S. schrieb:
> Wo siehst du den auf der Platine?

Die dicke Drahtbrücke neben der Sicherung.

von Michael B. (laberkopp)


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Der rote gefärbte Teil ist also für Versorgungsspannung zwischen 30V und 
60V, als Vorregler. Bei 12V kann der einfach entfallen.

Der Draht auf der Platine ist dein Strom-Messwiderstand shunt. Natürlich 
braucht man die Strombegrenzung, sonst stirbt der Transistor an 
Überstrom so bald die Spule in Sättigung geht.

Insgesamt sind die Elkos bei 10A ein Witz, die leben nicht lange.

Wie gut, daß die Spule nicht wirklich eine BL02RN02 ist.

von Robert S. (mostwanted333)


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Michael B. schrieb:

> Wie gut, daß die Spule nicht wirklich eine BL02RN02 ist.

Stimmt, das hatte ich noch vergessen zu ändern. Die war so bei Eagle 
drin und ich habe sie erst mal nur wegen dem Schaltplan und Layout 
genommen.

von Tany (Gast)


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> sonst stirbt der Transistor an Überstrom so bald die Spule in Sättigung >geht

Nicht primär aus diesem Grund.

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