Quetschventil basteln für Wasser

Gast #5399636
Lesenswert?

Ich suche gerade nach der günstigsten Idee, ein 
lowest-Budget-Quetschventil, akkubetrieben, zu basteln. Stellt Euch 
einen Silikonschlauch mit Innendurchmesser 10mm vor, Wo der Druck der 
Wasserleitung drauf liegt. den will ich "auf und zuquetschen".

Zuerst habe ich an einen Modellbauservo gedacht, wo ich eine Art 
Pleuelstange anbringe und daran das Element, was zudrückt - aber ich 
denke, der wird das nicht schaffen. Charmant wäre, dass wenn ich das 
über den Totpunkt drehe, das Ventil zu bleibt ohne dass der Servo Strom 
braucht.

Dann wäre die Idee, eine Art Gewindespindel zu verwenden - aber das ist 
mechanisch schon wieder recht aufwändig.

Wir würdet Ihr das machen?

Rahmenbedingungen (Spielerei Garten Beregnung):

- Wasserleitung auf 10mm Silikonschlauch
- kein Trinkwasser
- Akkubetrieb mit kleinem Modellbau-Akku
Gast #5399664
Lesenswert?

Ein 10mm Silikonschlauch hat im Allgemeinen eine Wandstärke von 3mm und 
ist schweineteuer. Habsch hier liegen. Wenn du auf selbigen einen Druck 
von 4bar gibst, was der Durschnittsdruck deutscher Haushalte ist, dann 
wirst du einen Ballon erzeugen der in ganz kurzer Zeit platzen wird.
Gast #5399669
Lesenswert?

Versuche es statt zu "quetschen" mal mit "knicken".

Wenn der Schlauch in einer Position gehalten wird, abgewinkelt oder 
Schlaufe o.Ä. und kurz vor dem Einknicken ist,
dann reichen sehr kleine Kräfte aus (Modellbauservo) um ihn dann 
abzuknicken.

Kommt aber auch auf den Wasserdruck an, was planst Du da?
Gast #5399673
Lesenswert?

Alex W. schrieb:
> Die Teile haben wir in unserer Firma an den Lötmaschinen

Das Prinzip passt, nur haben die keinen Motor.. :-)

Schlauchquetscher schrieb:
> dann
> wirst du einen Ballon erzeugen der in ganz kurzer Zeit platzen wird.

Oh, danke für den Hinweis! Da sollte ich wohl lieber 
Standard-Gartenschlauch nehmen..

Also ich habe auch schon an Magnetventile gedacht, aber die wollen 
permanent 400mA bei 12V - eleganter wäre es, nur Strom zu verbrauchen 
beim auf- und Zudrehen..
Gast #5399697
Lesenswert?

Teo D. schrieb:
> Schlauchquetscher schrieb:
>> Ein 10mm Silikonschlauch hat im Allgemeinen eine Wandstärke von 3mm und
>> ist schweineteuer.

Du brauchst doch den "teuren" Silikonschlauch NUR für das kurze 
Ventilstückchen, längere Strecken dann mit popel-normalem 
Gartenschlauch!

Und natürlich öffnet die Knickstelle aus der (super) Zeichnung von 
selbst wieder, dafür sorgt schon der Wasserdruck.
Gast #5399740
Lesenswert?

Teo D. schrieb:
> Nich wirklich...
> Ebay-Artikel Nr. 281771848487

Ich sehe da keinen Schlauch mit 10mm Innendurchmesser.

Ob der Schlauch nun 10m oder 10cm lang ist, ist völlig wurschd, er wird 
platzen, sofern es wirklich ein Silikonschlauch ist.

Ich habe viel mit Silikonschläuchen und Peristaltikpumpen gearbeitet, 
Quetschventile waren auch dabei, aber die sind jennseits des 
Erschwinglichen, weiss wovon ich rede.
Gast #5399765
Lesenswert?

Jim Beam schrieb:
> Wenn der Schlauch in einer Position gehalten wird, abgewinkelt oder
> Schlaufe o.Ä. und kurz vor dem Einknicken ist,
> dann reichen sehr kleine Kräfte aus (Modellbauservo) um ihn dann
> abzuknicken.

Das machst du aber nicht oft, dann wird der Schlauch an den Knickwinkeln 
brechen. Solche Quetsch oder Knickventile kann man nur kurze Zeit 
einsetzen, sind nur für temporären Einsatz zu gebrauchen, ansonsten 
brechen die Knickwinkel nach kurzer Zeit. Mit Knickwinkel meine ich die 
spitzen Ecken eines geknickten Schlauches. Bei Silikonschlauch 
zerbröselt das Material regelrecht.

Für dauerhaften Einsatz bleibt eigentlich nur das Magnetventil.
Gast #5399992
Lesenswert?

Da du ein Quetschventil gesucht hast, geht es nur um auf/zu. Lösungen 
mit Spindelventilen sind also unnötig (kompliziert).

Warum nicht einfach ein normales Magnetventil? Die gibt's doch in 
einfachster Ausführung für sehr wenig Geld. Beispiel:

https://www.ebay.de/itm/1-3cm-N-C-Elektrik-Magnetventil-Magnetisch-Wasser-Luft-Normal-Geschlossen-Metall/142677588723?hash=item21383f3af3:g:xV8AAOSwlp1Zv2bm
#5400412
Lesenswert?

Drehrumbum schrieb:
>> Nachtrag: Suchbegriff ist "ball valve".
>
> Na gut, dann lohnt das Basteln nicht.. schade eigentlich :-)

So schnell würde ich die Flinte noch nicht ins Korn werfen.
Zwar ist eine Quetschlösung schon machbar, wenn auch kaum mit dem w.o.g. 
Zusammenfahren von parallel laufenden Scheiben, die eine Kreis-Schleife 
eines Schlauches bis zur Quetschung von ihm zusammendrücken können.

Der gequetschte Schlauch wird Dir beim Auseinanderfahren der Scheiben 
kaum den Gefallen tun, sich horizontal/eben zu öffnen.
Der geht bei erneutem Druckaufbau sonstwohin.
Und es ist m.E. auch fragwürdig, ob er nicht bereits beim Zusammenfahren 
"auszuweichen" versucht.
Ohne Führung des Schlauches in einem Käfig dürfte das wohl kaum 
funktionieren können.

Wenn Du mit geringer Kraft einen Schlauch quetschen willst, brauchst Du 
lange Hebel dazu.
Z.B. ein langes Scharnier, in dessen Drehpunkt-Nähe der Schlauch so 
fixierbar ist, daß er nicht ausweichen kann.
An den anderen Enden des Scharniers kannst Du dann mit einem läppischen 
E-Mot., der eine Gewindestange antreibt, die langen Hebel zusammenziehen 
bzw. umgekehrt.

Ganz abgesehen davon, daß der Schlauch durch die Quetschungen absehbar 
zerstört wird:
Was kannst Du dabei gewinnen?

Das Regel-Verhalten bei allen Querschnitts-Verengungen basiert darauf, 
daß sich sehr lange so gut wie gar nichts tut.
Sondern sich sehr lange zunächst mal die Strömungsgeschwindigkeit im 
Querschnitt erhöht.
Bis er schließlich so "eng" wird, daß der Mengendurchsatz "absackt".
Ggf. bis auf Null, wozu Du aber auch eine gewisse "Schließ-Kraft" am 
Ventil brauchst.

MV sind dabei keine wirkliche Alternative, weil sie nur zwei "Zustände" 
kennen:
Durchlass oder nicht.

Beim Regelverhalten spielt es gar keine Rolle, ob Du nun einen Kugelhahn 
oder stinknormalen Wasserhahn oder ein Schrägsitz-Ventil hast.
Aber immerhin kannst Du mit allen den Mengendurchsatz variieren, wenn 
auch nur im kurzen Bereich, bevor sie schließen.

"Rüdesten" Betrieb machen Schieber (z.B. auch aus dem Heizungs-Bereich) 
mit, weil die ein völlig anderes "Schließ-Prinzip" haben:
Sie dichten metallisch über Konen ab.
Hier siehst Du (im Bild ganz links) einen typischen Heizungs-Schieber:
http://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=JduNSsqa&id=2F677E4DCD83BDFF560AAC3D14435001EA7AF020&thid=OIP.JduNSsqa0Bm8AlrcGl2qXwHaER&q=schieber-abdichtung&simid=608011945102149781&selectedIndex=21&ajaxhist=0

So ein Schieber ist normalerweise sehr leicht auf- und zuschraubbar.
Ähnlich wie im Wasserbereich hat er nur eine einzige Abdichtung an 
seiner Messing-Welle.
Eine typische "Stopfbuchsen-Abdichtung", bei der z.B. ein PVC-Schlauch 
in einer Kammer "gegen die Welle" verpreßt wird.

In Heizungsanlagen herrscht ein Maximaldruck von 2,5 bar.
Wird der überschritten, öffnet ein Abblasventil.

Dementspr. ist auch die Stopfbuchsen-Abdichtung ausgelegt, die Du aber 
manipulieren kannst, indem Du z.B. aus dem Hydraulik-Bereich 
Lippendichtungen einsetzt, die sich durch den Gegendruck von selbst an 
die Welle anpressen.
Gegenüber einer Stopfbuchsen-Abdichtung "gewinnst" Du dabei 
Leichtgängigkeit an der MS-Welle.

Könntest dann z.B. das übliche Handrad durch eine große Riemenscheibe 
ersetzen und diese mit einem kleinen E-Mot. antreiben.

Ist ein wenig "Fummelkram", aber allemal besser als jedwede 
"Schlauch-Quetschung".

Billigste Bezugsquelle für Schieber:
Schrotthändler.
Heizungs-Schieber werden haufenweise verschrottet, weil sich niemand die 
Mühe macht, sie wieder "aufzumotzen".
Obwohl das gerade bei Schiebern nur minimaler Aufwand wäre.

Man verkauft halt lieber Neuteile, weil dabei "mehr hängen bleibt".
Im eigenen "Geldsack". :D

Grüße

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren