Nach zwei Stellen in kleinen Startups oder stark wachsenden Unternehmen
mit < 10MA ist mir mal folgendes aufgefallen. Nun bin ich in einem
großen Unternehmen gelandet, wo das Problem sicher auch nicht ganz weg
diskutiert werden kann.
Die Stufe maximaler Unfähigkeit bei inhabergeführten Betrieben ist für
viele Geschäftsführer bereits mit der Gründung erreicht. Das soll
heißen, dass Gründern vielleicht besser keine Gründer sein sollten. Es
mangelt nicht unbedingt an fachlichem oder der Ausbildung. Es mangelt
oft an ganz grundlegenden Dingen wie Organisation oder emotionaler
Intelligenz.
Schlimm ist es insbesondere dann, wenn jemand noch vor dem Studium mal
irgendwas mit Mikrocontrollern Programmiert hat und dann nach dem
Studium entschließt Unternehmer zu werden. Daraus werden dann die
Bastelbuden, wo der Chef zwar fachlich Ahnung haben mag aber sein Hobby
zum Beruf machen wollte. Blöderweise sollte der Chef aber mehr Ahnung
von Mitarbeiterführung haben und wissen wie man Kunden zufrieden stellt.
Naja was willst du machen? Die Leute brennen für ihre Interessen. In
einer Anstellung können sie das nicht ausleben, also wird selbst was
gegründet.
Natürlich stehen dann weiterhin die Interessen im Vordergrund und nicht
die Kundenpflege und Buchhaltung.
Wenn du denen wirklich helfen willst, nutz ihre Stärken und bring denen
bei, dass sie für die MA-Führung & Co. jemand einstellen sollten
(Teamleiter). Dann haben die nämlich den nervigen Kram auch vom Tisch.
Die Kunst ist nur, zu verstehen dass man auch Chef sein kann ohne
ständig MA-Gespräche zu führen und zu kontrollieren. Also den selbst
lange ersehnten Freiraum auch anderen zugestehen.
Vka schrieb:> Die Kunst ist nur, zu verstehen dass man auch Chef sein kann ohne> ständig MA-Gespräche zu führen und zu kontrollieren. Also den selbst> lange ersehnten Freiraum auch anderen zugestehen.
Das wird nichts mehr.
Du hast schlicht keine Ahnung vom Unternehmertum.
Meinst Du einer kann alles!?
Deshalb ist es toll, wenn man so schnell wächst, das man kompetente
Leuchte für die entsprechenden bereiche einstellen kann. Das ist das
Ziel eines jeden Unternehmers.
Leider lassen die knallharten Zahlen das oft nicht zu wie man es sich
wünscht.
Schau Dir die Threats hier an.
Hier sind unzählige Klugscheißer, die meinen sie wären die geilsten,
würden aber als Unternehmer nichts gebacken bekommen.
Und was an seinem Text nicht verständlich war, erkläre jetzt bitte mal.
Ich sehe eher bei Dir das Problem, wenn Dich das Verstehen des Textes
bereits überfordert.
P.S. Einstein war furchtbar in Grammatik sind Rechtschreibung..in Deinen
Augen vermutlich auch unfähig..
Ich wäre ein wunderbarer Chef, leider bin ich ein schlechter
Angestellter und auch das Gründen fällt mir schwer.
Woher bekomme ich ein Unternehmen um meine Chef-Qualitäten zu beweisen?
Der Text mag leicht überspitzt klingen, wenn man das Peter-Prinzip
umgehen möchte müsste man aber meiner Meinung nach wirklich eine Antwort
darauf haben. Vielleicht wäre ich ja wirklich ein guter Chef /
Abteilungsleiter / was-auch-immer und komme da nur nicht hin weil ich
ein miserabler Angestellter bin.
Hallo Peter
diese bärbeißigen überlgelaunten Chefs findet man eher bei schon 30-40
Jahre
bestehenden Firmen , wo der "Patron" krampfhaft am Zepter hält und
mit sachgrundlosen Befristungen seit xx Jahren es schafft genau die
besten
Mitarbieter bzw NewInputer zu excerpieren ( und idealerweise gleich
deren Karriere zu killen ...)
Das Problem heutiger Gründer speziell in der TEChszene ist ,dass man den
MA nur als Trittbrett für die eigene Millionärsleiter sieht....
Piccoz schrieb:> Das Problem heutiger Gründer speziell in der TEChszene ist ,dass man den> MA nur als Trittbrett für die eigene Millionärsleiter sieht....
Das ist kein Problem heutiger Gründer, sondern war schon immer so. Die
perversen jungen Gründer bis 35 geben mit sowas allerdings verstärkt an.
Da muss man sich nur mal die Veranstaltungsfotos von
Wirtschaftsverbänden auf Facebook oder die PR der Firmen ansehen. Wenn
man das mal wirklich analysiert kann man gar nicht mehr aufhören zu
kotzen.
Dennis schrieb:> Da muss man sich nur mal die Veranstaltungsfotos von> Wirtschaftsverbänden auf Facebook oder die PR der Firmen ansehen.
YOLO! Work is a big PARTEY! Wir sind immer gut drauf und ein
abgeSWAGGTES TEAM! Wir sind innovativ, kreativ und produktiv!
Wir sind socially responsible and DIGITAL NATIVE. Komm zu uns und mach
auch AUS DEINEM LEBEN eine DAUERPARTY. Wir arbeiten nicht in BÜROS, wir
arbeiten in COOLEN LOUNGES und spielen jeden morgen die REISE NACH
JERUSALEM (Desksharing - YAY).
Bei uns brauchst du KEIN GELD und KEINE ALTERSVORSORGE, denn bei uns
bleibst du immer YOUNG and FRESH!
(Durchgehende Großschreibung ist als künstlerisches Gestaltungselement
beabsichtigt.)
Work HARD, Play HARDER schrieb:> .....> Bei uns brauchst du KEIN GELD und KEINE ALTERSVORSORGE, denn bei uns> bleibst du immer YOUNG and FRESH!
Jo man. Do ya wanna know where the party abgeht?
git' dis' : htpp://berlinstartupjobs.com/
WHAM! BAM!
Oh man bin ich gut drauf, ich muss erst mal ne Line reinziehen, der Chef
hat sicher noch was in seiner Schublade.... SCHNIEEEEEEEEEEEEEF!!! AHHH!
Ich muss jetzt erst mal ins Berghain ...
Amateur schrieb:> Wenn das, was Du hier abgesondert hast, so stimmen würde, hätte der> Betrieb schon längst die Flügel gestreckt.
Nicht unbedingt. Wenn die sich einmal ein paar Kunden gefangen haben,
die sich von dem Produkt oder Dienstleistung abhängig gemacht haben und
man sich dem Kunden gegenüber nicht komplett dumm anstellt kann das
durchaus lange dauern bis die harte Landung auf dem Boden der Tatsachen
kommt.
Das ändert dann aber nichts an internen Schwächen in seinem Unternehmen.
Folglich wird die Mitarbeiterfluktuation hoch sein, wissen wandert
ständig mit den Mitarbeitern und der Frust bei neuen macht nicht schon
bei der Einarbeitung bemerkbar. So ein Unternehmen ist vergiftet und
bleibt es auch.
Grundsätzlich finde ich es besser, wenn jemand nach dem Studium erstmal
ein paar Jahre als Angestellter arbeitet, bevor er sich selbständig
macht.
Das Problem als MA bei einem Gründer zu arbeiten ist, dass in der
Gründerzeit meist das Geld knapp ist. Der MA ist vom Gesetz her ziemlich
gut geschützt, das heisst für den Gründer vor allem
Zahlungsverpflichtungen, auch wenn mal einige Monate kein Geld
reinkommt. Den Druck muss er weitergeben, sonst macht sich das bei ihm
früher oder später psychosomatisch bemerkbar.
Als MA bei einem Gründer zu arbeiten bedeutet zusätzlich, praktisch
keine Aufstiegsmöglichkeiten zu haben ("flache Hierarchien", "familiäre
Atmosphäre"), während das Geld und die Aufstiegsmöglichkeiten bei
Konzernen und im Mittelstand liegen.
Ich sehe nicht, wieso man überhaupt bei einem Startup anheuern sollte.
Bezahlung ist meist unterirdisch. Wenn das Unternehmen scheitert, steht
man auf der Straße und hat wegen des schlechten Gehalts auch noch wenig
ALG 1.
Wenn es was wird, hat man am Ende mit miesem Gehalt und vielen
Überstunden dem Unternehmer das Nest erarbeitet, in das er seinen
Ruhestand planen kann, steht selber aber auch dann mit leeren Händen da.
Entweder, das Unternehmen bezahlt marktüblich, oder es gibt
Unternehmensanteile - und zwar erheblich mehr als nominell draufsteht,
weil das Risiko vergütet werden muß, daß die Anteile am Ende nichts wert
sind. Wenn der Unternehmer das nicht will, dann kann er seine Arbeit
halt selber machen, alleine.
Das Problem der inkompetenten Gründer ist vom TE sicherlich korrekt
erkannt worden. Dürfte bei vielen Startups so sein, außer bei denen, wo
sich BWLer hinsetzen und gründen, weil es gerade hip ist. Die scheitern
dann aber an der inhaltlichen Kompetenz.
Man hat halt nie beides: Fachverstand und
Unternehmenslenkungskenntnisse. Muss man sich beides erst erarbeiten.
Und da scheitert der eine früher, der andere später und der dritte
schafft es irgendwie.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es tatsächlich dumm ist, bei
Startups anzufangen, wenn man nicht wirklich gute Gründe dafür hat. Die
meisten sind Schrott.
Work HARD, Play HARDER schrieb:> YOLO! Work is a big PARTEY! Wir sind immer gut drauf und ein> abgeSWAGGTES TEAM! Wir sind innovativ, kreativ und produktiv!> Wir sind socially responsible and DIGITAL NATIVE. Komm zu uns und mach> auch AUS DEINEM LEBEN eine DAUERPARTY. Wir arbeiten nicht in BÜROS, wir> arbeiten in COOLEN LOUNGES und spielen jeden morgen die REISE NACH> JERUSALEM (Desksharing - YAY).> Bei uns brauchst du KEIN GELD und KEINE ALTERSVORSORGE, denn bei uns> bleibst du immer YOUNG and FRESH!
Bruuuuder, mach mal langsam mit dem Koks! :)
Also das Peter-Prinzip ist nicht so bierernst gemeint wie es hier
behandelt wird. Manche zählen daher das Buch "The Peter Principle: Why
Things Always Go Wrong" von 1969 zur Unterhaltungsliteratur, das wird
schon am überspitzen Untertitel deutlich.
Firmengründung und -führung ist für Erstgründer ein Lernprozess, da ist
keinesfalls schon zum Start der tiefste (oder höchste) Punkt erreicht.
Das nennt man "training on the job". Das ist für deutsche Absolventen,
die glauben mit Akademie-Abschluss hätten sie fertig, ein wenig
geliebtes Konzept.
Die Unerfahrenheit von Jung-Chefs wird oft kompensiert indem die
Investoren/Geldgeber darauf bestehen, dem Gründer einen Mentor aka
Business-Angel zur Seite zu stellen. Prominentes Beispiel; Steve Jobs
und Mike Markkula. Gerade Steve Jobs mussten einige basics im Umgang mit
Menschen schonend anerzogen werden, oft mit mäßigen Erfolg.
https://www.youtube.com/watch?v=4RYKtfr-87E
Die Insolvenzquote liegt eigentlich bei 5% in Deutschland. Durch
günstige Kredite wurde sie auf fast 0 gesenkt.
All die untragbaren Betriebe, die jetzt noch existieren, existieren nur,
weil Geld aktuell nicht das größte Problem darstellt.
Sei beruhigt - die Zeiten werden sich auch wieder ändern. Und dann wird
jede 20te Bude den Bach runter gehen... PRO JAHR!
Naja, wenn ich mir so die meisten inhabergeführten Betriebe bei uns in
der Region anschaue werden die meisten von nem cholerischen Patriarchen
geleitet. Ich sehe da keine große Veränderung zu heute. Der Effekt wird
halt höchstens noch verschlimmert, weil heute gründen total fly ist.
> Die Insolvenzquote liegt eigentlich bei 5% in Deutschland.> Und dann wird jede 20te Bude den Bach runter gehen... PRO JAHR!
Hilf mir bitte auf die Sprünge. Wo ist da jetzt der Unterschied?
Wenn Konzernbeamte über Startups schreiben, was soll dabei schon raus
kommen. Ich war in einem Startup und es war eines tolles Jahr, mit viel
Arbeit, steiler Lernkurve und einem Gefühl, dass man kaum von Arbeit
sprechen kann. Das ist für den konservativen Powerpoint Ingenieur, der
schon 20 Jahre beim IGM Konzern versauert natürlich undenkbar, weil
Arbeit muss aus seiner Erfahrung weh tun.
Was will man als junger ungebundener Ingenieur, die 35h Woche im
altbackenen Konzern sich mit politischen Firlefanz aufhalten oder
versuchen mal wirklich etwas Neues zu schaffen und dafür auch mal
Überstunden schieben. Natürlich gibt es auch die Negativbeispiele, aber
es gibt genug, die gerne dort Arbeiten und das liegt sicherlich nicht
nur daran, dass es so HIP ist.
Wer das noch nie mitgemacht hat, kann seine Meinung für sich behalten,
die ist nämlich nichts wert.
SW I. schrieb:> Wer das noch nie mitgemacht hat, kann seine Meinung für sich behalten,> die ist nämlich nichts wert.
So ist es.
Entweder spielt hier Neid über die Firmengründer rein (aber die machen
ja eh alle Pleite...), da man selbst den Arsch nicht hoch bringen würde.
Oder man lädt hier wieder mal seinen generellen Frust über die durchwegs
unfähigen Chefs ab.
Nop schrieb:> Ich sehe nicht, wieso man überhaupt bei einem Startup anheuern sollte.> Bezahlung ist meist unterirdisch.
Genauso ist es. Mir würde es nicht im Traum einfallen, bei einem Startup
als Angestellter zu arbeiten. Eher frage ich mich, wie die überhaupt
Leute finden. Vermutlich alles naive Frischlinge, die mit ein paar
Unternehmensanteilen gelockt quasi für lau rund um die Uhr arbeiten.
Naja, wer's mag.
Qwertz schrieb:> Vermutlich alles naive Frischlinge, die mit ein paar> Unternehmensanteilen gelockt quasi für lau rund um die Uhr arbeiten.
Das ist ein Klischee, das nicht immer zutrifft.
Es gibt auch sehr gut finanzierte Start-Ups, hinter denen große Firmen
stehen. Die zahlen mindestens branchenübliche Löhne.
SW I. schrieb:> Wenn Konzernbeamte über Startups schreiben, was soll dabei schon raus> kommen. Ich war in einem Startup und es war eines tolles Jahr, mit viel> Arbeit, steiler Lernkurve und einem Gefühl, dass man kaum von Arbeit> sprechen kann. Das ist für den konservativen Powerpoint Ingenieur, der> schon 20 Jahre beim IGM Konzern versauert natürlich undenkbar, weil> Arbeit muss aus seiner Erfahrung weh tun.
Das ist durchaus möglich und war wohl nie anders ;-)
Als ich mich damals selbstständig machte, gab es natürlich auch von
allen Seiten gute und schlechte Ratschläge. Diejenigen, die seit vielen
Jahren fest im Sattel saßen, verstanden einfach nicht, warum ich diesen
Schritt ging. Dass es mir dabei nicht um's Geld ging, sondern darum, mir
einen sehr wichtigen Teil meines Lebens genau so zu gestalten, wie es
mir gut tut. Und ich bereit war, dafür auch ein paar nicht einfache
Jahre durchzustehen.
> Was will man als junger ungebundener Ingenieur, die 35h Woche im> altbackenen Konzern sich mit politischen Firlefanz aufhalten oder> versuchen mal wirklich etwas Neues zu schaffen und dafür auch mal> Überstunden schieben. Natürlich gibt es auch die Negativbeispiele, aber> es gibt genug, die gerne dort Arbeiten und das liegt sicherlich nicht> nur daran, dass es so HIP ist.>> Wer das noch nie mitgemacht hat, kann seine Meinung für sich behalten,> die ist nämlich nichts wert.
Jepp. Man kann jemandem, der das nicht gemacht hat, schwer vermitteln,
wie man sich in so einem Umfeld in Aufbruchstimmung fühlt.
Bei mir war plötzlich der doppelte Boden weg, dafür sagte mir plötzlich
niemand mehr, wann ich wo wie zu arbeiten hatte. Ich konnte Dinge denken
und umsetzen, ohne jemanden fragen zu müssen.
Mit der Gewissheit, dass am Monatsende eben nicht das Gehalt einfach auf
dem Konto erscheint (manchmal auch gar nichts), muss man umgehen können.
Andererseits setzte das bei mir zusammen mit den gefallenen Zwängen
eines Angestelltendaseins auch sehr viel Energie frei.
Einfach mal etwas riskieren, den alten Ballast abwerfen, etwas komplett
Neues wagen - das ist ein mutiger Schritt. Hier hängt an der Pinnwand
immer noch mein alter Notizblockzettel, den ich damals mit einem Spruch
von Goethe bekritzelt habe: "Zu allem Großen ist der erste Schritt der
Mut!" - und dieses blöde Zettelchen hat mir tatsächlich schon oft den
letzten Schubser gegeben, etwas umzusetzen.
Ob es funktioniert, wird die Zukunft zeigen. Aber entscheidend ist: man
hat es versucht!
Da muss in DE auch eine andere Mentalität her: wer Pleite gegangen ist,
dem haftet hier ein Makel an. bei mir nicht: ich frage denjenigen immer
extrem nach den Gründen des Scheiterns aus und natürlich auch, was er
als nächstes versucht.
Wie schon weiter oben von verschiedenen Leuten angesprochen ist es dann
mit Angestellten nochmal etwas anderes. Solange man nur für sich selbst
verantwortlich ist, ist das eine Sache. Mit einem MA trägt man eine ganz
andere Verantwortung - zumindest geht/ging es mir so.
"Chef sein" kann man - leider - nirgendwo vorher lernen und letztendlich
muss man dafür wohl auch einfach geeignet sein, das Talent haben.
Ein ganz wichtiger Schritt zu einem (hoffentlich) guten Chef war bei
mir, dass ich meinem MA recht bald einfach vertrauen konnte und nicht
alle seine Schritte überwachen musste, damit er sie auch ja richtig
macht. Wenn man dieses Vertrauen darin, dass derjenige die Arbeit genau
so gut macht wie man selbst, hat, dann gestaltet sich das verhältnis MEn
recht einfach, denn dann lässt man ihn einfach machen, und zwar auf
seine Weise, nicht auf meine.
Und die Krönung zum guten Chef ist mEn, wenn man erkennt, dass der MA
einige Dinge viel besser kann als man selbst und ihn bevorzugt mit
diesen Dingen füttert. Das ist dann der beste Zustand: der MA ist
zufrieden, weil er das machen kann, was er gut kann, worin er also
Talent hat - und gleichzeitig ist das ein riesiger Gewinn für das
Unternehmen.
Der Spruch "Wer sich gegen sein Talent entscheidet, entscheidet sich für
die Mittelmäßigkeit." gilt sowohl für die AN als auch die AG.
Und: ja, es kann ein wirklicher Genuss sein, wenn man das tun kann,
was man gut kann und leidenschaftlich verfolgt. Gemeinhin nenn man das
wohl "Muße".
Ich nehme an, um das beurteilen zu können, muss man es wohl einfach mal
gemacht haben.
Max Maxens schrieb:> Das Problem der inkompetenten Gründer ist vom TE sicherlich korrekt> erkannt worden. Dürfte bei vielen Startups so sein, außer bei denen, wo> sich BWLer hinsetzen und gründen, weil es gerade hip ist. Die scheitern> dann aber an der inhaltlichen Kompetenz.
Es gibt auch die Kombination wo Fachwissen und BWL Tussie als
Geschäftsführer da sitzen. Wenn beide Frisch von der Uni kommen und noch
nie unter jemandem gearbeitet haben ist das für die Mitarbeiter in so
einem Unternehmen in der Regel großer Mist.
Problematisch ist dann, dass Geschäftsführer sich dann für die Top
Arbeitgeber halten. Sie wissen schließlich nicht wie die Position eines
Mitarbeiters aussieht.
Irgendwie finde ich hier wird die Gründerszene massiv durch den Dreck
gezogen. Ihr solltet mal überlegen, dass die eventuell für Innovation
sorgen und ein paar Arbeitsplätze schaffen.
Berufsrevolutionär schrieb:> Marc schrieb:>> und ein paar Arbeitsplätze schaffen.>> Zynikermodus an> Wer braucht schon Arbeitsplätze wenn er Bafög, Mutti oder H4 hat.> Zynikermodus aus
Stimmt. So deutlich über H4 Niveau ist das Gehalt in manchen Bastelbuden
nämlich nicht.
Bürovorsteher schrieb:> ... Bastelbuden usw.>> Und welcher Anteil in deinem hochmögenden Großkonzern ist auf deinem> Mist gewachsen. Herr Großkotz?
Ich habe das mit den Bastelbuden zwar nicht geschrieben, aber zu deiner
Frage: Ist das denn überhaupt relevant? Ich finde nicht; da ist das hohe
monatliche Gehalt neben einem professionellen Arbeiten schon wesentlich
wichtiger.
> Ist das denn überhaupt relevant?
Ich meine, ja, ist es. Die ständige Geringschätzung kleinerer
Unternehmen ist hier auffallend ausgeprägt. Diejenigen, die sich hier
ständig über kleine und kleinere Unternehmen mokieren, bekommen mit mit
einiger Wahrscheinlichkeit keine selbständige Tätigkeit gebacken. Sich
beim Großkonzern einstellen zu lassen und dann von ganz oben
herabzuschauen, ist keine Kunst.
> da ist das hohe monatliche Gehalt neben einem professionellen Arbeiten> schon wesentlich wichtiger.
Ich denke schon, dass es bei mir sehr professionell zugeht, das hohe
Gehalt ist auch kein Problem.
Unbestreitbar gibt es auch die als solche bezeichneten
Bastelunternehmen, wo von der Hand in den Mund gelebt wird. Kenne ich
auch. Dann durfte ich aber auch Bastelgroßkonzerne kennenlernen mit
fragwürdigen Entwicklungsabteilungen.
Es gibt also die ganze Bandbreite der Fähigkeiten/Unfähigkeiten über
alle Unternehmensgrößen hinweg annähernd gleichmäßig verteilt. Die
einfachen Gleichungen Konzern = erste Sahne und Kleinunternehmen =
letzter Müll stimmen nicht immer.
Aber weshalb sollte mich das alles interessieren? Die Meinungen der
Foristen werden den Gang der Dinge auf der Welt in keiner Weise
beeinflussen.
Bürovorsteher schrieb:> Unbestreitbar gibt es auch die als solche bezeichneten> Bastelunternehmen, wo von der Hand in den Mund gelebt wird. Kenne ich> auch. Dann durfte ich aber auch Bastelgroßkonzerne kennenlernen mit> fragwürdigen Entwicklungsabteilungen.
Hier!
Vom Regen in die Traufe. Dabei beide Seiten gesehen.
Oder anders: Zwei Beispiele, wie man vieles NICHT machen sollte.
Bürovorsteher schrieb:>> Ist das denn überhaupt relevant?>> Ich meine, ja, ist es. Die ständige Geringschätzung kleinerer> Unternehmen ist hier auffallend ausgeprägt.
Dann lese mal diesen Thread von Anfang an. Da gibt es ausreichend
Bashing von Konzernen, IGM-Betrieben usw. Wie in vielen anderen Threads
auch.
> Sich> beim Großkonzern einstellen zu lassen und dann von ganz oben> herabzuschauen, ist keine Kunst.
Siehst du, da haben wir wieder das Konzern-Bashing. Als ob man nichts
können muss um in einem Konzern zu arbeiten.
Steffen K. schrieb:> Als MA bei einem Gründer zu arbeiten bedeutet zusätzlich, praktisch> keine Aufstiegsmöglichkeiten zu haben ("flache Hierarchien", "familiäre> Atmosphäre"), während das Geld und die Aufstiegsmöglichkeiten bei> Konzernen und im Mittelstand liegen.
Naja, dafür gibt es nicht selten Unternehmensbeteiligungen und wenn das
Unternehmen wächst, ist man recht automatisch in einer höheren Position,
denn die sehr flachen Hierarchien werden früher oder später aufgegeben.