Gast
#5405497
Es geht mir um die neue Datenschutzrichtlinie, die von allen, die Daten verarbeiten, implementiert werden muß. Zusammengefaßt meint die neue Datenschutzrichtlinie, daß jede Art von Datenverwendung offengelegt werden muß und damit Assoziationen vermieden werden sollen, die derjenige, der die Daten eingibt, möglicherweise nicht möchte. Nachdem Gesetze normalerweise nicht dafür entwickelt werden, daß sie dem Mittelstand oder der Unterschicht dienen, frage ich mich, welche Absichten dahinterstehen, diese Verordnung einzuführen. In letzter Konsequenz werden diese Daten eben für personalisierte Werbung verwendet. Ein Dienst, den ich vorher nicht kannte, wird mir Angebote schicken, die mir gegebenenfalls eher zusagen. Na und? Dann ist das halt so. Als ob es sonst keine Probleme gäbe... Im Übrigen verbietet die neue Datenschutzverordnung nicht die Assoziation, sondern die Firmen müssen lediglich darauf hinweisen, warum sie diese Daten erheben. Es ist ein bißchen so wie bei Android; wenn ich eine neue Anwendung installiere, wird mir mitgeteilt, daß diese Anwendung die folgenden Rechte benötigen wird und ich diese Eingriffe dann auch zulassen muß, daß die Anwendung installiert werden kann. Ich kann etwa nicht sagen, daß kein Internetrecht gewährt wird, sondern ich muß akzeptieren, daß die Anwendung entweder ganz oder gar nicht installiert wird. Lediglich unwichtige Rechte werden in aktuellen Anwendungen noch mal explizit nachgefragt. Es ist seltsam: die Menschen teilen mehr und mehr auf Facebook und den anderen sozialen Plattformen und gleichzeitig entwickelt die Europäische Union mehr und mehr Normen für einen besseren Datenschutz. Besteht nun die Europäische Union eigentlich noch aus denjenigen, die täglich alles bei Facebook teilen oder sind das völlig getrennte Menschengruppen, die aus irgendeinem Grund andere Menschengruppen schützen wollen, die gar nicht geschützt werden wollen?