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Forum: Offtopic Welchen Bedarf gibt es für GDPR?


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Autor: Kurt Denner (Gast)
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Es geht mir um die neue Datenschutzrichtlinie, die von allen, die Daten 
verarbeiten, implementiert werden muß.

Zusammengefaßt meint die neue Datenschutzrichtlinie, daß jede Art von 
Datenverwendung offengelegt werden muß und damit Assoziationen vermieden 
werden sollen, die derjenige, der die Daten eingibt, möglicherweise 
nicht möchte.

Nachdem Gesetze normalerweise nicht dafür entwickelt werden, daß sie dem 
Mittelstand oder der Unterschicht dienen, frage ich mich, welche 
Absichten dahinterstehen, diese Verordnung einzuführen.

In letzter Konsequenz werden diese Daten eben für personalisierte 
Werbung verwendet. Ein Dienst, den ich vorher nicht kannte, wird mir 
Angebote schicken, die mir gegebenenfalls eher zusagen.

Na und? Dann ist das halt so. Als ob es sonst keine Probleme gäbe...

Im Übrigen verbietet die neue Datenschutzverordnung  nicht die 
Assoziation, sondern die Firmen müssen lediglich darauf hinweisen, warum 
sie diese Daten erheben.

Es ist ein bißchen so wie bei Android; wenn ich eine neue Anwendung 
installiere, wird mir mitgeteilt, daß diese Anwendung die folgenden 
Rechte benötigen wird und ich diese Eingriffe dann auch zulassen muß, 
daß die Anwendung installiert werden kann. Ich kann etwa nicht sagen, 
daß kein Internetrecht gewährt wird, sondern ich muß akzeptieren, daß 
die Anwendung entweder ganz oder gar nicht installiert wird. Lediglich 
unwichtige Rechte werden in aktuellen Anwendungen noch mal explizit 
nachgefragt.

Es ist seltsam: die Menschen teilen mehr und mehr auf Facebook und den 
anderen sozialen Plattformen und gleichzeitig entwickelt die Europäische 
Union mehr und mehr Normen für einen besseren Datenschutz. Besteht nun 
die Europäische Union eigentlich noch aus denjenigen, die täglich alles 
bei Facebook teilen oder sind das völlig getrennte Menschengruppen, die 
aus irgendeinem Grund andere Menschengruppen schützen wollen, die gar 
nicht geschützt werden wollen?

: Verschoben durch Moderator
Autor: Kurt Denner (Gast)
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Zusatz:

Der Staat aber hat selbst keine Probleme, Daten zu sammeln im Rahmen des 
Netzwerkdurchsuchungsgesetzes, das ihm sehr viel mehr Informationen 
liefert, als die Unternehmen aktuell bekommen. Vermutlich liegt da der 
Grund hinter, daß sie das alleinige Monopol auf Daten haben wollen, 
damit sie Menschen besser lenken können und keine einzelne Firma den 
Staaten der Europäischen Union überlegen ist.

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Kurt meinte:

> Vermutlich liegt da der
> Grund hinter, daß sie das alleinige Monopol auf Daten haben wollen,
> damit sie Menschen besser lenken können und keine einzelne Firma den
> Staaten der Europäischen Union überlegen ist.

Ich war mit Vater auf so einer vorbereitenden
Veranstaltung für den Mittelstand.

Dort wurde fast unverblümt kolportiert,
das, ich zitiere mal, "Wir die Daten unserer
Bevölkerung nicht den Amerikanern überlassen können,
und es europäische Initiativen geben muß, ein europ.
Paßwort Einloggsystem zu schaffen".

Aber dies ist Politik, und Andy wünscht sowas nicht. :-O

mfg

Autor: Da D. (dieter)
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Kurt Denner schrieb:
> Netzwerkdurchsuchungsgesetzes

Wer dieses Wort benutzt kann eigentlich als Diskussionsteilnehmer schon 
nicht ernst genommen werden. Weißt du überhaupt über welches Gesetz du 
da Redest?

Tipp: Es heißt Netzwerkdurch*setzungs*gesetz. Und liefert dem Staat 
genau gar keine Daten, weil es ebend nichts mit Durchsuchung zu tun hat.

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Dieter meinte:


> Tipp: Es heißt Netzwerkdurch*setzungs*gesetz. Und liefert dem Staat
> genau gar keine Daten, weil es ebend nichts mit Durchsuchung zu tun hat.

Daten liefert es nicht, hast recht.
Aber es leitet auch in Europa den zukünftigen
Auftrag des Internet als Werbe und Zubringernetz
wie IoT und B2B  (internet of things, business zu business)
ein.
Europa schaut mit glänzenden Augen auf China!

mfg

Autor: bluppdidupp (Gast)
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~Mercedes~ schrieb:
> "Wir die Daten unserer
> Bevölkerung nicht den Amerikanern überlassen können,
> und es europäische Initiativen geben muß, ein europ.
> Paßwort Einloggsystem zu schaffen".

Passend dazu: 
https://www.golem.de/news/verimi-deutsche-konzerne-starten-single-sign-on-1804-133761.html

Wie man allerdings mit stärkerem Datenschutz die europäische Dienste 
gegenüber amerikanischen Diensten voran bringen will (will man das 
überhaupt?) ist mir noch nicht ganz klar. Hofft man, dass die DSGVO wie 
eine Art Strafzoll wirkt? Das europäische Firmen dann vielleicht eher 
europäische Dienste nutzen, um die DSGVO leichter einhalten zu können?

https://www.heise.de/newsticker/meldung/WhatsApp-erhoeht-Mindestalter-fuer-Nutzung-auf-16-Jahre-4032761.html
"Der Messaging-Dienst WhatsApp hebt bei der Umsetzung der neuen 
EU-Datenschutzgrundverordnung das Mindestalter für seine Nutzer von 13 
auf 16 Jahre an; für Nutzer außerhalb Europas bleibt das Mindestalter 
bei 13 Jahren."
...womöglich eigentlich sinnvoll - Geht aber auch völlig an der Realität 
vorbei: Selbst dsa bisherige Mindestalter von 13 interessierte in der 
Praxis schon niemanden.

Autor: Bardo H. (bardoheinlein)
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Interessante Diskussion.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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verschoben, zum abwürgen?👍

Namaste 🙏

Autor: Heiko L. (zer0)
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Kurt Denner schrieb:
> Der Staat aber hat selbst keine Probleme, Daten zu sammeln im Rahmen des
> Netzwerkdurchsuchungsgesetzes, das ihm sehr viel mehr Informationen
> liefert, als die Unternehmen aktuell bekommen. Vermutlich liegt da der
> Grund hinter, daß sie das alleinige Monopol auf Daten haben wollen,
> damit sie Menschen besser lenken können und keine einzelne Firma den
> Staaten der Europäischen Union überlegen ist.

Interessant ist hier die implizite Gleichsetzung der 
Verbrechensbekämpfung mit der Gewinnoptimierung eines Privatkonzerns. 
Ein Gedankenschritt, der nicht einer gewissen Radikalität entbehrt: Der 
Profit, den er macht, gibt ihm Recht! Die Zustimmung zur "Corporate 
Policy" übersetzt sich direkt in die schwarzen Zahlen des 
Geschäftsberichts.
Fazit: Die amerikanische Regierung ist von Kommunisten durchsetzt.

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