Strom ins Netz einspeisen, nun für jeden erlaubt!

#5405692
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Gerade eben in der Sendung "Markt" nebenbei mitbekommen.
Das einspeisen selbst erzeugten Strom ins Netz, soll nun für JEDEN 
erlaubt sein. :)
https://www.n-tv.de/ratgeber/Mini-Solarmodule-sind-nun-erlaubt-article20178115.html


PS: Liebe Mods, ich wuste leider nicht, in welches Forum das sonnst 
passen soll....
#5405716
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Teo D. schrieb:
> Was müsste man den noch anstellen, das der Rückwerts läuft?
> Reicht doch wenn er langsamer rotiert. :)

Je nach Haus rotiert er aber ja nicht ständig. Man könnte jetzt 
natürlich den Stromverbrauch hochtreiben, das man immer was einspart, 
aber das wäre ja Kategorie "Je mehr wir verbrauchen, desto mehr sparen 
wir" :D
#5405756
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Das "nun" ist verfrüht - das soll (!) vielleicht 2019 freigegeben 
werden:

" und gemäß der neuen Norm DIN VDE 0100-551-1, die voraussichtlich 2019 
in Kraft tritt, darf es an jeden Stromkreis angeschlossen werden. Für 
einen normgerechten Anschluss muss dieser Stromkreis aber eine spezielle 
Einspeisesteckdose aufweisen, die mit der maximalen Anschlussleistung 
gekennzeichnet ist."
#5407187
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Teo D. schrieb:
> Gerade eben in der Sendung "Markt" nebenbei mitbekommen.
> Das einspeisen selbst erzeugten Strom ins Netz, soll nun für JEDEN
> erlaubt sein. :)

Das mit dem "nun" ist doch alles nur kompletter Unsinn:
Seit eh und je kann man selbst erzeugten Strom ins Netz einspeisen.

WIE der eingespeiste Strom erzeugt wird, ist dabei völlig nebensächlich.

Grüße
#5407425
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L. H. schrieb:
> Seit eh und je kann man selbst erzeugten Strom ins Netz einspeisen.
>
> WIE der eingespeiste Strom erzeugt wird, ist dabei völlig nebensächlich.

Jein - man konnte schon immer einspeisen, stimmt, aber man musste seine 
Anlage bei der BNetzA anmelden (steht imm EEG) - diese Verpflichtung 
scheint für solche Kleinstanlagen nun wohl wegfallen zu sollen.
#5407518
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Gerald B. schrieb:
> Wird aber für Feuerwehr, THW usw. recht "interessant", wenn man irgendwo
> im Notfall die Sicherung zieht und der vermeindlich spannungsfreie
> Abschnitt dann von rückwärts eingespeist wird.

Da das Problem nicht neu ist, ist es die Lösung auch nicht:
https://www.photovoltaik-web.de/photovoltaik/in-betrieb/pv-spannung-brandfall-abschaltloesungen
#5407553
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Diese Notabschaltungen sind ja durchaus sinnvoll, nur nutzen sie nichts, 
wenn sie im Notfall nicht zugänglich sind und man mit Einspeisung nicht 
rechnet.
Bei einem EFH, wo das Spitzdach weithin sichtbar mit Modulen gepflastert 
ist, rechnet man damit. Nicht aber bei einem Mietshaus.
Es müßte verbindlich geregelt werden, das gut sichtbar Warnhinweise 
diesbezüglich anzubringen sind, welcher Stromkreis betroffen ist - und 
das in Form einer Baumstruktur.
Bspw. In einer Wohnung Stromkreis 10, Hausverteilung im Keller dann 
Warnung bei Wohung 3...
#5407757
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Gerald B. schrieb:
> wenn man irgendwo
> im Notfall die Sicherung zieht und der vermeindlich spannungsfreie
> Abschnitt dann von rückwärts eingespeist wird.

Die schalten sich sofort von selbst ab sobald kein Netz mehr da ist um 
sie zu führen, und zwar augenblicklich. Die sind auch gar nicht dafür 
ausgelegt autonomen Inselbetrieb machen zu können, selbst wenn man das 
wollte. Für die die das brauchen auf der Almhütte gibts ganz andere 
Wechselrichter, teurer und speziell dafür gemacht.
(Firma: matzetronics) #5408029
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Bernd K. schrieb:
> Für die die das brauchen auf der Almhütte gibts ganz andere
> Wechselrichter, teurer und speziell dafür gemacht.

Naja, eigentlich ist Inselbetrieb viel einfacher - das kann jeder 100 
Euro Wechselrichter und wird z.B. auf Schiffen so gut wie immer gemacht. 
Schliesst man dann Landstrom an, zieht ein Umschaltrelais und verbindet 
Schiffs-230V~ mit Land-230V~ - der WR wird abgetrennt und das Ladegerät 
gepowert.

Ich finds gut mit der Neuregelung. Das ärgert die EVU zwar, aber die 
habens ja mit ihren Preisen erst provoziert.
Wieso sollte es spezielle Einspeisesteckdosen geben? Die obere Grenze 
liegt ja wohl bei 600W und das schafft jede Lullerdose, selbst 
Vorkriegsware. Klingt mir eher nach einem neuen Geschäft für die Herren 
vom VDE.
Persönliche Seite #5408386
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Matthias S. schrieb:
> Ich finds gut mit der Neuregelung. Das ärgert die EVU zwar, aber die
> habens ja mit ihren Preisen erst provoziert.

Weil ja auch die EVU den größten Teil am Strompreis verdienen...
https://www.verivox.de/themen/strompreiszusammensetzung/

von den 19% "Beschaffung, Vertrieb und Marge" (~5,3ct) ist der Einkauf 
mit 3-3,5 ct drin, von den verbleibenden 2ct muss dann Werbung, 
Call-Center, Abrechnung, tausend Vorschriften für Datensicherheit und 
Rechnungswesen bezahlt werden und der Rest ist eben ein mickriger Teil 
an Marge

In den Netzentgelten von 24,6% (~6,85ct) ist ein kleiner Teil die 
kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung (=Marge, alles andere ist 
Kostenerstattung), und die ist gesetzlich festgelegt für alle 
Strom-Netzbetreiber gleich, er lese § 7 StromNEV 
https://www.gesetze-im-internet.de/stromnev/__7.html

Dafür, dass die Bundesregierung unter Angie M. den weltweiten 
Strom-Ökospitzenreiter mimen will und "böser Atom- aber dolle guter 
Ökostrom" predigt, dafür können die EVU nix.
Nur wir Verbraucher, wir kriegen diese Politik auf der Stromrechnung 
serviert. Weil WIR ALLE jetzt sofort supergerne Ökostrom-Weltmeister 
werden wollen, ganz unbedingt.
UND weil früher "vergessen" wurde, den AKW-Betreibern die Rückbau- und 
Entsorgungskosten in die Bilanzen und damit in den früheren Strompreis 
zu schreiben. lieber in dei Asse schütten "aus den Augen aus dem Sinn"
Heutzutage dürfen wir dies alles nachzahlen, egal ob über den 
exorbitanten Strompreis-Aufschlag oder ob über erhöhte Steuern, wenn der 
Staat die Rückbaukosten übernimmt.

Nix gegen Ökostrom, er ist wichtig und wird in Zukunft lebenswichtig 
werden.
Aber bei dem "Tempo" das andere Wirtschaftsmächte und Verschmutzer so an 
den Tag legen (USA, China, Indien, usw., Frankreich+England+u.A. mit 
ihren neuen AKW) hab ich meine Bedenken, ob wir in D als Vorreiter 
wirklich so die Masse an Ökoeffekten reissen können. Und warum wir als 
Verbraucher in D dann die ganze Vorreiter-Last bezahlen sollen, 
erschliesst sich mir nicht. Nur weil Angie einen übertriebenen 
Öko-spleen hat?
#5408424
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Teo D. schrieb:
> Oje, das "nun" stammte aus dem MARKT Bericht.... soweit ich da
> mitbekommen haben. Sorry.
>
> Das war hier schon öfter ein heißes Thema, ich dachte es wäre
> interessant für einige.

Nimm es mir bitte nicht übel, teoderix:
Du "reitest" hier schon längst "zusammengebrochene Pferde" bzgl. eines 
"Neuheits-Wertes" von Stromeinspeisungen, der als solcher gar nicht 
existiert!

Seit eh und je speisen z.B. Müller oder Sonstige, die 
Wasserkraft-Nutzungsrechte haben, Strom ins öffentliche Netz ein.
Das geschieht auch seit eh und je unter Auflagen bzgl. 
Betriebs-Sicherheit.

Und jeder, der sich mit der gesamten Materie einigermaßen 
"tieferschürfend" befaßt hat, weiß auch ganz genau, wie Stromzähler per 
Stromeinspeisung "rückwärts" drehen können.
Mehr will ich dazu nicht sagen.

Grüße
#5408428
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Matthias S. schrieb:
> Ich finds gut mit der Neuregelung. Das ärgert die EVU zwar, aber die
> habens ja mit ihren Preisen erst provoziert.
Mit welchen Preisen denn? Den Strom machen Umlagen und Steuern teuer.


> Wieso sollte es spezielle Einspeisesteckdosen geben? Die obere Grenze
> liegt ja wohl bei 600W und das schafft jede Lullerdose, selbst
> Vorkriegsware. Klingt mir eher nach einem neuen Geschäft für die Herren
> vom VDE.
Vielleicht geht es darum, das nicht jeder Hobbyelektriker meint solche 
Anlagen an einer 1,99 Euro Ikea-Steckdosenleiste kaskatieren zu können?

Allgemein wird das Thema Netzschutz ein Thema sein und ob das am Ende 
jeder Netzbetreiber in seinem Netz erlaubt, ist auch mehr als fraglich.

Solange es nur eine Norm oder Anwendungsregel gibt, heisst das ja nicht, 
das es für die Netzbetreiber verbindlich ist.

Da wird am Ende sicher Krach aus der Richtung der Anlagenbetreiber 
kommen, die jetzt schon eine Kleinanlage haben, diese überwwiegend zur 
Erzeugung von Strom zum Selbstverbrauch nutzen wollen, aber für einen 
Zweirichtungszähler etc. zahlen müssen.

Das eine sind halt Normen und die elektrotechnische Seite, das andere 
sind entsprechende Gesetze. Und wenn es um eine Ungleichbehandlung gibt, 
dann sind wie gleich wieder beim Grundrecht, auf das man sich bezieht.
#5408442
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Sven L. schrieb:
> Allgemein wird das Thema Netzschutz ein Thema sein und ob das am Ende
> jeder Netzbetreiber in seinem Netz erlaubt, ist auch mehr als fraglich.

"Netzschutz" - was soll denn das sein?
Ein Netzbetreiber kriegt doch gar nicht mit, was wann wo und in welcher 
Größenordnung ins Netz eingespeist wird.

Es sei denn, es handelt sich dabei um außerordentlich große 
Größenordnungen von Einspeisungen.
Was jedoch bei "Klein-Einspeisungen" kaum der Fall sein dürfte.

Grüße
#5408460
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L. H. schrieb:
> Sven L. schrieb:
>> Allgemein wird das Thema Netzschutz ein Thema sein und ob das am Ende
>> jeder Netzbetreiber in seinem Netz erlaubt, ist auch mehr als fraglich.
>
> "Netzschutz" - was soll denn das sein?
> Ein Netzbetreiber kriegt doch gar nicht mit, was wann wo und in welcher
> Größenordnung ins Netz eingespeist wird.
>
> Es sei denn, es handelt sich dabei um außerordentlich große
> Größenordnungen von Einspeisungen.
> Was jedoch bei "Klein-Einspeisungen" kaum der Fall sein dürfte.
>
> Grüße
Naja, stell dir vor 2000 Haushalte speisen je 600W ein. Dann sind wir 
schon bei 1.2Megawatt!
Das ist schon nicht ganz ohne wenn dann relativ ruckartig die Sonne 
verdeckt wird und das weg fällt, bzw. sich wieder zuschaltet.

Das Problem ist dass Solaranlagen keine physische Trägheit wie 
Drehstrom-Generatoren haben.

Man kann es technisch natürlich in den Griff kriegen. Man braucht aber 
fernsteuerbare Stromzähler, was wiederum andere Leute etwas kritisch 
sehen.
(Firma: matzetronics) #5408488
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Gerald B. schrieb:
> Bei gezogenem Stecker bei Einspeisung auf die freiliegenden Kontakte
> fassen können? Halte ich für keine gute Idee ;-)

Da ist wieder der Denkfehler. Das sind netzgeführte Wechselrichter, die 
ohne Spannung aus dem Netz gar nichts liefern, weil ihnen die Referenz 
fehlt. So ein netzgeführter WR tut nichts anderes, als im Rahmen seiner 
Kapazität auf die vordere Flanke des Netzsinus zu drücken - er probiert 
also, die Frequenz des Netzes zu erhöhen, und nicht etwa, die Spannung 
zu steigern.
Fällt der Netzsinus als Leithammel aus, deaktiviert sich der WR. Es ist 
also keine Spannung auf dem Netzstecker.

Sven L. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> Ich finds gut mit der Neuregelung. Das ärgert die EVU zwar, aber die
>> habens ja mit ihren Preisen erst provoziert.
> Mit welchen Preisen denn? Den Strom machen Umlagen und Steuern teuer.

Es ist aber schon eigenartig, das die sonst so hervorragende Lobbyarbeit 
der grossen Konzerne sich nicht dagegen wehrt. Man könnte den Eindruck 
gewinnen, das den EVU die derzeitige Hochpreispolitik ganz recht ist.
#5408701
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> > Wieso sollte es spezielle Einspeisesteckdosen geben? Die obere Grenze
> > liegt ja wohl bei 600W und das schafft jede Lullerdose, selbst
> > Vorkriegsware. Klingt mir eher nach einem neuen Geschäft für die Herren
> > vom VDE.
> Vielleicht geht es darum, das nicht jeder Hobbyelektriker meint solche
> Anlagen an einer 1,99 Euro Ikea-Steckdosenleiste kaskatieren zu können?
Du kannst natürlich auch Deinen eigenen Kat für's Auto verbauen - nach 
dem Motto: legal, illegal, sch..egal - sowas kann schnell sehr teuer 
werden.
Es würde mich sehr wundern, wenn es bezüglich der Einspeisesteckdosen + 
Installation keine VDE Norm gibt. Weiteres Beispiel diesbezüglich ist 
CE.
Auch ein Gerät ohne CE Kennzeichnung kann prima funktionieren.
Nur sind wir hier nun mal nicht in Timbuktu und Deine 1,99 Euro 
Steckdose wird spätestens im Versicherungsfall eine interessante 
Angelegenheit auch wenn sie gar nicht schadensrelevant war .... dann 
bist Du am Ende der Dumme.
Na ja, es scheint wohl noch keine speziellen Dosen zu geben, ist ja auch 
erst 2019 soweit.
Persönliche Seite #5408773
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A. K. schrieb:
> @Mike B: Es sollte doch eigentlich möglich sein, Fragen mit
> technischem
> Bezug zu diskutieren, ohne sie schnellstmöglich zur Präsentation der
> eigenen politischen Ansichten umzubiegen.

das ist richtig
deswegen trenne ich auch (im Gegensatz zu fast allen 
Nachrichtensendungen heutzutage) Fakten und Meinung, indem ich sie in 
einzelne Absätze unterteile

Fakt ist die Zusammensetzung des Strompreises, wovon bei den EVU wenig 
hängen bleibt
meine Meinung kommt als extra Absatz hinten dran
Kann man mitlesen, muss man aber nicht.
#5409134
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Sven L. schrieb:
> Vielleicht geht es darum, das nicht jeder Hobbyelektriker meint solche
> Anlagen an einer 1,99 Euro Ikea-Steckdosenleiste

Was hat das Verwenden einer kaputten Steckdose für irgendwas mit der 
Thematik zu tun?

> kaskatieren zu können?

Was ist "kaskatieren" und was wäre der Unterschied wenn man das 
stattdessen mit Elektrogrills, Wasserkochern und Haartrocknern macht? 
Was hat das mit Einspeisen oder nicht zu tun?

Wozu soll man für ein 600W Gerät eine andere Art von Steckdose brauchen 
als für alle anderen 600W Geräte im Haus?
#5409348
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Bernd K. schrieb:
> Sven L. schrieb:
>> Vielleicht geht es darum, das nicht jeder Hobbyelektriker meint solche
>> Anlagen an einer 1,99 Euro Ikea-Steckdosenleiste
>
> Was hat das Verwenden einer kaputten Steckdose für irgendwas mit der
> Thematik zu tun?
Wo hab ich was von kaputt geschrieben?



>
>> kaskatieren zu können?
>
> Was ist "kaskatieren" und was wäre der Unterschied wenn man das
Ich meinte kaskadieren, Hr. Lehrer.

> stattdessen mit Elektrogrills, Wasserkochern und Haartrocknern macht?
Der Unterschied wäre die Energierichtung.

Natürlich kann man auch mit Wasserkochern und Mikrowellen oder jeglichem 
anderen Gerät die Installation überlasten.

> Was hat das mit Einspeisen oder nicht zu tun?
>
> Wozu soll man für ein 600W Gerät eine andere Art von Steckdose brauchen
> als für alle anderen 600W Geräte im Haus?

Es wird wohl darum gehen, das nicht jeder Dödel beliebig viele dieser 
Kleinstanlagen an das Netz anschließen kann,  weil er dann:
a) gegen Regeln des Netzbetreibers verstößt
b) gegen das EEG verstößt, was um diese Kleinstanlagen erweitert werden 
wird
c) Man im Extremfall dem Stromkreis 3680W + 600W entnehmen könnte, bei 
Parallelschaltung weiterer Erzeugzungsanlagen noch mehr.

Das sind jetzt nur ein paar Ideen, wieso kein normaler Schukostecker 
verwendet werden soll.
#5409539
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Sven L. schrieb:
> c) Man im Extremfall dem Stromkreis 3680W + 600W entnehmen könnte, bei
> Parallelschaltung weiterer Erzeugzungsanlagen noch mehr.

Das ist das einzige Argument das ich gelten lasse, man müsste 
sicherstellen daß man es nur an einen Steckdose anschließt die allein 
und mit nichts anderem an ihrer eigenen Sicherung hängt.

Alles andere ist vollkommen wirkungslos, wer sich Module für mehr als 
600W kauft wird die auch so irgendwie angeschlossen bekommen, notfalls 
geht er zum Hornbach und kauft sich noch mehr Einspeisedosen oder für 3 
Euro 50 nen Adapter auf Schuko.
#5409796
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> Alles andere ist vollkommen wirkungslos, wer sich Module für mehr als
> 600W kauft wird die auch so irgendwie angeschlossen bekommen, notfalls
> geht er zum Hornbach und kauft sich noch mehr Einspeisedosen oder für 3
> Euro 50 nen Adapter auf Schuko.
ne, eben nicht irgendwie - in Deutschland gibts Vorschriften und da 
wär's schon interessant was als Einspeisedose die Norm erfüllt und was 
nicht bzw. wie die Installation auszusehen hat?
(Firma: matzetronics) #5409813
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Man kann den Niederlanden und der Schweiz sicher nicht vorwerfen, 
fahrlässig mit dem Leben ihrer Bewohner umzugehen und trotzdem sind dort 
sogen. Bagatell-Solaranlagen ohne wenn und aber anschliessbar an jede 
normale Steckdose:
https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/solarenergie/solaranlage/mini-solaranlage.html#c8509

Es ist auch nichts darüber bekannt, das nun reihenweise Schweizer und 
Niederländer abbrennen, weil sie solche Solaranlagen betreiben. Für mich 
klingt die Vorschrift für spezielle Einspeisedosen wieder nach einer 
typischen deutschen Angst- und Lobbymache.
#5409814
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S. B. schrieb:
>> Hast Du dafür einen Beleg ?
> Was macht denn eine Versicherung im Schadensfall? Sie zahlt ohne
> Nachprüfung, etc. aus? Glaubst Du doch selber nicht - eine Versicherung
> will Profit machen.

Das ist nur Geblubber.

Auf welcher Basis soll denn die Versicherung die Zahlung verweigern 
können, noch dazu, wenn die Steckdose nicht schadensrelevant war ?

Die operieren nicht im rechtsfreien Raum, die müssen das juristisch 
schlüssig begründen.

Und wenn die Steckdose nicht schadensursächlich war, fällt grobe 
Fahrlässigkeit schon mal aus. Wobei der Verweis auf grobe Fahrlässigkeit 
bei guten Versicherern ausgeschlossen ist.

Gruss
Axel
#5409864
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> Es ist auch nichts darüber bekannt, das nun reihenweise Schweizer und
> Niederländer abbrennen, weil sie solche Solaranlagen betreiben. Für mich
> klingt die Vorschrift für spezielle Einspeisedosen wieder nach einer
> typischen deutschen Angst- und Lobbymache.
ich gehe davon aus, daß die Einspeisung europaweit erlaubt ist - 
insofern konnten sie es wegen EU Gesetzgebung schlicht nicht verhindern.
Irgendwas wird noch kommen in puncto Installation, sonst könnte man es 
ja jetzt schon erlauben statt erst 2019 ?
Es geht wie beim Kat um neue Verdienstmöglichkeiten der Branche.
#5409872
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> Auf welcher Basis soll denn die Versicherung die Zahlung verweigern
> können, noch dazu, wenn die Steckdose nicht schadensrelevant war ?
Wenn das nur ein Bagatellschaden ist wird die Versicherung zahlen aus 
Imagegründen - wenn es wirklich teuer wird, dann verzögert die 
Versicherung, egal wie - eine 0815 Baumarktdose oder Fehler in der 
Installation ist dann der ideale Anlaß selbst wenn Du im Recht bist.
Das sollte eigentlich klar sein.
#5409902
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Alex G. schrieb:
> Naja, stell dir vor 2000 Haushalte speisen je 600W ein. Dann sind wir
> schon bei 1.2Megawatt!
> Das ist schon nicht ganz ohne wenn dann relativ ruckartig die Sonne
> verdeckt wird und das weg fällt, bzw. sich wieder zuschaltet.

1,2MW, das ist als ob das Windrad um die Ecke mal eben eine Störung hat, 
oder der Skilift am Nachbarberg wieder anfährt, nachdem wegen einem 
gestürzten Kind ein Nothalt ausgelöst wurde.
Beitrag #5409910 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5409989 wurde von einem Moderator gelöscht.
#5410171
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Bernd K. schrieb:
> Das ist das einzige Argument das ich gelten lasse, man müsste
> sicherstellen daß man es nur an einen Steckdose anschließt die allein
> und mit nichts anderem an ihrer eigenen Sicherung hängt.
Oder die Absicherung des Stromkreises ändern?

>
> Alles andere ist vollkommen wirkungslos, wer sich Module für mehr als
> 600W kauft wird die auch so irgendwie angeschlossen bekommen, notfalls
> geht er zum Hornbach und kauft sich noch mehr Einspeisedosen oder für 3
> Euro 50 nen Adapter auf Schuko.
Wenn ich aber eine Vorhande Schukosteckdose gegen eine eben solche wie 
auch immerausehende Einspeise Steckdose austausch, dann muss ich an der 
Installation Hand anlegen und muss wissen was ich tue.

Der Fachmann wird seine Arbeit sicher dokumentieren um den Nachweis zu 
erbringen, das sein Handeln korrekt war.

Bastellt nun der Hobbyheimwerker selbst an der Installation rum und es 
kommt zum Schaden, dann hat grob fahrlässig, wenn nicht sogar 
vorsätzlich gehandelt und die Versicherung wird auf Grund der nicht 
fach- und sachgerecht ausgeführten Arbeiten eventuell nicht zahlen.

Durch die Einspeisesteckdose sollen ja Schäden im Sinne von "Ups einfach 
eingesteckt und keine Ahnung gehabt" vermieden werden.

Das wahrscheinlich viele Fachleute auch keinen Plan haben, steht auf 
einem anderem Blatt, da heut eh jeder Experte für alles ist.

Naja und dann noch zur Fortsetzung meiner Liste von oben:
d) Verpolungsschutz (L/N/PE)

Matthias S. schrieb:
> Es ist auch nichts darüber bekannt, das nun reihenweise Schweizer und
> Niederländer abbrennen, weil sie solche Solaranlagen betreiben. Für mich
> klingt die Vorschrift für spezielle Einspeisedosen wieder nach einer
> typischen deutschen Angst- und Lobbymache.
Man kann auch 230V über ein Telefonkabel jagen, fachlich korrekt ist es 
nicht, ich würde es auch nicht tun, aber es würde auch nicht direkt zum 
Tode führen.

Es gibt wahrscheinlich weitaus sinnlosere Normen, als die mit der 
Einspeisesteckdose.

Warum ist immer alles gleich Lobbyarbeit?
Im Grunde genommen ist Schuko ja auch nicht das Wahre, da nicht 
verpolgeschützt und die PE-Federn malt fast jeder Maler an.

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