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Forum: Haus & Smart Home Rückspeisung Pv Anlage


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Autor: MrGe (Gast)
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Grüß euch.
Ich lese mich derzeit in das Thema Pv Anlagen ein.
So nun frage ich mich was Technisch bei einer Rückspeisung ins Netz im 
Wechselrichter vorgeht. Es müsste doch der Strom dann negativ sein oder 
bin ich ganz auf den Holzweg? Was passiert dabei mit der Spannung?

Autor: Peter M. (r2d3)
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MrGe schrieb:
> Ich lese mich derzeit in das Thema Pv Anlagen ein.
> So nun frage ich mich was Technisch bei einer Rückspeisung ins Netz im
> Wechselrichter vorgeht. Es müsste doch der Strom dann negativ sein oder
> bin ich ganz auf den Holzweg? Was passiert dabei mit der Spannung?

Der Wechselrichter muss lediglich die Sinuswellen mit einer größeren 
Amplitude erzeugen als die vorliegenden Sinuswellen aus dem Netz und 
schon fließt ein Strom in das Netz - meine ich.

Dann kommt gleich das nächste Problem:

In der alten Welt fiel die Spannung ab, je weiter man sich von dem 
Trafo, der aus Mittelspannung Niederspannung machte, wegbewegte.

In der grünen PV-Welt ist das nicht mehr so, so daß der Netzbetreiber 
mittlerweile verstellbare Trafos braucht.

Die genaue Erklärung kriege ich leider nicht mehr auf die Reihe.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Peter M. schrieb:
> In der alten Welt fiel die Spannung ab, je weiter man sich von dem
> Trafo, der aus Mittelspannung Niederspannung machte, wegbewegte.
>
> In der grünen PV-Welt ist das nicht mehr so, so daß der Netzbetreiber
> mittlerweile verstellbare Trafos braucht.

Es wäre mir neu, das Trafos inzwischen irgendeine Möglichkeit der 
Fernsteuerung/-beeinflussung haben.

In "der grünen PV-Welt" richtet sich der Wechselrichter der PV-Anlage ja 
eher nach dem Netz und nicht umgedreht.

Autor: Peter M. (r2d3)
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Reinhard S. schrieb:
> In "der grünen PV-Welt" richtet sich der Wechselrichter der PV-Anlage ja
> eher nach dem Netz und nicht umgedreht.

Wenn ich die Argumentation richtig verstanden habe, führt die 
Spannungsüberhöhung aufgrund der (PV-)Einspeisung zur Notwendigkeit 
einer Trafoverstellung, also passiert genau das "Umgedrehte": Die 
Infrastruktur wird an die "grünen PV-Welt" angepasst.

Leider habe ich nur zwei Bilder aus einem Vortrag der Stadtwerke Hameln 
zum Thema gefunden.
Der Titel des Vortrags lautete: Droht uns der Blackout durch 
EEG-Anlagen?

Die exakte Begründung wird vielleicht noch von den Netzspezis im Forum 
nachgeliefert.

Liebe Negativbewerter, wenn ich in meinem obigen Beitrag Müll erzählt 
haben sollte, dann ist die negative Bewertung gut und richtig.
Aber eine inhaltliche Korrektur des Sachverhalts wäre für die Laien im 
Forum (dazu gehöre ich auch) schon erhellend, oder?!

: Bearbeitet durch User
Autor: asd (Gast)
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> Liebe Negativbewerter, wenn ich in meinem obigen Beitrag Müll erzählt
> haben sollte,

Heutige Ortstrafos (20kV zu 400V) haben im allgmeinen keine Verstellung, 
die haben nur die Trafos der höheren Spannungsebenen.
In (Wohn-)Gegenden in denen viel Photovolaik installiert ist kann es 
vorkommen dass in Schwachlastzeiten mit viel Sonne die Spannung fast ein 
wenig zu sehr ansteigt.
Deswegen wäre es nett in diesen Bereichen auch die Ortsnetztrafos 
verstellen zu können. Dass man das wegen PV aber jetzt überall machen 
muss, diese Aussage wäre tatsächlich Müll, weil zu verallgemeinert (und 
zu übertrieben, kann natürlich sein dass das aus 
Subventions-Abgreif-Gründen manchmal so erzählt wird)

Autor: PSblnkd (Gast)
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Viele Mittelspannungstrafos (10/20kV -> 400V~) hatten schon vor der 
EEG-Zeit Regeleinrichtungen um die zulässigen Toleranzgrenzen einhalten 
zu können. Dabei ging es damals eher darum die unterschiedlichen 
Lastverhältnisse auszugleichen. Zu DDR-Zeiten gab es vielerorts 
Netzspannungen mit weit unter 200V~, so dass es z.B. notwendig war zum 
Betrieb eines Röhrenfernsehers zusätzlich kleine Stelltrafos 
einzusetzen. Sonst war das Bild zu klein und flau ...
Heutzutage haben sich die Verhältnisse umgedreht. Da läuft die 
Netzspannung (bei mir) häufig schon mal über die 253V-Grenze, was sich 
dann sehr negativ auf die Lebensdauer der angeschlosssenen Geräte 
auswirkt. Motore aus der 220V-Ära kann man so nur noch kurzzeitig 
betreiben ...

Zur Wirkungsweise von Wechselrichtern für PV-Anlagen wäre noch vieles 
mehr zu erklären - das ist aber ein weites Feld und somit ein anderes 
Thema.
In meinem letzten Berufsleben in der PV-Industrie hatte ich die 
Gelegenheit mich ausgiebig damit auseinander zu setzen - siehe u.a. 
http://www.ps-blnkd.de/Planungskonzept_PV-Anlagen(Inhalt).pdf.


Grüsse aus Berlin

PSblnkd

Autor: Peter M. (r2d3)
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Hallo asd und PSblnkd,

vielen Dank für Eure Ergänzungen!

Gruß
Peter

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