Hallo liebe Gemeinde,
ich habe folgendes Problem:
Ich bin im stolzen Besitz eines Gewitterwarners von Franzis. Das kleine
Ding ist echt klasse.
Was mich störte, war der hohe Batterieverschleiß. Also baute ich einen
Li-ion Akku aus einem alten Handy, einer Solarzelle und einem Li-ion
Laderegler ein. Bzw. schließ dies als Spannungsversorgung an.
Damit begann mein Problem:
Der Gewitterwarner funktioniert nur bei einer Spannung im Bereich um
2,8-3 Volt optimal und ein LI-ion Akku hat eine Spannung zwischen ca.
3,2-3,8V je nach Ladezustand. Ab einer Spannung von >3V fängt die
Schaltung an zu Schwingen und es werden Phantomblitze erkannt.
Also eine Diode in Reihe rein und los geht es.. dachte ich zumindest...
Nun ja.. wenn der Akku so halb geladen ist klappt die Sache wunderbar.
Sobald der Akku aber aufgeladen ist, bzw. ein Schwellwert erreicht ist,
fängt die Schaltung an zu spinnen, da mehr als 3V hinter der Diode
heraus kommen.
Nun meine Frage:
Wie kann ich die Spannung auf 3V begrenzen, ohne das eine
Spannungsbegrenzung oder -Regelung Energie verbraucht?
Ein Festspannungsregler hat ja eine Verlustleistung.
Mir ist wichtig, das die Akkukapazität nicht leiden muss.
Der Energiebedarf der Schaltung liegt unter 5mA. Das sollte auch so
bleiben.
Hat jemand eine Idee?
@Christian (Gast)
>Der Gewitterwarner funktioniert nur bei einer Spannung im Bereich um>2,8-3 Volt optimal
Warum auch immer.
>Wie kann ich die Spannung auf 3V begrenzen, ohne das eine>Spannungsbegrenzung oder -Regelung Energie verbraucht?>Ein Festspannungsregler hat ja eine Verlustleistung.
Aber verdammt wenig, wenn man den richtigen nimmt!
>Mir ist wichtig, das die Akkukapazität nicht leiden muss.>Der Energiebedarf der Schaltung liegt unter 5mA.
Starkstrom!
https://www.mikrocontroller.net/articles/Versorgung_aus_einer_Zelle#Vier_Mignonzellen_mit_LowDrop-Linearregler
Ein einstellbarer LDO (low dropout) Regler sollte mit 0,4 Volt
hinkommen.
Einstellbar, damit Du 2,8 Volt Ausgangsspannung wählen kannst.
Vermutlich ist die Stromaufnahme Deines Empfängers gering genug, dass
ein Linearregler mit wenig Querstrom effektiver ist, als ein
Schaltregler.
Christian schrieb:> Ab einer Spannung von >3V fängt die> Schaltung an zu Schwingen und es werden Phantomblitze erkannt.
Vermutlich wäre auch die Schaltung anpassbar, dass sie direkt mit dem
Li-Ion läuft.
Dazu müsste man sie aber kennen und dann wird sich bestimmt jemand
finden, der dazu Tipps hat ...
Christian schrieb:>> Nun meine Frage:>> Wie kann ich die Spannung auf 3V begrenzen, ohne das eine> Spannungsbegrenzung oder -Regelung Energie verbraucht?> Ein Festspannungsregler hat ja eine Verlustleistung.> Mir ist wichtig, das die Akkukapazität nicht leiden muss.> Der Energiebedarf der Schaltung liegt unter 5mA. Das sollte auch so> bleiben.>> Hat jemand eine Idee?
Einen sparsamen Low trop Spannungsregler einsetzen.
z.B. LD39115J30R
Darum bin ich vom Franzis auf den R A M S E R Gewitterwarner
umgestiegen.
Der ist auch Open Source.
Irgendwie kann ich den Link wegen Spamverdacht nicht posten.
Aber dieses neuartige Ding namens Google kann sicher bei der Suche
behilflich sein.
Hallo,
Manfred schrieb:> Aber nicht doch dieses Fossil mit dem hohen Querstrom.
und die 100µA fallen bei seinen 4-5mA ins Gewicht?
Ansonsten stimmt es natürlich durchaus.
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> Manfred schrieb:>> Aber nicht doch dieses Fossil mit dem hohen Querstrom.> und die 100µA fallen bei seinen 4-5mA ins Gewicht?
Es kommt auf die Betriebsbedingungen an: Wenn das Gerät nur bei Bedarf
eingeschaltet wird und der Regler hinter dem Schalter liegt, ist der
Querstrom zu ertragen.
Ich habe Aufbauten, wo ich nur die Versorgung ersetzt habe, ohne ins
Gerät einzugreifen, der Regler also dauerhaft am LiIon hängt. Da komme
ich mit der MCP17xx-Reihe zu guten Ergebnissen, unter 50mAh pro Jahr
Eigenverluste.
> Ansonsten stimmt es natürlich durchaus.
Ich stimme Dir zu, man muß nicht um jeden Preis um Milliwatts feilschen,
man sollte es auf die individuelle Anwendung bezogen beurteilen.
Spannungsregler mit besonder geringem Eigenverbrauch haben auch
spezifische Nachteile. Deswegen halte ich wenig davon, solche
Extrem-Produkte zu empfehlen, wenn sie weder gebraucht werden, noch die
Anforderungen der Zielschaltung im Detail bekannt sind.
Christian schrieb:> Damit begann mein Problem:>> Der Gewitterwarner funktioniert nur bei einer Spannung im Bereich um> 2,8-3 Volt optimal und ein LI-ion Akku hat eine Spannung zwischen ca.> 3,2-3,8V je nach Ladezustand. Ab einer Spannung von >3V fängt die> Schaltung an zu Schwingen und es werden Phantomblitze erkannt.
Du hast die Sache falsch verstanden. Das ist kein Bug, sondern ein
Feature:
Zitat Elektronik-Labor:
"So habe ich mit viel Interesse die Diskussionen und Entwicklungen im
Elektronik-Labor verfolgt. Der resultierende Franzis-Bausatz
„Gewitterwarner“ ist ein schönes Gerät mit allerlei genialen Ideen, zum
Beispiel, den AM-Empfänger TA7642 zum Empfang zu verwenden, die
Empfindlichkeit durch die Betriebsspannung einzustellen"
ArnoR schrieb:> Ab einer Spannung von >3V fängt die>> Schaltung an zu Schwingen und es werden Phantomblitze erkannt.>> Du hast die Sache falsch verstanden. Das ist kein Bug, sondern ein> Feature:
Naja.
Da sollte dann der AGC Abgleich öfter durchgeführt werden.
Sollte aber nicht das Problem sind.
Einfach bei Inaktivität einmal ein/ausschalten.
Dann sollte sich der AGC neu einregeln.
Ja. Wie bereits erkannt ist der Franzis closed source.
Sollte aber generell gleich abgleichen, wie meiner.
Werde mich dieses Jahr nochmals hinsetzen und die Spannungsversorgung
für den TA7642 nochmals optimieren.
Da ich nicht über den Pin Pegel des ATTiny wie Franzis sondern über
einem Comparator auswerte, kann ich dessen Schaltschwelle auch ändern
;-)