Step Downer schrieb:
> Hat es aussicht auf Erfolg, wenn ich versuche das mit einer
> selbstgewickelten Luftspule zu erledigen?
Hallo,
ab und zu mache ich Induktivitäten selbst. Aber nur wenn ich keine
passende kaufen kann, z.B. wenn ich mehrere Wicklungen brauche.
Am besten gelingt das mit Ringkern: auf zwei brechen, dann zusammen mit
PCB-Material wieder kleben. Gewöhnlich ist PCB-Stärke ~= 1 mm
ausreichend. Eine Probewicklung machen, Induktivität messen, dann kann
man richtige Umwicklung berechnen.
Wenn aber eine passende Spule käuflich ist, mache ich so etwas nie. Zu
viel Arbeit und garantiert schlechtere Ergebnis. Auch wenn Topologie
statt einer Spule mit mehreren Wicklungen andere Lösungen ermöglicht
(z.B. eine fertige Spule und ein Transformator mit Ringkern, ohne
Spalte), dann mache ich lieber so.
Mit Luftspule: wenn genug viel Platz, und alles gut abgeschirmt, warum
auch nicht? Dann aber schwer mit mehreren Wicklungen, die sind zu
schwach aneinander magnetisch gebunden. So lohnt es sich nur wenn alles
ganz, ganz einfach und groß ist. So wie bei Fernsehgeräten mit Lampen.
Damals machte man oft eine Induktivität einfach auf einem Widerstand als
Kern. Widerstand könnte gleichzeitig als Dämpfer für Drossel dienen (um
Güte zu senken).
Heute aber kosten solche Drossel (mit garantierten Daten!) so wenig,
daß...
Daß ohne Kern... Von einer Seite wird Spule größer, Kupferverlust
steigt. Von anderer Seite keine Verluste für Kern... Auch Strom wird nur
durch ohmsche Erhitzung begrenzt...