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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug 40-Watt-Lötkolben nicht ausreichend um Mikroschalter zu ersetzen?


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Autor: Hans M. (674hz)
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Hallo,

ich wollte an meiner Vertical Mouse von Evoluent einen neuen 
Mikroschalter einbauen, da der alte kaputt ist, nämlich genau diesen: 
Ebay-Artikel Nr. 231495343472

Drei Kontakte des alten Schalters habe ich abgelötet, beim dritten 
gelingt es mir nicht das Lötzinn zu verflüssigen, egal wie lange ich mit 
der Lötspitze dran bleibe, das Lötzinn bleibt fest, selbst wenn ich es 
zwei Minuten und länger erhitze. Ich dachte, es ist wohl der Lötkolben 
zu billig (2014 gekauft, war das billigste Modell von Ersa, hat 30 Watt) 
und wollte daher eine Lötstation kaufen. Habe jetzt aber gesehen, dass 
die einigermaßen preiswerten von Ersa oder Weller auch oft nur um die 40 
Watt haben. Reicht das, oder wieviel Watt brauche ich?

Ich habe schon früher bemerkt, dass mein Lötkolben lange braucht um 
Lötzinn zu verflüssigen (habe bisher nur Kopfhörer und die Sprechanlage 
damit repariert).

Mittlerweile wundere ich mich aber schon, dass ich offenbar eine 
Lötstation mit recht viel Watt (also eine relativ teure Lötstation) 
brauche um einen einfachen Mikroschalter auszutauschen. Wozu sind denn 
normalerweise die 30-Watt-Geräte vorgesehen, wenn man noch nicht mal 
einen Mikroschalter damit welchseln kann? Oder was mache ich falsch? 
(wüsste nicht, was)

Werde mal bei ebay finden, ob ich eine gebrauchte Lötstation von Weller 
finde. Hat jemand vielleicht sogar einen Vorschlag welches Modell? Werde 
das Gerät eher selten nutzen, daher sollte es nicht zu teuer sein. 
Allerdings würde eine neue Vertical Mouse alleine bereits ca. 80 € 
kosten, und ich habe drei mal die gleiche Mosue von Evoluent, bei zweien 
davon muss der Schalter ausgetauscht werden.

Besten Dank und Grüße
Hans

: Bearbeitet durch User
Autor: Alex G. (dragongamer)
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Hast du mal selbst ein wenig Lötzinn hinzugefügt um damit eine 
Wärmeübertragung zum Pin zu ermöglichen?

Autor: Andreas B. (andreasb)
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Hans M. schrieb:
> Drei Kontakte des alten Schalters habe ich abgelötet, beim dritten
> gelingt es mir nicht das Lötzinn zu verflüssigen

Ist dieser Teil an einer grossen Massefläche?

Wenn ja, dann kann es schon recht Leistung brauchen, z.B. 3W LEDs wider 
vom Kühlkörper zu bringen geht mit meiner Station gerade so, die hat 
70W, 130W Spitze (aufheizen).

Für "normale" Lötstellen brauchst du aber normalerweise nicht viel 
Leistung....


mfg Andreas

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Meine Lötstation hat 40W, ich benutze ab und zu auch einen einfachen 
ungeregelten Lötkolben mit 30W. Und zwar sowohl mit bleihaltigem als 
auch bleifreiem Zinn.

Wichtiger als ausgefuchste Temperatur-Regelung ist eine gute Lötspitze. 
Die sollte nicht allzu dünn enden, weil gerade dann die Wärmeübertragung 
besonders schlecht ist.

Wenn diese Spitze das Zinn nicht rundherum annimmt, ist sie schmutzig 
oder defekt.

Autor: Lözi (Gast)
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Wenn die Lötstelle auf der PCB mit einer grossen Kupferfläche verbunden 
ist, kann es ganz gut sein dass 30..40W so schnell abgeführt werden dass 
die Temperatur unter dem Schmelzpunkt bleibt.

Bleifreie Lötzinne erfordern höhere Temperaturen als traditionelle 
Bleihaltige Lote.

Beide Effekte kombiniert = Verloren!

Autor: Hans M. (674hz)
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Alex G. schrieb:
> Hast du mal selbst ein wenig Lötzinn hinzugefügt um damit eine
> Wärmeübertragung zum Pin zu ermöglichen?

Direkt an den Pin kann ich kein Lötzinn hinzufügen, weil dieses dann gar 
nicht verflüssigt wird.

Autor: Hans M. (674hz)
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Andreas B. schrieb:
> Hans M. schrieb:
>> Drei Kontakte des alten Schalters habe ich abgelötet, beim dritten
>> gelingt es mir nicht das Lötzinn zu verflüssigen
>
> Ist dieser Teil an einer grossen Massefläche?
>

Nein, nur dieser Schalter neben ein paar anderen Bauteieln auf einer 
kleinen Platine, aber keine für mich ersichtliche Massefläche o.ä.. Ich 
dachte, es wäre vielleicht etwas großes metallisches im Schalter, dass 
die Wärme absaugt. Aber es ist ja nur ein Mikroschalter. Vielleicht 
schaffe ich es, die Tage mal ein Foto zu machen. Ich habe beim besten 
Willen keine Idee, was die Wärme absaugt. Früher hatte ich auf der 
Arbeit eine sehr gute Weller-Lötstation (weiß nicht mehr welches Modell 
und wieviel Watt), mit dieser bin ich leistungsmäßig nie an Grenzen 
gestoßen, ich kannt das Phänomen früher gar nicht, dass eine Lötstation 
zu wenig Watt haben kann. Bei dem 30-Wallt-Ersa-Lötkolben ist mir wie 
gesagt schon früher aufgefallen, dass er relativ lange braucht, um 
Lötzinn zu verflüssigen, selbst wenn gar nichts erwärmt werden soll 
außer das Lötzinn. Die Lötspitze ist meißelförmig, vielleicht 2 mm.

Autor: Teo D. (teoderix)
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Hans M. schrieb:
> Vielleicht
> schaffe ich es, die Tage mal ein Foto zu machen

Ja bitte. Das klingt etwas merkwürdig.
Mit 40W bekomme ich auch Elkos aus PC-Mainboards gelötet, wenn auch 
nicht immer das Loch ganz sauber Zinn frei wird.
Erinnert mich an 'Zefix, warum weil der Lötdraht nicht schmelzen... Ach 
Sch... das is Silberdraht'. :)

Dickere Lötspitze verwenden!?

Autor: Brett Pitt (Gast)
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>>Re: 40-Watt-Lötkolben nicht ausreichend um Mikroschalter zu ersetzen?

Davon abgesehen, daß der Lötkolben mechanisch viel größer als der 
Mikroschalter ist und auch eine ganz andere Form hat, spricht nichts 
dagegen. Wenn man nichts Anderes zur Hand hat, muß man eben 
improvisieren.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Hans M. schrieb:
> Direkt an den Pin kann ich kein Lötzinn hinzufügen, weil dieses dann gar
> nicht verflüssigt wird.

Das Lötzinn muss an die heiße Lötspitze.
Falls das ein Lötkolben ohne Temperaturregelung ist, also erstmal in 
Ruhe aufheizen lassen, etwas Lötzinn an die Spitze und dann an die 
Lötstelle.
Flussmittelgel könnte auch hilfreich sein. Notfalls hilft auch 
Unterstützung durch ein Herdplatte, die die ganze Platine insgesamt gut 
warm hält.

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Hans M. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Hast du mal selbst ein wenig Lötzinn hinzugefügt um damit eine
>> Wärmeübertragung zum Pin zu ermöglichen?
>
> Direkt an den Pin kann ich kein Lötzinn hinzufügen, weil dieses dann gar
> nicht verflüssigt wird.
Du hast das falsch verstanden.
Wie Wolfgang schon gesagt hat: An den Lötkolben mit dem Zinn und dann an 
die zu erwärmende Stelle!

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Notfalls hilft auch Unterstützung durch ein Herdplatte

Ich bevorzuge da eine Wärmeflasche aus Gummi mit kochend heißem Wasser. 
Hilft auch dabei, verklebte Smartphones zu öffnen.

Autor: Teo D. (teoderix)
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Stefanus F. schrieb:
> Ich bevorzuge da eine Wärmeflasche

Auf so'n Scheiß muss man erst mal kommen. :)
80°C sind alle mal besser als 20°C.... Kommt ganz oben auf die Agenda 
"Unbedingt Testen!".

Autor: Stefan L. (stefan_l134)
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Stelle sicher, dass die Lötspitze richtig im Lötkolben sitzt! Am besten 
auch mal vom Lötkolben Fotos machen!

Autor: Hans M. (674hz)
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Stefan L. schrieb:
> Stelle sicher, dass die Lötspitze richtig im Lötkolben sitzt! Am
> besten
> auch mal vom Lötkolben Fotos machen!

Das war wahrscheinlich des Rätsels Lösung. Die Lötspitze saß nicht ganz 
tief drin. Habe das wohl irgendwann mal so gemacht, dass der Lötkolben 
länger wird bzw. der dünne Teil mit der Spitze vorne länger ist. Habe an 
Nebenwirkungen gar nicht gedacht. Bei den Lötstationen mit denen ich 
früher im Betrieb gearbeitet habe, war es gar baubedingt nicht möglich 
die Lötspitze falsch einzusetzen.

Werde es mit dem löten die Tage noch mal probieren. Falls nichts mehr 
von mir kommen sollte, war das des Rätsels Lösung!

Besten Dank und Grüße
Hans

Autor: Dann (Gast)
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Ist er hin der Lötkolben! Überhitzt heißt das Stichwort.

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Ist er hin der Lötkolben! Überhitzt heißt das Stichwort.

Was soll das? Er funktioniert doch.

Autor: Deswegen (Gast)
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Stefanus F. schrieb:
>> Ist er hin der Lötkolben! Überhitzt heißt das Stichwort.
>
> Was soll das? Er funktioniert doch.

Ein Auto fährt auch noch mit zwei Rädern.

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