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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DIY LIDAR: Laser Entfernungsmesser mit Schnittstelle gesucht


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Autor: Sebastian H. (sebh)
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Hallo,

für mein aktuelles Projekt möchte ich möglichst akkurate Grundriss von 
Räumen erstellen können. Die existierenden, kostengünstigen 
Entfernungsmesser mit seriellem Output und auch fertige LIDAR Scanner 
scheinen alle auf Geschwindigkeit statt Genauigkeit ausgelegt zu sein 
und laut Datenblatt eher grobe Schätzeisen (Genaugikeit im Bereich 
2-5cm).

Mein Ziel ist +-0,5cm Genauigkeit, Tempo ist erstmal sekundär (wobei es 
schön wäre wenn es pro Raum nicht mehrere Tage dauern würde..).

Den Aufbau habe ich mir wie folgt vorgestellt:
Laser Entfernungsmesser auf einem Servo, nach jedem Step die Entfernung 
messen und zusammen mit dem momentanen Winkel des Servo abspeichern. 
Bereiche im Schatten des Lasers sollten sich durch umstellen des ganzen 
und erneutes Scannen des Raumes eliminieren lassen.
Mit den erstellten Datenpunkten dann (mehr oder weniger manuell) einen 
Grundriss am PC erstellen.


Leider kann ich keinen Laser Entfernungsmesser (im Bereich <200€) mit 
einer Ungenauigkeit <5mm finden der einen seriellen Ausgang hat. Es gab 
(gibt?) ein Uni-T Gerät das erfolgreich gehackt wurde, und auch bei 
einem Bosch PLR15 findet man wohl Debug Pins die sich dafür nutzen 
lassen (wobei hier die gefundene Ergebnisse mau sind). Auch haben Leica 
und Bosch Geräte mit Bluetooth, allerdings frage ich mich da wie die 
Übertragungsrate aussieht und würde eine Verbindung über Kabel 
bevorzugen.

- Kennt einer von euch ein Gerät mit einer offiziellen/dokumentierten 
Schnittstelle die sich möglichst einfach auswerten lässt?
- Oder hat Erfahrungen mit dem Uni-T, Bosch oder einem anderen gemacht 
und kann mehr dazu sagen (wie zuverlässig das ganze funktioniert, ob 
damit auch mehrere tausend Messungen ohne Probleme möglich sind etc.)


Über hilfreiche Antworten würde ich mich freuen. Gründe wieso das eine 
Schnapsidee ist und nicht funktionieren KANN sind in diesem Forum ja 
bekanntlich automatisch inbegriffen (und nicht immer unangebracht, auch 
wenn ich hoffe dieses Projekt ist eines der "realisierbaren").


Gruß,
Sebastian

Autor: malsehen (Gast)
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Autor: Sebastian H. (sebh)
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malsehen schrieb:
> 
https://www.hogetex.de/digitales-rollbandmass?gclid=EAIaIQobChMI_LHRg8jt2gIVqLztCh2ZcA_UEAQYASABEgKGzPD_BwE

Vielleicht fehlt mir die Kreativität, aber dieses Teil löst nicht das 
Problem der Schnittstelle. Es fügt nur das Problem des Ab- und 
Einrollens hinzu...

Mit Laser Entfernungsmesser meinte ich so ein Teil:
http://www.voelkner.de/products/540444/Bosch-Home-and-Garden-PLR-15-Laser-Entfernungsmesser-Messbereich-max.-15m-Kalibriert-nach-Werksstandard-ohne-Zertifikat.html

Sowas würde ich gerne digital bedienen und auslesen, wenn möglich nicht 
über Bluetooth.

Autor: Dieter F. (Gast)
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Sebastian H. schrieb:
> Vielleicht fehlt mir die Kreativität

Nein - Dir fehlt offensichtlich Google :-) oder die Fähigkeit passende 
Suchbegriffe zu kombinieren.

Autor: Norbert T. (atos)
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Hi!

Ich habe zwar nie welche benutzt aber die ganzen Lasermodule die bei 
Aliexpress erhältlich sind haben laut den Angaben dort eine Genauigkeit 
von etwa 2 mm und kosten unter 100 EUR. Sollte man halt ausprobieren...

Z. B. 
https://www.aliexpress.com/item/60M-Laser-ranging-module-serial-rangefinder-safety-monitoring-Distance-Measuring-serial-port-USB-to-RS232-TTL/32761612108.html?spm=a2g0s.8937460.0.0.sYBziq

: Bearbeitet durch User
Autor: Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)
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Ein gebrauchter Laser-Entfernungsmesser von Leica bei Ebay. Preis um 
70..80 Euro und Genauigkeit um 1mm. Allerdings etwas groß, so ca. 15 x 8 
x 4 cm.

Autor: Sebastian H. (sebh)
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Dieter F. schrieb:
> Sebastian H. schrieb:
>> Vielleicht fehlt mir die Kreativität
>
> Nein - Dir fehlt offensichtlich Google :-) oder die Fähigkeit passende
> Suchbegriffe zu kombinieren.

Naja, ich hab Kombinationen von Laser Sensor/Meter/Tape und 
Hack/Arduino/Serial und noch vieles mehr versucht. Google scheint nicht 
gerne auf AliExpress zu verlinken...

Norbert T. schrieb:
> Ich habe zwar nie welche benutzt aber die ganzen Lasermodule die bei
> Aliexpress erhältlich sind haben laut den Angaben dort eine Genauigkeit
> von etwa 2 mm und kosten unter 100 EUR. Sollte man halt ausprobieren...
>
> Z. B.
> 
https://www.aliexpress.com/item/60M-Laser-ranging-module-serial-rangefinder-safety-monitoring-Distance-Measuring-serial-port-USB-to-RS232-TTL/32761612108.html?spm=a2g0s.8937460.0.0.sYBziq

Danke, genau sowas habe ich gesucht. Ähnliche Suchbegriffe bei Google / 
eBay haben auch nichts "näheres" (schnellerer Versand) aufgetan, wenn 
nicht jemand eine Bezugsquelle auf dem Kontinent weiß dann heißt es wohl 
bestellen und warten.

Frank E. schrieb:
> Ein gebrauchter Laser-Entfernungsmesser von Leica bei Ebay. Preis um
> 70..80 Euro und Genauigkeit um 1mm. Allerdings etwas groß, so ca. 15 x 8
> x 4 cm.

Ich habe so einen, aber wie interagiere ich damit dann mit einem 
Mikrocontroller?

Autor: Dieter F. (Gast)
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Sebastian H. schrieb:
> Naja, ich hab Kombinationen von Laser Sensor/Meter/Tape und
> Hack/Arduino/Serial und noch vieles mehr versucht.

Ja - bestimmt :-)

laser entfernungsmesser seriell

wäre doch wohl naheliegend gewesen - oder?

Autor: Win DJ Ammer (Gast)
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>Ich habe so einen, aber wie interagiere ich damit dann mit einem
Mikrocontroller?

Sind wir beim Problem dass einem Hammerbesitzer alles wie ein Nagel 
vorkommt, auch wenns eine Schraube ist.

Autor: Sebastian H. (sebh)
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Win DJ Ammer schrieb:
>>Ich habe so einen, aber wie interagiere ich damit dann mit einem
> Mikrocontroller?
>
> Sind wir beim Problem dass einem Hammerbesitzer alles wie ein Nagel
> vorkommt, auch wenns eine Schraube ist.

Ja, was wäre denn deiner Meinung nach der richtige Schraubendreher 
dafür?

Autor: Sven B. (scummos)
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Genauigkeit bei Laserscannern ist immer ein Tradeoff zwischen 
Laserleistung, Messzeit und Rauschen. Typischerweise sind die Teile 
vermutlich eher schnell, weil man mit einem schnell beweglichen Strahl 
viel höhere Laserleistungen verwenden kann, ohne über die Grenzwerte zu 
kommen.

Die Genauigkeitswerte zu interpretieren ist auch sehr schwer: handelt es 
sich um einen systematischen oder um einen statistischen Fehler? 
Statistische Fehler spielen m.E. bei deiner Art von Messung keine Rolle. 
Nimm einfach 100 Scanlines auf, und fitte dann eine Gerade oder Ebene an 
das Ergebnis -- die statistische Varianz wird im Mikrometer-Bereich 
liegen.
Systematische Fehler schon eher, aber die meisten systematischen Fehler 
sind vermutlich eher auf das Messprinzip oder die Bedingungen 
zurückzuführen als auf das konkrete Gerät (Nichtlinearitäten bei 
Spiegelungen, Brechungsindex der Luft, Speckle, Staub in der Luft, ...)

Autor: Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)
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> Frank E. schrieb:
>> Ein gebrauchter Laser-Entfernungsmesser von Leica bei Ebay. Preis um
>> 70..80 Euro und Genauigkeit um 1mm. Allerdings etwas groß, so ca. 15 x 8
>> x 4 cm.
>
> Ich habe so einen, aber wie interagiere ich damit dann mit einem
> Mikrocontroller?

Der Leica hat eine serielle Schnittstelle.

Autor: Sebastian H. (sebh)
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Frank E. schrieb:
>> Frank E. schrieb:
>>> Ein gebrauchter Laser-Entfernungsmesser von Leica bei Ebay. Preis um
>>> 70..80 Euro und Genauigkeit um 1mm. Allerdings etwas groß, so ca. 15 x 8
>>> x 4 cm.
>>
>> Ich habe so einen, aber wie interagiere ich damit dann mit einem
>> Mikrocontroller?
>
> Der Leica hat eine serielle Schnittstelle.

Welcher? Es scheint früher welche gegeben zu haben mit serieller 
Schnittstelle (aber keine Ahnung welche Modelle und wann), aber die 
aktuellen scheinen alle Bluetooth zu haben.

Hab mir jetzt so einen China Sensor für ~40€ gekauft, mal schauen ob der 
die versprochenen 1-2mm Accuracy einhält.

Noch jemand Vorschläge für die akkurate Drehung des ganzen? Absolute 
Werte muss ich nicht anfahren können, nur der Winkel zwischen 2 
Messungen sollte möglichst genau zu bestimmen sein. Hätte an einen 
Drehkranz mit Schnecke gedacht, aber der Markt für kleine Drehkränze 
scheint überschaubar (der billigste den ich gefunden habe war 30€ für 
nen Plastikkranz).
Direkt auf einen Stepper?
Servo auf Endless umbauen?
Selbst Zahnräder in der Größenordnung 8-15cm scheinen nicht so häufig 
benötigt zu werden (zumindest wenn man Metall bevorzugt, vielleicht muss 
ich mit einem aus Plastik Vorlieb nehmen).

Hätte an 0,1°-0,3° Schritte gedacht, um alle paar cm einen Datenpunkt zu 
haben (ist auf der geraden nicht so wichtig, aber vor allem in den Ecken 
muss man dann weniger extrapolieren).


Sven B. schrieb:
> Genauigkeit bei Laserscannern ist immer ein Tradeoff zwischen
> Laserleistung, Messzeit und Rauschen. Typischerweise sind die Teile
> vermutlich eher schnell, weil man mit einem schnell beweglichen Strahl
> viel höhere Laserleistungen verwenden kann, ohne über die Grenzwerte zu
> kommen.

Ja, wobei ich nicht glaube das es um die Leistung geht. Bis 100m scheint 
kein Problem zu sein, dann allerdings mit Messzeiten von 0,3-3s laut 
Datenblatt. Ich hoffe eher bei den 0,3s zu sein da innen und daher wenig 
Sonneneinstrahlung.

> Die Genauigkeitswerte zu interpretieren ist auch sehr schwer: handelt es
> sich um einen systematischen oder um einen statistischen Fehler?
> Statistische Fehler spielen m.E. bei deiner Art von Messung keine Rolle.
> Nimm einfach 100 Scanlines auf, und fitte dann eine Gerade oder Ebene an
> das Ergebnis -- die statistische Varianz wird im Mikrometer-Bereich
> liegen.
> Systematische Fehler schon eher, aber die meisten systematischen Fehler
> sind vermutlich eher auf das Messprinzip oder die Bedingungen
> zurückzuführen als auf das konkrete Gerät (Nichtlinearitäten bei
> Spiegelungen, Brechungsindex der Luft, Speckle, Staub in der Luft, ...)

Ich denke 100 Scanlines werden nicht ausreichend sein. Grob 
überschlagen, wenn ich den Scanner bei einem Raum von 3m*5m in die Mitte 
des Raumes stelle hab ich in den Ecken bei 1° Schritten schon 10cm von 
Punkt zu Punkt. In einem Altbau kann bei 10cm viel passieren. Zwischen 
den Ecken würden ein paar vereinzelte Messpunkte sicherlich reichen, 
aber Türstöcke und Heizkörpernischen wollen auch erkannt werden.

: Bearbeitet durch User
Autor: Name H. (hacky)
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Der Poster hat Null Ahnung von Nichts.
Mechanik, Drehung, Entfernung, Laser, Microcontroller, Kommunikation.

Das wird heiter ...

: Bearbeitet durch User
Autor: Florian (Gast)
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Mann könnte auch Geld auf das Problem werfen:

https://lasers.leica-geosystems.com/eu/de/blk360

Autor: Future Man (Gast)
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Alles Low Tech.
ich würde hier auf einen Prometeus Scanner zurückgreifen.

hier das Produktvideo:

Youtube-Video "Prometheus 3D scanner"

Autor: DanVet (Gast)
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Autor: Sebastian H. (sebh)
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Florian schrieb:
> Mann könnte auch Geld auf das Problem werfen:
>
> https://lasers.leica-geosystems.com/eu/de/blk360

Ja, hab ich gesehen. Ich schrecke nicht davor zurück wenige hundert € 
dafür auszugeben (und würde auch einen fertigen LIDAR für <=500€ kaufen, 
wenn es einen mit der gewünschten Genauigkeit zu dem Preis gäbe). Aber 
der blk360 ist "leicht" außerhalb meines Preisbereichs. Genaugenommen 
liegt der außerhalb des Preisbereichs meines nächsten Autos.

Der 3D Disto müsste das auch können und kostet gerade mal 6700€ (netto, 
aber wer rechnet schon so genau). Aber auch hier müsste ich mich 
zwischen Auto und Scanner entscheiden, und da ich auf dem Dorf wohne und 
von A nach B kommen muss...
https://lasers.leica-geosystems.com/eu/de/3d-disto-0

Was mich dabei wundert:
"Dem Laser wird alle Ehre zugesprochen. Um jedoch bis zu 1 mm 
Genauigkeit @ 10 m zu messen, misst der 3D DISTO™ sowohl den 
horizontalen und vertikalen Winkel als auch die Schrägstrecke mit 
Winkelmess-Sensoren, die unsere Totalstationen auch verwenden. Diese 
Technologie entwickelt Leica Geosystems schon seit über 90 Jahren 
weiter."

Winkel messen, klar (in meinem Fall nur den horizontalen). Strecke 
messen, auch klar. Aber was meinen die mit "Schrägstrecke mit 
Winkelmess-Sensoren" messen?

DanVet schrieb:
> man könnte sowas nehmen
> 
https://www.jenoptik.de/produkte/messtechnik/laser-distanzsensoren/ldm4x-laser-distanzsensor
> keine Ahnung was es kostet
> könnte dann so aussehen
> http://spacetec.de/spacetec-R2.html

Ja, sowas stell ich mir vor (und der bestellte China-Sensor ist 
hoffentlich ähnlich). Die vertikale Ebene lasse ich außen vor, möchte 
den Sensor nur in kleinen, definierten Schritten um 360° drehen.

Zahnrad mit Schnecke und diese mit einem Stepper bewegen?
Direkt auf die Welle des Steppers und Microstepping?

Future Man schrieb:
> Alles Low Tech.
> ich würde hier auf einen Prometeus Scanner zurückgreifen.
>
> hier das Produktvideo:
>
> Youtube-Video "Prometheus 3D scanner"

Eine nicht ganz so schicke Version davon könnte man mit einer Drohne 
bestimmt realisieren. 2 LIDAR (einer vertikal, einer horizontal). 
Zusammensetzen der Messergebnisse könnte nochmal kritisch sein, aber ein 
ungefährer Scan sollte damit möglich sein.
Nachdem Gorch Fock mir bereits meine Kompetenz (bzw. Lernfähigkeit) für 
das von mir angedachte Projekt in Frage gestellt hat, werde ich "auf dem 
Boden" bleiben. Vielleicht kommen ja später noch Räder drunter, um die 
Position selbstständig wechseln zu können.

: Bearbeitet durch User
Autor: DanVet (Gast)
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> Ja, sowas stell ich mir vor (und der bestellte China-Sensor ist
> hoffentlich ähnlich). Die vertikale Ebene lasse ich außen vor, möchte
> den Sensor nur in kleinen, definierten Schritten um 360° drehen.
>
> Zahnrad mit Schnecke und diese mit einem Stepper bewegen?
> Direkt auf die Welle des Steppers und Microstepping?
>

Für einen Grundriss brauchst du doch eigentlich nur die Ecken des 
Raumes. Es sei denn du willst bei Altbauten die krummen Wände 
dokumentieren.
Es würde also reichen den Lasermesser mit einem Winkelencoder zu 
verbinden und dann die Entfernungen zur Ecke zu messen.
Ach ja, du musst natürlich vertikal und horizontal drehen können. Also 
zwei Encoder.
Du hast dann zwei Winkel und eine Entfernung. Daraus kannst du deine 
Wandgeraden berechnen.

Autor: Sebastian H. (sebh)
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DanVet schrieb:
>> Ja, sowas stell ich mir vor (und der bestellte China-Sensor ist
>> hoffentlich ähnlich). Die vertikale Ebene lasse ich außen vor, möchte
>> den Sensor nur in kleinen, definierten Schritten um 360° drehen.
>>
>> Zahnrad mit Schnecke und diese mit einem Stepper bewegen?
>> Direkt auf die Welle des Steppers und Microstepping?
>>
>
> Für einen Grundriss brauchst du doch eigentlich nur die Ecken des
> Raumes. Es sei denn du willst bei Altbauten die krummen Wände
> dokumentieren.
> Es würde also reichen den Lasermesser mit einem Winkelencoder zu
> verbinden und dann die Entfernungen zur Ecke zu messen.
> Ach ja, du musst natürlich vertikal und horizontal drehen können. Also
> zwei Encoder.
> Du hast dann zwei Winkel und eine Entfernung. Daraus kannst du deine
> Wandgeraden berechnen.

Wie du sagst, die krummen Wände und Ecken im Altbau sind nicht zu 
unterschätzen. "Maurer kennt kein Maß" wurde früher immer gesagt, und 
zumindest bei den Maurern die hier aktiv waren stimmt es.
Nebenbei: Die Tenne wurde mehrere Meter länger als geplant, da erst im 
nachhinein festgestellt wurde, dass das Maßband sich durchs ziehen 
massiv gelängt hatte (war aber kein Maurer sondern "Versagen" meiner 
Vorfahren).

2 Ideen kamen mir noch: Die Messzeit könnte reduziert werden, indem man 
die Schrittweite in Abhängigkeit der letzten Messung anpasst. Bei nur 1m 
Distanz kann man in größeren Abständen messen als bei 3m oder 5m.
Und wenn man das ganze mit minimalem Spiel hinbekommt, dann könnte man 
Versuchen bei der Messung Ecken zu "erkennen" und diese besonders genau 
messen. Würde allerdings ein zurückfahren erfordern, und dementsprechend 
wenig Spiel wäre vonnöten.

Autor: Dieter F. (Gast)
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Sebastian H. schrieb:
> Mein Ziel ist +-0,5cm Genauigkeit, Tempo ist erstmal sekundär

Prima - Zeit brauchst Du nämlich :-)

Sebastian H. schrieb:
> wenn ich den Scanner bei einem Raum von 3m*5m in die Mitte
> des Raumes stelle hab ich in den Ecken bei 1° Schritten schon 10cm von
> Punkt zu Punkt. In einem Altbau kann bei 10cm viel passieren. Zwischen
> den Ecken würden ein paar vereinzelte Messpunkte sicherlich reichen,
> aber Türstöcke und Heizkörpernischen wollen auch erkannt werden.

Das passt nicht so recht mit den 0,5 cm Genauigkeit zusammen. Aber egal, 
gehen wir mal von einem Altbau-Zimmer mit 3 x 5 m und wenigstens 3 m 
Höhe bei 0,5 cm Genauigkeit aus.

Das wären 3200 Messpunkte pro Ebene * 600 Ebenen = 1.920.000 Messpunkte 
gesamt. Bei ca. 1 Sekunde / Messpunkt komme ich auf 533 1/3 Stunden 
Messzeit. Das ist schon ordentlich :-) (falls ich mich nicht verrechnet 
habe ...)

Autor: Sebastian H. (sebh)
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Dieter F. schrieb:
> Sebastian H. schrieb:
>> Mein Ziel ist +-0,5cm Genauigkeit, Tempo ist erstmal sekundär
>
> Prima - Zeit brauchst Du nämlich :-)
>
> Sebastian H. schrieb:
>> wenn ich den Scanner bei einem Raum von 3m*5m in die Mitte
>> des Raumes stelle hab ich in den Ecken bei 1° Schritten schon 10cm von
>> Punkt zu Punkt. In einem Altbau kann bei 10cm viel passieren. Zwischen
>> den Ecken würden ein paar vereinzelte Messpunkte sicherlich reichen,
>> aber Türstöcke und Heizkörpernischen wollen auch erkannt werden.
>
> Das passt nicht so recht mit den 0,5 cm Genauigkeit zusammen. Aber egal,
> gehen wir mal von einem Altbau-Zimmer mit 3 x 5 m und wenigstens 3 m
> Höhe bei 0,5 cm Genauigkeit aus.
>
> Das wären 3200 Messpunkte pro Ebene * 600 Ebenen = 1.920.000 Messpunkte
> gesamt. Bei ca. 1 Sekunde / Messpunkt komme ich auf 533 1/3 Stunden
> Messzeit. Das ist schon ordentlich :-) (falls ich mich nicht verrechnet
> habe ...)

Naja, bisher möchte ich mal nur den Grundriss, also 1 Ebene.

Die 5mm Genauigkeit meinten auch nicht alle 5mm einen Messpunkt, sondern 
die Abweichung von der Realität soll nachher maximal 5mm pro Wand 
betragen.
Die Wände sind zwar schief, aber sie haben keine mehrere cm tiefen 
Löcher mit weniger als 1cm Breite. Alle 1-2cm einen Messpunkt würde 
folglich reichen, nur die Türstöcke könnten dann noch problematisch 
werden, vielleicht ist da manuelle Nacharbeit erforderlich. Daher sind 
auch 3200 Messpunkte pro Ebene sehr großzügig bemessen, das Problem ist 
eher die 1-2cm auch in den Ecken (schräger Winkel von Scanner zu Wand 
und höhere Entfernung) beizubehalten.
Wie oben erwähnt, 1° bei einem 3m*5m Raum ergibt bei mittiger 
Platzierung des Scanners in den Ecken bis zu 10cm Abstand zwischen den 
Messpunkten. Schritte von 0,1° wären daher super, dann könnte auch ein 
größerer Raum noch gut abgedeckt werden. Oder umsetzen und späteres 
zusammensetzen (je Ecke eine Messung mit ~1m Abstand zu den beiden 
Wänden o.ä.).

Sollte das ganze wirklich funktionieren und ich das Bedürfnis nach einem 
Ganz-Raum-Scan verspüren, käme ich wohl nicht darum herum mehrere 
Laser-Einheiten zu kaufen. 6 Stück, sternförmig angeordnet, reduziert 
die benötigte Zeit ganz massiv.
Alternativ einen Scanner pro Raum und eine Woche Urlaub nehmen :)

: Bearbeitet durch User
Autor: Dieter F. (Gast)
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Sebastian H. schrieb:
> Naja, bisher möchte ich mal nur den Grundriss, also 1 Ebene.

Wenn es Dir um die Wohnflächenberechnung geht, dann zählen andere 
Parameter:

https://ratgeber.immowelt.de/a/wohnflaechenberechnung-so-wird-richtig-gemessen.html

Autor: Detlef A (Gast)
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Ich hab mal einen laserentfernungsmesser vom chinamann gehackt. Hier 
beschrieben

Beitrag "Logger zur Registrierung von Distanzen"

Cheers
Detlef

Autor: pegel (Gast)
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Aktuell gibt es beim China Händler um die Ecke:

https://www.action.com/de-de/

einen Mini Laser Entfernungsmesser bis 20m, +-3mm für 14.95€.

In diesem werkelt ein STM32F030C6T6 und die SWD Schnittstelle ist im 
Batteriefach zugänglich.
Leider hat der China Mann nicht vergessen den Ausleseschutz zu setzen. 
:(

Nur so als Anregung.

Autor: Der Andere (Gast)
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Darf man mal vorsichtig fragen was der Sinn des Ganzen werden soll?

Autor: pegel (Gast)
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Autor: Christoph Ernst (Gast)
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Das Video ist von mir. Den UT390b bekommt man aber leider nicht mehr, 
nur das Nachfolgermodell...

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