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Forum: Offtopic Eigener Name = Markenname ?


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Autor: Gustav K. (hauwech)
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Hallo,

suche eben etwas im großen Auktionshaus und achte dabei auf einen 
bestimmten Hersteller, bzw. einen bestimmten Markennamen.

Oft steht in der Beschreibung hinter Marke: markenlos. Immerhin positiv, 
denn hier brauche ich nicht zu kaufen, da bei dem gesuchten Artikel 
NoName nicht in Frage kommt.

Nun liest man aber immer häufiger z.B. als Marke: LM-Tools

Schaut man dann genauer hin, ist das nur die Abkürzung des Shops. In dem 
Beispiel hieße der Shop "Lieschen-Müller-Tools". Wobei die Bilder und 
die Beschreibung ziemlich eindeutig auf einen NoName Artikel in 
zweifelhafter Qualität hindeuten.

Ist es zulässig, NoName auf diese Art als Markenartikel anzubieten?
Ich sehe hier eher eine Irreführung des Kunden.

Grüße von Gustav

Autor: Michael P. (mipo)
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"Marke" ist nur ein (eingetragener) Name. Lieschen Müller kann alles 
mögliche unter ihrem Namen\Label verkaufen. Wo ist da die Irreführung?!

Autor: Mac G. (macgyver0815)
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Gustav K. schrieb:
> Ist es zulässig, NoName auf diese Art als Markenartikel anzubieten?

Solange keine anderen existierenden geschützten Marken genutzt werden - 
ist das natürlich erlaubt.


Soweit ich weiss MUSS man sowas bei Elektronik mittlerweile sogar machen 
wegen WEEE/EAR, weil man da irgendeine Marke registrieren und aufs 
Produkt schreiben muss (und wenns der eigene Name ist) - komplett 
no-name verkaufen geht offiziell eigentlich gar nicht mehr, nur bei 
Direktversand aus dem Ausland wenns durch den Zoll durchrutscht.

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Autor: Gustav K. (hauwech)
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Michael P. schrieb:
> "Marke" ist nur ein (eingetragener) Name. Lieschen Müller kann alles
> mögliche unter ihrem Namen\Label verkaufen. Wo ist da die Irreführung?!

OK, wieder was gelernt: Marken sind absolut bedeutungslos.
Also zählt einzig der Name des Herstellers.

In meinem Beispiel kostet der gleiche (ursprüngliche NoName-Artikel) als 
"Markenartikel" von Lieschen-Müller-Tools mal eben das 3-fache. Und hier 
wird auch gekauft. Wie lautet die oft gelesene Empfehlung: Wer billig 
kauft, kauft zweimal. Ob billig oder teuer - man kauft den gleichen 
Müll. Keine Irreführung?

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Wie wärs wenn du von der veralteten Denke "Marke = Gut" verabschieden 
würdest?

Klar, wenn es eine bekannte Marke ist, welche das Objekt auch 
hergestellt hat (nicht nur den Namen verliehen), dann vieleicht, aber 
ansonsten ist es einfach quatsch.
Gar nicht so selten bleibt bei einem Unternehmen, mehr Geld für die 
Qualität übrig, wenn sie nicht den Kostenaufwand betreiben müssen, 
irgendwelche Titel an das Produkt zu hängen.


Gustav K. schrieb:
> Ob billig oder teuer - man kauft den gleichen
> Müll. Keine Irreführung?
Das ist halt das Risiko von Onlinekäufen.
Darum hat man das 14tägige Rückgaberecht eingeführt.

Wenn man es unebdingt so billig braucht, dass es direkt aus China kommen 
muss, muss man halt damit leben...

Btw. Produktrezensionen gibt es auch als Orientierung - wenn auch 
natürlich kein Allheilmittel.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gustav K. (hauwech)
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Alex G. schrieb:
> Wie wärs wenn du von der veralteten Denke "Marke = Gut" verabschieden
> würdest?

Muss ich wohl oder üblel: Bisher hatte ich einen Markenartikel einem 
NoName Artikel vorgezogen. Weil ein Markennamen zumindest beschädigt 
werden kann (z.B. durch Bewertungen o.ä.), während NoName generell einen 
Jagdschein hat.

> Wenn man es unebdingt so billig braucht, dass es direkt aus
> China kommen muss, muss man halt damit leben...

Woher weiß ich nun, dass "Lieschen-Müller-Tools" in China verortet sind?

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Gustav K. schrieb:
> Woher weiß ich nun, dass "Lieschen-Müller-Tools" in China verortet sind?

Meinte nicht nur dass es dort hergestellt wird - das gilt ja auch für 
wahrscheinlich 80% der "Markenware", sodnern dass es direkt von dort 
kommt, was das Rücksenden schwer macht. Das erkennst du einfach an der 
Versanddauer.

Autor: Teo D. (teoderix)
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Alex G. schrieb:
> Wie wärs wenn du von der veralteten Denke "Marke = Gut" verabschieden
> würdest?

Marken sind so mächtig in den Köpfen, so das eher das Gegenteil 
zutrifft. :)

Autor: Le X. (lex_91)
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Gustav K. schrieb:
> Wer billig kauft, kauft zweimal.

Der Spruch ist so alt wie er falsch ist.

Autor: Kevin K. (nemon) Benutzerseite
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Ich habe hier auch Geräte von so nem Laden, der nennt sich Hewlett 
Packard. Kann ich dem halbwegs vertrauen?

Autor: MaWin O. (Gast)
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Kevin K. schrieb:
> Ich habe hier auch Geräte von so nem Laden, der nennt sich Hewlett
> Packard. Kann ich dem halbwegs vertrauen?

Nö.
Die sind bekannt dafür Defeat Devices (Schwamm-Zähler) einzubauen und 
ihre Kunden mit überteuerten Tintenpatronen abzuzocken.

Autor: Mac G. (macgyver0815)
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Kevin K. schrieb:
> Ich habe hier auch Geräte von so nem Laden, der nennt sich Hewlett
> Packard. Kann ich dem halbwegs vertrauen?


HP/Agilent/Keysight Messgeräte sind i.d.R. gut.
Aber auch die haben schon Rigol unter ihrer eigenen Marke verkauft...

Autor: Gustav K. (hauwech)
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Teo D. schrieb:
> Marken sind so mächtig in den Köpfen, so das eher das Gegenteil
> zutrifft. :)

Also wie trifft man nun seine Auswahl, wenn der gesuchte Artikel von 
unzähligen Anbietern in unzähligen Varianten (Abbildung ähnlich) 
angeboten wird?

Marke ist out, der Preis ebenso. Also kauft man das, was die 
Suchmaschine oben einsortiert hat. Denn das Unternehmen hinter der 
Suchmaschine kennt mittlerweile meine Interessen genau und weiß, was gut 
für mich ist. Ist das der Weg?

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Wie schon gesagt, Rezensionen und auf einen Shop achten wo man 
problemlos zurückschicken kann.

Was der beste Weg ist, hängt stark von der Produktart ab.
Was suchst du? Werkzeug? Drucker?

Autor: Percy N. (vox_bovi)
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Alex G. schrieb:
> Was suchst du? Werkzeug? Drucker?

Deutsche Markenbutter?

SCNR

Autor: A. S. (achs)
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Das Problem ist ja nicht, Qualität zu kaufen (das geht im Fachhandel) 
sondern möglichst billig. Das geht nur über Glücksspiel, da 
entscheidende Faktoren (Intelligenz der Entwickler und produzierte 
Menge) für dich  unsichtbar sind. Und da kommt dann nochmal das ganze 
Heer der obdoleszenz oben drauf, + kriminelle Sparmaßnahmen + 
Produktpiraterie.und schlicht und einfach Pech (Montagsgerate)

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Gustav K. schrieb:
> Ist es zulässig, NoName auf diese Art als Markenartikel anzubieten?

Natürlich, oder glaubst du, daß die Firmen die Produkte mit ihrem 
aufgestempelten Namen verkaufen, die auch HERSTELLEN ?

http://www.datatec.de/Fluke-Stromzange-i80-110S-100A-Oszilloskop.htm

http://www.datatec.de/Chauvin-Arnoux-E3N-Stromzange-100kHz-100A-Oszilloskop.htm

Autor: Gustav K. (hauwech)
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Achim S. schrieb:
> Das Problem ist ja nicht, Qualität zu kaufen ...
Doch, genau das ist mein Problem !

Achim S. schrieb:
> das geht im Fachhandel ...
Das war mal, Baumärkte haben dem Fachhandel hier den Garaus gemacht. Und 
seit die Discounter auch noch Werkzeuge verkaufen, geht der Wettbewerb 
nur noch über den Preis. Ergebnis: Man hat nur noch die Wahl zwischen 
minderwertig und besonders minderwertig.

Michael B. schrieb:
> Natürlich, oder glaubst du, daß die Firmen die Produkte mit ihrem
> aufgestempelten Namen verkaufen, die auch HERSTELLEN ?
Da gib es einen feinen Unterschied: APPLE lässt seine Smartphones auch 
beim Chinesen fertigen, hat aber Mechanismen eingeführt, dass dort nur 
perfekte Geräte das Werk verlassen. APPLE wäre sehr schnell weg vom 
Fenster, wenn der Kunde für 1.000 EUR einen Haufen Schrott kaufen würde. 
Eine solche Qualitätssicherung wird man bei Lieschen-Müller-Tools 
sicherlich nicht finden.

Alles zusammenkaufen und wieder zurückschicken ist keine vernünftige 
Option. Möchte nicht wissen, wie lange PayPal da zuschaut und dann den 
Account sperrt. Dann hat man ein richtiges Problem.

Rezensionen sind n.m.E. im Bereich Werkzeuge größtenteils wertlos. Die 
meisten Bastler haben von Zerspanung keine Ahnung und das Wort Rundlauf 
oder Standzeit noch nie gehört.

Autor: Dominik K. (kilo81)
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Gustav K. schrieb:
> Rezensionen sind n.m.E. im Bereich Werkzeuge größtenteils wertlos. Die
> meisten Bastler haben von Zerspanung keine Ahnung und das Wort Rundlauf
> oder Standzeit noch nie gehört.

Gustav K. schrieb:
> Weil ein Markennamen zumindest beschädigt
> werden kann (z.B. durch Bewertungen o.ä.), während NoName generell einen
> Jagdschein hat.

Ja was denn nun? Wo ist denn nun das Problem?

Deine Ausgangsfrage wurde ja geklärt! Jetzt geht es anscheinend um 
Qualität.
Eine Marke, die man noch nie gehört hat muss nicht zwangsläufig 
minderwertig sein.
Anderseits kommt zum Beispiel von der Marke Grundig mittlerweile auch 
nur noch 08/15 Zeugs, weil die Marke aufgekauft worden ist, etc etc...

Wenn du so hohe Anforderungen an ein Werkzeug hast, dann wirst du DEINE 
Marke bestimmt schon haben, die du dir kaufst.
Und natürlich gibt es Markenwerkzeuge die dreimal so viel kosten wie 
Noname Produkte.
Das hat aber mit der Ausgangsfrage nichts zu tun.

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Autor: Percy N. (vox_bovi)
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Gustav K. schrieb:
>
> Da gib es einen feinen Unterschied: APPLE lässt seine Smartphones auch
> beim Chinesen fertigen, hat aber Mechanismen eingeführt, dass dort nur
> perfekte Geräte das Werk verlassen. APPLE wäre sehr schnell weg vom
> Fenster, wenn der Kunde für 1.000 EUR einen Haufen Schrott kaufen würde.
> Eine solche Qualitätssicherung wird man bei Lieschen-Müller-Tools
> sicherlich nicht finden.

Wie viele LM-T-Handys sind denn schon abgebrannt? Wie viele wurden 
zurückgerufen?
Hat sich Lieschen Müller auch schon veranlasst gesehen, den Kunden neue 
Akkus geradezu nachzuwerfen?

Wie hieß doch gleich der Laden, der nahezu alle Pkw-Hersteller mit 
mörderischen Windbeuteln beliefert?

Autor: A. S. (achs)
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Gustav K. schrieb:
> Doch, genau das ist mein Problem !
>
> Achim S. schrieb:
>> das geht im Fachhandel ...
> Das war mal, Baumärkte haben dem Fachhandel hier den Garaus gemacht. Und
> seit die Discounter auch noch Werkzeuge verkaufen, geht der Wettbewerb
> nur noch über den Preis. Ergebnis: Man hat nur noch die Wahl zwischen
> minderwertig und besonders minderwertig.

Nenne mir doch mal Branchen, wo Du keinen Fachhandel und keine 
hochwertigen Marken findest. Dass der richtige Kreuzschraubenzieher aus 
dem 3€ Al(d)i-Satz besser ist als ein 30€ hochwertiger falscher, 
verzerrt natürlich die Wahrnehmung.

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