Platinen-Loch als Zugentlastung

OP #5413456
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Hallo Community,

in privaten Prototypen auf Lochraster hab ich öfters Drähte die 
irgendwohin nach aussen gehen, neben der Lötstellen inkl. Isolierung 
gleich durch ein weiteres Loch gefädelt um damit eine ganz primitive 
Zugentlastung zu erreichen.

Nun arbeite ich am ersten Projekt das auch mal andere Leute sehen werden 
und mit richtiger, geätzter Platine - jedoch weiterhin ohne festes 
Gehäuse.
Frage ist, wäre dieses Vorgehen noch immer "angebracht"?
Es geht um Wearable Komponenten. D.h. die durch die Drähte verbundenen 
Komponenten bewegen sich zueinander. Werden aber nicht direkt starken 
Zug ausüben.

Klassisch in billigen Geräten sieht man oft Heisskleber für diesen 
Zweck, aber das möchte ich der Optik wegen nicht unbedingt nehmen.

Scheuern Kabel in diesen Löchern eigentlich durch?
Oder ist das generell sehr unprofessionell?
Was meint ihr?

Hoffe auf Antwort und wünsche ein erholsames Wochenende :)
(Firma: matzetronics) #5413459
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Alex G. schrieb:
> Es geht um Wearable Komponenten. D.h. die durch die Drähte verbundenen
> Komponenten bewegen sich zueinander.

Dafür würde ich die Platinenloch Variante nicht mehr nehmen. Ich finde 
diese Methode zum Festlegen von Drähten zwar gut, aber wenn man mit 
dauerndem Bewegen rechnen muss, reichts m.E. nicht. Durchscheuern könnte 
da zum Problem werden.
OP #5413460
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Hmm, danke für die Einschätzung!
Grade wollte ich noch hinzu ediieren dass ich klassische, aufgeschraubte 
Zugentlastungen eher nicht nehmen will weil es recht beengt zugeht und 
jeweils bis zu 6 Drähte nah nebeneinander liegen.

Ich suche mal nach einer Art Gummiklemme/Steifen das man über alle 
Ziehen/befestigen könnte.
OP #5413467
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D a v i d K. schrieb:
> Für die Serie würde ich mir eine Zugentlastung auflöten. Gibt diverse
> Komponenten dafür.  Oft jedoch wie schon richtig beobachtet am Gehäuse
> und nicht an der Platine.
Wie meinst du das "auflöten... am Gehäuse und nicht an der Platine"?

Wenn ich nach "Zugentlastung löten" suche, finde ich nur Dinge in 
Zusammenhang mit Steckern.

EDIT: "THT Zugentlastung" ist etwas zielführender. Mal sehen.


EDIT 2:
Vka schrieb:
> Was spricht gegen Flachbandkabel und Micromatch Stecker?
> Die sind schön flach, und falls mal was ausfällt ist ein Kabel schnell
> ausgetauscht.
> Mit etwas Geschick lassen sich auch einzelne Adern 0,14mm² crimpen.

Mit sowas bin ich noch nie in Berührung gekommen sieht aber eigentlich 
gut aus. Interessante Idee und in der Tat wäre das schön modular und 
austauschbar.
#5413511
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Zwei Löcher.
Kabelbinder... suboptimal.
Besser sowas:
https://www.lampen-ersatzteile.de/Lampenkabel-Polyamidschelle-Zugentlastung-30x10x4mm

Pollin hat das Sortiment, leider nicht mehr im Angebot.

Kleineres Zeug (Kabel), Heißkleber und Schrumpfschlauch (Knickschutz). 
Letzteres fertig mit Kleber kaufen oder ein paar Stückchen mit rein 
(unten mehr als oben, ist günstig). Je nach wo/wie braucht es nicht 
mal ein Loch. Die Platine muss aber mit heiß werden oder vorwärmen, 
damit der Heißkleber bombig hält.

Über Stecker ist natürlich nicht zu streiten....
#5413555
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Alex G. schrieb:
> Scheuern Kabel in diesen Löchern eigentlich durch?
> Oder ist das generell sehr unprofessionell?

Wenn du die Litzen zusammenfasst und an der Stelle mit Schrumpfschlauch 
versiehst, ist durchscheuern ziemlich ausgeschlossen.Das Schrumpfen 
übrigens erst an Ort und Stelle.

Aber 2 Löcher solltest du schon dem Kabel schon gönnen, ähnlich wie bei 
Lampenaufhängungen.

Eine solche elastische Zugentlastung ist sogar haltbarer als eine feste, 
da die Zugkräfte besser verteilt werden.
Gast #5413767
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georg schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Frage ist, wäre dieses Vorgehen noch immer "angebracht"?
>
> Nein. Minimum sind 2 Löcher seitlich, und ein Kabelbinder, der die Kabel
> festzurrt. Sihe Bild.
>
> Georg

Ist dieses Bild ist ein klassisches Beispiel wie man es nicht machen 
sollte.

Das ist völliger Murks!

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