Hallo Leute!
Möchte auf einem Pi 3B+ Nextcloud installieren diesen in meinem lokalen
LAN bereitstellen.
Welche Festplatte würdet ihr mir da empfehlen?
Bin für alles offen, 2TB sollte es groß sein.
Sollte im Dauerbetrieb (NAS) zuverlässig funktionieren und stromsparend
sein.
Danke für alle Tipps im Voraus!
Danke für die Tipps!
WD red hatte ich auch schon im Kopf, jedoch ist das ja eine 3,5 Zoll
Einbauplatte.
Ich bräuchte dazu also auch ein Gehäuse mit SATA zu USB Wandlung und
externer Stromversorgung.
Es wäre mir da sehr wichtig, dass auch das Netzteil im Dauerbetrieb
zuverlässig funktioniert und keinesfalls Brandgefahr o.ä. davon ausgeht.
Schön wäre es auch, wenn die Platte in Ruhezustand gehen würde, wenn
nicht darauf zugegriffen wird...
Was gibt es da für Lösungen?
Danke im Voraus!
Benutze den Pi als Briefbeschwerer und leg dir was anständiges zu,
wo das Netzwerk nicht durch ein USB-Interface muss und
das dedizierte SATA/SAS-Ports und Gigabit hat!
Der Pi als NAS ist Murks!
Bin offen für alles, bitte aber um Vorschläge...
Mehr als 200€ sollte es aber nicht kosten.
Die Geschwindigkeit ist mir nicht so wichtig. Hauptsache, es ist
schneller, als mein 30MBit Internet.
Hallo,
also Murks ist was anderes...Dein pauschales Posting z.B.
Ich habe ein 7-er Cluster aus Raspis 3 laufen und darin wiederum 2
Festplattenl, allerdings nur mit 314GB.
Wdlabs hat das Pidrive aus normalen 2.5"-Laufwerken und einer speziellen
USB-Treiberelektronik, also ohne USB-SATA-Konverter ausgestattet.
Das Pidrive gibt es auch mit 1TB, unter Raspian ist das Mounten einer 2.
Platte kein Zaubertrick.
USB2.0, fehlendes SATA und 100er LAN setzen dem ganzen klare Grenzen.
Andererseits steht bei mir am Ende immer ein Rechner im Wlan, und da
haben theoretische und verfügbare Bandbreite wenig miteinander zu tun
(aktuelle FB als Router).
Klar geht es besser und schneller, für mehr Kohle ist immer mehr zu
haben.
Aber der Lerneffekt ist enorm, und eine riesige Performance brauche ich
nicht. Und bei 7 Raspis kann ich ja noch mit Load Banancing
experimentieren...
Fazit: als NAS out of the box nicht zu empfehlen, aber als Hobby
irgendwie genial.
Gruß,
Michael
Die WD Red laufen auch bei mir seit mittlerweile 3 Jahren im
Dauerbetrieb ohne Probleme und ohne Änderungen der SMART Werte.
Reichelt hat gerade was von Seagate 'IronWolf' im Newsletter gehabt, die
wohl aufs gleiche Einsatzgebiet abzielen - 2TB für 71 Euro.
Ein RPi wäre mir aber zu wackelig, hier ists ein Mini-ITX mit Celeron
220 und Debian.
Der Pi 3B+ soll eine Ethernet-Geschwindigkeit von real 315MBits/s
erreichen...
Das würde mir problemlos reichen.
Dass die SD-Karte mal seinen Geist aufgibt, ist mit klar.
Deshalb mache ich nach der fertigen Konfiguration ein Backup.
Gibt es sonst noch Gründe, wieso ich etwas anderes nehmen sollte?
Weiters würde mich interessieren, wie man das mit dem Stromsparen
hinbekommt. Also dass die Platte in den Ruhezustand geht, wenn die
Platte nicht gebraucht wird.
> Der Pi 3B+ soll eine Ethernet-Geschwindigkeit von real 315MBits/s> erreichen...
Ja, vielleicht aus seinem /dev/zero...
Was an SATA und Gigabit hast du jetzt genau nicht verstanden?
Und ja, sowas gibt es im selben Preisbereich.
2.5" USB-Platten gehen eigentlich automatisch in den Sleep.
Bei manchen kann man das mit einem Herstellertool bzgl.
der Zeiten konfigurieren.
Manche Platten sind beim Aufwecken aber so schnarchnasig,
das der Host schon Plattenfehler meldet.
Das ist für ein Root-FS natürlich tödlich.
Der Pi als ist *Murks*!
Bedenkenträger schrieb:> wo das Netzwerk nicht durch ein USB-Interface
Hääää! Da muß kein Netzwerk durch den USB Anschluß. Nix Ahnung aber
tönen. Für so etwas ist der Pi sehr gut geeignet. Da installiert man das
minimal Nötige, also definitiv kein X11, und gut ist.
@TO:
Bezüglich Netzteil: Ich baue solche Sachen gern in Verteilerkästen ein
und da bieten sich Hutschienennetzteile an. Ich habe da einen Pi im
Außeneinsatz laufen und der tut seit gut 2 Jahren. Als Netzteil habe ich
da ein Meanwell 5V/2,4A genommen. Die gibt es auch noch stärker. Kosten
bei Pollin so um die 25€. Das NT versorgt locker den Pi und die
Festplatte.
Das nur mal so als Idee - man kann es natürlich ganz anders machen.
Zeno schrieb:>> wo das Netzwerk nicht durch ein USB-Interface>> Hääää! Da muß kein Netzwerk durch den USB Anschluß.
Das Ethernet vom RPi hängt auch bei 3B+ noch am USB-Anschluss des SoC.
Nur neuerdings als 1Gb, vorher 100Mb. Deshalb wurden ja auch nur 315
Mb/s gemessen, die 480 Mb/s vom USB 2.0 lassen grüssen.
NASbauer schrieb:> Dass die SD-Karte mal seinen Geist aufgibt, ist mit klar.> Deshalb mache ich nach der fertigen Konfiguration ein Backup.
Tut sie nicht, wenn Du darauf wenig schreibst. Es spricht auch nichts
dagegen die externe Platte in mehrere Partitionen aufzuteilen. Eine
kleine mit 4-16GB für das root System, darauf wird die SD gespiegelt.
Die zweite große Partition ist für die Daten des NAS. Man kann die
Platte auch noch weiter aufteilen wenn man mag und z.B. eine zusätzliche
Swappartition einrichten. Auf der SD Karte muß nur noch der FAT-Anteil
stehen bleiben, also das Verzeichnis boot.
Damit gibt es praktisch keine Schreibzugriffe mehr auf die SD.
Es sprich auch nichts dagegen 2 HDD einzusetzen - eine für's System und
eine für die Daten.
A. K. schrieb:> Das Ethernet vom RPi hängt auch bei 3B+ noch am USB-Anschluss des SoC.> Nur neuerdings als 1Gb, vorher 100Mb. Deshalb wurden ja auch nur 315> Mb/s gemessen, die 480 Mb/s vom USB 2.0 lassen grüssen.
Ja hast recht, intern läuft das noch über USB. Ich dachte er wollte
einen zusätzlichen USB/LAN Adapter anstecken.
Aber dem TO würde ja die völlig Netzwerkgeschwindigkeit ausreichen. Ich
habe auch kein Gigabit LAN am Laufen und komme da bestens mit hin. Für
privat reicht es in jedem Fall.
Ich denke mal dem TO geht es auch um einen Lerneffekt und den hat er in
jedem Fall.
Wenn sein Projekt funktioniert kann er ja jederzeit noch über ein
anderes Brettl nachdenken. Zum Einarbeiten in die Thematik ist es in
jedem Fall geeignet.
So unzuverlässig sind die Pi's nun auch wieder nicht. Bei mir laufen
derzeit 3 Stück, der eine schon seit knapp 6 Jahren (ist noch ein
einser) ohne Ausfälle. Wenn es wirklich mal geklemmt hat, dann saß die
Ursache meist davor.
Aber das sind eben die typischen Pauschalurteile.
Zeno schrieb:> So unzuverlässig sind die Pi's nun auch wieder nicht.
Finde ich auch. Hab einen 2er mit einer übrig gebliebenen CF-Card und
entsprechendem Hat ausgerüstet, als Backup-Store und Datensammler, und
der läuft und läuft.
A. K. schrieb:> und> der läuft und läuft.
Warum auch nicht. Das Problem beim Pi ist die SD Card, wenn darauf viel
geschrieben wird und eine zu schwach dimensionierte Stromversorgung.
Wenn man das ordentlich aufbaut dann machen die Teile eigentlich keine
Probleme.
Man darf aber von so einem kleinen Brettl auch keine Wunder erwarten.
X11 läuft zwar aber wirklich Spaß macht es nicht.
> Hääää! Da muß kein Netzwerk durch den USB Anschluß.
Ja, von keinerlei Kenntnis getrübt diese Aussage.
> Nix Ahnung aber tönen.
Siehe oben.
> Für so etwas ist der Pi sehr gut geeignet.
Allenfalls ein genügend.
Der Pi als NAS sind zwei aneinandergeschraubte Flaschenhälse.
Da ist das genügend also noch geprahlt.
In einem c't-Test würde die erzielbare Geschwindigkeit wohl
eher als mangelhaft bezeichnet werden.
Von den 315 Mbit/s bleiben vielleicht mit CIFS noch 2 MB/s übrig.
Bedenkenträger schrieb:> Der Pi als NAS sind zwei aneinandergeschraubte Flaschenhälse.> Da ist das genügend also noch geprahlt.
Ihm reicht es erklärtermassen, wenn es sein 30 Mb/s Internet schafft.
Bedenkenträger schrieb:> Der Pi als NAS sind zwei aneinandergeschraubte Flaschenhälse.> Da ist das genügend also noch geprahlt.
Dich zwingt keiner es zu tun. Aber, für Dich wahrscheinlich
unvorstellbar, es gibt Leute die mit dem "Flaschenhals" kein Problem
haben. Es kommt halt immer darauf an was man will. Außerdem kann der TO
jederzeit aufrüsten, wenn der Flaschenhals zu eng wird.
Falls Du es noch nicht bemerkt hast, es ging im wesentlichen um Dein
Pauschalurteil.
Für meine Anwendungen reicht die Netzwerkperformance des Pi in jedem
Fall und ob die Daten auf dem Brettl selbst noch durch einen
USB-Controller gehen oder durch einen dedizierten Netzwerkchip ist mir
eigentlich Rille. Das Teil funktioniert und macht genau das was ich
erwarte. Das man an das kleine Brettl keine übertriebenen Forderungen
stellen darf schrieb ich ja schon. Für den Einsatz im professionellen
Umfeld war das Teil nie gedacht. Im Privatbereich kann aber machen was
gefällt. Performance steht da sehr oft an zweiter Stelle oder noch
weiter hinten. Gerade bei Pi, Arduino und Co. geht es oftmals um den
Lerneffekt und den Einstieg in die Materie.
Habe mir gerade auch den odroid angesehen. Muss ehrlich sagen, dass ich
von dem angetan bin.
Da ich das externe Gehäuse für die WD red ersparen würde, wäre es sogar
preislich nicht wirklich teurer.
Es hat jedoch zwei Hacken:
-es kommt aus China. Ich weiß nicht, ob die Qualität stimmt, oder ob das
Ding in Flammen aufgeht oder vielleicht irgendwie eine Verbindung nach
China aufbaut und meine Daten dort hinsendet - vorbei am Betriebssystem.
-die Community ist wesentlich kleiner als beim Pi. Daher nicht so viele
Anleitungen etc...
NASbauer schrieb:> -es kommt aus China.
Nix China, das Ding kommt aus Südkorea.
Ich hab einen HC-1 mit SSD unterm Schreibtisch hängen, einmal
eingerichtet mit Ubuntu und Nextcloud und seitdem läuft das Teil
zuverlässig und schnell. Kann ich absolut weiterempfehlen.
> -die Community ist wesentlich kleiner als beim Pi. Daher nicht so viele> Anleitungen etc...
Man findet alles was man braucht. Sowohl bei Hardkernel als auch bei
Armbian gibt es ein gutes Forum.
Alexander S. schrieb:> Nix China, das Ding kommt aus Südkorea.>> Ich hab einen HC-1 mit SSD unterm Schreibtisch hängen, einmal> eingerichtet mit Ubuntu und Nextcloud und seitdem läuft das Teil> zuverlässig und schnell. Kann ich absolut weiterempfehlen.
Das hört sich ja richtig gut an!
Und das Ubuntu muss man vom Hersteller des Odroid nehmen? Oder kann man
einfach die ARM-Variante von Ubuntu Server nehmen?
Bleibt noch die Frage des Stromverbrauchs.
Dabei müsste man Odroid + WD red VS RasPi 3B+ + WD red (in ext. Gehäuse
mit Controller) betrachten.
Weiß da jemand von euch näheres?
Bedenkenträger schrieb:>> Schon mal den 3+ angeguckt?>> Das ist auch nur Inselaffentechnik und nichts anständiges.
Einspruch!
Auch wenn als NAS ein speziell dafür konzipierter ODROID HC2 besser ist,
ist der RasPi sicher kein Murks.
Wenn ich ein ODROID C2 anschaue, sticht als einziges ins Auge, dass es
2GB RAM hat. Wahrscheinlich hat er auch noch seinen Gigabit-Port nicht
auf USB. Das war's dann aber vermutlich. Dafür blättert man mehr als
doppelt so viele Euros hin.
Wenn man die 2GB RAM zwingend braucht, mag das ok sein. Wenn nicht, wozu
dann?
Man darf das ganze nicht als Wettbewerb um das beste Barebone sehen.
Jeder Einplatinen-Computer ist für etwas anderes gut.
Ich verwende den RasPi 3 als Mediacenter.
Für sehr viele andere Aufgaben ist der RasPi sicher auch erste Wahl.
Nicht zuletzt wegen der tollen Community und der geringen Kosten. Wenn
es dann mal nicht geht, dann greift man eben zu anderen Geräten: Banana
Pi, ODROID, BeagleBone, etc.
In diesem Fall werde ich sehr wahrscheinlich eher zum ODROID greifen.
Vielen Dank allen für die hilfreichen Tipps!
> Inselaffentechnik :=
- Einstecken einer Maus
- Einstecken eines USB-Sticks
- hier selber fortsetzen...
führt mit einer Wahrscheinlichkeit > 0 zum Reset/Reboot/Whatever.
Welchen (Klein-)Kalibers die Entwickler waren/sind konnte man besonders
gut an der Urversion sehen.
Zuverlässige Technik sieht anders aus!
Und (2D-)X11 ist vermutlich immer noch unbeschleunigt und der
ARMe muss alles selber malen.
Ne danke.
Alexander S. schrieb:> NASbauer schrieb:>> Und kann man auch von der Festplatte booten? Oder muss es eine SD-Karte>> sein?>> Wie hast du es gemacht?>> Ja, muss leider noch SD zum Booten sein; wenn auch Read-only. Da du aber> keinen Schreibzugriff machst sind Stromausfälle kein Problem.> System liegt bei mir auf der SSD, wenn du stattdessen HDD benutzt wirds> wohl etwas langsamer, kann aber nicht einschätzen wieviel.>> https://wiki.odroid.com/odroid-xu4/software/building_webserver> https://forum.odroid.com/viewtopic.php?f=93&t=28974
Danke!
Kein Problem. Was ich vielleicht noch erwähnen sollte: Der HC-1 hat
keinerlei Displayanschluss oder GPIOs, lediglich eine UART (1,8V) zur
Diagnose. Du solltest einen Seriell-USB-Wandler dein eigen nennen, sonst
stehst du bei Bootproblemen im Dunkeln.
Edit: Und natürlich noch 1x USB2.0, ganz vergessen.
Beim Pi 3B+ brauchst Du keine SD Karte mehr, Du kannst von einer USB
Platte booten.
Früher hat man beim Pi 3B noch die SD für die Einrichtung zum Booten von
Stick oder Platte oder Netzwerk benötigt. Wie ich gelesen habe, wurde
die Vorabkonfiguration beim Pi 3B+ wohl schon im Werk vorgenommen, habs
selbst aber noch nicht probiert.
Ob der Pi 3B(+) von allen Platten booten kann, weiß ich allerdings
nicht.
Ich lasse in nem Verein einen Pi 2B von einer SD booten und wechsle dann
komplett auf eine externe Platte, was die SD schont und auch seit Jahren
ohne Probleme läuft.
Für NAS Zwecke habe ich für mich aber eine Synology DiskStation besorgt,
da hier doch Welten in Bezug auf Übertragungsraten liegen aber für
einfache Sachen ist der Pi ideal, wenn man sich an eine "Linux Kiste"
rantraut.
2TB Cloud und dann einen Raspberry?
Als erstes rate ich mal zu Seafile, der PHP Geschmarren von Owncloud ist
einfach viel zu lahm, zudem solltest du die HDD über SATA anbinden. USB
ist fehleranfällig und langsam.
Zudem hat der Pi für eine anständige Cloud Software mit SQL Datenbank eh
viel zu wenig RAM, sprich kauf ein AMD/Intel SoC mit >4GB RAM, die gibt
es im miniITX Format für 40-100€. Dazu noch ein PicoPSU aus CN für 15€.