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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Duales Studium oder Uni


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Autor: unentschiedener (Gast)
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Hallo,

ich hätte die Möglichkeit nächstes Jahr ein Studium mit vertiefter 
Praxis in Elektro- und Informationstechnik zu machen (d. h. keien 
Ausbildung sondern nur Praxisphasen).

Es hört sich eigentlich alles sehr gut an. Keine Bindungsfrist an das 
Unternehmen und bei bedarf könnte anschließend sogar der Master noch in 
zusammenarbeit mit dem Unternehmen gemacht werden. Vorgesehen wäre ich 
nach meinem Studium als Entwicklungsingenieur, was sich für mich 
eigentlich gut anhört.

Was mich an der gesamten Situation jedoch etwas stört ist, dass ein 
duales Studium eben an einer Hochschule und nicht an einer Universität 
unterrichtet wird. Besonders schade finde ich hierbei vorallem, dass 
weniger Mathe und Physik im Studium vorkommen. Ich habe sogar einmal mit 
dem Gedanken gespielt Physik zu studieren und habe mich letztendlich für 
Elektrotechnik entschieden, da Physiker anscheinend eher selten in ihrem 
Gebiet arbeiten.
Hinzu kommt natürlich der sehr hohe Aufwand eines dualen Studiums, da 
die Semesterferien im Unternehmen zu verbringen sind.


Meine Fragen daher:

Wie schätzt ihr die Chancen ein nach einem FH-Bachelor und einem 
Uni-Master in der Forschung und Entwicklung arbeiten zu können bzw. ist 
ein Uni-Master für einen FHler überhaupt machbar?

Denkt ihr man wäre eventuell mit einem Universitätsstudium und 
Werkstudententätigkeit bzw. Praktika in den Semesterferien besser 
beraten?
Dabei sorgt mich vor allem, ob es überhaupt möglich ist eine 
Werkstudententätigkeit schon in den frühen Semestern zu erlangen und ob 
diese dann auch einen Vorteil für das Studium mit sich bringt. Etwas 
Geld werde ich neben dem Studium auf jeden Fall verdienen müssen.


Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

Autor: Kabelverknoter (Gast)
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Meine Empfehlung basiert auf eigenen Erfahrungen, inwiefern das auf 
einen selbst übertragbar ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Ich für meinen Teil habe einen Bachelor an einer FH absolviert. Zum 
einen weil sie nur rund 15min von meinem Wohnort entfernt liegt und zum 
anderen weil mein NC sowie nicht für irgendwelche Elite Unis ausgereicht 
hätte.
Hauptsächlicher Knackpunkt war jedoch meine eigene Einstellung zu den 
Lehrinhalten bzw. deren Unterschiede zwischen Uni und FH

Ich bin ein Bastler und an Theorie und wissenschaftlichem Arbeiten eher 
zweitrangig interessiert. Die im Studium vermittelten Inhalte in den 
Bereichen Mathematik und Physik gingen kaum über die Leistungskurse des 
Gymnasiums hinaus. In der Mathematik z.B. wurde nur "gerechnet" und 
Beweise und dergleichen höchstens im Rahmen einer Vorlesung vorgestellt, 
im Gegensatz zu dem was Freunde an der RWTH Aachen gemacht haben.

Dafür wurde man nicht immer nur mit Theorie gelangweilt sondern konnte 
im Rahmen von Praktika zumindest im geringen Umfang Erfahrung sammeln.
Soviel zu Uni vs. FH.

Da auch bei mir das Geld nicht auf Bäumen wuchs, bin ich jeden Samstag 
und Sonntag in der örtlichen Burger Manufaktur mit der Krone beschäftigt 
gewesen. War soweit alles in Ordnung aber können muss man dafür schonmal 
nichts und bringt einem auch im Studium nicht weiter, im Gegenteil, man 
verliert Zeit die man auch sinnvoller hätte nutzen können.

Im Nachhinein hätte ich ein duales Studium dem Präsenzstudium vorziehen 
sollen. Natürlich ist es auf den ersten Blick zeitaufwendiger und 
anstrengender aber wenn man nicht von den Eltern durchgefüttert wird, 
kann man im Betrieb wesentlich mehr Erfahrungen sammeln und letztlich 
sogar mehr Freizeit genießen als im Präsenzstudium und Nebenjob.
Ein duales Studium dauert zwar länger, man braucht aber nicht wie an 
vielen FHs und Unis üblich ein mehrwöchiges Praktikum nachweisen und hat 
am Ende mehr als nur einen Bachelor vorzuweisen.

MfG

Autor: Al3ko -. (al3ko)
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Es kommt darauf an, wo du dich später siehst. Wenn eine Promotion bzw 
wissenschaftliche Arbeit grundsätzlich in Frage käme, würde ich den 
Bachelor bereits an ner Uni machen.

Wenn du, wie zB mein Vorredner, weißt, dass du eher der Bastler bist, 
dann könnte der Schritt übers Duale System etwas für dich sein.

Wenn du unentschlossen bist, würde ich dennoch zur Uni raten - damit 
kannst du immer noch ohne Probleme nen Master an ner Uni machen (ggf 
promovieren) oder aber auch nach dem Studium direkt im Unternehmen 
einsteigen.

Haben zig tausend andere Studenten ebenso gemacht und es geschafft.

Gruß,

Autor: langweilig (Gast)
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Wenn du finanziell gesehen knapp bei Kasse bist, würde ich ein Duales 
Studium nehmen. Du bekommst einen festen Monatslohn und kannst dich 
etwas mehr auf das Studieren konzentrieren. War bei mir genau der selbe 
Fall. Habe es nicht bereut. So mache ich meinen Bachelor und habe noch 
Geld für Urlaub und Reisen. An einer Uni könnte ich mich wahrscheinlich 
mit Nebenjobs und als Werkstudent gerade so über Wasser halten. Vor 
allem bei den Mietpreisen.

Aber im Grunde ist es doch relativ. Mit Ehrgeiz schafft man viel

Autor: unentschiedener (Gast)
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Vielen Dank an für eure ausführlichen Antworten.

Kabelverknoter schrieb:
> Ein duales Studium dauert zwar länger, man braucht aber nicht wie an
> vielen FHs und Unis üblich ein mehrwöchiges Praktikum nachweisen und hat
> am Ende mehr als nur einen Bachelor vorzuweisen.

Ich hätte zwar vermehrt praktische Erfahrung vorzuweisen, eine 
Ausbildung ist jedoch bei diesem dualen Studium nicht mit dabei. Es 
würde von daher auch nicht länger dauern als ein normales Studium an 
einer FH. Also 7 Semester.

Al3ko -. schrieb:
> Es kommt darauf an, wo du dich später siehst. Wenn eine Promotion bzw
> wissenschaftliche Arbeit grundsätzlich in Frage käme, würde ich den
> Bachelor bereits an ner Uni machen.
>
> Wenn du, wie zB mein Vorredner, weißt, dass du eher der Bastler bist,
> dann könnte der Schritt übers Duale System etwas für dich sein.

Das Problem ist eben, dass mich schon auch der Praxisbezug interessiert 
aber eben auch das wissenschaftliche Arbeiten.

langweilig schrieb:
> So mache ich meinen Bachelor und habe noch
> Geld für Urlaub und Reisen.

Das Problem wäre hierbei wohl, dass man während den Semesterferien nur 
noch wenige Tage Urlaub nehmen könnte, wobei ich ohne duales Studium 
wohl auch arbeiten müsste.


Hat jemand Erfahrungen mit Werkstudentenjobs gesammt und weiß, auf wie 
lange Zeit diese normalerweise angelegt sind, bzw. wie flexibel man ist?

Autor: Al3ko -. (al3ko)
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unentschiedener schrieb:
> Das Problem ist eben, dass mich schon auch der Praxisbezug interessiert
> aber eben auch das wissenschaftliche Arbeiten.

Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass der Großteil der Praxis 
oftmals weniger (angewandte) Theorie beinhaltet und dafür auch oft 
"stupide" Aufgaben wie Dokumentation, Qualifizierung (mit entsprechender 
Dokumentation) etc vorhanden sind.

Ob das deine Aufgaben als Werkstudent sein wird oder nicht, ist 
natürlich offen. Ich bezweifle jedoch, dass du lediglich die spannenden 
Aufgaben erhältst nur weil du Werkstudent bist ;-)

Autor: unentschiedener (Gast)
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Al3ko -. schrieb:
> Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass der Großteil der Praxis
> oftmals weniger (angewandte) Theorie beinhaltet und dafür auch oft
> "stupide" Aufgaben wie Dokumentation, Qualifizierung (mit entsprechender
> Dokumentation) etc vorhanden sind.

Beziehst du dich damit eher auf das Duale Studium oder eine 
Werkstudententätigkeit?

Autor: Bb O. (bbox)
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Ohne Vitamin B ist beides nur bedingt zielführend. Basteln kann man auch 
prima zu Hause. Dieses studieren und am Wochende Burger brutzeln ist 
eine weitere Beschäftigungsmaßnahme, damit die Kapitaleliten Ihre Ruhe 
haben. Diese Leute stören den sozialen Frieden nicht. Danach merken sie 
erst in welcher Knochenmühle sie waren. Gesundheit ist ruiniert. 
Geistige Überflieger finden selbstverständlich noch Ihren Platz und 
werden an der Uni Ihren Spass haben. Ansonsten mach dir ein entspanntes 
Leben und gut ist. OHNE grosse Erwartungen.

Autor: Piccoz (Gast)
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Ich erlaube mir mal in den Raum zu streuen , dass die Begrifflichkeit 
"Hochschule" keinen Rechtsschutz genießt.   Das heißt eine Hochschule 
Ingolstadt oder Mosbach  ist mitnichten eine FH oder gar RWTH (Aachen).
Defacto sind das schlicht und einfach Fachakademien - so nannte man 
solche
bessere Berufsschulen früher.  Sowas hat mit "Diplom Ingenieur2 
selbstredend
wenig bis nix zu tun.
Man kann also sein Kosmetikstudio  " Hochschule xy " nennen.
Die Tatsache, daß  Bildung von den HRs kaum honoriert wird ( in jeder 
Hinsicht )..... sollte demnach der klare Rat erteilt werden liebr gleich 
so ein Dualstudium zu machen- zudem man in der jew. Firma ja auch noch 
dafür Geld bekommt.

Autor: Mad (Gast)
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Piccoz schrieb:
> Ich erlaube mir mal in den Raum zu streuen , dass die
> Begrifflichkeit
> "Hochschule" keinen Rechtsschutz genießt.   Das heißt eine Hochschule
> Ingolstadt oder Mosbach  ist mitnichten eine FH oder gar RWTH (Aachen).
> Defacto sind das schlicht und einfach Fachakademien - so nannte man
> solche
> bessere Berufsschulen früher.  Sowas hat mit "Diplom Ingenieur2
> selbstredend
> wenig bis nix zu tun.
> Man kann also sein Kosmetikstudio  " Hochschule xy " nennen.
> Die Tatsache, daß  Bildung von den HRs kaum honoriert wird ( in jeder
> Hinsicht )..... sollte demnach der klare Rat erteilt werden liebr gleich
> so ein Dualstudium zu machen- zudem man in der jew. Firma ja auch noch
> dafür Geld bekommt.

Selten so ein unsinniges Zeuch gehört.

Autor: Bb O. (bbox)
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Man muss den Jugendlichen aber auch mal den Wind aus den Segeln nehmen. 
Die träumen alle vom großen Geld und sind später ihr Leben lang 
verbittert, wenn Sie mit der Realität konfrontiert werden. Und dieses 
Spiel fängt schon im Gymnasium (Erweiterte Hauptschule) an, dass hier 
niemand den Mut hat, mal Klartext in den Klassen zu sprechen. Duales 
Studium verkommt nun zur neuen Ausbildung! Es gibt ja genug 
Frischfleisch. Damit wir hier noch weiter Filtern machen wir doch gleich 
einen triales Studium draus. (B.Eng/Meister/Ausbildung.). Mit 40 spülen 
wir euch eh das Klo runter :-) Viel Spaß!

PS: Piccoz hat das schon richtig erkannt. Deswegen haben schon einige 
Hochschuldirektoren freiwillig den Dienst quittiert. Marketing und 
Kosmetikstudio mit angeblicher Applied Science (Es existieren Dozenten 
mit akademischen Abschlüssen. Super!).

: Bearbeitet durch User
Autor: Blumenvase, Songdynastie (Gast)
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Piccoz schrieb:
> Ich erlaube mir mal in den Raum zu streuen , dass die Begrifflichkeit
> "Hochschule" keinen Rechtsschutz genießt.   Das heißt eine Hochschule
> Ingolstadt oder Mosbach  ist mitnichten eine FH oder gar RWTH (Aachen).
> Defacto sind das schlicht und einfach Fachakademien - so nannte man
> solche bessere Berufsschulen früher.  Sowas hat mit "Diplom Ingenieur2
> selbstredend wenig bis nix zu tun.
Diese seltsamen dualen Hochschulen haben doch erst durch massive 
Lobbyarbeit ihren Hochschulstatus bekommen. Nur weil die jetzt offiziell 
Bachelor/Master Abschlüsse vergeben dürfen nimmt die aber immer noch 
nicht ernst, ausser die Firmen die dort ihre Fachidioten ausbilden 
lassen. Das sind bessere Berufsschulen nix weiter und wenn sie noch so 
oft plärren dass es Bachelor/Masterabschlüsse wären, die nimmt keiner 
ernst.

Autor: Der Andere (Gast)
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unentschiedener schrieb:
> Das Problem ist eben, dass mich schon auch der Praxisbezug interessiert
> aber eben auch das wissenschaftliche Arbeiten.

Welches wissenschaftliche Arbeiten?
Im erweiterten Vordiplom hörst du die Grundlagen rechnest in 
verpflichtenden Übungen und machst ein paar Praktika, bei denen du 2h 
bastelst und misst und dann 5-10h die Messwerte so hinbiegst wie der 
Betreuer es gerne hätte.
Wissenschaftliches Arbeiten kommt frühestens bei einer Doktorarbeit, 
auch in ET.
Der einzige Praktikumsbezug ist in den verpflichtenden Firmenpraktika, 
inwieweit die heute noch vorausgesetzt werden weiss ich nicht.

Autor: Phd Student (Gast)
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Hallo,

am Ende ist es eigentlich egal wo du deinen Bachelor machst.

Ich habe ein duales Studium absolviert und im Anschluss den Master 
ebenfalls an der selben Hochschule incl. Auslandsjahr in Australien 
gemacht. Im Studium hat sich raus gestellt, dass mir das 
wissenschaftliche Arbeiten viel mehr Spaß macht als Projektmanagement im 
Konzern weshalb ich nun als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Uni 
arbeite und vorhabe dort promoviert zu werden.

Meiner Meinung ist durch das Bachelor/Master System vieles durchlässiger 
geworden. Viel wichtiger als Vorlesungen sind meiner Meinung nach das 
Wissen, welches du dir in deinen Bachelor und Masterarbeiten 
selbstständig aneignest.

Autor: Wühlhase (Gast)
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Es ist im Wesentlichen vollkommen egal, wie du zu deinem Abschluß 
gekommen bist. Ich als Student finde es eher befremdlich, daß im Studium 
Praxis vermittelt werden muß. Die praktische Beschäftigung (vulgo 
Basteln) sollte von allein kommen bzw. schon vorher da sein.

Letztendlich solltest du da hingehen wo du glaubst, daß dein 
Wissensdurst am besten gestillt wird so dieser denn vorhanden ist. Bei 
Bewerbungen kommt es dann darauf an, nachzuweisen, ein gehöriges Maß an 
Interesse ausgelebt zu haben. Projekte wie die Formula Student sind da 
gut geeignet.

Ein Foto oder 3D-Darstellungen deiner Projekte machen dann den 
Unterschied zu anderen Bewerbern, die einfach nur einen Abschluß haben. 
(Gute Noten und eine kurze Studiendauer verlieren sowieso drastisch an 
Wert, weil das einfach jeder hat, die Leute, die das mitbringen, aber 
die Erwartungen nicht erfüllen.)

Ob du an einer FH oder TU gibt sich kaum was. Es hat beides Vor- und 
Nachteile. Seinen Mathe-Prof gleich während seines Vortrags direkt mit 
Fragen zu bombardieren hat schon was, an einer TU kannst du sowas aber 
vergessen. Da lesen solche Profs nicht einmal ihre Emails, die sind 
praktisch kaum erreichbar und haben selbst dann kaum Zeit wenn du sie 
mal persönlich erwischst.

Und selbst wenn dir die FH-Vorlesungen nicht tiefgründig genug sind hält 
dich niemand davon ab, vertiefende Bücher zu lesen. Meine Hochschule hat 
eine gut sortierte Bibliothek und ich spiele mit dem Gedanken, mich nach 
meinem Master in irgendeinem Gammelstudiengang nochmal einzuschreiben um 
weiterhin Zugriff auf die vielen Bücher dort zu haben.

Autor: Volker Trost (Gast)
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Hallo "unentschiedener".

Ich würde Dir raten, kein Studium der Elektrotechnik zu absolvieren! 
Entscheide Dich für etwas anderes, beispielsweise die Physik. 
Elektrotechnik ist vollständig überlaufen und das Niveau der Absolventen 
sinkt erheblich.

Wir haben bereits diese Woche wieder die Probezeit zweier 
Masterabsolventen (Universität) abgebrochen.

Forschung kannst Du vergessen. Anfang des Jahres hat ein Bewerber von 
uns eine Absage bekommen. Er hatte einen 1.0-Abschluss und mit einem 
Stipendium 10 Semester für den Doktor gebraucht. Würde abgesagt, weil er 
"nur" ein gutes VG abgelegt hat. Er war etwas schüchtern.
Also, Du wirst heute vor allem am Vorstellungsgespräch scheitern. Es ist 
heute kaum schaffbar für Gehälter ab 48000 EUR brutto aufwärts.


Gruß
Volker

Autor: Bb O. (bbox)
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Ist das Hirn erst mal programmiert, lebt es sich gänzlich ungeniert...

Autor: T. K. (Gast)
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Volker Trost schrieb:
> Elektrotechnik ist vollständig überlaufen und das Niveau der Absolventen
> sinkt erheblich.

Meinst du an der FH oder Uni?

Bei uns an der FH kann ich es bestätigen. Ich dachte an den Unis sieht 
es wenigstens besser aus.

Autor: Bb O. (bbox)
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Da steht Universität. Sein Betrieb hat kein Interesse an High 
Potentials. Die scheffeln lieber in China die Milliarden.

Autor: Volker Trost (Gast)
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Tahsin K. schrieb:
> Meinst du an der FH oder Uni?
>
> Bei uns an der FH kann ich es bestätigen. Ich dachte an den Unis sieht
> es wenigstens besser aus.

Abend Tahsin.

Sowohl Uni als auch FH, wobei die beiden von der TU Dortmund waren.

Problemlösungsstrategien werden zu 0% beherrscht. Der eine wusste die 
Frequenz von Mikrowellen nicht, Nachrichtentechniker mit guten Noten.
Zum Kopfschütteln sowas...


Gruß
Volker

Autor: Bb O. (bbox)
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Komischer Verein. Habt ihr einen defekten Mikrowellenherd in eurer 
Pausenkammer und wollt euch die Reparaturkosten sparen?

Autor: Volker Trost (Gast)
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Wir arbeiten und forschen im Bereich der Mikrowellentechnik, Glasfaser 
und sind eine AG.
Hast Du etwa bessere Erfahrungen mit diesen Absolventen?


Gruß
Volker

Autor: Trostpflaster (Gast)
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Volker Trost schrieb:
> Wir arbeiten und forschen im Bereich der Mikrowellentechnik,
> Glasfaser
> und sind eine AG.
> Hast Du etwa bessere Erfahrungen mit diesen Absolventen?
>
> Gruß
> Volker

Eure Erwartungen an Absolventen sind zu hoch. Im Studium lernt man 
Denken. Das fachspezifische Wissen kommt dann in den ersten Jahren 
hinzu.
Und was die drei Master-Semester jetzt für einen Unterschied zum 
Bachelor ausmachen, das hab ich nie verstanden und werde ich auch nie.
In manchen Branchen lässt man dazu die Juniordüsentriebe erst mal beim 
Dienstleister ausbilden.

Autor: Bb O. (bbox)
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Also wenn ich ein Master in Logistik mache, habe ich plötzlich Ahnung 
von Zuliefererketten und wie diese einem Unternehmen nützlich sind. Mit 
Bachelor wusste ich nur, dass ich irgend ein Zeug einkaufen muss und 
dies nach dem HGB zu verbuchen habe.

: Bearbeitet durch User
Autor: Trostpflaster (Gast)
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Bb O. schrieb:
> Also wenn ich ein Master in Logistik mache, habe ich plötzlich Ahnung
> von Zuliefererketten und wie diese einem Unternehmen nützlich sind. Mit
> Bachelor wusste ich nur das ich irgend ein Zeug einkaufen muss und dies
> nach dem HGB zu verbuchen habe.

Leicht Off-Topic, aber wolltest du nicht Personalfachwirtin werden?

Autor: Volker Trost (Gast)
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Die Typen kommen nur durch Altklausuren durch. Viele Fachbereiche sind 
mit Chinesen besetzt, die eine Woche vor der Klausur die Klausur an 
chinesische Studenten weitergeben. Das sind Insider-Infos vom Sohn eines 
Arbeitskollegen. Dieser ist mit einem Chinesen befreundet.

Sorry, ich muss mal Luft machen, an den Unis wird nur noch geschummelt.


Volker

Autor: Trostpflaster (Gast)
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Volker Trost schrieb:
> Die Typen kommen nur durch Altklausuren durch. Viele Fachbereiche
> sind
> mit Chinesen besetzt, die eine Woche vor der Klausur die Klausur an
> chinesische Studenten weitergeben. Das sind Insider-Infos vom Sohn eines
> Arbeitskollegen. Dieser ist mit einem Chinesen befreundet.
>
> Sorry, ich muss mal Luft machen, an den Unis wird nur noch geschummelt.
>
> Volker

Gut, das kann sein. Aber wenn auch oft seit Jahrzehnten das gleiche 
gelehrt wird...

https://www.noteninflation.de/studenten-mogeln/
https://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-08/schummeln-studie-studium
https://www.derwesten.de/politik/copy-and-paste-kultur-vier-von-fuenf-studenten-schummeln-angeblich-im-studium-id6979372.html

Autor: Bb O. (bbox)
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Personaldienstleistungskaufmann!!! Der PDK vom Dienst! Dein neuer und 
bester Freund! :-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Volker Trost (Gast)
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Ich habe auch gehört, dass es an "einfachen" Unis noch schlimmer sein 
soll. Durch massives Täuschen gelangen da Leute an einen Abschluss, den 
sie vom geistigen Potential nie geschafft hätten.

Oberhammer soll ein Bachelor mit 1,7 gewesen sein, der nicht wusste, was 
Spannung ist!

Auch die Abschlussarbeiten werden nur durch copy&paste 
"zusammengeklatsch" wie es unter diesen Typen heißt.


Volker

Autor: Bb O. (bbox)
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Na plagt Sie das schlechte Gewissen und hindert Sie am schlafen? Gut so! 
Bereut eure reudigen Sünden!  Betrügen, stehlen, schleimen und lügen! 
Und dann noch den Seelenfrieden einfordern oder was? Haha, dass ich 
nicht lache!

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Trostpflaster schrieb:
> Und was die drei Master-Semester jetzt für einen Unterschied zum
> Bachelor ausmachen, das hab ich nie verstanden und werde ich auch nie.
> In manchen Branchen lässt man dazu die Juniordüsentriebe erst mal beim
> Dienstleister ausbilden.
Der kurze Master ist oft nicht mehr dafür gedacht das Fachliche zu 
vertiefen (höchstens sich auf ein Themengebiete zu spezialisieren) 
sodnern dafür das Führungs- und Teamqualitäten zu fördern.
An meienr HS sieht man das jedenfalls sehr gut. Im Master bestanden die 
Pflichtfächer hauptsächlich aus Mangement/Planungs- und 
selbst-präsentations-Kursen (bzw. Verhandlungstechnik und 
Unternehmens-Kommunikation).
Durch die Wahlfächer können wir uns technisch spezialisieren.

Autor: SW I. (sw-ing)
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Alex G. schrieb:
> Trostpflaster schrieb:
>> Und was die drei Master-Semester jetzt für einen Unterschied zum
>> Bachelor ausmachen, das hab ich nie verstanden und werde ich auch nie.
>> In manchen Branchen lässt man dazu die Juniordüsentriebe erst mal beim
>> Dienstleister ausbilden.
> Der kurze Master ist oft nicht mehr dafür gedacht das Fachliche zu
> vertiefen (höchstens sich auf ein Themengebiete zu spezialisieren)
> sodnern dafür das Führungs- und Teamqualitäten zu fördern.
> An meienr HS sieht man das jedenfalls sehr gut. Im Master bestanden die
> Pflichtfächer hauptsächlich aus Mangement/Planungs- und
> selbst-präsentations-Kursen (bzw. Verhandlungstechnik und
> Unternehmens-Kommunikation).
> Durch die Wahlfächer können wir uns technisch spezialisieren.

Das ist aber eher untypisch. JA man hat solche Managmentfächer, aber das 
macht im Master normal höchstens 10% aus, der Rest ist Spezialisierung.

Zum Thema Schummeln:
Hat mich erschreckt, wie weit das angeblich verbreitet ist, aber was 
nutzt es im Endeffekt? Wenn man fachlich eine Niete ist, bringt man es 
auch zu nichts.

: Bearbeitet durch User
Autor: Qwertz (Gast)
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SW I. schrieb:
> Zum Thema Schummeln:
> Hat mich erschreckt, wie weit das angeblich verbreitet ist, aber was
> nutzt es im Endeffekt? Wenn man fachlich eine Niete ist, bringt man es
> auch zu nichts.

Bist du dir da ganz sicher? Wer fachlich nicht so gut ist, wird meiner 
Erfahrung nach gerne mal befördert, und zwar nicht nach draußen, sondern 
nach oben. Ich sage das ohne jegliche Bewertung oder gar Jammerei, ist 
nur eine Beobachtung.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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unentschiedener schrieb:
> Wie schätzt ihr die Chancen ein nach einem FH-Bachelor und einem
> Uni-Master in der Forschung und Entwicklung arbeiten zu können

100% im Bereich der Automotiv-"Entwicklung"!

Autor: Karl (Gast)
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Ich würde auf jeden Fall ein Duales Studium vorziehen, denn dann stehst 
du schonmal mit einem Bein im Job. Bei einem "normalen" Studium hast du 
hinterherher den gleichen Abschluss wie tausende andere auch. Die Chance 
dann eine Anstellung über Mindestlohn zu bekommen ist eher bescheiden.

Autor: Karl (Gast)
Datum:

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Volker Trost schrieb:
> Der eine wusste die
> Frequenz von Mikrowellen nicht, Nachrichtentechniker mit guten Noten.
> Zum Kopfschütteln sowas...

Das weiß auch eher ein Elektriker. Ein Ingenieur weiß das nur wenn er 
genau in diesem Bereich tätig ist.

Autor: Peter (Gast)
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Was jucken mich Mikrowellen? Bei so ner frage im vorstellungsgespräch 
würde ich heimgehen. Man hat als Master gezeigt dass man in kurzer Zeit 
Themen lernen kann und versteht. Da muss ich nicht Zahlenwerte Auswendig 
aufsagen können.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
Datum:

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Peter schrieb:
> Was jucken mich Mikrowellen?

Hmm, steck mal deinen Hamster in die Microwelle und lass ihm mal die 
fühlen!

Ob dem die dann auch nicht jucken?

Autor: Dr. Elektrotechnik (Gast)
Datum:

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Mikrowellen entstehen wenn man in ein Mikro spricht.

Autor: Yasmin S. (Gast)
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unentschiedener schrieb:
> Wie schätzt ihr die Chancen ein nach einem FH-Bachelor und einem
> Uni-Master in der Forschung und Entwicklung arbeiten zu können bzw. ist
> ein Uni-Master für einen FHler überhaupt machbar?

TU: deutlich höherwertiger!
FH: deutlich, naja, das Gegenteil von höherwertiger, darf man hier nicht 
schreiben, sonst gleich wieder gelöscht.
Uni-Master für FHler, vlt 2% schaffen das, aber haben dann ja immer noch 
nur den FH Bachelor. Wer soll solche Bewerber einstellen? Keiner tut 
sich das freiwillig an.

Autor: Yasmin S. (Gast)
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Kabelverknoter schrieb:
> Ich für meinen Teil habe einen Bachelor an einer FH absolviert.

Warum hast du es nicht an eine TU geschafft, mangelnde 
Leistungsbereitschaft?

Kabelverknoter schrieb:
> Zum
> einen weil sie nur rund 15min von meinem Wohnort entfernt liegt und zum
> anderen weil mein NC sowie nicht für irgendwelche Elite Unis ausgereicht
> hätte.

Da haben wir es ja schon! Nicht ausreichende Leistungen, aber an der FH 
der King mit 1,0, alles klar.

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