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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik BMS für Akkuschrauber


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Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Hab nen Schrauber Bosch 9,6 VES mit 9,6V-NiCD. Will da Laptop Zellen 
dranmachen, 3 Serie, 2 Parallel. Hab mit altem Akku ca.10A bei Vollast 
festgestellt. Die Frage ist nun welches BMS? Dieses 8€ Amazon:

3Series 20A 12.6V BMS PCB Batterie Schutzbrett mit automatischer 
Wiederherstellungsfunktion für 18650 Li-Ion Lithium Batterie Zelle

Ladespannung: 12.6V-13.0V; Maximaler Ausgangsstrom: 20A; Maximale 
Ausgangsleistung: 252W
Geeignet für Lithium-Batterie mit Nennspannung von 3.6V oder 3.7V 
(einschließlich 18650.26650, Polymer-Lithium-Batterie), praktisch und 
leistungsstark
Automatische Wiederherstellungsfunktion, bequem für Benutzer
Mehrere Schutzfunktionen inklusive Überladeschutz, Überentladungsschutz, 
Überstromschutz und Kurzschlussschutz
Hilfe für verlängerung der Lebensdauer Ihrer Batterien

hat vier d472a Transistoren und ne Menge SMD Kleinzeug wie Dioden, 
Kondensatoren, Widerstände und Transistoren aber keinen IC.

Gibt es eine einfachere Möglichkeit als BMS? Da die ja in Serie 
geschalten sind ist ja ein Schutz notwendig.

Autor: ichbin (Gast)
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Hi

Mag sein, dass das BMS welches Du mit Worten zu beschreiben versuchst 
geeignet ist.
Die angedachten Zellen sind es mit Sicherheit nicht!
Mit so einem Schrauber gehen schnell mal 20 - 30A durch die Leitung. 
Laptopzellen sind für max 4 - 5A ausgelegt.

MfG

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Ich hab 10A beim Blockieren des Futters gemessen, also sollte das 
hinhauen, das Schlimmste was passieren kann ist doch dass entweder die 
Zellen nicht genug Saft liefern, oder warm werden.

Autor: DAVID B. (bastler-david)
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Ich muss (ichbin) recht geben dein versuch wird nicht gehen.
die 18650 er sind VIEL zu schwach.
Außerdem verfügen manche über eine eingebaute Sicherung.
Und 18650er zellen zu löten ist auch nicht ganz einfach.

Ich selber habe auch schon einen 12 und einen 18 volt schrauber auf lipo 
umgebaut und kann dir sagen du unterschätz die Leistung gewaltig !

Ich gehe davon aus da du den STROM noch mit den alten NiCd zellen 
gemacht hast?
Die brechen unterlast stark zusammen so das nur ein kleiner strom 
fliesen wird eben deine 10A.

Die lipo zellen (wenns richtige packs sind wie zb) 
https://hobbyking.com/de_de/turnigy-2200mah-3s-30c-lipo-pack.html
Brechen dir erst dann mit der Spannung zusammen wenn sie fast leer sind 
oder du eine Kutzen hast.(UNBEDINGT eine Sicherung verbauen zb aus dem 
kfz bereicht da gibt es passende 15-30A Sicherungen

Zudem ist auch die Spannung von 9,6 volt sehr unpassend.
1 zelle hat 4,1 2 Zellen haben 8,2 (noch zuwenig) und schon 3 haben 12,4 
und schon zuviel ??

Um noch genauer zu werden diese billig Platinen ohne ic Steuerung gehen 
beim laden gerne mal in bereiche wos echt gefährlich wird. (4,5 volt und 
mehr) hatte ich auch schon zum glück habe ich beim laden aber ein dmm 
dran gehabt und gleich bei 4,29 abgebrochen.
Ich mache es so das ich jede Zelle einzeln auflade bis sie voll ist.
dauert zwar bei meinen 5 zellen ein paar stunden aber ist sicher.

Autor: Stephan (Gast)
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Gaßtgeber schrieb:
> Ich hab 10A beim Blockieren des Futters gemessen, also sollte das
> hinhauen, das Schlimmste was passieren kann ist doch dass entweder die
> Zellen nicht genug Saft liefern, oder warm werden.

Mit alten Zellen ist der Messwert nichts wert. Da bricht die Spannung 
ein (evtl. Spannung und Strom gleichzeitig messen, den Strom 
niederohmig!!, sonst ist es wieder nichts wert).

20A halte ich für realistischer. (35A max.)
Modellbauakku würde gehen.
max. 2s (7.2V). Die alten Akkuschrauber sind für hochohmige Zellen 
gemacht. Wenn die Zellen nicht einbrechen brennt der durch.

Autor: Jobst Q. (joquis)
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Stephan schrieb:
> Die alten Akkuschrauber sind für hochohmige Zellen
> gemacht. Wenn die Zellen nicht einbrechen brennt der durch.

So ein Quatsch. Zum einen sind auch NiCd-Akkus nicht hochohmig, zum 
andern werden Motoren gebaut, um Spannung in Drehzahl umzusetzen und 
Strom in Drehmoment.

Ich habe schon lange einen Akkuschrauber in Betrieb, den ich von 12V 
NiCd auf 18V LiFePO4 umgebaut habe. Höhere Drehzahl und deutlich 
besseres Drehmoment, keine Probleme.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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ichbin schrieb:
> Laptopzellen sind für max 4 - 5A ausgelegt.

Wo hat er was von Laptopzellen geschrieben? Man kann beim Kauf der 
Zellen darauf achten für welchen Entladestrom sie vom Hersteller 
zugelassen sind. Ich hab zum Beispiel in meiner E-Pfeife eine 18650 mit 
30A von Sony (30A Spitze, 15A Dauer, 5A Laden). Und er will 2 parallel 
schalten.

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Autor: Der Andere (Gast)
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Jobst Q. schrieb:
> Ich habe schon lange einen Akkuschrauber in Betrieb, den ich von 12V
> NiCd auf 18V LiFePO4 umgebaut habe. Höhere Drehzahl und deutlich
> besseres Drehmoment, keine Probleme.

Es kommt halt auf den Schrauber an. Ist der stbail genug gebaut ist es 
kein Problem, solange man keine 100 Bohrlöcher am Stück in dicke Balken 
bohren will.
Ist er aber auf billig gebaut kann es im ersten harten Schraubfall 
knacks machen und das Getriebe oder Motorritzel ist am Arsch.

Darf ich fragen wie du das BMS für die LiFePO4 gemacht hast?

Autor: Jobst Q. (joquis)
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Der Andere schrieb:
> Darf ich fragen wie du das BMS für die LiFePO4 gemacht hast?

Im Akku habe ich kein BMS. Eingebaut ist eine siebenpolige Diodenbuchse, 
über die ich die einzelnen Zellen lade (gleichzeitig). Wenn ich soviel 
mit dem Schrauber mache, dass eine Tiefentladung möglich wäre, kommt ein 
Unterspannungswarner, die es für wenige Euros gibt, in diese Buchse.

Ebay-Artikel Nr. 201938947865

Autor: nur zufällig hier (Gast)
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Jobst Q. schrieb:
> kommt ein Unterspannungswarner, die es für wenige Euros gibt, in diese
> Buchse.
>
> Ebay-Artikel Nr. 201938947865

Schon mal kontrolliert? Diese Dinger gehen üblicherweise so ungenau das 
man sie sich gleich sparen kann.

Autor: Jobst Q. (joquis)
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nur zufällig hier schrieb:
> Jobst Q. schrieb:
>> kommt ein Unterspannungswarner, die es für wenige Euros gibt, in diese
>> Buchse.
>>
>> Ebay-Artikel Nr. 201938947865
>
> Schon mal kontrolliert? Diese Dinger gehen üblicherweise so ungenau das
> man sie sich gleich sparen kann.

Na klar. Mein Multimeter zeigt meist dieselbe Spannung an, die letzte 
Stelle +-1. Selbst wenn er statt bei 2,70V bei 2,65V oder 2,75V 
piepst,wäre das nicht so wesentlich.

Autor: Der Andere (Gast)
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Danke Jobst

Autor: nur zufällig hier (Gast)
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Jobst Q. schrieb:
> Na klar. Mein Multimeter zeigt meist dieselbe Spannung an, die letzte
> Stelle +-1. Selbst wenn er statt bei 2,70V bei 2,65V oder 2,75V
> piepst,wäre das nicht so wesentlich.

Dann haben die wohl eine gewaltige Streuung. Oder die werden im Werk 
selektiert und der Kaufpreis entspricht direkt der Genauigkeit.

Also bleiben wir wohl bei: Wer so etwas verwenden will sollte das 
unbedingt vorher kontrollieren.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Der Andere schrieb:
> Darf ich fragen wie du das BMS für die LiFePO4 gemacht hast?

Meine Variante (Makita 7,2V umgerüstet auf 2S2P) ist die Anschaffung 
eines Balancing Modelbaulader (Titan B3) für unter 10 Euro, der 2S und 
3S kann, sowie die Montage eines JST-XH 3-Pol Weibchens an den 
Akkuschrauber.
Das habe ich bei so gut wie allen meinen Geräten mit LiIon gemacht und 
spart auf Dauer jede Mange BMSse und Platz im Akkufach.

Und natürlich können recyclete 18650 Zellen aus Notebooks meinen Makita 
besser antreiben, als es der NiMH Vorgängerakku je schaffte.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gaßtgeber (Gast)
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@Matthias S. Die Lösung finde ich sehr ansprechend. Der Lader ist 
wirklich günstig und man kann ihn für mehrere Geräte verwenden. Super! 
Wie verhinderst du die Tiefenentladung oder Umpolung der Zellen? Ist so 
ein Pieper notwendig? Ob 2S oder 3S lässt sich bestimmt mal durch 
probieren herausfinden, dreht er bei 2S schon super tüchtig und kräftig, 
dann weiß ich ja schon bescheid. Sollte die Spannung einbrechen kommen 
eben 3P.

Autor: DAVID B. (bastler-david)
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Die zellen Anzeiger sind gut und schön manche sogar genau ABER.
auf 2 Sachen sollte man noch hinweißen sie zeigen nur die Spannung an 
und fiepen so bald die Spannung die eingestellte Spannung ( Taster zur 
Auswahl) unterschritten ist da wird aber natürlich nicht getrennt.

Und Nummer 2 du musst ihn abziehen bei nicht gebraucht den der strom 
verbrauch ist für Akku Geräte nicht lange haltbar.(irgend was um die 35 
mA)

und auch wichtig ist ein falsch anstecken zerstört ihn in der regel.
kaufe also 2-3 von den Dingern gucke welcher am genausten ist und die 
andern legste auf seite wenn du den ersten kaputt gemacht hast.
Aber ansich aber eine gute Idee was die Überwachung der Akkus angeht bei 
Benutzung.
beim laden hilfts natürlich nicht.

Autor: ichbin (Gast)
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Bernd K. schrieb:
> Wo hat er was von Laptopzellen geschrieben?

Gleich im zweiten Satz...

DAVID -. schrieb:
> Und Nummer 2 du musst ihn abziehen bei nicht gebraucht den der strom
> verbrauch ist für Akku Geräte nicht lange haltbar.(irgend was um die 35
> mA)

Dazu wäre noch zu erwähnen, dass die den Strom aus den beiden ersten 
Zellen entnehmen und diese garantiert tiefentladen werden.
Eine Abschaltspannung von 2,5, 2,6 oder 3V ist wurscht. Wichtig ist dass 
dann auch Schluß ist. Und das tut nur eine BMS-Platine mit aufgelöteten 
Mosfets zuverlässig!
Meine Frau würde,wenn sie noch zwei Schrauben einzudrehen hat diese auch 
eindrehen. Egal ob es da hupt oder nicht...

ichbin

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Matthias S. schrieb:
> Meine Variante (Makita 7,2V umgerüstet auf 2S2P) ist die Anschaffung
> eines Balancing Modelbaulader (Titan B3) für unter 10 Euro, der 2S und
> 3S kann, sowie die Montage eines JST-XH 3-Pol Weibchens an den
> Akkuschrauber.
..

Matthias S. schrieb:
> Und natürlich können recyclete 18650 Zellen aus Notebooks meinen Makita
> besser antreiben, als es der NiMH Vorgängerakku je schaffte.

Kann ich so bestätigen. Ich habe zwei Akkuschrauber (1 NoName, 1 Bosch) 
und einen Stabschrauber mit ausgedienten, selektierten Laptop-Zellen 
umgerüstet. In den 12V Akkuschraubern kommen 3S2P Packs zum Einsatz, im 
Stabschrauber eine Einzelzelle. Geladen wird ohne BMS mit dem 
vorhandenen Modellbaulader. Die beiden Akkuschrauber laufen mit den 
Laptopzellen deutlich länger und nicht weniger kräftig als mit den alten 
NiCD-Packs. Ich kann sie außerdem Wochen oder Monate liegen lassen und 
trotzdem ohne Nachladen sofort benutzen.
Der Stabschrauber ist eigentlich für 4 Zellen NiMH (4,8V) ausgelegt, 
läuft mit der einzelnen 18650 aber dennoch brauchbar, wenn auch etwas 
langsamer. Dafür aber wesentlich länger.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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Selbiges bei mir, Laptopzellen in nem 9.6er Bosch fürs feine, 
Modellbauakku in nem 14.4er Bosch für riiiichtig Wums. Beide vergnügen 
sich ungeschützt. Gerade die sehr geringe Selbstentladung ist super...

Klaus.

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Habe folgendes getestet: 3s und 3s2p. Meine Beobachtung: Zum Minuspol 
der Serienschaltung hin werden die Akkus leicht handwarm, und zwar am + 
Pol, da wo der CID sitzt. Ich kann auch bei der 3s Schaltung den 
Akkuschrauber im ersten Gang völlig blockieren, die Parallelschaltung 
ergibt keinen Leistungszuwachs, nur es dauert länger bis sich die CIDs 
aufwärmen. Wobei es auch die Akkuchemie sein könnte die sich erwärmt, 
bin mir nicht sicher. Also sofern die Akkus jetzt die kritische 
Temperatur von vielleicht 50 Grad nicht überschreiten, würde nach meinem 
Kenntnisstand nichts ausmachen auch 1p zu fahren. Was sagen die 
Batterieexperten dazu?

Noch eine Frage: Wieso nimmt die Erwärmung der Akkus zu einem Pol hin 
zu, wenn doch der Stromfluss in allen Zellen gleich sein muss? Es 
erwärmen sich immer die parallel geschalteten Akkus zusammen.

ps.
Was ist ein CID?
Der CID ist ein Sicherheitsmerkmal des Akkus, bestehend aus einer 
Metallscheibe am + Pol des Akkus, welche vor Überstrombelastung schützt. 
Durchfließt diesen CID ein zu hoher Strom wird er warm und sein 
Widerstand erhöht sich drastisch und verhindert somit den Stromfluss.

12V sind für den Akkuschrauber genau richtig.

Autor: DAVID B. (bastler-david)
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Gibt es ein bild von deinen aufbau ?
den normalerweise ist es nicht möglich den akkuschrauber mit der Hand 
anzuhalten.

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Das ist ein Aufbau für Testzwecke und für den normalen Betrieb nicht 
geeignet. Die Zellen können bei falschen Einlegen, sowie bei 
beschädigter Ummantelung kurzgeschlossen werden. Nicht zum nachmachen!

@David Der Schrauber dreht deutlich hörbar an seiner Leistungsgrenze, 
aber wirklich starke Hände haben kein Problem das Futter festzuhalten.

Autor: Dirk D. (onemintyulep)
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Gaßtgeber schrieb:
> Noch eine Frage: Wieso nimmt die Erwärmung der Akkus zu einem Pol hin
> zu

Wahrscheinlich ist die Spannung (unter Last!) ungleich verteilt weil die 
Kontaktierung schlecht ist.

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Ich hab mal versucht mit C NiMh Zellen einen Schrauber umzubauen, ( als 
Kind ). Da sind die Federn ins Gehäuse des Batteriehalters geschmolzen, 
weil der Strom zu groß war. Gibt es 18650 Batteriehalter die einen 
sauberen Kontakt herstellen und so 10A aushalten?

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Gaßtgeber schrieb:
> Gibt es 18650 Batteriehalter die einen
> sauberen Kontakt herstellen und so 10A aushalten?

Das wird immer schwierig sein, zumal so ein Schrauber ja auch bewegt 
wird und dadurch der Kontakt mal besser und mal schlechter werden kann. 
Du kannst probieren, Druckfedern mit hoher Kraft zu verwenden, aber die 
haben meistens das Problem, das sie nicht besonders leitfähig 
beschichtet sind oder gar nur aus Eisen.
Da ich zu 100% Akkus aus Notebooks recycle (ich habe noch nie auch nur 
eine 18650 Zelle kaufen müssen), verwende ich die vorhandenen 
Blechfahnen und löte da entsprechend dicke Kabel an, die dann an die 
Kontakte des Akkupacks führen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Ja, dann sind aber die Zellen an die Maschine gebunden und müssen zudem 
in Serie geladen werden, was Inbalancen: Überladung bzw. Umpolung zur 
Folge haben kann.

Ich hab auch noch nie eine gekauft :-)

Autor: ichbin (Gast)
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Wenn Ihr euren Schrauber anhalten könnt taucht er nix.
Und/oder die Akkus auch nicht!
Mit meinem Metabo Akkuschrauber habe ich schon mit dem zweiten Gang 
Fliesenkleber gerührt. Dabei zieht der über 30A aus dem Akku...
Und ja. Den Strom habe ich korrekt gemessen. Dazu habe ich anstelle der 
Sicherung einen angepassten Messwiderstand eingebaut.

MfG

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Gaßtgeber schrieb:
> Ja, dann sind aber die Zellen an die Maschine gebunden und müssen zudem
> in Serie geladen werden, was Inbalancen: Überladung bzw. Umpolung zur
> Folge haben kann.

Naja, damit sich eine Zelle umpolt, muss man sie schon extrem 
misshandeln und für Monate vernachlässigen.
Mein System hatte ich ja schon oben vorgestellt. Am Akkupack hängt ein 
JST-XH Verbinder raus und da kommt der Modellbaulader ran, der das 
Balancing gleich mit übernimmt.
Das kleine Schwänzchen mit dem XH Verbinder stört beim Arbeiten mit der 
alten Makita überhaupt nicht. Man könnte bei dem alten 7,2V Modell sogar 
ganz elegant die Ladekontakte benutzen, weil da ein dritter vorgesehen 
ist, der nicht benutzt wird - das war mir aber zu viel Arbeit, zumal 
auch eine bunte Sammlung anderer Apparatschiks hier die Mimik mit dem 
JST-XH verwendet.

ichbin schrieb:
> Wenn Ihr euren Schrauber anhalten könnt taucht er nix.

Gut, das ist bei den modernen BLDC z.B. von Hitachi so, bei der ersten 
Makita Generation mit 7,2V war das noch anders. Der ist aber mit der 
Umrüstung auf LiIon deutlich kräftiger geworden als mit seinen alten 
NiCd Zellen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Richtig, die Lösung mit dem Modellbaulader, ist wohl die beste.

Nicht jeder braucht einen Profischrauber, ich hab noch einen günstigen, 
der hat sogar Probleme etwas größere Löcher in Stahl zu bohren. Der 
Bosch ist für mich genau richtig für meisten Arbeiten. Hab noch nen 
Schlagbohrschrauber, ein günstiges Modell, da kann ich das Futter auch 
nicht anhalten, ist dafür aber auch groß und schwer. Mir reicht das 
dicke aus und viel ausgegeben hab ich auch nicht dafür.

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Nochmal getestet: Der Schrauber dreht mit 2s mit doppeltem Drehmoment 
als mit 1s. Also mit 3s oder Hochstromakkus wäre da sicher noch was 
rauszuholen.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Gaßtgeber schrieb:
> Noch eine Frage: Wieso nimmt die Erwärmung der Akkus zu einem Pol hin
> zu, wenn doch der Stromfluss in allen Zellen gleich sein muss?

Unterschiedliche Hersteller? Unterschiedlicher Akkutyp? Unterschiedlich 
alte Zellen? Exemplarstreuung? Unterschiedliche Einbausituation und 
Wärmeabfuhr?

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Fazit des Tests: Mit 2s2p saugt der Schrauber nun bis 20A. D.h. die ICR 
Laptop Zellen, die man sowieso nur sicher bis 2C also ca. 4A belasten 
darf, werden mit 10A belastet, also das 2,5 fache. Dies bedeutet, dass 
die Zellen entweder sehr schnell kaputt gehen werden, oder gefährlich 
werden, was beim Ladevorgang am wahrscheinlichsten sein dürfte. Lösung 
des Problems wird sein den Akku mit 2p IMR Akkus zu verwirklichen, 
welche mit 20-30A pro Zelle belastet werden dürfen. Und am besten mit 
dem Modellbaulader plus Balancekabeln.

Laptopzellen würde ich nur nehmen, wenn ich die Brandgefahr ausschließen 
kann also unpraktikabel. Und eine 9s Schaltung ist nun auch nicht 
sinnvoll.

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Ich meine natürlich eine 9p Schaltung, weil ich 36A zur Sicherheit 
annehme und dann durch 4A teile.

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Nochmal die Frage an die Bastler hier die sich trauen Laptop Zellen zu 
verwenden. Was sind die Erfahrungen? Wieviel wird geschraubt? Wie 
verhalten sich die Akkus? Wie stark werden diese überbelastet?

Autor: Klaus R. (klaus2)
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..."normale" Laptopzellen nehme ich NUR für low-current, in meinem 9.6er 
sind 3 stärkere 18650er verbaut (IMR?)...auch aus dem Schrott (vll auch 
Notebook Akku). Der wird dann aber nur für kleine Löcher in Holz oder 
Plaste oder mal ne kleine Schraube genommen, nix wo man "bums" braucht - 
da nehme ich den mit dem Modellbauakku, wobei ich fast sicher sagen 
würde, dass bei Vollblock der Akku den Motor kochen würde...auch nicht 
ganz ungefährlich.

Klaus.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Gaßtgeber schrieb:
> Nochmal die Frage an die Bastler hier die sich trauen Laptop Zellen zu
> verwenden.

Was habt ihr alle immer mit euren Laptop-Zellen? Gibts die irgendwo im 
Zehnerpack günstiger?

Ich würde grundsätzlich die Zellen aussuchen nach der gewünschten 
Anwendung und auch keine ausgeschlachteten Laptop-Zellen nehmen sondern 
neue Zellen von Markenherstellern die meist nicht so dreist lügen bei 
den technischen Daten.

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Ja ICR Akkus sind die günstigsten und gefährlichsten, aber für 
lowcurrent Anwendungen geeignet. Besser als IMR sollten dann wirklich 
Modellbauakkus sein. Hab hier einen gefunden 22€, 11,1 Volt, belastbar 
bis 30C mit 2,2Ah dazu passend der Modellbaulader der oben schon mal 
empfohlen wurde. Da passen dann gleich die Anschlüsse.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Bernd K. schrieb:
> Was habt ihr alle immer mit euren Laptop-Zellen? Gibts die irgendwo im
> Zehnerpack günstiger?

Noch besser. Die gibts im 6er Pack kostenlos.

Autor: DAVID B. (bastler-david)
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Was man so alles mit alten teil defekten Notebook Zellen anfangen kann ?
bei mir versorgen 3 stück mein selbst gebautes Messgerät über einen tag 
mit strom :-)
Und da stört auch der innen widerstand von um 300-500 mOhm nicht.

Autor: Dirk D. (onemintyulep)
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Ihr wisst aber schon dass man die Zellen auch neu kaufen kann, so ab 
1,50€/Stück ?

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Dirk D. schrieb:
> Ihr wisst aber schon dass man die Zellen auch neu kaufen kann, so ab
> 1,50€/Stück ?

Qualitätszellen von Samsung, Panasonic, LG und Sony? Da bin ich mir aber 
so gar nicht sicher. Finde hier gerade Panasonics mit 3400mAh für 5,40 
Euro und Samsung 2400er für 3,90 Euro.
Da in einem Notebook Akku immer mindestens 6 Stück drin sind (9 gabs 
auch schon) sind das dann doch schon über 20 Euro, die man da aus dem 
Batteriecontainer zieht. Selbst wenn da mal ein Pärchen kaputt ist, 
macht das ja nix.
Ausserdem halte ich recyclen von voll funktionsfähigen Akkus keineswegs 
für ehrenrührig :-P
Fernsteuersender : 2s2p
Tragbares Oszi mit STM32: 2s
Makita 7,2V Schrauber: 2s2p
Modellbau U-Boot: 2s2p+1s3p.
Fernbedienung für Sat-RX: 1s

Also bei mir werden da jede Menge benutzt.

: Bearbeitet durch User
Autor: akKuh (Gast)
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Nimm die passende Akkus für den Schrauber..

Die INR18650-HG2 oder US18650VTC6 kosten <5€,
und halten sicher länger als gequälte Laptop Zellen (Ri bleibt klein).

Autor: Dirk D. (onemintyulep)
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Matthias S. schrieb:
> Qualitätszellen von Samsung, Panasonic, LG und Sony?

"Laptopzellen" von jenen.
Man würde für einen Akkuschrauber natürlich keine Laptopzellen nehmen, 
sondern zB. Samsung 25R für 3,40€

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Dirk D. schrieb:
> Man würde für einen Akkuschrauber natürlich keine Laptopzellen nehmen,
> sondern zB. Samsung 25R für 3,40€

Das klingt aber schon etwas anders als die 1,50 Euro deines letzten 
Beitrages. Wie oben schon gesagt, die alte Makita 7,2V läuft deutlich 
kräftiger als mit ihren originalen NiCd Zellen - und mehr ist nicht 
nötig.

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Jetzt ist aber die Frage ob die gestressten Laptop Zellen nicht ein 
Brandrisiko darstellen können, bei Lagerung und Ladung. Also wenn man 
jetzt mal die €/Wh von dem günstigen Modellbauakku zu den 1,6 Euro 
Laptopzellen berechnet komme ich auf den Faktor 4. Dann ist es doch 
sinnvoller ein größeres Pack am Schrauber hängen zu haben, aber dafür 
ewig Schrauben zu können. Was die günstigen China Akkus angeht, habe 
davon einige im Betrieb für Taschenlampen, mit vielen Zyklen weil die 
hell sind und oft gebraucht werden. Nur gute Erfahrungen gemacht. Man 
muss die Dinger nur aus seriösen Produkten beziehen und nicht den 
letzten Fakemüllramsch.

Autor: Bernd K. (bmk)
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ich würde auch auf Nummer sicher gehen und Qualitätszellen vorziehen:

https://www.nkon.nl/rechargeable/18650-size/sony-us18650vtc6.html

Hier stimmt die Kombination Imax - Kapazität - Preis.
Und bei Bedarf mit Lötfahnen bestellen.

Autor: Gaßtgeber (Gast)
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Da magst du Recht haben, wobei die Akkus mit steigender Kapazität auch 
heftiger reagieren wenn man sie beschädigt. Mich würde mal interessieren 
wie so ein günstiger und so ein Sony bei einem Nagelpenetrationstest 
reagieren.

Autor: Dirk D. (onemintyulep)
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Gaßtgeber schrieb:
> Da magst du Recht haben, wobei die Akkus mit steigender Kapazität auch
> heftiger reagieren wenn man sie beschädigt. Mich würde mal interessieren
> wie so ein günstiger und so ein Sony bei einem Nagelpenetrationstest
> reagieren.

Wenn du mit "ein günstiger" so eine China-Fake Zelle meinst, die musst 
du wie einen LiPo Tüte betrachten (unsicherste Kategorie).
Bei den Industriezellen steht im Datenblatt was passiert wenn man sie 
penetriert. Es gibt da unsicherere und sicherere je nach Bedarf.
Erstaunlicherweise sind Laptopzellen normalerweise eher unsicher. Die 
sind auf billig optimiert, auch von den 4 richtigen Herstellern.

Autor: Anon Y. (avion23)
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Ich habe mir bei gearbest IMR 18650 Zellen bestellt. Dazu ein passiver 
Balancer. Funktioniert gut, ich habe ein 1p6s System.

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