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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Löschoszillator DUAL C802 Cassettendeck


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Autor: Michael D. (dtc1000)
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Hallo,

beim Cassettendeck des kurzen war der Transistor im Löschoszillator 
defekt. Den habe ich jetzt getauscht und jetzt schwingt er wieder mit 
105KHz. Da ich das Teil schon mal auf dem Tisch hatte habe ich mich mal 
ein wenig mit dem Oszillator beschäftigt und einige Artikel "gegoogelt". 
Ich bin der Meinung das es ein Oszillator nach Hartley ist, aber ganz 
sicher bin ich mir halt nicht. Ganz verstanden habe ich ihn leider auch 
nicht. Ich hatte mal versucht durch tauschen von C309 eine andere 
Frequenz zu erzeugen, was aber nur in sehr geringem Maße gelungen ist. 
Ich denke L301 und C309 sind der Schwingkreis, R310 und R311 sind für 
den Arbeitspunkt des Transistor zuständig, und C310 und C311 
Koppelkondensatoren bzw. ein kapazitiver Spannungsteiler. Vielleicht 
liege ich aber auch komplett daneben und jemand hat Lust und Zeit mir 
die Schaltung etwas näher zu bringen. Ein Bild habe ich beigefügt.

Autor: karadur (Gast)
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C308 ist der C vom Schgwingkreis

Autor: Torsten S. (tse)
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Kann zwar nichts zu Deinem Problem sagen aber mich erinnert die Art und 
Weise wie der Schaltplan gezeichnet ist stark an RFT-Geräte.

Autor: nachtmix (Gast)
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Michael D. schrieb:
> Ich hatte mal versucht durch tauschen von C309 eine andere
> Frequenz zu erzeugen, was aber nur in sehr geringem Maße gelungen ist.

Natürlich.
C308 ist der Schwingkreiskondensator. C309 ist einfach nur "groß".

Autor: nachtmix (Gast)
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P.S.:
Wenn du die Frequenz des Oszillators änderst, änderts du gleichzeitig 
die Starke der Vormagnetisierung im Sprechkopf und damit auch den 
Frequenzgang bei der Aufnahme.

Autor: Michael D. (dtc1000)
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Wenn ich das mit C308 dann richtig verstehe, speist die rechte Seite 
inkl. Transitorverstärker durch Induktion den Schwingkreis mit C308. 
Wobei dann mit dem Spulenabgriff einmal der löschkopf verorgt wird um 
das Band zu löschen und der andere Teil der Spule für den BIAS genutzt 
wird.

Autor: Günter Lenz (Gast)
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Michael Drammer schrieb:
>Ich bin der Meinung das es ein Oszillator nach Hartley ist,

Es ist eine Meißnerschaltung.

Autor: Michael D. (dtc1000)
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Hallo,

Meißner aufgrund des "Spartrafo" mit Abgriff und induktiver Kopplung?

Autor: Alex D. (allu)
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Michael D. schrieb:
> jetzt schwingt er wieder mit
> 105KHz

Wenn 105kHz gewollt ist, ist das für einen Löschoszillaator eher eine 
hochwertige Frequenz.
Mit VR104 wird die Vormagnetisierung bei Aufnahme und damit der 
Frequenzgang eingestellt.

Gruß   Alex

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Alex D. schrieb:
> Wenn 105kHz gewollt ist, ist das für einen Löschoszillaator eher eine
> hochwertige Frequenz.

http://dual-reference.info/Tapes/C802.htm
Für die DUALs also schon was etwas besseres.

C309 wird ein 47µF Elko sein und in Verbindung mit den schaltbaren 
Vorwiderständen des Oszillators (10,82 und 270 Ohm) gegen den 
Einschaltknacks wirken.

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael D. (dtc1000)
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Also die 105KHz sind gewollt und eine Eigenschaft aller alten DUALs. 
Laut Service manual haben etliche DUALs eine BIAS-Frequenz von 105KHz.

Autor: nachtmix (Gast)
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Michael D. schrieb:
> Also die 105KHz sind gewollt und eine Eigenschaft aller alten
> DUALs.
> Laut Service manual haben etliche DUALs eine BIAS-Frequenz von 105KHz.

Ist das 5,5-fache des 19kHz Stereopilottons, 105kHz legt also etwa in 
der Mitte  zwischen zwei Oberwellen und auch weit genug über dem 
L-R-Signal.

Ich hatte früher noch ältere Grundig Geräte mit iirc 40kHz 
Löschfrequenz, und da war nach der Einführung des Stereo-Rundfunks 
ständig ein leiser Pfeifton in den Aufnahmen hörbar (40kHz - 2*19kHz = 
2kHz).

Autor: Dieter (Gast)
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Eine hohe Frequenz zu verwenden ist auch sinnvoll. Eine große deutsche 
Firma im letzten Jahrtausend missachtete bei den Stereo-Radiorekordern 
dies. Das führte bei Aufnahmen zu einem in den ruhigen Pausen hörbaren 
hohen Pfeifton. Dieser entstand als Mischfrequenz der 19/38kHz des 
Stereosignals und dem  Oszillator. f1-f2, f1+f2, f1-2f2, f1+2f2;

Mein Nachfragen bei der Firma brachte nichts. Ich stellte fest, dass 
diese Firma bei anderen Modellen den gleichen Mist fabrizierte. Das war 
dann schließlich der eigene Todesstoß, so dass diese letztendlich den 
Markt der japanischen Konkurrenz überlassen mußten. Diese Personen 
wechselten danach zu den anderen deutschen Herstellern und taten dort 
auch nichts anderes, vor allem auch nicht besser. Soweit das andere 
Mosaiksteinchen, warum es bei uns keine nennenswerten Hersteller von 
Unterhaltungselektronikgeräten mehr gibt.

Autor: michael_ (Gast)
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nachtmix schrieb:
> Ich hatte früher noch ältere Grundig Geräte mit iirc 40kHz
> Löschfrequenz, und da war nach der Einführung des Stereo-Rundfunks
> ständig ein leiser Pfeifton in den Aufnahmen hörbar (40kHz - 2*19kHz =
> 2kHz).

Deshalb gab es bei Kofferradios auch eine Taste, um diese Frequenz 
umzuschalten.
Nur bei AM, warum auch bei FM?
Für FM eigentlich unlogisch.

Autor: soul e. (souleye)
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Viele Tapedecks hatten damals(tm) einen schaltbaren MPX-Filter. Der hat 
oberhalb von 16 kHz zugemacht.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

das MPX-Filter gehört eigentlich hinter den Stereodecoder ins Radio.
Gab es aus Kostengründen aber oft nicht,
Richtig problemtisch waren Mono-Empfänger, da kam oft soviel aus der 
TB-Buchse, daß ein Stereodecoder noch auf Stereo schaltete. Leider war 
die Kanaltrennung so nahe null, von den MPX-Seitenbändern war da doch 
nicht genug übrig. War dann also doch kein brauchbares Bastelprojekt...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: soul e. (souleye)
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Michael U. schrieb:

> (...) War dann also doch kein brauchbares Bastelprojekt...

Kein brauchbares, aber ein verbreitetes. Stereodecoder zum Nachsetzen 
gab es einige, und die Lampe ging ja an...

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