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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kopfhörer an Verstärkerausgang?


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Autor: Klaus R. (klaus2)
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Hallo zusammen,

um den Fernsehgenuß für den alten Onkel wiederherzustellen, benötigt er 
einen Kopfhörer am Verstärkerausgang des mitlaufenden Receivers (der 
Tante reichen die Wohnzimmerboxen).

Frage: Kann man den Kopfhörer "parallel" zu den Boxenpaaren schalten, 
wenn man a) prüft, ob beide Massen intern verbunden sind und b) man die 
"6.3mm Kopfhörerbuchsen Beschaltung" aus dem Schaltplan in ein Käschtle 
einbaut um das ganze anzupassen?

Meine Sorge ist, dass das im Kopfhörer zu leise ist, wenn es im WoZi der 
Tante schon zu laut wäre - das müsste man getrennt einstellen 
können...daher ist es vermtl besser, über einen normalen Widerstand (je 
L/R) den Kopfhörer vorm sicheren Tod zu bewahren und dann über ein 10k 
log Stereopoti das ganze einstellbar zu gestalten?

Danke für konstruktive Anregungen, Klaus.

: Bearbeitet durch User
Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Sennheiser hatte früher ein Stereopoti im Kopfhörerkabel integriert.

Ohne Lautsprecher neigen manche Verstärkerausgänge zu seltsamen 
Geräuschen, die sind nur belastet stabil.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...in den Logitech Headsets sind afaik 50k log eingebaut (erstaunlich 
viel) - die Verstärkerausgänge werden immer belastet sein, denn die 
Tante hört ja über die normalen Boxen (aber halt leiser).

Klaus.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Christoph K. schrieb:
> Ohne Lautsprecher neigen manche Verstärkerausgänge zu seltsamen
> Geräuschen, die sind nur belastet stabil.

Wenn der Verstärker schaltbare Boxenpaare hat. sollte er auch stabil 
sein, wenn beide Paare abgeschaltet sind - es deutet auf wirklich 
schlechtes Design hin, wenn der Receiver das nicht vertragen würde.

Ich habe für meinen Papa allerdings eine kleine Extrabox mit 
KH-Verstärker und eigener Regelung gemacht, damit die Hauptlautstärke 
völlig unabhängig vom Kopfhörer eingestellt werden kann. Das Dings hängt 
also am LineOut und nicht am Lautsprecher.
Zur Regelung des Kopfhörers am Lautsprecherausgang wäre ein 
niederohmiges Stereopoti denkbar. (220-1k Ohm).

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Klaus R. schrieb:
> Meine Sorge ist, dass das im Kopfhörer zu leise ist, wenn es im WoZi der
> Tante schon zu laut wäre - das müsste man getrennt einstellen
> können...daher ist es vermtl besser, über einen normalen Widerstand (je
> L/R) den Kopfhörer vorm sicheren Tod zu bewahren und dann über ein 10k
> log Stereopoti das ganze einstellbar zu gestalten?

dann wäre es der tante aber erst recht zu laut aus den Boxen. Die 
Kopfhörer können ja nicht lauter werden als ohne Widerstand/Poti.

Ich durfte 2 Bekannte/Verwandte da schon nach Lösungen suchen und das 
Ergebnis war recht enttäuschend.
Kopfhörerverstärker sind zwar durchaus auf dem Markt, meist aber in 
Qualtitäten und damit zu Preisen, die dem gewünschten Verwendungszweck 
nicht entsprechen.
Sinnvoll wäre ein Kopfhörerberstärker mit eigener Lautstärkeregelung und 
Balance-regelung und einfacher Höhen-/Tiefenregelung.
Schwerhögigkeit heißt ja nicht, daß derjenige alles nur leiser hört.

Bei mir hat es letztlich mit dem Nachbau eines uralten ELV-Baussatzes, 
aber das nur, weil ich die ICs noch in der Kiste hatte.
Dazu kam dann noch ein SPDIF-Audio-Konverter der Billigklasse, weil nur 
ein optischer Ausgang am TV bzw. Receiver noch vorhanden war.

Ich weiß nicht, ob der Markt da inzwischen mehr anbietet, meine Suche 
liegt ein paar Jahre zurück.

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: S. Landolt (Gast)
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konstruktiv im Wortsinn kann ich nicht bieten, aber:

Ob der Onkel auf Dauer mit dem drahtgebundenen Kopfhörer glücklich ist, 
beim Fernsehen? Es gibt dafür spezielle Geräte, per Infrarot oder Funk; 
ich kenne eine heute 95-Jährige, die seit einigen Jahren mit einem RS 
4200 II von Sennheiser fernsieht (eigentlich eher hört) und damit sehr 
zufrieden ist.

Autor: R. M. (Gast)
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Früher, als die Kopfhörer noch so um die 400Ω hatten, war der 
Lautstärkeeindruck subjektiv ungefähr mit den parallel geschalteten 
Lautsprechern vergleichbar, bis etwa 6dB lauter. Daher waren vor den 
Kopfhörerausgängen noch Vorwiderstände von einigen 100Ω.
Die heutigen, deutlich niederohmigen Kopfhörer dürften (zugehöriger 
Lautstärkeregler voll aufgedreht) deutlich lauter sein, als die parallel 
geschalteten Boxen, damit dürfte die Forderung eigentlich erfüllbar 
sein.
Ein Problem könnte es geben, wenn die Endstufen im Brückenbetrieb 
laufen, da müsste man den eventuellen Gleichspannungsanteil mittels 
Kondensator abtrennen, da die Kopfhörer ja meistens ein Ende gemeinsam 
haben, was dann an Masse müsste.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...es geht erstmal um eine rein passive Lsg, die dient auch nur zum Test 
(Tragekomfort, bessere Verständlichkeit...). Später soll dann auf ein 
Funksystem umgestiegen werden (wenn nötig!).
Die verwendeten Lautsprecher haben 32 Ohm, die 6.3er Buchse kann nicht 
direkt verwendet werden, weil sie den Ausgang trennt.

Ich befürchte fast, ich komme um etwas trial & error nicht herum, das 
wird am einfachsten sein (Interessant ist ja nur das Verhältnis von 
Limit-Widerstand zu Regel-Widerstand bei 32 Ohm KH) und deren 
Größenordnungen im Eigentlichen.

EDIT: Verstärker ist Technix SA-GX100 (den hab ich zufällig AUCH hier :) 
) - beide Stufen arbeiten gg Masse (also ist das schon mal kein 
Problem). Bei 50% sind 3k genau richtig um das ganze auf "sehr laut" zu 
begrenzen, dann 50k in Reihe zum regulieren. Den 3k werde ich als nicht 
zugänglichen Poti einbauen, dann kann man das noch feinjustieren. Klang 
ist sauber.

Klaus.

: Bearbeitet durch User
Autor: trafolinchen (Gast)
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Autor: michael_ (Gast)
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Klaus R. schrieb:
> um den Fernsehgenuß für den alten Onkel wiederherzustellen, benötigt er
> einen Kopfhörer am Verstärkerausgang des mitlaufenden Receivers (der
> Tante reichen die Wohnzimmerboxen).

Warum untersuchst du nicht mal den Kopfhöreranschluß des TV?

Bei vielen Geräten kann man die Lautstärke da getrennt über die FB 
regeln.
Nicht bei allen.

Es gibt auch genug Kopfhörer mit langem Kabel und Lautstärkeregler.

Autor: Tom (Gast)
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Autor: Dieter (Gast)
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Wenn der Ausgang in Brueckenschaltung waere, haetten mit fuenfzig Ohm 
Widerstaenden eine virtuelle Masse erzeugt werden koennen.

Teste vorher aus, ob der Ton im Koepfhoerer ausreichend lauter als der 
Lautsprecher ist, aber nicht zu sehr. Sonst macht er sich die Ohren 
binnen weniger Wochen noch ganz taub.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...siehe oben, Kabel fertig, alles gut. Muss ich am WE mal installieren, 
bin mir aber jetzt schon sicher dass das bereits die 80/20 Lsg ist.

Klaus.

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Kann man den Kopfhörer "parallel" zu den Boxenpaaren schalten wenn man
> prüft, ob beide Massen intern verbunden sind

Ja, normalerweise mit zwei Widerständen um 220 Ohm. Falls die Massen 
nicht verbunden sind, kannst du NF-Übertrager dazwischen schalten.

> Meine Sorge ist, dass das im Kopfhörer zu leise ist, wenn es im WoZi
> der Tante schon zu laut wäre - das müsste man getrennt einstellen
> können

Anstelle der 220 Ohm Widerstände könnte man logarithmische (Hochlast- !) 
Potis mit 500 Ohm zu verwenden.

Du hast ein Problem korrekt erkannt: Wer den Verstärker laut aufdreht, 
killt den Kopfhörer. Das kannst du nur durch relativ hochohmige 
Widerstände verhindern, aber dann ist der Kopfhörer ganz sicher leiser 
als die Boxen.

Was hälst du davon:
        500 Ohm log. 3W

LS o------[=====]------------------------| GND
Signal       ^
             |           Dioden als Begrenzer
             |
             +---[===]---+---|>|---|>|---| GND
                 100 Ohm |
                  3W     +---|<|---|<|---| GND
                         |
                         +------( )------| GND
                             Kopfhörer

Ist es nicht besser, für den Kopfhörer einen eigenen Verstärker zu 
verwenden, damit auch genug Lautstärke erreicht werden kann während die 
Boxen leise oder ganz stumm sind? Geeignete Produkte bekommt man ja 
schon fix und fertig für 30 Euro.

> Warum untersuchst du nicht mal den Kopfhöreranschluß des TV?
> Bei vielen Geräten kann man die Lautstärke da getrennt über die
> FB regeln.

Guter Hinweis, das wäre doch die einfachste Lösung, falls es nur um TV 
geht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Dennis K. (scarfaceno1)
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Stefanus F. schrieb:
> Was hälst du davon:

[Klugscheiss]
... hälst kommt von halsen
[/Klugscheiss]

Nicht so für voll nehmen...

[Topic]

Der Verstärker hat doch hinten auf der Rückseite einen "REC Out" Ausgang 
für das Tape. Wenn der nicht genutzt wird, hast du hier einen Ausgang, 
der immer 100% Line Pegel führt. Dort kannst du einen Kopfhörer (mit 
eingebautem Lautstärkeregler) anschließen. Nur eben einen Adapter 
brauchst du. Chinch -> 6,3 Klinke. Würde ich erstmal probieren. Da 
brauchst du am wenigsten basteln.

[/Topic]

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Ein Kopfhörer kann niemals zerstört werden, wenn man ihn an den 
Lautsprecherausgängen anschliesst.
Dazu müsste der KH eine Impedanz von 4Ohm oder weniger haben.
Sowas gibt es aber nicht.

Im Gegenteil, die Lautstärke des KH wird so kaum reichen, während die 
Lautsprecher bereits explodieren.
Lautstprecherausgänge sind stromgetrieben und benötigen niederohmige 
Verbraucher.

Der einzig richtige Weg ist der eben genannte REC Ausgang ( Cinch ) am 
Verstärker oder am Receiver oder am TV.
Dort wird ein separater KH Verstärker angeschlossen oder der Sender 
eines drahtlosen Kopfhörers.

Einen normalen ( passiven ) KH schliesst man nicht direkt an Cinch 
Buchsen an.
Cinch ( Line Signal )ist "low Pegel" und muss für die Wiedergabe zur 
Aussenwelt immer verstärkt werden.

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Cinch ( Line Signal )ist "low Pegel" und muss für die Wiedergabe zur
> Aussenwelt immer verstärkt werden.

Meine praktische Erfahrung sagt was anderes. Cinch Ausgänge sind häufig 
(ich behaupte sogar: fast immer) stark genug, um Kopfhörer direkt zu 
treiben.

Hier geht es allerdings um besonders hohe Lautstärke, dafür reicht es 
eventuell doch nicht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Dennis K. (scarfaceno1)
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Stefanus F. schrieb:
> Meine praktische Erfahrung sagt was anderes. Cinch Ausgänge sind häufig
> (ich behaupte sogar: fast immer) stark genug, um Kopfhörer direkt zu
> treiben.

Ja, kann ich bestätigen. Schon mehrmals erfolgreich praktiziert.

Also erstmal mit einem Adapter Cinch -> Klinke versuchen.

Ist der Pegel zu gering dann kleinen Verstärker für die Kopfhörer an den 
Rec Out und ab gehts...
Sowas z.B.

https://www.amazon.de/TOPPING-Tragbarer-Kopfh%C3%B6rerverst%C3%A4rker-Verst%C3%A4rker-Kleiner/dp/B073SSPCSY/ref=sr_1_13?ie=UTF8&qid=1526366464&sr=8-13&keywords=kopfh%C3%B6rerverst%C3%A4rker+mobil

Oder falls dein Onkel mal besuch bekommt gleich mit mehr Ausgängen...


https://www.amazon.de/Behringer-HA400-MICROAMP-Kopfh%C3%B6rerverst%C3%A4rker/dp/B000KIPT30/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1526366464&sr=8-2&keywords=kopfh%C3%B6rerverst%C3%A4rker+mobil&dpID=51nwD3v6KZL&preST=_SX300_QL70_&dpSrc=srch

Autor: MaWin (Gast)
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Dennis K. schrieb:
> Der Verstärker hat doch hinten auf der Rückseite einen "REC Out" Ausgang
> für das Tape. Wenn der nicht genutzt wird, hast du hier einen Ausgang,
> der immer 100% Line Pegel führt. Dort kannst du einen Kopfhörer (mit
> eingebautem Lautstärkeregler) anschließen. Nur eben einen Adapter
> brauchst du. Chinch -> 6,3 Klinke. Würde ich erstmal probieren. Da
> brauchst du am wenigsten basteln.

Oje, so ein REC Ausgang ist nicht für 8 bis 600 Ohm Kopfhörer gedacht, 
sondern andere Audioeingänge mit 10k-47k Eingangsimpedanz. Solche 
Ausgänge werden mit Kopfhörern überlastet und Überlastung dieser 
Ausgänge führt zur Klangverschlechterung der Signale in der Anlage bis 
hin zur Auslöschung.

Wenn überhaupt, könnte man 600 Ohm Kopfhörer anschliessen, führt bei den 
üblichen 600 Ohm Ausgangsimpedanz der Line-Ausgänge zur Halbierung der 
Lautstärke auch anderer (Lautsprecher) Ausgänge.

Aber eigentlich kommt an den Ausgang ein Kopfhörerverstärker und dann 
erst der Kopfhörer.

Autor: MaWin (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Ein Kopfhörer kann niemals zerstört werden, wenn man ihn an den
> Lautsprecherausgängen anschliesst.
> Dazu müsste der KH eine Impedanz von 4Ohm oder weniger haben.
> Sowas gibt es aber nicht.
>
> Im Gegenteil, die Lautstärke des KH wird so kaum reichen, während die
> Lautsprecher bereits explodieren.

Autsch, das ist ja jetzt vollkommen hanebüchende Desinformstion eines 
total Ahnungslosen.

Richtig ist, dass ein Kopfhörer (der mindestens 8, oft 32 oder 600 Ohm 
hat) den Verstärker nicht beschädigen kann.

Der Kopfhörer hingegen geht leicht kaputt so bald man den Verstärker nur 
laut genug aufdreht und schon bei kleiner Einstellung wird der Kopfhörer 
mega-laut und bläst einem die Ohren weg.

Dein Geschwätz hier war also inhaltlich völlig verdteht.

Schliesst man den Kopfhörer jedoch über einen 2000 Ohm Widerstand an, 
passt damit jeder Kopfhörer von 8 bis 2000 Ohm an alle üblichen 
Lautsprecherausgänge und die Lautstärke lässt sich gut regeln, zudem 
vermindert sich das hörbare Rauschen.

Nur der Klang leidet wegen mangelnder Dämpfung vielleicht, denn 
Kopfhörer sollen nach IEC für 120 Ohm Ausgangsimpedanz ausgelegt sein, 
werden aber oft für nahe-0-Ohm gebaut.

Autor: Safari (Gast)
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Eine rein passive Lösung:

Der Audio-Ausgang im SCART Stecker eines Fernsehers ist immer an, 
unabhängig von der Lautstärke die Eingestellt ist. Wie sonst hätte man 
auf Video aufnehmen können und dabei den Fernseher muten?.

Dort kann direkt ein Kopfhörer mit Poti im Kabel ran.

So hab ich das Problem gelöst.

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Solche Ausgänge werden mit Kopfhörern überlastet und Überlastung dieser
> Ausgänge führt zur Klangverschlechterung der Signale in der Anlage bis
> hin zur Auslöschung.

Das ist prinzipiell richtig. Der schwerhörige Benutzer hat jedoch 
sichere andere Sorgen, als die Tonqualität.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Stefanus F. schrieb:
> Der schwerhörige Benutzer hat jedoch sichere andere Sorgen, als die
> Tonqualität.

Ganz im Gegenteil. Schwerhörigkeit bedeute nicht, daß man alles einfach 
nur leiser hört und daß der Kopfhörer einfach nur laut genug werden 
muss.

Schwerhörigkeit bedeutet, daß bestimmte Frequenzbänder unterschiedlich 
stark bedämpft werden, meistens die Höhen und Mitten. Fehlen die Höhen, 
fällt es schwer, Zischlaute zu unterscheiden, d.h. die Anlaute S und F 
lassen sich nicht mehr auseinanderhalten; der Betroffene gewinnt den 
Eindruck, daß Sprecher "nuscheln" würden.

Eine miese Klangqualität bewirkt nun noch eine zusätzliche Bedämpfung, 
so daß das Resultat noch unverständlicher wird.

Die besten Resultate gibt es mit einem guten Kopfhörer und einem 
Mehrband-Equalizer, den man passend zur Bedämpfung des jeweiligen Gehörs 
einstellen kann.

Möchte man Schwerhörigen wirklich wieder etwas Lebensqualität zukommen 
lassen, sollte man sie mit so etwas überraschen.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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MaWin schrieb:
> Autsch, das ist ja jetzt vollkommen hanebüchende Desinformstion eines
> total Ahnungslosen.
>
> Richtig ist, dass ein Kopfhörer (der mindestens 8, oft 32 oder 600 Ohm
> hat) den Verstärker nicht beschädigen kann.
>
> Der Kopfhörer hingegen geht leicht kaputt so bald man den Verstärker nur
> laut genug aufdreht und schon bei kleiner Einstellung wird der Kopfhörer
> mega-laut und bläst einem die Ohren weg.
>
> Dein Geschwätz hier war also inhaltlich völlig verdteht.
>
> Schliesst man den Kopfhörer jedoch über einen 2000 Ohm Widerstand an,
> passt damit jeder Kopfhörer von 8 bis 2000 Ohm an alle üblichen
> Lautsprecherausgänge und die Lautstärke lässt sich gut regeln, zudem
> vermindert sich das hörbare Rauschen.
>
> Nur der Klang leidet wegen mangelnder Dämpfung vielleicht, denn
> Kopfhörer sollen nach IEC für 120 Ohm Ausgangsimpedanz ausgelegt sein,
> werden aber oft für nahe-0-Ohm gebaut.

Nana, ich habe mit keinem Wort geschrieben, dass der Verstärker 
beschädigt werden könnte. Wo nimmst du das her?
Ich schrieb, dass ein Kopfhörer in der Regel zu hochohmig ist, um an 
einem Lautsprecherausgang beschädigt zu werden.
Kopfhörer mit 8 Ohm sind schon selten ( mir sogar unbekannt ).
Gute KH ( z.B. Beyerdynamic ) haben oft 250 Ohm oder mehr.
Die kann man an einem LS Ausgang nicht kaputt machen.
Die brauchen Spannung, nicht Strom...

Und genau das, nämlich eher hohe Spannung, liefern gute 
Kopfhörerverstärker.
Damit auch KH ( wie meiner mit 600 Ohm ) ordentlich getrieben werden.

Da hast Du mich wohl falsch verstanden.

Und bitte keine Beleidigungen.
Ich weiss wovon ich Rede, bei dem Thema hier.

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald W. (wilhelms)
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MaWin schrieb:

> Oje, so ein REC Ausgang ist nicht für 8 bis 600 Ohm Kopfhörer gedacht,
> sondern andere Audioeingänge mit 10k-47k Eingangsimpedanz. Solche
> Ausgänge werden mit Kopfhörern überlastet und Überlastung dieser
> Ausgänge führt zur Klangverschlechterung der Signale in der Anlage

"Überlastung" klingt immer nach "kann kaputtgehen". Das ist aber m.W.
bei normalen Line-Ausgängen nicht der Fall. Falls der TE bereits
Kopfhörer hat, sollte er diese am Line-Ausgang einfach mal anschlies-
sen. Falls sie dann schlecht klingen oder zu leise sind, könnte man
immernoch einen KH-Verstärker zwischenschalten.

Autor: MaWin (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Ich weiss wovon ich Rede, bei dem Thema hier

Offenkundig nicht

Ebay-Artikel Nr. 231580202729
https://www.amazon.de/gp/aw/d/B005X5H3MU/ref=mp_s_a_1_4

Harald W. schrieb:
> Überlastung" klingt immer nach "kann kaputtgehen

Daher habe ich den Satz mit einer Erklärung forgesetzt. Das war dir 
offenbar zu viel zum Lesen.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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MaWin schrieb:
> Offenkundig nicht

Doch, weiss ich.

Der Amazon Link ist für mich kein Kopfhörer.
Die Bezeichnung beginnt in anderen Kategorien.

https://www.thomann.de/de/beyerdynamic_dt990pro.htm?gclid=EAIaIQobChMIhpm42KyH2wIVB4jVCh2VqQtmEAAYASAAEgKHDPD_BwE

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Harald W. schrieb:
> sollte er diese am Line-Ausgang einfach mal anschlies-
> sen. Falls sie dann schlecht klingen oder zu leise sind, könnte man
> immernoch einen KH-Verstärker zwischenschalten.

Das ist ehrlich gesagt aber Pfusch.
Der "Cinch-Pegel" ist nur für die Signalweiterführung der HiFi Geräte 
untereinander gedacht.
Natürlich kommt da was hörbares raus, aber das ist doch recht 
unprofessionell.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Stefan M. schrieb:

> Harald W. schrieb:
>> sollte er diese am Line-Ausgang einfach mal anschlies-
>> sen. Falls sie dann schlecht klingen oder zu leise sind, könnte man
>> immernoch einen KH-Verstärker zwischenschalten.
>
> Das ist ehrlich gesagt aber Pfusch.
> Der "Cinch-Pegel" ist nur für die Signalweiterführung der HiFi Geräte
> untereinander gedacht.

Im Gegensatz zu den alten DIN-Anschlüssen sind Cinch-Anschlüsse
in keiner Weise spezifiziert. Deshalb kann ein Versuch nicht
schaden. Kaputt gehen kann dabei nichts.

Autor: MaWin (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Der Amazon Link ist für mich kein Kopfhörer.
> Die Bezeichnung beginnt in anderen Kategorien

Spinner.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Harald W. schrieb:
> Im Gegensatz zu den alten DIN-Anschlüssen sind Cinch-Anschlüsse
> in keiner Weise spezifiziert. Deshalb kann ein Versuch nicht
> schaden. Kaputt gehen kann dabei nichts.

In einem Gewissen Rahmen ist aber schon festgelegt, welcher Pegel und 
welcher Ein/Ausgangswiderstand bei Cinch vorhanden sein soll.
Sonst gäbe es ja ein Chaos bei der Verbindung verschiedener HiFi Geräte.

Laut Wikipedia ist es zwar ein weiter Bereich von Pegel und Widerstand 
der bei Cinch noch "erlaubt" ist, aber ich habe damit noch keinen Stress 
gehabt.

Und richtig, kaputt kann da nichts gehen.
Aber bei einem KH am Cinchanschluss würde ich erstmal auf viiieel zu 
leise tippen. Und auch auf Verzerrung, da der KH für die Aktion zu 
niederohmig ist.
Da fährt der Cinchausgang dann ganz schnell in die Begrenzung.
Also extreme Fehlanpassung.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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MaWin schrieb:
> Spinner.

Warum?... selber...

: Bearbeitet durch User
Autor: Klaus R. (klaus2)
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...das mit dem EQ ist ein GUTER Tip, weil es (zudem) auch ein Tinitus 
Problem gibt - vll ist das dann Teststufe 2. Ich habe noch einen 20 Band 
EQ mit TDA2030 Verstärker (Blaupunkt) aus den 80ern des KFZ Hifi Tunings 
aufm Dachboden, damit könnte man es dann auch nochmal testen (aber 
wieder mit dem selben Kabel, welches nun fertig ist und den Zweck 
erstmal voll erfüllt).

Klaus.

Autor: Peter L. (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Schwerhörigkeit bedeutet, daß bestimmte Frequenzbänder unterschiedlich
> stark bedämpft werden, meistens die Höhen und Mitten. Fehlen die Höhen,
> fällt es schwer, Zischlaute zu unterscheiden, d.h. die Anlaute S und F
> lassen sich nicht mehr auseinanderhalten; der Betroffene gewinnt den
> Eindruck, daß Sprecher "nuscheln" würden.
>
> Eine miese Klangqualität bewirkt nun noch eine zusätzliche Bedämpfung,
> so daß das Resultat noch unverständlicher wird.
>
> Die besten Resultate gibt es mit einem guten Kopfhörer und einem
> Mehrband-Equalizer, den man passend zur Bedämpfung des jeweiligen Gehörs
> einstellen kann.

Falls der Onkel ein modernes Hörgerät besitzt, dann könnte er sich
ja mal mit seinem Hörgeräteakustiker in Verbindung setzen.

Die kennen meist ganz genau die Details zur Art der Schwerhörigkeit
des einzelnen Kunden. Damit können sie dann den Frequenzgang (und
andere Parameter) des Hörgeräts programmieren.

Mit diesem Wissen liesse sich auch ein externer Equalizer an der
Stereoanlage optimal für den Onkel einstellen.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Peter L. schrieb:

> Falls der Onkel ein modernes Hörgerät besitzt, dann könnte er sich
> ja mal mit seinem Hörgeräteakustiker in Verbindung setzen.

Auch weniger moderne Hörgeräte besitzen sog. Telefonspulen.

> Die kennen meist ganz genau die Details zur Art der Schwerhörigkeit
> des einzelnen Kunden. Damit können sie dann den Frequenzgang (und
> andere Parameter) des Hörgeräts programmieren.

Der "Equalizer" sollte eigentlich im Hörgerät eingebaut sein,
sodas sich ein zusätzlicher erübrigt.

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