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Forum: Haus & Smart Home Gargentorantrieb - Taster reagieren nicht mehr


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Autor: Philip W. (zippo1000)
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Hallo,

mein Name ist Philip und ich hab seit kurzem ein Problem mit 2 Tastern, 
die die Garagentorantriebe betätigen sollen.

Da das alles vom Aufbau so schwierig nur mit Worten zu erklären ist, 
habe ich eine Skizze angefügt. Es handelt sich um eine Doppelgarage, 
wobei eine der beiden doppelte Länge einer normalen Garage hat. Beide 
Garagen verfügen über einen Garagentorantrieb (Hörmann Promatic 3) an 
denen 2 (hinten und vorne) bzw. 3 (hinten, vorne und außen) Taster 
angeschlossen sind. Ich möchte gleich dazu sagen, dass die Taster 
mittels Klingeldraht/Telefonkabel angeschlossen sind. Es sind also 
dünne, starre Leiter. Die Taster sind normale Taster wie sie auch für 
230V benutzt werden.

Seit kurzem habe ich nun das Problem, dass 2 Taster nicht mehr 
reagieren, nämlich "Taster B1" und "Taster A2". Ich habe als ersten Test 
mittels Multimeter durchgeklingelt und da kann ich jetzt keinen Fehler 
erkennen. Auffällig ist, dass gerade die beiden Taster ausgefallen sind, 
die die größten Kabellängen bis zum Antrieb haben:

Taster A2 --> V4 --> V2 --> V1 --> Torantrieb A

und

Taster B1 --> V4 --> V2 --> V3 --> Torantrieb B

Die Verbindung der Einzeladern habe ich jeweils durch Abisolieren, 
Verdrillen und Einschrumpfen in Schrumpfschlauch hergestellt. Das 
passiert in den zahlreich vorhandenen Verteilern (V1-V4). Ich weiß, dass 
es nicht unbedingt die sauberste Art und Weise ist, aber ich wollte es 
ausprobieren. Scotchlok kann ich später immer noch verwenden. Die ganze 
Verkabelung besteht erst seit ein paar Monaten, so dass ich nicht davon 
ausgehe, dass es schon Kontaktschwierigkeiten gibt.

Ich habe mich jetzt hier und über Google etwas mit der Thematik vertraut 
gemacht, aber mir fehlt die Fähigkeit zu gewichten, was da geschrieben 
wird. Habe ein paar Themen gefunden, bei denen es um Störungen aufgrund 
von langen Kabellängen ging. Ich frage mich nun, ob das bei mir auch 
sein kann. Die o. g. Verbindungen von den Tastern zu den Torantrieben 
sind jeweils höchstens 20 Meter lang.

Ich habe mal die Spannung zwischen den beiden Kontakten am Antrieb 
gemesen. Die liegt bei 24 V. Teilweise laufen die Telefonkabel neben 
Stromleitungen (aber separat in eigenem Lehrrohr). Laut Hörmann-Handbuch 
sollte das vermieden werden. Ich hab extra mal alles stromlos gemacht, 
aber das brachte keine Besserung.

-Hat jemand eine Idee, was ich ausprobieren/testen/messen könnte?
-Sind die Kabellängen zu lang?
-Kann es sein, dass die Verbindungen zu schlecht sind?
-Vielleicht hatte ja jemand schon einmal ein ähnliches Problem.

Vielen Dank im Voraus,
Philip

Autor: Eieiei (Gast)
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Mit diesem Plänle kann hier leider niemand etwas anfangen.

Autor: werists (Gast)
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Philip W. schrieb:
> -Hat jemand eine Idee, was ich ausprobieren/testen/messen könnte?

Einen Taster mit kurzen Kabel direkt anschließen.

Autor: MaWin (Gast)
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Philip W. schrieb:
> Kann es sein, dass die Verbindungen zu schlecht sind?

Ja.

Verdrillen reicht nicht. Verlöten oder klemmen.
Auch 230V~ Taster taugen nicht für Schwachstrom, es fehlen die Funken 
die die Oxidschichten wegmachen, man braucht Goldkontakttaster.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Philip W. schrieb:
> Ich habe als ersten Test
> mittels Multimeter durchgeklingelt und da kann ich jetzt keinen Fehler
> erkennen. Auffällig ist, dass gerade die beiden Taster ausgefallen sind,
> die die größten Kabellängen bis zum Antrieb haben:

Schon mal die Tasterkontakte "durchgeklingelt"?

Welche Spannung (DC) liegt an den Schaltkontakten?


Philip W. schrieb:
> Die Verbindung der Einzeladern habe ich jeweils durch Abisolieren,
> Verdrillen und Einschrumpfen in Schrumpfschlauch hergestellt.

Feuchtigkeit kann auch unter einen normalen Schrumpfschlauch kommen,
besser welche mit Kleber verwenden...


Philip W. schrieb:
> Teilweise laufen die Telefonkabel neben
> Stromleitungen (aber separat in eigenem Lehrrohr). Laut Hörmann-Handbuch
> sollte das vermieden werden. Ich hab extra mal alles stromlos gemacht,
> aber das brachte keine Besserung.

Miss mal die Spannung über den Tasterkontakten, die muss sich beim
Drücken schlagartig auf Null setzen...

Autor: Stefan M. (derwisch)
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MaWin schrieb:
> Verdrillen reicht nicht. Verlöten oder klemmen.
> Auch 230V~ Taster taugen nicht für Schwachstrom, es fehlen die Funken
> die die Oxidschichten wegmachen, man braucht Goldkontakttaster.

Richtig, das war auch mein Gedanke.
Da die Taster an der Stelle ja mal funktioniert haben ( richtig? ) liegt 
es wohl nicht an der Kabellänge.

Autor: aGast (Gast)
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MaWin schrieb:
> Auch 230V~ Taster taugen nicht für Schwachstrom, es fehlen die Funken
> die die Oxidschichten wegmachen, man braucht Goldkontakttaster.

Der ganz normale 240V~ Taster funktioniert bei mir jetzt schon 15 Jahre 
ohne Probleme um den Garagentorantrieb zu schalten. Es geht also 
zuverlässig über lange Zeit auch ohne Goldkontakttaster.

Autor: MaWin (Gast)
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aGast schrieb:
> Der ganz normale 240V~ Taster funktioniert bei mir jetzt schon 15 Jahre
> ohne Probleme um den Garagentorantrieb zu schalten. Es geht also
> zuverlässig über lange Zeit auch ohne Goldkontakttaster.

Bei dir.

Was macht dich sicher, dass es auch bei ihm so ist ?

Fliesst dort derselbe Strom, ist es genau so feucht, sind es dieselben 
Taster ?

Autor: Eieiei (Gast)
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Wahrscheinlich yellow or green...

Autor: Philip W. (zippo1000)
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Hallo zusammen,

zunächst möchte ich mich für die zahlreichen Antworten bedanken.

Ich werde leider erst heute abend dazu kommen, die Spannungen über den 
Schalter zu messen. Ich kann aber folgendes schon einmal sagen:

-Die Taster funktionierten, als ich sie angeschlossen habe.
-Eine Betätigung mittels Zusammenhalten der einzelnen Adern für Antrieb 
"A" in der Dose "V4" (auch recht weit entfernt) funktioniert leider auch 
nicht. Zwischen den Adern habe ich eine Spannung messen können, so dass 
eine Unterbrechung auszuschließen ist (hab ja auch durchgeklingelt). 
Leider weiß ich nicht mehr, ob das 24V waren oder ob das schon deutlich 
weniger war.

Ich werde heute Abend versuchen, die Spannung über den Tastern und bei 
gedrückten Tastern zu messen. Darüber hinaus werde ich die Spannung auch 
direkt am Anschluss am Torantrieb messen, um einen Vergleich zu haben.

Wäre es sinnvoll, wenn ich eine Widerstandsmessung der Leitungen im 
nicht angeschlossenen Zustand machen würde?

Nochmals vielen Dank und viele Grüße,
Philip

Autor: Eieiei (Gast)
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Autor: BlaBla (Gast)
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Das sieht doch nach einem Fehler an V4 aus. Mal direkt die 
Tasteranschlüsse an V4 überbrücken.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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aGast schrieb:

> Der ganz normale 240V~ Taster funktioniert bei mir jetzt schon 15 Jahre
> ohne Probleme um den Garagentorantrieb zu schalten. Es geht also
> zuverlässig über lange Zeit auch ohne Goldkontakttaster.

May be, may be no, may be rain, may be snow.

Autor: Oliver S. (phetty)
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MaWin schrieb:
> Auch 230V~ Taster taugen nicht für Schwachstrom, es fehlen die Funken
> die die Oxidschichten wegmachen, man braucht Goldkontakttaster.

Tütchen Silicagel mit in die Schalterdose legen.

Autor: Philip W. (zippo1000)
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Hallo zusammen,

mittlerweile geht wieder alles. Was ich sagen kann ist, dass es nicht an 
den 230V-Tastern lag. Aber es ist ein guter Hinweis, dass diese 
eigentlich nicht für diese niedrigen Spannungen gedacht sind und falls 
es in Zukunft nochmals Probleme geben sollte, dann werd' ich dort als 
erstes suchen.

Bzgl. des Fehlers an Taster A2 kann ich nichts Genaues sagen. Ich hab 
nochmals alle Verbindungen überprüft und bilde mir ein, dass das Problem 
in V1 lag. Ich konnte das aber nicht durch Messungen weiter 
einschränken. Auf jeden Fall funktionierte der Taster auf einmal wieder.

Bei Taster B1 habe ich etwas länger gebraucht. Ich habe dazu erst einmal 
die Spannung direkt am Torantrieb B gemessen: ca. 22,7 V.

Diese Spannung konnte ich auch in V4 und an den Tastern B1 und B2 
messen. Beim Drücken der Taster wurden mir immer 0 V angezeigt. Also 
habe ich einmal das Multimeter bei V4 angeschlossen, denn schließlich 
funktionierte ja hier die Steuerung. Es zeigt wie erwartet 22,7 V. Beim 
Drücken des ca. 7 Meter entfernten Tasters B1 konnte ich dann einen 
Spannungabfall beobachten, allerdings nicht auf 0 V sondern auf 0,8 - 
0,9V. Also lag für mich der Verdacht nahe, dass der Widerstand in der 
Leitung zu diesem Taster (V4 zu Taster B1) zu hoch gewesen ist. Da dort 
ein mehradriges Kabel (ähnlich einer Telefonleitung) liegt, von dem aber 
nur 2 Adern benutzt worden sind, habe ich einfach 2 weitere Adern 
angeschlossen. Danach funktionierte der Taster wieder und ich konnte den 
Antrieb steuern.

Ich wollte euch das nur kurz mitteilen und möchte mich nochmals für die 
vielen Antworten bedanken.

Viele Grüße,
Philip

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