Linux Uhrzeit einstellen

Gast #5423900
Lesenswert?

Ich benötige das zur Softwareentwicklung.
Ich will diese laufzeitbegrenzt (pro Jahr) verkaufen.
Angenommen ein Nutzer sperrt die Systemzeit, kann dieser die Software 
dauerhaft weiterverwenden. Das will ich vorher selbst abtesten.
Gast #5423916
Lesenswert?

Falls es nur um ein einzelnes Programm geht, könnte man libfaketime mit 
x0 Geschwindigkeit versuchen:
https://github.com/wolfcw/libfaketime

Theoretisch könnte man das auch auf so ziemlich jedes Programm anwenden, 
wenn man es in /etc/ld.so.preload packt und die Environment variablen an 
den diversen Orten (/etc/environ, etc.) setzt.

Ansonsten sind mir keine Verfahren bekannt, die zeit unter Linux 
anzuhalten.

Martin schrieb:
> Angenommen ein Nutzer sperrt die Systemzeit, kann dieser die Software
> dauerhaft weiterverwenden. Das will ich vorher selbst abtesten.

Ich hasse derartigen mist. Es wäre mir zwar ein leichtes, das Programm 
direkt zu cracken, einfacher ist aber meist ein "useradd" gefolgt von 
Systemzeit setzen mit hwclock und date. Gegen letzteres hilft eigentlich 
nur Online Aktivierung, gegen ersteres kann man nichts machen. Ich 
verwende derartige Software zwar sowieso nicht, aber sowas von zeit zu 
zeit zu machen ist ein netter Zeitvertreib.
Gast #5423918
Lesenswert?

Martin schrieb:
> Ich benötige das zur Softwareentwicklung.
> Ich will diese laufzeitbegrenzt (pro Jahr) verkaufen.
> Angenommen ein Nutzer sperrt die Systemzeit, kann dieser die Software
> dauerhaft weiterverwenden. Das will ich vorher selbst abtesten.

Dazu kann er einfach die Systemzeit auf irgendeinen Tag innerhalb dieses 
Jahres einstellen. Die Uhr muß nicht angehalten werden, was ohnehin 
Probleme mit diversen Programmen gäbe die irgendeine Art von timeout 
oder so verwenden.
Beitrag #5424006 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5424497
Lesenswert?

Martin schrieb:

> Ich benötige das zur Softwareentwicklung.
> Ich will diese laufzeitbegrenzt (pro Jahr) verkaufen.
> Angenommen ein Nutzer sperrt die Systemzeit, kann dieser die Software
> dauerhaft weiterverwenden. Das will ich vorher selbst abtesten.

OMG. Ein Kopierschutzentwickler, der so doof ist, dass ihn schon vor 40 
Jahren alle ausgelacht hätten...

Mein kleines Kerlchen, wo du gerade versuchst reinzuriechen, haben 
andere schon vor Jahrzehnten recht große Berge hingeschissen.

Tipp: Spar dir den Aufwand. Falls es jemals ein wirkliches Interesse an 
deiner Software geben sollte, ist dein "Schutz" so schnell "geknackt", 
dass du nur noch mit dem Kopf wackeln kannst.

Nö: einziger Ausweg für "attraktive" Software: Sie muss so gestrickt 
sein, dass der User Support benötigt (oder gar will, auch wenn er nicht 
nötig wäre). Der Support muss das Geld einbringen. Das ist das 
Linux-Geschäftsmodell...
#5426037
Lesenswert?

c-hater schrieb:
> Nö: einziger Ausweg für "attraktive" Software: Sie muss so gestrickt
> sein, dass der User Support benötigt (oder gar will, auch wenn er nicht
> nötig wäre). Der Support muss das Geld einbringen. Das ist das
> Linux-Geschäftsmodell...

Für die meisten Anwender dürfte Software die Support benötigt aber nicht 
mehr “attraktiv“ sein. Da muss man schon etwas sehr spezielles 
entwickeln was die Anwender unbedingt brauchen und es keine Alternativen 
gibt. Ansonsten schauen sie sich nach benutzerfreundlicheren Produkten 
um.

Kopierschutz ist nervig. Es kostet sowohl den Entwickler als auch dem 
Anwender Zeit und Nerven.  Wenn man von der Software Entwicklung leben 
muss oder will braucht man aber ein funktionierendes Geschäftsmodell, 
und da ist Kopierschutz eine Möglichkeit von vielen.
Knacken lässt sich so gut wie jeder Kopierschutz,  ein Allheilmittel ist 
er also auch nicht. Ist halt eine Frage des Aufwands.
#5426040
Lesenswert?

Dierk V. schrieb:
> c-hater schrieb:
>> Nö: einziger Ausweg für "attraktive" Software: Sie muss so gestrickt
>> sein, dass der User Support benötigt (oder gar will, auch wenn er nicht
>> nötig wäre). Der Support muss das Geld einbringen. Das ist das
>> Linux-Geschäftsmodell...
>
> Für die meisten Anwender dürfte Software die Support benötigt aber nicht
> mehr “attraktiv“ sein.

Für Firmenkunden ist sie oft nur gerade dann attraktiv, wenn es dazu 
Support gibt.

> Kopierschutz ist nervig. Es kostet sowohl den Entwickler als auch dem
> Anwender Zeit und Nerven.

Und nicht selten sind die ehrlich zahlenden Benutzer die einzigen, die 
unter dem Kopierschutz leiden, weil es gerne mal Ärger damit gibt. Die 
anderen laden sich die Software einfach kopierschutzbereinigt irgendwo 
runter.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren