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Forum: Offtopic Wo ist eine einzelne Website sozusagen "abgespeichert"?


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Autor: Daniel A. (tagtraeumer)
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Hallo liebe Forenmitglieder!

Ich überlege momentan, ein Studium der Informationstechnik/Informatik zu 
beginnen. Der ganze Themenkomplex wie Internet, Programmierung, auch 
Google interessiert mich doch sehr.

Ich habe vorab ein Paar Fragen zum World Wide Web (Internet):
Es gibt rund eine Milliarde Internetseiten. Wo werden die dazugehörigen 
Daten gespeichert, also wo wird beispielsweise eine einzelne Website für 
den "globalen Zugriff" gespeichert? Ist das Internet sozusagen auf einer 
Vielzahl vernetzter Großrechner "abgespeichert"?


Vielen Dank und Gruß
Klaus

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Nicht ernsthaft jetzt....

: Bearbeitet durch User
Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Klaus A. schrieb:
> Ist das Internet sozusagen auf einer
> Vielzahl vernetzter Großrechner "abgespeichert"?

Ne, normalerweise werden fürs sogenannte Webhosting keine "Grossrechner" 
verwendet, sondern in Prinzip normale Computer, die jedoch für den 24h 
Betrieb ausgelegt sind und in so einer Bauform, dass sie in 19" Schränke 
eingebaut werden können.
z.B. sowas hier 
https://www.digitec.ch/de/s1/product/hpe-proliant-dl80-gen9-intel-xeon-e5-2603-v3-4gb-35-server-3481883
In grossen Datacentern befinden sich dann tausende solcher Webserver.
Es gibt Firmen, bei welchen man sich einmieten kann wie z.B. Equinix
https://www.equinix.com/
Webserver haben in der Regel keine gewaltige Rechenleistung, können aber 
sehr schnell Daten ausliefern.

Sogenannte "Grossrechner" kommen da zum Einsatz, wo wirklich 
Rechenleistung gefragt ist wie z.B. für Simulationen in der Forschung, 
Wettermodelle, etc.

Autor: Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)
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Nunja, der TE meint wohl mit "Großrecher" einfach nur große Rechner.

Im Zeitalter der Virtualisierung (ESX, Hyper-V) geht der Trend 
tatsächlich wieder weg von 1000enden kleiner Büchsen zu richtig fetten 
Boliden mit RAM im 3 stelligen GB-Bereich und einer zweistelligen Anzahl 
von Prozessorkernen ...

Darauf laufen dann mal eben 500 oder mehr virtuelle Maschinen in Linux 
oder Windows.

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Frank E. schrieb:
> Nunja, der TE meint wohl mit "Großrecher" einfach nur große Rechner.
>
> Im Zeitalter der Virtualisierung (ESX, Hyper-V) geht der Trend
> tatsächlich wieder weg von 1000enden kleiner Büchsen zu richtig fetten
> Boliden mit RAM im 3 stelligen GB-Bereich und einer zweistelligen Anzahl
> von Prozessorkernen ...
>
> Darauf laufen dann mal eben 500 oder mehr virtuelle Maschinen in Linux
> oder Windows.

Kann ich so nicht bestätigen; macht aus Kostengründen derzeit auch nur 
wenig Sinn.
Virtuelle Server kann man auch gut mit "normalen" Rechnern realisieren, 
welche sich auch rel. einfach zusammenfassen lassen.
z.B. mit VMWare 
https://www.vmware.com/products/vsphere/data-center-consolidation.html

Autor: Markus M. (mmvisual)
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Ein "Internet" kannst Du Dir im kleinen Stiel sogar selbst aufbauen.

von Apachefreinds.org kann man sich das XAMPP Paket laden und 
installieren, danach hat man ein Apache Server installiert, dieser 
wiederum kann Internet-Seiten, die man zuvor erstellt hat (HTML) per 
TCP/IP bereit stellen. Diese Dateien liegen dann auf Deinem Rechner.

Danach den Web-Browser starten und auf den lokalen Server zugreifen:

http://127.0.0.1

Genau so funktioniert das große Internet auch. Mit XAMPP kann man gut 
üben.

Autor: Daniel A. (tagtraeumer)
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Vielen Dank für Eure Erklärungen. Bin leider völliger Neuling in der 
Welt der Informationstechnik und EDV. Also nicht so aufregen, Cyblord.

Also, wenn ich beispielsweise eine Internetseite konzipiert habe, wo ist 
diese und ihre Daten dann abgespeichert? Irgenwie blicke ich da noch 
nicht so durch, was sozusagen das SPeichermedium für das Internet ist.


Grüße
Klaus

Autor: Dominik S. (dasd) Flattr this
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Klaus A. schrieb:
> wo ist
> diese und ihre Daten dann abgespeichert?

Auf der Festplatte eines Servers.

Klaus A. schrieb:
> Irgenwie blicke ich da noch
> nicht so durch, was sozusagen das SPeichermedium für das Internet ist.

Die Festplatte eines Servers

Autor: vn n. (wefwef_s)
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Autor: Jens G. (jensig)
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>Es gibt rund eine Milliarde Internetseiten.

Also eigentlich ist das Internet gar nicht so groß:

http://www.tcp-ip-info.de/fun/das_ende_des_internet.htm

Autor: Joggel E. (jetztnicht)
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Man kann auch eine SD Karte in einem RasPi als Speichermedium fuer eine 
Internetseite verwenden. Oder noch weniger. Ich hatte schon eine Seite 
in einem AVR.

Autor: Daniel A. (tagtraeumer)
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Danke Leute.

Ist es eigentlich kostenlos, eine eigene Website "online" zu bringen? 
Ich meine, mal abgesehen von den Kossten für die Flatrate des 
Internetzuganges.


Grüße
Klaus

Autor: Timm R. (Firma: privatfrickler.de) (treinisch)
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Hallo Klaus,

ich finde das gar nicht so eine dumme Frage, wie viele andere hier. Die 
meisten „Digital Natives” könnten sie wohl nicht beantwort.

Zuerst zu Deiner letzten Frage:

Ja, eine einfache Webpräsenz kann kostenlos sein. Einfach danach 
googeln.

Also: Ich würde Deine Frage gern erstmal in zwei Fragen aufteilen:
1. Was sind die Daten einer Website und
2. wo sind sie abgespeichert.

1.
Früher (TM) waren die meisten Websites in der Tat einfach eine Menge von 
Textdateien (HTML) und Bilddateien (.gif, .jpg) die auf der Festplatte 
eines Servers lagen und auf Anforderung an Clients ausgeliefert wurden. 
Angebundene Datenbanken gabe es auch schon, aber viel seltener als 
Heute.

Ein Server kann dabei (früher wie heute) jeder „Computer“ im Internet 
sein, vom Mikrocontroller bis zu Häuserblock füllenden Aggregaten von 
leistungsfähigen Maschinen.

Später wurden auch diese „Daten” immer komplexer, sowohl, was die 
ausgelieferten Daten angeht, als auch die Art, wie sie „gespeichert” 
waren.

Ausgeliefert wird heute neben den altmodischen Textdateien (.html) zum 
Beispiel noch Formatierungscode in eigenen Dateien (.css) und sehr oft 
javascript (.js) und anderes von Teils ganz erheblicher Komplexität. 
Auch die so genannten Metadaten (zB expiration data) und klientenseitig 
gespeicherte Daten (cookies, html Datenban) haben eine viel höheres 
Bedeutung als früher.

Gespeichert sind diese Daten oft nicht als Dateien (geht aber immernoch 
und kommt auch vor) sondern immer öfter wiederum in einem Meta-Format, 
dass von Programmen die auf dem Server laufen erst in die ausgelieferten 
Seiten umgewandelt wird. So wird .css zum Beispiel mit SASS oder LESS 
etc. pp. erzeugt.

Die Website in der Form, wie du sie besuchst, ist dann nirgendwo 
gespeichert, oder nur flüchtig in einem Cache, sondern sie ist als 
riesiger Satz von Inhalt und Konfiguration in einer Datenbank (oder auch 
Dateien) gespeichert.

Für den Betrieb einer solchen Website kann schon einiges an Kram 
zusätzlich zum eigentlichen Webserver zusammenkommen.

2. Wo ist sowas gespeichert.

Im einfachsten Fall bei Dir zuhause. Du hast aber keine statische 
Adresse (IP Adresse), müsstest also alle Besucher regelmäßig über deine 
Adresse auf dem laufenden halten.

Möchtest Du über einen Domain-Namen erreichbar sein, bräuchtest Du einen 
erreichbaren Domain-Name-Server, bzw. einen Eintrag in einem solchen. 
Das kostet normalerweise ein wenig (sehr wenig)

Dafür hättest Du aber bei Dir zu Hause einen eigenen kompletten Computer 
(dedicated server) mit root-Zugriff. Das kriegst Du so nicht irgendwo 
kostenlos.

Aber: Deine upstream Verbindung ist sehr langsam und wird so zum 
Flaschenhals für Besuchr.

Die nächste Variante ist, Deine technisch bescheidenen Daten als einer 
von vielen auf einen Server hochzuladen, sowas wird zum Beispiel 
Visitenkarte genannt. Das ist kostenlos und schnell aber technisch ist 
nicht alles machbar.

Die nächste Variante ist billiger Webspace als einer von mehreren auf 
einem Server.

Dann gibt es noch dedicated Server, also echte physicalische Server oder 
virtuelle Server, verhalten sich wie echte physikalsiche Server, außer 
dass sie nicht kaputt gehen können. Die Daten sind dann auf der 
Festplatte eines solchen Systems.

Dann kann man natürlch auch einen Datenbankserver und einen Webserver 
verwenden, da sind die Daten dann schon verteilt. Das geht natürlich 
auch komplexer: mehrere Datenbankserver und Webserver mit automatischer 
Lastverteilung oder das Ganze noch zusätzlich mit Cache-Servern zum 
Beispiel Amazon AWS Memcache Server (oder das entsprechende Angebot 
anderer Anbieter).

Unabhängig von diesen Szenarien ist es nicht unüblich einzelne Inhalte 
auf so genannte CDNs auszulagern, contend delivery networks. Die 
speichern vollautomatisch Deine Inhalte auf dutzenden Servern über den 
Planeten verteilt, ohne, dass Du unbedingt wissen musst, wo. Je nachdem 
wer und von wo Deine Seite aufruft, bekommt dann die entsprechenden 
Inhalte von ganz unterschiedlichen Systemen.

Vlg

 Timm

Autor: Daniel A. (tagtraeumer)
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Vielen Dank, Timm!


Grüße
Klaus

Autor: Peter N. (bleumann)
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Hallo Klaus,

darf ich fragen, wie alt Du bist? Hat zwar nicht direkt mit Deiner Frage 
zu tun, aber ich finde es interessant, wie Du Deine Frage formulierst. 
Der Wortlaut klingt einfach nicht nach einem Jugendlichen, der überlegt, 
ein Studium in einem Fach zu  beginnen, von dem er offensichtlich noch 
sehr wenig Ahnung hat...

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Timm R. schrieb:
> ich finde das gar nicht so eine dumme Frage, wie viele andere hier. Die
> meisten „Digital Natives” könnten sie wohl nicht beantwort.
Und ältere Menschen die sich nicht mit der Technik auseinandergesetzt 
haben, könnten die etwa beantworten?

Johnny B. schrieb:
> Kann ich so nicht bestätigen; macht aus Kostengründen derzeit auch nur
> wenig Sinn.
> Virtuelle Server kann man auch gut mit "normalen" Rechnern realisieren,
> welche sich auch rel. einfach zusammenfassen lassen.
> z.B. mit VMWare
> https://www.vmware.com/products/vsphere/data-center-consolidation.html
Die massiven Rechner sind ganz interessant für "serverless" Konzepte. 
Das braucht aber auch noch eine Weile um flächenddeckend im Einsatz zu 
sein.

: Bearbeitet durch User
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