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Forum: HF, Funk und Felder 2 MIMO-Antennen für LTE: eine Signal die andere kein Signal


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Autor: Tim (Gast)
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Hallo,

folgende Herausforderung:
Im Keller steht ein LTE-Router, dieser hat zwei 
MIMO-Antennen-SMA-Anschlüsse und kein LTE-Empfang. Zum Dachboden geht 
ein Koaxialkabel, über dieses soll das LTE-Signal geleitet und an eine 
LTE-Richtantenne angeschossen werden. Am Dachboden bzw. an der Außenwand 
ist LTE-Empfang.


Nun die Frage:
Würde es funktionieren, dass man eine Antenne am LTE-Router belässt 
(kein Signal) und den zweiten SMA bis zur Richtantenne verlängert 
(Signal)? Welche Nachteile hätte man?
Gibt es vielleicht Hardware womit man beide LTE-Signale über eine 
Leitung schicken kann?

Danke schonmal.

Autor: Georg A. (georga)
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Tim schrieb:
> Würde es funktionieren, dass man eine Antenne am LTE-Router belässt
> (kein Signal) und den zweiten SMA bis zur Richtantenne verlängert
> (Signal)? Welche Nachteile hätte man?

Würde gehen, könnte evtl. ohne MIMO die Datenrate verringern. Allerdings 
ist die Sendefunktion oft nur auf einer Antenne. D.h. die muss 
angeschlossen werden, sonst geht gar nichts.

> Gibt es vielleicht Hardware womit man beide LTE-Signale über eine
> Leitung schicken kann?

Von der rein theoretischen Möglichkeit, "oben" das eine Signal auf eine 
andere Frequenz zu mischen und "unten" wieder zu normalisieren: Nein.

Ausserdem solltest du rausfinden, auf welchem Band "dein" LTE ist. Bei 
2.6GHz ist auch gutes Sat-Koax schon arg dämpfend. Bei 700/800 
("digitale Dividende") ist es natürlich egal.

Autor: Sebastian H. (sebh)
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Georg A. schrieb:
> Ausserdem solltest du rausfinden, auf welchem Band "dein" LTE ist. Bei
> 2.6GHz ist auch gutes Sat-Koax schon arg dämpfend. Bei 700/800
> ("digitale Dividende") ist es natürlich egal.

Kann dafür die App "LTE Discovery" (Android) empfehlen. Generell hat man 
am meisten Chancen auf 800MHz (Band 20) auf dem Land, und hier weiß ich 
das o2 und die Telekom es (teilweise) einsetzen, bei Vodafone keine 
Ahnung.

Autor: ham (Gast)
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> Bei
> 2.6GHz ist auch gutes Sat-Koax schon arg dämpfend. Bei 700/800
> ("digitale Dividende") ist es natürlich egal.

Kann man so nicht sagen ohne Kenntnis von

- Kabellänge vom Router zur Dachantenne
- Kabeltyp und dessen Dämpfungswerte
- Impedanz: Router  Kabel  Antenne

Autor: Tim (Gast)
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Das Koaxialkabel ist sehr hochwertig, ca. 20m vom Keller bis Dachboden.

Kann man das Frequenzband selbst aussuchen? Würde dann das 800MHz-Band 
planen wegen dem Koaxialkabel. Der Mobilfunkanbieter steht noch nicht 
fest.

Welche Übertragungsrate hat man denn beim 800MHz-Band theoretisch? Und 
wie sieht es praktisch aus, mit nur einer Antenne?

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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@Tim,

Stell im Keller nen Switch hin und bringe
den Router möglichst hoch an und nimm statt
dem Coax ein Netzwerkkabel, um den Router
an den Switch anzubinden.

20 Meter coax sind zu viel, auch hochwertiges.
Die Dämpfung ist einfach zu hoch!
Ich hab experimentiert, auch mit Außenantenne bekommt
der Router im Keller zu wenig Signal.

Seitdem der Router unterm Dach läuft ---> keine
probs mehr.

mfg

Autor: Tim (Gast)
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~Mercedes~ schrieb:
> @Tim,
>
> Stell im Keller nen Switch hin und bringe
> den Router möglichst hoch an und nimm statt
> dem Coax ein Netzwerkkabel, um den Router
> an den Switch anzubinden.
Das geht nicht, dass Haus ist bereits verkabelt, es können nur noch die 
Komponenten angepasst werden.



> 20 Meter coax sind zu viel, auch hochwertiges.
> Die Dämpfung ist einfach zu hoch!
> Ich hab experimentiert, auch mit Außenantenne bekommt
> der Router im Keller zu wenig Signal.
Wenn ich das hochwertige Koaxialkabel mit 20m-LTE-Kabel vergleicht, so 
ist die Dämpfung beim Koaxialkabel geringer. Es soll auch keine billige 
Außenantenne installiert werden.

Wichtig ist, dass es stabil und zuverlässig läuft.


Kann man denn das Frequenzband selbst aussuchen? Und welche 
Übertragungsrate hat man denn beim 800MHz-Band?

Autor: Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)
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Bei 700MHz oder 800MHz LTE kann man ganz gut alte UHF TV Kanalantennen 
(E50 Aufwerts) nutzen.
Man muss nur die Anpassschaltung im Anschlußkasten für das Senden 
umbauen.

Autor: Marc Horby (Gast)
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Tim schrieb:
> Im Keller steht ein LTE-Router,
> Zum Dachboden geht ein Koaxialkabel, über dieses soll das LTE-Signal
> geleitet

Sorry, aber das ist HF-technischer Blödsinn!
So was machen ja nicht einmal Amateurfunker!

"Hochwertiges Koaxkabel" hat dennoch eine viel zu hohe Dämpfung! Alleine 
3dB würde bedeuten dass du 50% verlierst. Nicht nur sendeseitig, sondern 
auch beim Empfang.

Stell den Router so dicht wie möglich zu den Antennen mit so kurz wie 
möglichem Antennenkabel. Lege ein Netzwerkkabel in den Keller.

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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@Tim,

Denke daran, die Bandbreiten im Mobilfunk
werden immer höher.
"Übermorgen" kommt 5G, Dein Konzept ist absluter Mist.
Wenn der Router unterm Dach hängt, wird in Zukunft
nur ein neuer Router fällig.

Nach Deinem Prinzip hast Du, wenn am Jahresende dann
neue Frequenzen dazukommen, wieder ein Problem,
Neues Frequenzband, neue Weichen, neue Antemnne!
Beim nächsten Sprung dann wieder, und so weiter und so fort!
Du mußt den Router hochhängen!

mfg

Autor: Tim (Gast)
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Ich weiß, das Koaxialkabel ist kein LTE-Antennenkabel, hinzu kommt, dass 
es nur ein Kabel ist, aber die Möglichkeiten sind sehr beschränkt.

Michael M. schrieb:
> Bei 700MHz oder 800MHz LTE kann man ganz gut alte UHF TV Kanalantennen
> (E50 Aufwerts) nutzen.
> Man muss nur die Anpassschaltung im Anschlußkasten für das Senden
> umbauen.
An das Koaxialkabel kommt an einer Seite ein SMA-Stecker (Router) und an 
die andere Seite ein N-Stecker (Richtantenne). TV, SAT hängt nicht an 
diesem Kabel. Muss da noch was konkret anpassen werden?

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