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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Stecker: Pins digital umdrehen?


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Autor: Martin S. (martin_x)
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Liebe Experten,

ich möchte einen 16-poligen Stecker der ein Gerät mit einem NAND 
verbindet beidseitig verwenden können, d.h. man soll ihn auch umgedreht 
hineinstecken können. Ist es möglich, das hinzubekommen ohne die Pins 
doppelt anzubringen? Kann man die Pins digital umkehren? Ich vergleiche 
es mal mit einer Excel-Tabelle: dort kann man vorgeben, dass unter einer 
bestimmten Bedingung (Stecker umgedreht eingesetzt) Das Signal, das vom 
Stecker in Spalte 1 eingeht, im Gerät als Signal 16 verarbeitet werden 
soll, das aus Spalte 2 als Signal 15 etc.

Ist so etwas grundsätzlich möglich? Ich bin kein Elektroniker, von daher 
kann ich selbst nur mutmaßen :-)

Viele Grüße!

Autor: Frank L. (hermastersvoice)
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dann machs doch mit Excel

Autor: Analogikus (Gast)
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Ja, es ist möglich.

Die Voraussetzungen sind aber... hoch.
Zuallererst muss eine Vorkehrungen getroffen werden, um zu detektieren 
in welcher der 2 Ausrichtungen der Stecker eingesteckt ist.

Hast Du dies schon?

Autor: Erwin D. (Gast)
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Frank L. schrieb:
> dann machs doch mit Excel

Denk nochmal nach. Er schrieb:

Martin S. schrieb:
> Kann man die Pins digital umkehren?

Meinst du ernsthaft, daß Excel dafür sorgen kann, daß die Pins anders 
angesteuert werden, wenn der Stecker verkehrt herum eingesteckt wird?

Autor: Martin S. (martin_x)
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>
> Meinst du ernsthaft, daß Excel dafür sorgen kann, daß die Pins anders
> angesteuert werden, wenn der Stecker verkehrt herum eingesteckt wird?

Das mit Excel war nur ein Beispiel für das gewünschte Ergebnis: so wie 
man Daten in einer Tabelle umdrehen kann, würde ich sie gerne durch die 
Elektronik umkehren lassen. Der Stecker hat mit Excel gar nichts zu tun.

Autor: georg (Gast)
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Martin S. schrieb:
> Ist so etwas grundsätzlich möglich?

Mit Signalen geht das, wobei man das sorgfältig planen sollte: es ist zu 
empfehlen, die Belegung so zu wählen, dass beim Umdrehen Eingänge auf 
Eingänge und Ausgänge auf Ausgänge zu liegen kommen, damit man nicht 
auch noch die Richtung umschalten muss.

Mit Stromversorgungsanschlüssen wird das sehr aufwendig.

In jedem Fall muss die Orientierung sicher erkannt werden, dafür muss 
man wohl 2 Pins opfern.

Georg

Autor: Martin S. (martin_x)
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> Zuallererst muss eine Vorkehrungen getroffen werden, um zu detektieren
> in welcher der 2 Ausrichtungen der Stecker eingesteckt ist.
>
> Hast Du dies schon?

Ja, das soll über zwei Pins geschehen - wenn das Gerät Signaleingang 
erkennt, weiß es in welcher Richtung der Stecker eingesteckt ist

Autor: Dergute W. (derguteweka)
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Moin,

Martin S. schrieb:
> ich möchte einen 16-poligen Stecker der ein Gerät mit einem NAND
> verbindet beidseitig verwenden können,

Was soll denn ein "NAND" sein?

Gruss
WK

Autor: Martin S. (martin_x)
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>
> Was soll denn ein "NAND" sein?

Ein Flash-Speicher

Autor: Joachim B. (jar)
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Martin S. schrieb:
>> Was soll denn ein "NAND" sein?
>
> Ein Flash-Speicher

oder doch ein Logik Gatter?

Autor: H.Joachim S. (crazyhorse)
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Hm, Nand-flash und 16 Leitungen??
Für seriell zu viel, für parallel zu wenig.

Autor: Joachim B. (jar)
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Martin S. schrieb:
> ich möchte einen 16-poligen Stecker der ein Gerät mit einem NAND
> verbindet beidseitig verwenden können, d.h. man soll ihn auch umgedreht
> hineinstecken können

einreihig oder 2x8
Was heisst umgedreht, gedreht oder gespiegelt?

solange die Definition, Pinbelegung, Strom und Spannung nicht genannt 
werden bleibt es kaffeesatzlesen.

Üblicherweise haben die Power/GND Pins voreilende Kontakte, ist das 
umgedreht auch gewährleistet?

Autor: Dergute W. (derguteweka)
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Moin,

Naja, ich denk' dann kannn man's kurz machen:
Grundsaetzlich ist sowas schon irgendwie moeglich, aber in deinem 
Spezialfall wohl nur mit einem bekloppt hohen Aufwand.

Gruss
WK

Autor: Joachim B. (jar)
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Dergute W. schrieb:
> aber in deinem
> Spezialfall wohl nur mit einem bekloppt hohen Aufwand.

sehe ich auch so,

Martin S. schrieb:
> Ich bin kein Elektroniker

das macht es nicht einfacher

Martin S. schrieb:
> Ja, das soll über zwei Pins geschehen - wenn das Gerät Signaleingang
> erkennt, weiß es in welcher Richtung der Stecker eingesteckt ist

woran soll man denn einen pullup von VCC unterscheiden?

klar könnte man erst mal probehalber eine fette Last anlegen, bricht die 
Spannung zusammen hat man entweder einen Input mit pullup oder schon den 
Ausgangsport abgeschossen!

also mehr Infos bitte!

Autor: Wolfgang (Gast)
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Joachim B. schrieb:
> Martin S. schrieb:
>>> Was soll denn ein "NAND" sein?
>>
>> Ein Flash-Speicher
>
> oder doch ein Logik Gatter?

Solange nichteinmal klar ist, was mit "einem NAND" gemeint ist, und man 
auf Vermutungen angewiesen ist, scheinen mir sinnvolle Lösungsvorschläge 
noch fern. Alleine auf Basis der Polzahl des Stecker sind Spekulationen 
noch Tür und Tor geöffnet - einzelne NANDs sind eher selten.
https://de.wikipedia.org/wiki/NAND

Viel interessanter als die zu verbindenden Teile ("Gerät - NAND") wären 
Angaben über alle Signale auf dem Stecker und welche Freiheiten bei 
der Pin-Belegung bestehen.

Autor: Joachim B. (jar)
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Wolfgang schrieb:
> Alleine auf Basis der Polzahl des Stecker sind Spekulationen
> noch Tür und Tor geöffnet - einzelne NANDs sind eher selten.
> https://de.wikipedia.org/wiki/NAND

nun ja ich dachte bei NAND sofort an eine 74HC Steuerlogik die die 
Signale umsortiert (ob nun AND oder NAND ist ja fast egal zumal man 
alles mit 74HC00 NAND aufbauen kann) und weniger an ein NAND flash 
Speicher,
aber wie schon gesagt, alles Spekulation solange keine belastbaren Infos 
kommen.

Autor: Der Andere (Gast)
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Warum soll das umgedreht werden können?
Nimm doch verpolsichere Steckverbindungen

Autor: Maxim B. (max182)
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Martin S. schrieb:
> Ist so etwas grundsätzlich möglich? Ich bin kein Elektroniker, von daher
> kann ich selbst nur mutmaßen :-)

Ein Bild von dem, was gewünscht wird, wäre hilfreich...

Ansonsten - wenn man wirklich alle Signale umschalten können will, ohne 
Rücksicht auf Spannung (in vernünftigen Grenzen) und Polarität und 
Richtung - so hilft hier Relais. Einfach 2 Pins für Relais vorsehen, 
damit in einer Lage Relais ausgeschaltet bleiben und bei anderer Lage 
eingeschaltet. Und dann so viele Relais, wie man Kontakte braucht. Hat 
man z.B. Relais mit je 2 Umschalter, dann brauchst du 7 Stück ((16 - 2 
für Steuerung) / 2). Und noch passende Spannung für Spulen.

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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Wenn man den Stecker gleich richtig konfiguriert, dann braucht man evtl 
nur nach dem Einlesen ein paar Bits/Nibble/Byte vertauschen.

Sonst hilft auch eine Lookup-Tabelle.

Autor: Maxim B. (max182)
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Dirk B. schrieb:
> Wenn man den Stecker gleich richtig konfiguriert, dann braucht man evtl
> nur nach dem Einlesen ein paar Bits/Nibble/Byte vertauschen.

Das gilt nur, wenn Stecker Signale und keine Speisungen hat.

Sonst wird Pin-Verlust zu groß. Dann braucht man z.B. Pin 1,2,15 und 16 
für GND und Pin 3,4,13,14 für Vcc. Restliche Pins dürfen Signale 
übertragen. Z.B. Pin 5,6,11,12 Ausgang, Pin 7,8,9,10 Eingang.

Dann kann man wirklich im Programm alles tauschen.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Maxim B. schrieb:
> Sonst wird Pin-Verlust zu groß. Dann braucht man z.B. Pin 1,2,15 und 16
> für GND und Pin 3,4,13,14 für Vcc.

Unsinn. Man kommt mit vier Pins aus: z.B. Pin 1, 16 für GND und Pin 2, 
15 für VCC.

Autor: Joachim B. (jar)
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Andreas S. schrieb:
> Maxim B. schrieb:
>> Sonst wird Pin-Verlust zu groß. Dann braucht man z.B. Pin 1,2,15 und 16
>> für GND und Pin 3,4,13,14 für Vcc.
>
> Unsinn. Man kommt mit vier Pins aus: z.B. Pin 1, 16 für GND und Pin 2,
> 15 für VCC.

wenn aber alle 16 Pins verschiedene Signale führen brauchst du nach 
deiner Methode 32 Pins

16 Pins schreit geradzu nach LCD und da sind nun mal alle 16 Pins 
definiert

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolfgang (Gast)
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Vielleicht kann man sich auch an dem Affenzirkus orientieren, der bei 
USB 3.1 für die Verdrehbarkeit getrieben wird.

Ohne ein bisschen Input vom TO wird das aber nichts.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Joachim B. schrieb:
> 16 Pins schreit geradzu nach LCD und da sind nun mal alle 16 Pins
> definiert

"LCD" wäre wohl das letzte, was mir zum Begriff "NAND" einfallen würde.

Autor: Joachim B. (jar)
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Wolfgang schrieb:
> "LCD" wäre wohl das letzte, was mir zum Begriff "NAND" einfallen würde.

ich weiss ja nicht wie du 16 Pins zu NAND übersetzt, aber zu 16 Pins und 
dann verdrehbar fällt mir bei dieser Fragestellung sofort LCD ein

https://protostack.com.au/wp-content/uploads/HD44780_breadboard_02.jpg

und das man mit NAND als Logik Gatter alles aufbauen kann auch 
Signalwege stellen, dürfte kaum überraschen.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Joachim B. schrieb:
> wenn aber alle 16 Pins verschiedene Signale führen brauchst du nach
> deiner Methode 32 Pins

Nach Maxims Methode bräuchte man sogar 64 Pins.

Außerdem habe ich ganz bewusst nur GND und VCC gewählt, da sich diese 
bei Gleichspannung und gepolten Bauelementen nicht tauschen lassen und 
selbst eine Polaritätserkennung problematisch wäre.

Bei den Datenleitungen kann man aber ja nach Schnittstelle durchaus 
tricksen, d.h. notfalls sogar mit externer Logik.

> 16 Pins schreit geradzu nach LCD und da sind nun mal alle 16 Pins
> definiert.

Zum einen wurde ja schon explizit erwähnt, dass es sich offenbar um ein 
NAND-Flash handeln soll. Zum anderen muss man je nach Businterface ggf. 
mit Pull-Up und Pull-Down-Widerständen und bidirektionalen 
Leitungstreiber arbeiten, um feststellen zu können, in welcher Richtung 
der Stecker aufgesteckt ist. Ggf. könnte es aber auch schon reichen, ein 
SPI-Kommando zu schicken und anhand der empfangenen Daten Rückschlüsse 
auf die Steckrichtung zu ziehen.

Bei sehr einfachen LCD, die gar keine Leserichtung bieten, bliebe nur 
der Weg über die Widerstände oder eben zwei Kodierpins.

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Joachim B. schrieb:
> ich weiss ja nicht wie du 16 Pins zu NAND übersetzt, aber zu 16 Pins und
> dann verdrehbar fällt mir bei dieser Fragestellung sofort LCD ein

Martin S. schrieb:
>> Was soll denn ein "NAND" sein?
> Ein Flash-Speicher

Und was ist bitteschön an der Nachricht des TE falsch zu verstehen?

Autor: Wolfgang (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> Und was ist bitteschön an der Nachricht des TE falsch zu verstehen?

https://de.wikipedia.org/wiki/NAND

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Und was ist bitteschön an der Nachricht des TE falsch zu verstehen?

Das hast du doch selbst zitiert. Der Begriff ist nicht eindeutig.

Autor: Achim S. (Gast)
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Stefanus F. schrieb:
> Das hast du doch selbst zitiert. Der Begriff ist nicht eindeutig.

Der TO hat um 9:48 Uhr klargestellt, dass es sich um einen 
Flash-Speicher (als NAND-Flash) handelt. Das hat Andreas zitiert.

Autor: Martin S. (martin_x)
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Tausend Dank für die vielen Ideen und Hilfestellungen. Ich habe wohl die 
Tiefe des Themas unterschätzt, aber so muß ich mich erst noch einmal 
weiter in das Thema hineinarbeiten, um überhaupt auf die Nachfragen 
sinnvoll antworten zu können. Ich vermute dass es tatsächlich 
entscheidend ist, ob es sich um Signale oder Speisung handelt, wie 
Max182 geschrieben hat.

Autor: Joachim B. (jar)
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Achim S. schrieb:
> Der TO hat um 9:48 Uhr klargestellt, dass es sich um einen
> Flash-Speicher (als NAND-Flash) handelt. Das hat Andreas zitiert.

und das es der TO war ist mir entgangen, mein Fehler.

Bei unauffälligen Namen passiert mir das schon mal, ich bin für eine 
farbliche Hervorhebung von TO Beiträgen :)

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