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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Habe Mikrowellentrafo (ca. 1kW) geschenkt bekommen, was tun damit?


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Autor: Mikrowellentrafobesitzer (Gast)
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Hallo Forum,

habe einen Mikrowellentrafo mit ca. 1kW 230V--> 2100V geschenkt 
bekommen. Es ist ein E/I Kern, allerdings verschweißt, top Zustand. 
Beide Wicklungen sind (bei der Spannung erwartbar) sauber voneinander 
getrennt. Zusätzlich ist eine Wicklung für 3V mit 3Windungen 
aufgebracht. Mit etwas Geschick ließe sich die 2100V Wicklung entfernen, 
und man könnte bei ca. 1V/Windung eine andere Wicklung durchfädeln.

Problem: Mir fällt ums Verrecken nicht ein, was ich mit dem Ding machen 
soll, aber zum Wegschmeißen ist es zu schade:

- Labornetzteil? hab bereits 2 (16V/2A) und (30V/5A)
- Batterienladegerät? hab ich
- Punktschweißgerät? Habe ich noch nie gebraucht
- Wechselrichter Batteriespannung auf 230V? brauch ich derzeit nicht.

Habt Ihr eine Idee?

PS Verschenken (= solide verpacken und verschicken) von dem Ding 
übersteigt den Wert des Trafos

Grüße, Mikrowellentrafobesitzer

Autor: Falk B. (falk)
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@ Mikrowellentrafobesitzer (Gast)

>habe einen Mikrowellentrafo mit ca. 1kW 230V--> 2100V geschenkt
>bekommen. Es ist ein E/I Kern, allerdings verschweißt, top Zustand.

Der Klassiker.

>Beide Wicklungen sind (bei der Spannung erwartbar) sauber voneinander
>getrennt. Zusätzlich ist eine Wicklung für 3V mit 3Windungen

Kathodenheizung des Magnetrons.

>Problem: Mir fällt ums Verrecken nicht ein, was ich mit dem Ding machen
>soll, aber zum Wegschmeißen ist es zu schade:

Goggle kaputt?

Jacobs Ladder
Schweißtrafo

>PS Verschenken (= solide verpacken und verschicken) von dem Ding
>übersteigt den Wert des Trafos

Briefbeschwerer? Aber wer schickt heute noch Briefe? ;-)

Autor: Mac G. (macgyver0815)
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Falk B. schrieb:
> Briefbeschwerer? Aber wer schickt heute noch Briefe? ;-)

Türstopper.

Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

den inneren Schweinehund überwinden und doch weg (an den Straßenrand für 
die Altmetallsammler) damit.
Die "Gefahr" ist zu hoch das du den Trafo bei dir einfach nur mehrere 
Jahre zwischenlagerst ihn aber letztendlich dann doch 2025 entsorgst.

Ich habe auch "früher" jeden Scheiß den ich vielleicht irgendwann mal 
gebrauchen kann aufgehoben - gebraucht habe ich den wenn es hoch kommt 
2% von den "Edelmüll" - also fort damit.
Solltest du dann irgendwann in der Situation kommen doch so einen Trafo 
zu benötigten - Pech gehabt und halt für einige wenige Euro bei E-Bay 
ersteigern.
So ein Trafo ist erst der Anfang und wohl auch in Zukunft einfach und 
kostenlos zu entsorgen - aber oft geht es dann mit "schönen" Platinen 
weiter, eventuell auch das Fälschen Quecksilber mit den man ja 
sicherlich interessante Sachen ausprobieren kann (und dann doch nie 
macht), die "guten" Akkus aus irgendwelchen USV und Alarm Anlagen 
(welche dann doch nichts mehr bringen oder es einfach keine Sinnvolle 
Anwendung zu hause gibt), die ach so Wertvollen Messgeräte aus der 80/90 
erJahre Laborauflösung (mhh.. das moderne Zeug ist doch gar nicht so 
teuer, hat besser Daten, ist leichter, kann problemlos mit den Computer 
verbunden werden und sieht sogar besser aus) die letztendlich irgendwo 
in der Ecke gut abgelagert werden...
Und den Kram dann so um 2030 herum, bei garantiert noch hirnrissigeren 
Vorschriften, zu entsorgen wird aufwendig und teuer.

Jemand

Autor: Baum (Gast)
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Mikrowellentrafobesitzer schrieb:
> Problem: Mir fällt ums Verrecken nicht ein, was ich mit dem Ding machen
> soll, aber zum Wegschmeißen ist es zu schade:

Absolut!
Gut und trocken verpacken, lagern.
Braucht ja weder essen noch trinken.
Und irgenwann kann man den vielleicht brauchen oder gewinnbringend 
verkaufen.

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Als Testaggregat für Stiehl Sicherheitsstiefel nehmen.

Als Antrieb für nen neuen EMP - Teslatrafo.

;--P

mfg

Autor: Mikrowellentrafobesitzer (Gast)
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Jemand schrieb:
> Hallo
>
> den inneren Schweinehund überwinden und doch weg (an den Straßenrand für
> die Altmetallsammler) damit.
> Die "Gefahr" ist zu hoch das du den Trafo bei dir einfach nur mehrere
> Jahre zwischenlagerst ihn aber letztendlich dann doch 2025 entsorgst.
>
> Ich habe auch "früher" jeden Scheiß den ich vielleicht irgendwann mal
> gebrauchen kann aufgehoben - gebraucht habe ich den wenn es hoch kommt
> 2% von den "Edelmüll" - also fort damit.
> Solltest du dann irgendwann in der Situation kommen doch so einen Trafo
> zu benötigten - Pech gehabt und halt für einige wenige Euro bei E-Bay
> ersteigern.
> So ein Trafo ist erst der Anfang und wohl auch in Zukunft einfach und
> kostenlos zu entsorgen - aber oft geht es dann mit "schönen" Platinen
> weiter, eventuell auch das Fälschen Quecksilber mit den man ja
> sicherlich interessante Sachen ausprobieren kann (und dann doch nie
> macht), die "guten" Akkus aus irgendwelchen USV und Alarm Anlagen
> (welche dann doch nichts mehr bringen oder es einfach keine Sinnvolle
> Anwendung zu hause gibt), die ach so Wertvollen Messgeräte aus der 80/90
> erJahre Laborauflösung (mhh.. das moderne Zeug ist doch gar nicht so
> teuer, hat besser Daten, ist leichter, kann problemlos mit den Computer
> verbunden werden und sieht sogar besser aus) die letztendlich irgendwo
> in der Ecke gut abgelagert werden...
> Und den Kram dann so um 2030 herum, bei garantiert noch hirnrissigeren
> Vorschriften, zu entsorgen wird aufwendig und teuer.
>
> Jemand


Da spricht "Jemand" weise und vermutlich aus Erfahrung. Ich werde mir 
Deinen Rat zuherzen nehmen, nicht für den Trafo, aber für das Zeug das 
neben dem Trafo liegt (woher wußtest Du das?): Leiterplatten mit guten 
Drosselkernen, noch gute Kühklkörper usw. Das Zeug mußte ich zum Trafo 
als Zugabe akzeptieren, und alles ist ja irgendwie brauchbar. Aber ich 
werde mich trennen davon.

Aber den Trafo wegschmeißen, nee, das kriege ich nicht hin. Bei dem Rest 
habe ich kein Problem.

Danke, Jemand!

Autor: Mikrowilli (Gast)
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Bevor Du Dich auf ein ernsthaftes Projekt rund um den Trafo einläßt, 
messe erstmal nach, welche Verlustleistung er im unbelasteten Zustand 
aufnimmt!

Vor einigen Jahren bin ich durch Zufall an zwei identische 
Mikrowellentrafos gekommen und wollte damit ein Netzteil für einen 
röhrenbestückten Sendeverstärker aufbauen. Leider war es so, daß ab ca. 
170V Primärspannung der Kern anfing in die Sättigung zu gehen, und bei 
230V Primärspannung lagen die Kernverluste bereits bei 500W! Viele 
Mikrowellentrafos sind offenbar nur für kurzzeitigen oder 
Intervallbetrieb ausgelegt - bei den üblichen Verkaufpreisen für 
Mikrowellenöfen ja auch nicht verwunderlich...

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Mikrowellentrafobesitzer schrieb:

> Aber den Trafo wegschmeißen, nee, das kriege ich nicht hin.

Das Problem bei MW-Trafos ist, das diese sehr auf Kante genäht sind
und deshalb auf Fremdkühlung angewiesen sind. Typischerweise ist
bereits der Ruhestrom deutlich höher als bei normalen Trafos. Den
könntest Du ja mal nachmessen. Sollte er höher als 100mA sein,
müsstest Du die Primärspannung erniedrigen, z.B. mit einem vorge-
schalteten Spartrafo.

Autor: Der Dreckige Dan (Gast)
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Mikrowilli schrieb:
> Kernverluste bereits bei 500W!

Ist doch Quark. Mikrowellen können meist bis zu einer Stunde 
Betriebsdauer eingestellt werden, und das auch bei 100% Leistung.
Und das Bissl Umluft da drin kann niemals 500W vom Trafo ableiten.

Du hast vielleicht 500 VA gemessen. Oder der Trafo war schlicht defekt.

Autor: Storage Owner (Gast)
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Wenn man das machen will:

Harald W. schrieb:
> Primärspannung erniedrigen, mit ... Spartrafo

(engl. "Autotransformer").

Noch einfacher, weil so etwas fast jeder hat:

Mit einem "normalen" Trafo in "Spartrafo-Schaltung".
Hier sind die Möglichkeiten schön aufgeführt / beschrieben:

http://sound.whsites.net/articles/buck-xfmr.htm

Dort steht auch, wieso der Trafo ziemlich klein sein darf
(und wie groß er mindestens sein muß).

So kann man auch 220V-Trafos aufs 230V~ (teils 240V~) Netz
anpassen. Aus similaren Gründen. Nur darf hier der Trafo
eine geringere Sekundärspannung haben (meist reichen 10-12V~),
für einen M(W)OT ist, siehe Mikrowillis Post, mehr zu empfehlen.

Allerdings braucht man den Trafo meist doch nicht - schon wahr.

Autor: Dergute W. (derguteweka)
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Moin,

Man sollte halt nicht vom Strom, den man gemessen hat, direkt durch 
Multiplikation mit 230V, glauben, die Leerlaufverluste zu haben.

Der Trafo macht sich sicher gut, um die Sammlung von alten 
Haartrocknern, el. Zahnbuersten und Kuechenmaschinen zu komplettieren.
Wenn der Russe kommt, ist man froh drum :-)

Gruss
WK

Autor: Falk B. (falk)
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@Baum (Gast)

>> soll, aber zum Wegschmeißen ist es zu schade:

>Absolut!

Jaja.

>Gut und trocken verpacken, lagern.
>Braucht ja weder essen noch trinken.
>Und irgenwann kann man den vielleicht brauchen oder gewinnbringend
>verkaufen.

Dream on. Das ist der Anfang einer Messi-Karriere.

Autor: Elektrofan (Gast)
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Autor: Baum (Gast)
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Falk B. schrieb:
> Dream on. Das ist der Anfang einer Messi-Karriere.

Es geht um EINEN Trafo, nicht um ne ganze sammlung. Was bei mir nicht 
nach maximal 3 monaten verbaut ist (nur selten hebe ich was länger auf)
fliegt hier auch auf den müll. Bzw. Wird verkauft wenn sich jemand 
findet der es haben will.

Trafos, Motoren und kram landen meist bei meinem schrotti. Der kommt 
sogar bis an die haustüre gefahren.

Autor: kuni (Gast)
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Baum schrieb:

> Trafos, Motoren und kram landen meist bei meinem schrotti. Der kommt
> sogar bis an die haustüre gefahren.

Dann kann das Zeug ja so wertlos nicht sein, wenn der davon leben kann 
und zudem noch die Anfahrtskosten trägt.
Warum also verschenken und nicht selbst zu Geld machen?

Autor: Baum (Gast)
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kuni schrieb:
> Warum also verschenken und nicht selbst zu Geld machen?

Weil ich dafür bei ihm auf dem platz aus dem schrott teile ausbauen darf 
wie ich will. Was ich eben gerade interessant finde bzw. Brauchen kann.
Die reste (Sortenrein getrennt) holt der deswegen ab weil er nur zwei 
Straßen weiter wohnt. Das ist keine anfahrt in dem sinne. Das macht der 
auf dem heimweg wenn er eh hier vorbei kommt.

Nun aber genug OT.

Autor: Mikrowellentrafobesitzer (Gast)
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hier der TO

...was ich in den letzten Jahren immer mal wieder gebraucht habe für 
Motoransteuerungen, Testschaltung für Frequenzumrichter, war eine 
galvanisch getrennte Wechselspannungsquelle meist mit 12V, 24V, 48V, 
120V. Bisher habe ich mich damit beholfen, mehrerer Trafos 
sekundärseitig in Reihen zu schalten, um die gewünschte Wechselspannung 
zu erhalten, war oft ein ziemlicher Drahtverhau.

Idee für die Verwendung eine Mikrowellentrafos:
Die Sekundärseite des Trafos abwickeln/ absägen/ abtrennen und 48 bis 55 
Windungen draufwickeln mit Anzapfungen bei 12+, 24+ Windungen, mit 
handhabarem Leitungsquerschnitt und optional 120+ Wdg. mit kleinerem 
Querschnitt für 120V. Dazu ein ordentliches Stahlblechgehäuse mit 
Bananenbuchsen, die 120V vielleicht nicht als Bananenbuchse.

Wenn jetzt noch die Leerlaufverluste gering sind und der Trafo wirklich 
benutzbar ist, dann wäre das Elektrische eine Wochenendarbeit zzgl. ein 
WE für das Gehäuse. Abgesichert auf der Sekundärseite als 
Kabelschmelzsicherung. Primär zweipoliger Schalter und 
Kabelschmelzsicherung. Evtl. eine Einschaltstrombegrenzung mit 
Kaltleiter

das wäre meine Idee.

Grüße, der Mikrowellentrafobesitzer

...und als Briefbeschwerer und Türstopper kann man es auch verwenden ;-)

Autor: Andrew T. (marsufant)
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Mikrowellentrafobesitzer schrieb:

> Idee für die Verwendung eine Mikrowellentrafos:
> Die Sekundärseite des Trafos abwickeln/ absägen/ abtrennen und 48 bis 55
> Windungen draufwickeln mit Anzapfungen bei 12+, 24+ Windungen, mit
> handhabarem Leitungsquerschnitt und optional 120+ Wdg. mit kleinerem
> Querschnitt für 120V. Dazu ein ordentliches Stahlblechgehäuse mit
> Bananenbuchsen, die 120V vielleicht nicht als Bananenbuchse.

Anleitung z.B.
Youtube-Video "HACKED!: Microwave Transformer becomes a High Current Transformer"
jedoch entsprechend mehr Windungen  sekundärseitig (hast Du ja bereits 
abgeschätzt).

>
> Wenn jetzt noch die Leerlaufverluste gering sind und der Trafo wirklich
> benutzbar ist,

Erfahrungsgemäß: Dassollte funktionieren.

> dann wäre das Elektrische eine Wochenendarbeit zzgl. ein
> WE für das Gehäuse. Abgesichert auf der Sekundärseite als
> Kabelschmelzsicherung. Primär zweipoliger Schalter und
> Kabelschmelzsicherung.

Wenn schon Gehäuse, dann ist Sicherungshalter bzw. ETA-Automat eine 
bessere Wahl statt Kabelschmelz. Und ist dann schnell eingebaut.
Kontrollleuchte etc. ist ebenfalls sinnvoll,
ein eingebautes Amperemeter auch sehr nützlich.

Autor: Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)
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die ach so Wertvollen Messgeräte aus der 80/90
> erJahre Laborauflösung (mhh.. das moderne Zeug ist doch gar nicht so
> teuer, hat besser Daten, ist leichter, kann problemlos mit den Computer
> verbunden werden und sieht sogar besser aus) die letztendlich irgendwo
> in der Ecke gut abgelagert werden...

Also...bis auf das mit den Messgeräten hast du recht! Ich befreie dich 
aber gern von deiner Last....ich zahle sogar den Versand....und das 
meine ich ernst.

LG

Autor: Dieter (Gast)
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Wenn sich, wie Du schriebst, eine Wicklung entfernen kannst, dann mach 
mit der neuen Wicklung einen Trenntrafo daraus. Vergiss nicht die 
Anzapfungen fuer 110/120V.

Autor: Storage Owner (Gast)
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Dieter schrieb:
> Wenn sich, wie Du schriebst, eine Wicklung entfernen kannst, dann mach
> mit der neuen Wicklung einen Trenntrafo daraus. Vergiss nicht die
> Anzapfungen fuer 110/120V.

Schöne Idee. Allerding würde ich, wenn ich schon Veränderungen am Trafo 
selbst vornehme, auch den magnetischen Nebenschluß entfernen wollen.
(Dieser sitzt zwischen Primär- und Sekundärwicklung.)

Denn der Nebenschluß verursacht ja die Charakteristik als 
Streufeld-Transformator. Das mag für manche Lasten ja nützlich sein, 
aber für die
meisten Anwendungen - erst recht im Falle eines Trenntrafos - würde ich 
das
nicht haben wollen. Zumindest den Versuch wäre es auf jeden Fall wert.

Denn obwohl es bei vereinzelten dieser Trafos (laut einiger Quellen) 
recht schwierig (gewesen) sein soll, erleichterte eine fehlende 
HV-Wicklung den Zugang doch sehr. Und damit bestimmt auch das Entfernen.

Ich vermute sogar ein fast müheloses Herausklopfen, ohne den vorherigen 
"Druck von allen Seiten". (Muß aber jeder selbst wissen, wie wichtig es 
ihm ist, dabei einen "normalen" bzw. "richtigen" Trenntrafo zu 
gewinnen.)

Der Dreckige Dan schrieb:
> Mikrowilli schrieb:
>> Kernverluste bereits bei 500W!

Das hatte ich gar nicht gelesen. 500W? Normalerweise unmöglich.

> Ist doch Quark. Mikrowellen können meist bis zu einer Stunde
> Betriebsdauer eingestellt werden, und das auch bei 100% Leistung.
> Und das Bissl Umluft da drin kann niemals 500W vom Trafo ableiten.
>
> Du hast vielleicht 500 VA gemessen. Oder der Trafo war schlicht defekt.

Daß der Trafo sehr niedrige Primärinduktivität hat (hoher 
Magnetisierungs- / Blindstrom - "VA"), und auch noch vergleichsweise 
stark ausgesteuert wird, stimmt aber schon.

Für echten Dauerbetrieb sind diese halt nicht dimensioniert. (Könnte man 
hier sagen: "Über Kante hinaus"?) Weshalb auch nicht die Leistung 
dauerhaft abgeführt werden können muß.

Im Normalfall ist ja nach dieser Stunde Betrieb auch wieder Ruhe dann. 
Zumindest bei einer Mikrowelle "für Privathaushalte" ist das 
wahrscheinlich.

[Wobei es möglich sein mag, daß einigen "besseren" (teureren) MWn ein 
selbstrückstellender Thermoschalter bzw. Polyfuse beigefügt wurde, 
und/oder diese nicht ganz so knapp, wie sehr günstige solche, 
dimensioniert sind / werden (letzteres wohl vor allem bei Geräten für 
den Profibereich, welche auch im Dauerbetrieb funktionieren können 
sollten).]

Autor: Der Dreckige Dan (Gast)
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Storage Owner schrieb:
> Weshalb auch nicht die Leistung
> dauerhaft abgeführt werden können muß

Wie willst du z.B. einstündigen Betrieb bei 100% sonst bezeichnen? Ich 
glaube auch nicht, daß der Trafo die Grätsche macht, wenn man 20 Gänse 
nacheinander darin gart...
Das sind ganz normale Trafos für Dauerbetrieb. Mag sein, daß sie dazu 
den Luftzug durch den eingebauten Lüfter haben wollen, nicht im eigenen 
Dunst stehen dürfen.

Storage Owner schrieb:
> Allerding würde ich, wenn ich schon Veränderungen am Trafo
> selbst vornehme, auch den magnetischen Nebenschluß entfernen wollen.

Na wenn du da mal keine Überraschungen erlebst... Das bedeutet weniger 
Eisen im Kern, und vor allem einen viel längeren magn. Weg. Da kann es 
dir passieren, daß du gleich für die Primär erstmal die doppelte 
Windungszahl auftragen darfst, damit das Ding nicht sättigt.
Das ist kein Neontrafo, wo das Verstellen des Jochs vorgesehen ist.

Autor: Widerstand (Gast)
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Jemand schrieb:
> Ich habe auch "früher" jeden Scheiß den ich vielleicht irgendwann mal
> gebrauchen kann aufgehoben - gebraucht habe ich den wenn es hoch kommt
> 2% von den "Edelmüll" - also fort damit.
> Solltest du dann irgendwann in der Situation kommen doch so einen Trafo
> zu benötigten - Pech gehabt und halt für einige wenige Euro bei E-Bay
> ersteigern.

Also ich würde ihn zu meinen Neontrafos im Keller stellen. Neben die 
Hifi-Pyramide mit 15, 20 Geräten aus 50 Jahren Musikgeschichte, die 3 
kleinen 24V/10A-Netzgeräte mit echtem Spar-Stelltrafo für 
Wechselspannung (und das eine riesige mit 50V/10A), den Schweißtrafo und 
verschiedene Trenntrafos. Sowie den Labornetzteilen für 30V (in diversen 
Varianten von 1-10A), 600V/1A und 6kV, 20 mA. Wenns noch mehr sein muß, 
hilft die Kiste mit den Ölheizungstrafos und dem Dutzend 
Fernseherkaskaden (viele davon die guten blauen! Wenn man weiß, wo man 
dremeln muß, kann man sie in Serie schalten.)

Angefangen hat es vor Jahrzehnten mit ausgelöteten Transistoren. Nehmen 
ja nicht viel Platz weg. Nur die beiden da noch.

Einstiegsdroge. Laßt euch das eine Warnung sein!

Ebay ist zum Ausmisten leider keine Alternative mehr, da Auktionen von 
privat einfach tot sind. Weil man heute weniger Besucher als früher 
Bieter bekommt. Dafür kann man tolle Schnäppchen machen, weil immer 
wieder einer aufsteht, der etwas als Auktion für 1 Euro einstellt, das 
in diesem Monat leider niemand gesucht hat, geschweige denn kaufen will.

(Bin früher z.B. einige Neontrafos für 50-90 Euro losgeworden. Dafür muß 
es heute den abgelaufenen Auktionen nach schon ein fast ladenneuer sein, 
sonst ist man eher bei 30 oder sogar nur 10. Vor allem muß man aber 
eeeewig warten, bis ein Käufer kommt.)

Autor: Mani W. (e-doc)
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Storage Owner schrieb:
> Für echten Dauerbetrieb sind diese halt nicht dimensioniert. (Könnte man
> hier sagen: "Über Kante hinaus"?) Weshalb auch nicht die Leistung
> dauerhaft abgeführt werden können muß.

Hatte vor gut 20 Jahren den Ruhestrom eines MW Trafos gemessen,
der lag so um 1A, darum habe ich jegliche Idee mit diesem Ding
abgehakt...

Abgesehen davon ist die erzeugte Hochspannung ziemlich tödlich -  aber
das wurde ja schon öfters besprochen...

Und meist liegt ein Pol der Hochspannung am (normalerweise geerdeten)
Kern, was das Ding noch gefährlicher macht bei Unwissenheit über diese
Art von Trafo...

Dazu ein interessanter Test:

http://www.3d-meier.de/tut15/Seite34.html

: Bearbeitet durch User
Autor: nachtmix (Gast)
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Elektrofan schrieb:
> Abwickeln -  1kg Cu bringt bringt derzeit ca. 5 €:

Blöderweise sind etliche dieser Trafos mit Aluminiumdraht bewickelt.

Ausserdem wickelt man zum Verschrotten einen Trafo nicht ab, sondern 
nimmt eine Säge oder Hammer und Meissel.

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Mikrowellentrafobesitzer schrieb:
> PS Verschenken (= solide verpacken und verschicken) von dem Ding
> übersteigt den Wert des Trafos

Der Beschenkte kann es sich ja bei dir abholen.
PS: So ein "Geschenk" hätte ich gar nicht angenommen. Müllt nur meinen 
Schrank und jeden Thread zu.

: Bearbeitet durch User
Autor: Der Dreckige Dan (Gast)
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Dirk J. schrieb:
> Der Beschenkte kann es sich ja bei dir abholen.

So lief das früher, ja.
Heute sind Leute, die sich was schenken lassen, oft bereits derartig 
degeneriert, daß man es ihnen auch noch kostenlos bringen soll! Um genau 
solche Kommunisten zu umgehen, hat sich seit Jahrzehnten eine 
Schutzgebühr bewährt. Diese muss man ja vor Ort nicht einfordern, es 
geht lediglich um die Abschreckung, die zumindest in Großstädten bitter 
nötig ist.

Autor: checka (Gast)
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wegwerfen

Autor: Eiweiss es (Gast)
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Zwei Leitungen dranmachen und mit Schäuble verbinden.

Das ganze absichern mit 100 Ampere!

Autor: Cerberus (Gast)
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Manche basteln sich daraus ein Punktschweißgerät, z.B. um
Akkus zu verbinden.

Autor: Sascha (Gast)
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