Wenn man zwei Behälter mit dem gleichen Gasinhalt hat, herrscht auch der
gleiche Druck in beiden Behältern. Wie soll da etwas fliessen?
Trick17 beim Umfüllen von Gas:
Empfängerbehälter ins Gefrierfach legen und Spenderbehälter schön warm
halten.
Nach dem physiklischen Gesetz, dass der Gasdruck bei Kälte geringer ist,
als der Druck bei Wärme, hast du damit die Voraussetzung für einen
Transfer geschaffen.
Nach einer gewissen Zeit nimmst du den jetzt kalten Empfängerbehälter
aus dem Gefrierfach, den Spenderbehälter hast du mit deiner Hand
vorgewärmt, jetzt klappt es auch mit dem Umfüllen.
Habe mal den Tipp bekommen, das Feuerzeug vor dem Befüllen zu entleeren.
Man drückt beim Füllen auch jene Luft in das Feuerzeug, die sich im
Füllröhrchen an der Kartusche befindet. Ist zwar nicht viel, sammelt
sich aber bei wiederholter Anwendung an. Diese Luft im Feuerzeug ist
nicht Brennbar und "nimmt dem brennbaren Gas den Platz weg".
Simon B. schrieb:> Habe mal den Tipp bekommen, das Feuerzeug vor dem Befüllen zu entleeren.
Das ist ein guter Tip, denn ein leeres Feuerzeug ist auch drucklos und
lässt sich somit auch wieder gut befüllen.
Nur wenn sich in beiden Behältern Gas befindet, dann herrscht auch in
beiden Behältern gleicher Druck und nur durch Schwerkraft (Voller
Behälter oben, leerer Behälter unten) kann ein bisschen fliessen.
Deutlich besser gelingt das durch eine Tempdifferenz=Druckdifferenz.
Bisher war es (mir) immer problemlos möglich Feuerzeuge wieder komplett
aufzufüllen. Auch ohne Kühlschrank.
Die immer verbleibende minimale Blase (Stecknadelkopf groß) sollte
tunlichst übrig bleiben.
Markus K. schrieb:> Wenn man während dem befüllen, das Ventil des Feuerzeugs offen hält,> passt auch mehr Gas ins Feuerzeug.
Das ist nur billiges abkufpern einer alten Auto-Tuner-Idee. Einfach vor
dem Tanken den Benzintank perforieren....
Roland E. schrieb:> Bisher war es (mir) immer problemlos möglich Feuerzeuge wieder komplett> aufzufüllen. Auch ohne Kühlschrank.> Die immer verbleibende minimale Blase (Stecknadelkopf groß) sollte> tunlichst übrig bleiben.
Bei mir gings auch immer problemlos und konnte Feuerzeuge fast
vollständig wieder auffüllen. Habe ebenfalls nichts beachtet, also alles
war auf Raumtemperatur.
Johnny B. schrieb:> Bei mir gings auch immer problemlos und konnte Feuerzeuge fast> vollständig wieder auffüllen. Habe ebenfalls nichts beachtet, also alles> war auf Raumtemperatur.
Bei beidseitig offenem Ventil spricht da ja auch nichts gegen. In der
Dose ist die Flüssigphase unten und die Gasphase oben. Wenn man nun über
ein Röhrchen ein weiteres Volumen anschliesst ändert sich daran erstmal
nichts. Die im Feuerzeug befindliche Gasphase sollte eigentlich in die
Fülldose hochblubbern.
Das alles beantwortet aber nicht die Frage des TO.
Mir ist das auch schon mal aufgefallen.
Als ob es Rückstände im Gas gibt, die nicht bei Raumtemperatur
gasförmig sind.
Evtl. Ist das ja so, weil Feuerzeuggas keine besonders hohe Reinheit
hat.
Wegwertfeuerzeuge sind in zwei Kammern aufgeteilt. Der Druck reicht
nicht um das Gas wieder zu verflüssigen. Das Flüssiggas muss in den
Freiraum gesprüht werden. Kondensation an den eingesprühten Tröpfchen,
verringert wahrscheinlich den Gegendruck.
Warum mehrere Sprühstöße benötigt werden, um den Behälter zu ~90% zu
befüllen, ist mir allerdings noch nicht völlig klar.
PS: Letzteres erklärt sich eigentlich durch die Kondensations-Theorie an
den Tröpfchen!
Cyblord -. schrieb:> Markus K. schrieb:>> Wenn man während dem befüllen, das Ventil des Feuerzeugs offen hält,>> passt auch mehr Gas ins Feuerzeug.>> Das ist nur billiges abkufpern einer alten Auto-Tuner-Idee. Einfach vor> dem Tanken den Benzintank perforieren....
Blabla
So funtioniert auch das Befüllen meiner Sauerstofftanks. Vorm befüllen
wird ein Ventil geöffnet, dann kann der gasförmige Sauerstoff
entweichen, und stellt keinen Gegendruck beim befüllen mit dem flüssigen
O2 dar. Zu besichtigen, bei mir zu Haus, jeden Dienstag um die
Mittaqgszeit.
Markus K. schrieb:> So funtioniert auch das Befüllen meiner Sauerstofftanks.> ...> Zu besichtigen, bei mir zu Haus, jeden Dienstag um die> Mittaqgszeit.
Lebst du hinterm Mond? ;)
Hab mal nach Sauerstoff-Langzeittherapie gegockelt. Scheint ja ne üble
Scheiße zu sein. :(
Ähnliche wie ein inoperabler Tumor nahe am Hirnstamm, inkl. einem
dadurch bedingtes Aneurysma.
Feuerzeuggas ist ein Gemisch aus hauptsächlich n-Butan, iso-Butan und
Propan. Das leichtflüchtige Propan dampft schneller ab, so dass zum
Schluss fast nur noch n-Butan mit niedrigem Dampfdruck übrigbleibt.
Dessen Druck reicht oft nicht mehr aus, an der Düse ein brennfähiges
Gas-Luft-Gemisch zu erzeugen.
Camping-Gaskocher haben das selbe Problem.
Abhilfe: Feuerzeug leicht erwärmen.
https://thesummitregister.com/stoves-101-how-to-get-the-most-out-of-your-fuel-canisters/
U.a. deswegen hat Winter-Flüssiggas (LPG) einen höheren Propananteil als
Sommer-LPG.
Teo D. schrieb:> Teo D. schrieb:>> Wegwertfeuerzeuge sind in zwei Kammern aufgeteilt.
Nein, sie haben einen oben offenen Steg (kommunizierende Gören), welcher
der Stabilisierung des "Tanks" dient, damit das Zeuerfeug bei relativ
extremer Umgebungstemperatur nicht im- oder explodiert (also platzt).
Teo D. schrieb:> Markus K. schrieb:>> So funtioniert auch das Befüllen meiner Sauerstofftanks.>> ...>> Zu besichtigen, bei mir zu Haus, jeden Dienstag um die>> Mittaqgszeit.>> Lebst du hinterm Mond? ;)
Das wäre doch kein Problem. Da könnte man doch mit Hilfe
des neuen, chinesischen Mondsatelliten zusehen.
https://www.nzz.ch/china_mondrakete-1.581026
Achim B. schrieb:> Nein, sie haben einen oben offenen Steg
Genau, gut aufgepasst und dieser Steg teilt den Behälter in zwei ? ->
Kammern.
Mit Oben ist hier übrigens oben beim befüllen gemeint, also unten am
Feuerzeug, da wo das Ventil sitzt.... Tut mir ich hab sicher noch ein
paar Kleinigkeiten vergessen. :P