Löttemperaturen SMD (QFP etc)

Gast #5436515
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Mit welchen Löttemperaturen arbeitet ihr bei SMD?
Ich habe eine Icon ein, nutze diese kleine abgeschrägte Lötspitze und 
meine Lötungen sehen nie so perfekt auf und es geht nie so leicht von 
der Hand wie in den bekannten Youtube Videos.
Ich nutze 0,5mm Felder sn95,5Ag3,8Cu0,7 und Lötfett FL-22
Löttemperatur laut Anzeig 400°C
Die ich leider nicht prüfen kann, mein IR Termometer zeigt nur 200 bis 
220
°C an, was wohl kaum stimmen kann.
Ich habe es sogar schon mit einer Heizplatte versucht 100° bzw 
70°...kein unterschied
#5436522
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Blakus von Malz schrieb:
> Ich habe eine Icon ein, nutze diese kleine abgeschrägte Lötspitze und
> meine Lötungen sehen nie so perfekt auf und es geht nie so leicht von
> der Hand wie in den bekannten Youtube Videos.

Sicher dass die da nicht bleihaltigen Lötzinn benutzen?
Damit sieht die Lötstelle hinterher sehr viel besser aus...

Mitunter überträgt eine kleine Lötspitze zuwenig Wärme an das Pad.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5436531
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Blakus von Malz schrieb:
> nutze diese kleine abgeschrägte Lötspitze
Welche denn?
Ich nehme die Weller LTA für so ziemlich alles:
https://www.reichelt.de/?ARTICLE=46535
Die ist kurz (nur 13mm) und "dick" und bringt so die Wärme vom 
Heizelement tatsächlich an die Lötstelle.

> Löttemperatur laut Anzeig 400°C
Standard bei mir 350°C
Nur für Extremfälle und Lackdraht wird die Temperetur auf 400°C 
hochgedreht.

> Ich nutze 0,5mm Felder sn95,5Ag3,8Cu0,7
Wenn du nicht unbedingt aus irgendwelchen gewerblichen Gründen bleifrei 
löten musst, dann nimm verbleites Lot. Das ist die halbe Miete...
Gast #5436537
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> Ich nutze 0,5mm Felder sn95,5Ag3,8Cu0,7 und Lötfett FL-22
> Löttemperatur laut Anzeig 400°C

Zu heiss. Ich nehme 370Grad und das ist schon eher eine obere Grenze.
Bei deinen Temperaturen verbrennt dir das Flussmittel zu schnell.

In der Industrie nimmt man uebrigens nur 260Grad im Ofen.


Wichtig ist allerdings auch das dein Loetkolben vernuenftig regelt. 
Vermutlich kann man mit allem zwischen 300 und 370Grad von Hand loeten. 
Allerdings braucht man fuer jede gewaehlte Temperatur eine bestimmte 
Arbeitsgeschwindigkeit an die man sich gewoehnt. Wenn der Loetkolben 
nicht stabil ist dann wird das immer schlecht werden.

Olaf
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5436549
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Olaf schrieb:
> Allerdings braucht man fuer jede gewaehlte Temperatur eine bestimmte
> Arbeitsgeschwindigkeit an die man sich gewoehnt.
Man darf natürlich das Zinn auch nicht auf der Lötspitze aufschmelzen, 
sondern an der Lötstelle. Die muss nämlich die Schmelztemperatur 
erreichen. Und zwar bevor das ganze Flussmittel verbrannt oder verdampft 
ist...
Gast #5436565
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diese Sptitze müsste es sein
https://www.ersa-shop.de/product_info.php?info=p41_ersadur-lf-loetspitze--angeschraegt--1-3-mm---.html

Und nein, es muss leider Bleifrei sein

Das mit dem nicht and er Lötspitze erscheint logisch, und mache ich auch 
meist so..nur in dem Video interessiert das offenbar niemanden und es 
klappt super..
https://www.youtube.com/watch?v=5uiroWBkdFY&t=125s
Gast #5436566
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> Man darf natürlich das Zinn auch nicht auf der Lötspitze aufschmelzen,
> sondern an der Lötstelle.

Natuerlich. Aber je nach Temperatur kannst du eine unterschiedliche 
Menge Zinn unterschiedlich schnell, noch dazu abhaengig vom 
Loetzinndurchmesser nachschieben. Man gewoehnt sich halt an seine 
Temperatur und den Randparametern.

Ausserdem wuerde ich gerade Anfaengern empfehlen eher zuviel als zuwenig 
Flussmittel zu nehmen. Schaut mal bei Youtube nach "Louis Rossman". Der 
hat einige Videos wo er Apple repariert. Da kann man gut sehen wie es 
geht.
Wenn man es dann besser kann dann geht es auch mit weniger Flussmittel. 
Louis ist eher so der Typ der "unter Wasser" lötet. :-)

Olaf
Gast #5437033
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Mehr als 350°C benötigt man seltenst. Das ist einfach eine Frage der 
Wärmeübertragung bzw. der Form der Lötspitze. Man sollte auch nicht zu 
knausrig mit Flussmittel sein. Vor allem, wenn man wegen besserer 
Wärmeübertragung die Lötspitze vorverzinnen muss, benötigt man 
zusätzliches Flussmittel, da das Flussmittel im Lötdraht innerhalb 
kürzester Zeit verdampft.

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