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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik FI Schalter: was passiert?


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Autor: Mike (Gast)
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Aufgrund einer Diskussion auf Arbeit heute:
löst der FI nur aus, wenn es einen Kontakt von Phase zu Erde gibt oder 
auch bei Nullleiter zu Erde?

Autor: Ei der Daus (Gast)
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Fehlerstrom heißt, der Strom geht krumme Wege. Also nicht wie er soll. 
Und genau das findet der FI heraus.

Autor: Achim H. (anymouse)
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Ob der FI auslösen sollte, hängt von weiteren Bedingungen ab.

Ganz grob vereinfacht: Der FI löst aus, wenn im Stromkreis ungefähr der 
doppelte Auslösestrom des FI fließt.

Theoretischer Ansatz der Vereinfachung ist, dass Null-Leiter und PE 
ungefähr den gleichen Widerstand von der Kurzschluss-Stelle zum FI 
haben. Dann teilt sich der Strom zu gleichen Teilen auf Null-Leiter und 
PE auf. Wenn also der Auslösestrom durch den Null-Leiter fließt, fließt 
insgesamt der doppelte Strom im Stromkreis.

Wie gesagt, das ist eine ganz, ganz grobe Vereinfachung!

Autor: unknown (Gast)
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Bei Verbindung N zu PE löst der FI erst dann aus, wenn ein Verbraucher 
"Strom verbraucht". Wenn also ein ausreichend hoher Teilstrom von N 
abgezweigt über den PE fließt. Wie sich der Strom aufteilt, hängt von 
den Impedanzen von N und PE ab.

Autor: Teo D. (teoderix)
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Bei einer fehlerhafte Installation mit mehreren Stromkreise 
(Absicherung), durch aus möglich. Ansonsten nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstrom-Schutzschalter#Funktionsprinzip

Autor: oszi40 (Gast)
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Autor: ZF (Gast)
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Ganz grob Laststrom doppelt so groß wie Auslösestrom ist schon richtig 
im Falle von Schluss N-PE. Wann genau hängt von den jeweiligen 
Installationsimpedanzen ab, da kann auch Wiki nichts dran ändern.

Beitrag #5437025 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: M.A. S. (mse2)
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Der Minusman hatte ausnahmsweise mal recht. Ich schrieb unbedachtes (und 
löschte es soeben).

Autor: chris (Gast)
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ZF schrieb:
> Ganz grob Laststrom doppelt so groß wie Auslösestrom ist schon richtig
> im Falle von Schluss N-PE.

Der Laststrom ist Wumpe... Sobald ein Strom fließt, von N zu PE, der 
zwischen 50%-100% des Delta I-n vom FI liegt löst der aus, funktioniert 
auch revers. Ebenso wenn kein Strom in den FI geht oder ein Strom auf 
eine der Leitung gegeben wird löst dieser ebenfalls aus....

Summenstromwandler ist das Stichwort

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Der FI löst spätestens aus, wenn die Summe aller gerichteten Ströme 
durch den FI größer als der Auslößestrom des FI wird.

Der Auslößestrom ist der garantierte Wert. Bei NiV Messung liegt der 
tatsächliche gemessene Auslösestrom meist bei ca. 60 % des 
Nennauslösestromes des FI.

Laut Kirchhoff kann jede Masche als Knoten betrachtet werden somit auch 
Alle Stromkreise welche an einem FI hängen.

Da Kirchhoff auch feststellte, dass die Summe aller Ströme durch einen 
Knoten =0 ist, ist der Summenstromwandler des FI in der Lage 
festzustellen ob sich ein teil der Ströme in die Büsche schlägt.

Da die Leitungswiderstände der Leitungen immer größer Null sind. Fließt 
auch beim Erdschluss am Nulleiters ein Fehlerstrom aus dem Nulleiter am 
FI vorbei Über den Schutzleiter oder auf anderen wegen ab. In 
Abhängigkeit von Belastung des Netzes und Leitungslängen  übersteigt 
auch diese Geringe Fehlerstrom recht regelmäßig den Auslösestrom des FI 
selbst wenn der Betreffende Stromkreis völlig unbelastet ist, weil der 
Erdschluss parallel durch Nulleiter einen Fehlerstrom aus dem Nulleiter 
des Gesamtsystems in den PE-Leiter oder anderswohin ab, und so die Summe 
ungleich Null wird.

Namaste

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Heute war ich einer der Minusmänner.
Namaste

Autor: Harald (Gast)
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Winfried J. schrieb:
> Heute war ich einer der Minusmänner.
> Namaste

Heute?

Elaste & Plaste

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Harald schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> Heute war ich einer der Minusmänner.
>> Namaste
>
> Heute?
>
> Elaste & Plaste

Ja jetzt eben, sonst mache ich so etwas nicht, aber hier stand mir zu 
viel fachlich Falsches.

Namaste

Autor: Dieter (Gast)
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Mike schrieb:
> Aufgrund einer Diskussion auf Arbeit heute:
> löst der FI nur aus, wenn es einen Kontakt von Phase zu Erde gibt

Normales Netz mit N und PE verbunden (vor dem FI):
Ja, ab dem Auslösenennstrom des FI

> oder auch bei Nullleiter zu Erde?

Normales Netz mit N und PE verbunden (vor dem FI):
Normalerweise nicht, hier nur der Spannungsabfall von wenigen zehntel 
bis wenigen Volts den N-Leiters die Berührspannung darstellt und 
natürlich dementsprechend weniger Fehlstrom fließt.
Handelt es sich dabei um eine Verbindung zur Erde, die wesentlich 
weniger Widerstand als die Kiloohm des Menschen hat, z.B. eine 
metallische Leitung/Leiter, dann fliegt der FI ebenfalls.
Das klappt übrigens super, wenn ich den N-Leiter aus der Badsteckdose 
für den Rasierer mit der Heizung oder den Wasserhahn verbinde.

Autor: Elektrofan (Gast)
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> Laut Kirchhoff kann jede Masche als Knoten betrachtet werden ...

3. Kirchhoffsche Regel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchhoffsche_Regeln

Autor: 3.14 (Gast)
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Mein FI im Bad löst aus, wenn ich im Wohnzimmer einen Kurzschluss mache. 
Beides sind unterschiedliche Stromkreise (unterschiedliche Sicherungen) 
und nur das Bad hat einen FI.
Kann mir das einer erklären?

Autor: Dieter (Gast)
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Dieter schrieb:

Dabei habe ich aber noch ein winziges Detail vergessen. Die Steckdose 
muss belastet sein. Beim Rasierer mit seinen 50mA Stromaufnahme 
funktioniert es nicht, da der Strom sich durch N und dieser Verbindung 
aufteilt und daher noch unter 30mA liegt. Mit dem Föhn 1200W im Betrieb 
funktioniert es.

Autor: ZF (Gast)
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@Winfried: Du verwechselst Nullleiter und Neutralleiter. In 
Energieflussrichtung hinter dem RCD gibt es keinen Nullleiter.

Autor: Lothar M. (zwickel)
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Ich sags jetzt mal mit ganz einfachen Worten, für Noobs:

Der Fi vergleicht, ob der Strom, der auf der Phase "rausgeht", auch 
wieder auf dem N zurück kommt.
Bei einer Differenz >30mA schaltet er ab.

Wenn jetzt irgendwo in der Wohnung ein Verbraucher eingeschaltet ist und 
du verbindest N mit PE, dann fliesst ein Teil des "Rückstromes" 
nichtmehr komplett über den N ab, sondern auch ein Teil über den PE.

Damit kommt es zum Ungleichgewicht zwischen "Hin-" und "Rückleitung", 
weil der FI ja nur den N brücksichtigt.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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ZF schrieb:
> @Winfried: Du verwechselst Nullleiter und Neutralleiter. In
> Energieflussrichtung hinter dem RCD gibt es keinen Nullleiter.

Die Unterscheidung zwischen Neutral und Nulleiter mag irgendwo definiert 
sein.
Aber derartige Haarspalterei... richtig ist, das zwischen N vor und 
hinter dem FI zu unterscheiden ist. Aber das gilt auch für die 
Außenleiter.

Namaste

Autor: Günter Lenz (Gast)
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Der FI löst aus wenn der Strom im Nullleiter und Phase nicht
gleich ist, daß passiert wenn Strom von Phase oder Nullleiter
zur Erde fließt. Der Schutzleiter ist ja geerdet.

Autor: Qualle (Gast)
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Günter Lenz schrieb:

> Der Schutzleiter ist ja geerdet.

Es ist gut zu wissen, dass der Schutzleiter geerdet ist.

Autor: Nautilus (Gast)
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Dieter schrieb:
> Normales Netz mit N und PE

Dieses ist ein TN-C Netz.

Ein TT-Netz ist auch ein "normales Netz", zumindest in Thüringen und 
dort darf der Neutralleiter mit dem Schutzleiter nicht verbunden sein.

Autor: Alex (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Ich sags jetzt mal mit ganz einfachen Worten, für Noobs:
>
> Der Fi vergleicht, ob der Strom, der auf der Phase "rausgeht", auch
> wieder auf dem N zurück kommt.
> Bei einer Differenz >30mA schaltet er ab.
>
> Wenn jetzt irgendwo in der Wohnung ein Verbraucher eingeschaltet ist und
> du verbindest N mit PE, dann fliesst ein Teil des "Rückstromes"
> nichtmehr komplett über den N ab, sondern auch ein Teil über den PE.
>
> Damit kommt es zum Ungleichgewicht zwischen "Hin-" und "Rückleitung",
> weil der FI ja nur den N brücksichtigt.

Nicht >30mA. Das ist der maximale Differenzstrom. Bei 30mA muss der FI 
ausgelösen. Bei den meisten Protokollen, die ich in letzter Zeit gesehen 
habe lagen die Ströme so bei 20 bis 25mA.

Autor: ZF (Gast)
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Winfried J. schrieb:
> Die Unterscheidung zwischen Neutral und Nulleiter mag irgendwo definiert
> sein.
> Aber derartige Haarspalterei...

Nullleiter = PEN
Neutralleiter = N
Schutzleiter = PE

Der Unterschied ist relevant für die elektrische Sicherheit.

Autor: Lothar M. (zwickel)
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Alex schrieb:
> Nicht >30mA. Das ist der maximale Differenzstrom. Bei 30mA muss der FI
> ausgelösen. Bei den meisten Protokollen, die ich in letzter Zeit gesehen
> habe lagen die Ströme so bei 20 bis 25mA.

[joke]Wenn 30 draufsteht, muss auch 30 drin sein, basta.[/joke]

Glaubst du wirklich, dass die Dinger so eng toleriert sind? Ich nicht.
Ausserdem spielt der tatsächliche Wert im vorliegenden Fall überhaupt 
keine Rolle, hier geht es um das Funktionsprinzip.

Haare zu spalten, scheint dein Hobby zu sein.

Autor: Peter D. (peda)
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Mike schrieb:
> löst der FI nur aus, wenn es einen Kontakt von Phase zu Erde gibt oder
> auch bei Nullleiter zu Erde?

Er löst aus, wenn der Ansprechstrom überschritten wird. Da naturgemäß 
der Spannungsunterschied zwischen Null und Erde sehr gering ist, muß der 
Kontakt sehr niederohmig sein, um einen Strom fließen zu lassen.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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ZF schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> Die Unterscheidung zwischen Neutral und Nulleiter mag irgendwo definiert
>> sein.
>> Aber derartige Haarspalterei...
>
> Nullleiter = PEN
> Neutralleiter = N
> Schutzleiter = PE
>
> Der Unterschied ist relevant für die elektrische Sicherheit.

Die rechte Seite ist mir bekannt und auch klar aber diese Unterscheidung 
Zwischen Nullleiter und Neutralleiter habe ich vor 40 Jahren noch nicht 
so erlernt oder wieder vergessen.

Danke für die späte Aufklärung. Aber Fi waren zu meiner Lehrzeit eh noch 
Exoten und in der Praxis hatten wohl  noch viele ältere Kollegen ihre 
Schwierigkeiten damit, damals waren Fu noch im kommen, mit hilfserder 
etc.

Namaste

Autor: Lothar M. (zwickel)
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Mike schrieb:
> löst der FI nur aus, wenn es einen Kontakt von Phase zu Erde gibt oder
> auch bei Nullleiter zu Erde?

Ums genau zu sagen:
Der FI löst bei einem Schluss zwischen N und PE nur dann aus, wenn an 
der Phase ein Verbraucher aktiv ist.

Sind keine Verbraucher aktiv, auf der Phase fliesst damit kein Strom, 
dann kann der N und der PE kurzgeschlossen sein, ohne den FI auszulösen.

Sobald aber ein Verbraucher Strom über den FI bezieht, darf es keinen 
Schluss zwischen N und PE geben, sonst löst der FI aus.

Autor: HildeK (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Ums genau zu sagen:

Korrekt!
Man muss noch dazu sagen, dass normalerweise in einer Hausinstallation 
ein FI für viele Stromkreise zuständig ist. Das heißt man ist schnell 
über der Auslösegrenze. Es reichen rund 10W, irgendwas läuft ja immer: 
Ladegeräte, Heizungssteuerung, DSL-Router, Standby-Geräte u.v.m.
Wenn man also eine Verbindung zwische N und PE herstellt, kann man quasi 
den FI testen ...

Autor: Blechspucker / (Gast)
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Lothar Mayer (zwickel schrieb letztens:

Ums genau zu sagen:
Der FI löst bei einem Schluss zwischen N und PE nur dann aus, wenn an
der Phase ein Verbraucher aktiv ist.

Sind keine Verbraucher aktiv, auf der Phase fliesst damit kein Strom,
dann kann der N und der PE kurzgeschlossen sein, ohne den FI auszulösen.

Sobald aber ein Verbraucher Strom über den FI bezieht, darf es keinen
Schluss zwischen N und PE geben, sonst löst der FI aus.

Genauer wäre:
Der FI löst aus , wenn hinter dem FI die überwachten Leiter L1....L3 
oder der N Spannung führen. Die Berührung von N und L bleibt folgenlos, 
wenn der N exakt Nullpotential hat! In der Praxis ist fast immer eine 
kleine Sternpunktverschiebung da, die zum Auslösen reicht. Das hat den 
Effekt, mal löst der FI aus und mal nicht. " Eben ging es noch und nun 
hat einer weit  vor dem FI-Schalter den Sternpunkt mit der " 
Kaffeemaschine" vorschoben oder so. Da zweifeln dann Experten! Übrigens 
die Schaltenergie liefert der Bediener ,nicht die 30mA- die lösen nur 
aus.  Deshalb geht er recht schwer und der Kunde sollte ja alle 4 Wochen 
die Feder! püfen. Macht ja jeder,gelle!

Autor: Günter Lenz (Gast)
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Lothar Mayer schrieb:
>Sind keine Verbraucher aktiv, auf der Phase fliesst damit kein Strom,
>dann kann der N und der PE kurzgeschlossen sein, ohne den FI auszulösen.

Fließen zwischen N und PE ausgleichsströme, sowas ist durchaus möglich,
löst der FI auch aus, auch wenn kein Verbraucher angeschlossen ist.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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ZF schrieb:
> @Winfried: Du verwechselst Nullleiter und Neutralleiter. In
> Energieflussrichtung hinter dem RCD gibt es keinen Nullleiter.

https://de.wikipedia.org/wiki/Neutralleiter#Historische_Entwicklung_in_Deutschland

Der Begriff „Neutralleiter“ wurde erstmals 1983 in der VDE genannt.[11]

Ich hatte meine Abschlussprüfung drei Jahre zuvor.

Ich bitte um Nachsicht der Funktionelle Unterschied war klar, die 
Begriffe zu unterscheiden, aber lernt der alte Esel jetzt noch dazu.

Namaste

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Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Hier ein Link zum damaligen stand der Technik und das war im Land der 
Klassischen Nullung HighTec.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerspannungsschutzschalter

Namaste

Autor: Peter D. (peda)
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Üblich ist heutzutage, daß N und PE im Keller verbunden sind und danach 
getrennt geführt werden.
D.h. hinter dem FI in der Wohnung kann durchaus ein Potentialunterschied 
zwischen N und PE bestehen, ohne daß hinter dem FI ein Verbraucher 
angeschlossen ist.

Autor: Lothar M. (zwickel)
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Peter D. schrieb:
> Üblich ist heutzutage, daß N und PE im Keller verbunden sind und danach
> getrennt geführt werden.
Das nennt sich PEN

> D.h. hinter dem FI in der Wohnung kann durchaus ein Potentialunterschied
> zwischen N und PE bestehen, ohne daß hinter dem FI ein Verbraucher
> angeschlossen ist.

Nö, wo soll das Potential herkommen?

Vor dem FI ist, wie du so schön beschreibst, der N mit dem PE zum PEN 
vereint.

Wo, bittesehr, soll hinter dem FI, wenn kein Aussenleiter einen 
Verbraucher bedient, auf den N ein Potential geraten?

Autor: Andrew T. (marsufant)
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Lothar M. schrieb:
> Vor dem FI ist, wie du so schön beschreibst, der N mit dem PE zum PEN
> vereint.
>
> Wo, bittesehr, soll hinter dem FI, wenn kein Aussenleiter einen
> Verbraucher bedient, auf den N ein Potential geraten?

Da in einem ordentlich designten Verteilerkasten mehr als ein Stromkreis 
und mehr als ein RCD sind: Sobald in den anderen Stromkreisen 
Verbraucher eingeschaltet werden, hast Du wegen des Stromfluß L-N  einen 
Spannungsfall über jedes noch so kurze Stück Kupfer. Damit auch über dem 
N Leiter.

D.h. konkret wenn Du genügend Belastung in den übrigen Stromkreisen 
aufbaust, ergibt das einen ausreichend großen Spannungsfall über den 
paar Dezimetern N die zwangsläufig im Verteilerkasten auf dem Stück 
zwischen Verbindungspunkt N-PE und  N in der Verteilung sind. Und damit 
auch im nicht belasteten RCD Bereich messbar.

Typischerweise ist N-PE im Übergabepunkt (Hausanschlußkasten HAK, die 
"Box" mit den Messersicherungen") als PEN "vom 
Trafohäuschen/Straßenverteiler kommend" verbunden, dann folgen je nach 
Bausituation 1..8 m 5x16mm2 Cu und die enden vor dem verplombten SLS- 
und Zählerbereich.

16mm2 Cu haben ca. 1mOhm je Meter. Wenn in einem anderen Stromkreis also 
einen 2.3 kW Heizlüfter/Staubsauger/... arbeite (= 10A), hast Du z.B. 
50mV Differenz *).
Und das ganze niederohmig.

> Üblich ist heutzutage, daß N und PE im Keller verbunden sind und danach
> getrennt geführt werden.
> Das nennt sich PEN

PEN heißt es VOR der Trennung, danach spricht man von PE und N


*) Durchaus übliche Praxiswerte.

: Bearbeitet durch User
Autor: Lothar M. (zwickel)
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Andrew T. schrieb:
> ....

Du kannst dich nochsosehr darüber auslassen, du liegst falsch.

Der FI vergleicht Ströme, keine Spannungen (Potential)

Der magnetische Auslöser ist in Balance, wenn auf beiden Schienen (Phase 
und N) der gleich Strom fliesst. Spannungen (Potential) lassen den FI 
ganz kalt.

Erst durch Strom wird der Auslöser magnetisiert.
Wenn Phase am FI inaktiv, d.h. kein Strom fliesst, kann er nicht 
auslösen.

Sollte eine fehlerhafte Installation vorliegen, sodass aus anderen 
Stromkreisen ein Strom über den N zurückkommt, ist das eben eine 
fehlerhafte Installation und nicht die Regel.

Bisher sind wir vom Regelfall ausgegangen.

Autor: Oh doch (Gast)
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Sehr wohl Poster. Je größer ein Objekt, desto schwieriger wird das mit 
dem FI.

Autor: Andrew T. (marsufant)
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Lothar M. schrieb:
> Du kannst dich nochsosehr darüber auslassen, du liegst falsch.


Da habe ich kein Problem mit, denn obiges was ich schreibe haben ich und 
andere in der Praxis verifiziert das es richtig ist.

>
> Der FI vergleicht Ströme, keine Spannungen (Potential)

Das der RCD so arbeitet, hat bisher niemand bestritten.

Oben steht wie es zu der Potentialdifferenz zwischen N und PE kommt, das 
war die Ausgangssitiuation die Du als Frage formuliert hast:

> Nö, wo soll das Potential herkommen?

Exakt DAS habe ich oben erklärt.

Der RCD des ansonsten unbelasteten Stromkreises (das war die 
Ausgangsfrage des TO) löst  dan aus, wenn
- die Potentialdifferenz herrscht (oben erklärt)
und
- man N und PE nahc dme RCD verbindet (Ausgangsfrage des TO).


> Wenn Phase am FI inaktiv, d.h. kein Strom fliesst, kann er nicht
> auslösen.

Und exakt das ist von Dir falsch dargestellt.
Der RCD kann sehr wohl auslösen -- Vorraussetzung/Gründe s.o.


> Sollte eine fehlerhafte Installation vorliegen, sodass aus anderen
> Stromkreisen ein Strom über den N zurückkommt, ist das eben eine
> fehlerhafte Installation und nicht die Regel.

Dummes Geschwätz.

: Bearbeitet durch User
Autor: temp (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Andrew T. schrieb:
>> ....
>
> Du kannst dich nochsosehr darüber auslassen, du liegst falsch.

Nein du liegst falsch und zwar komplett. Wie oben schon beschrieben sind 
in D TN-C als auch TT Netz verbreitet und der Trend geht zum TT Netz. 
Das ist auch in Thüringen keine DDR-Hinterlassenschaft sondern ehr neu. 
Alles was im Bestand ist hat da auch noch die klassische Brücke von N 
auf PE im Hausanschlusskasten oder Zähler. Bei neuen Anlagen darf es 
nicht mehr sein. Aber egal wie auch immer, Strom der durch einen 
Nulleiter fließt verursacht einen Spannungabfall. Und wenn auf dem Stück 
Nulleiter zwischen RCD und der Stelle wo aus PEN PE und N wird eine 
Spannung abfällt, ist die ziemlich niederohmig. Bei einer Brücke 
zwischen PE und N nach dem RCD ist diese Spannung, und wenn sie nur ein 
paar 10mV beträgt, sehr wohl in der Lage über den RCD 30mA fließen zu 
lassen. Schließlich sind die "Spulen" des RCD's auch verdammt 
niederohmig. Dazu ist es nicht nötig dass nach dem RCD irgend ein 
Verbraucher eingeschaltet ist. Ausschlaggebend ist da was vor dem RCD in 
Richtung Hauptanschlussklemmen passiert. Besonders nett sind dann z.B. 
Waschmaschinen mit einen Heizstab der an einer Seite seine Isolation 
teilweise vergessen hat und das in Richtung N. Dann reicht ein netter 
Anlaufstrom (auch über einen ganz anderen RCD) um das Licht aus zu 
machen. Das sind dann solche Situationen wo dem gängigen Elektriker die 
Haare so stehen als ob er gerade in die Steckdose gegriffen hat...

Beitrag #5437905 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Autor: Jemand (Gast)
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Möchte hier jemand eine schrottige Illustration haben?

Autor: soul e. (souleye)
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Lothar M. schrieb:

> Der FI vergleicht Ströme, keine Spannungen (Potential)

Richtig

> Der magnetische Auslöser ist in Balance, wenn auf beiden Schienen (Phase
> und N) der gleich Strom fliesst. Spannungen (Potential) lassen den FI
> ganz kalt.

Richtig. Wenn man nun aber unterschiedliche Potentiale verbindet 
fliessen Ausgleichströme. Und dann s.o.

> Erst durch Strom wird der Auslöser magnetisiert.
> Wenn Phase am FI inaktiv, d.h. kein Strom fliesst, kann er nicht
> auslösen.

Der FI löst sowohl bei positiver als auch bei negativer Differenz aus. 
D.h. nicht nur bei Strom auf der Phase, der nicht über Null zurückkommt, 
sondern auch bei Strom über Null, der nicht über die Phase 
hineingekommen ist. Und letzeres liegt vor wenn N und PE 
unterschiedliche Potentiale haben und hinter dem FI verbunden werden.

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Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Hallo Lothar

Das Problem liegt beim im Potential gegenüber dem PE angehobenen N vor 
dem FI wenn dieser belastet ist wie es in den oben mehrfach 
beschriebenen Anlagen möglich ist. Auf Baustromverteilern erlebt man das 
ziemlich oft.(Zuleitung Fünfleiter)

U(N)-U(PE) = I(Nzul)*R(Nzul)

Ist jetzt hinter dem FI ein Erdschluß so fliest ein geringer Fehlerstrom 
aus dem N in den PE oder sonstwohin aber nicht in den Außenleiter und 
damit nicht zurück in den Summenstromwandler. Peng, da ist der 
Außlösestrom.

I Fehler ca. 1/2 I(Nzul),teilt sich der Laststrom auf
da der PE dann ca. die Hälfte des Stromes auf dem N übernimmt und dieser 
erst durch Fi auf den auf den PE und auf diesem am Fi vorbei abfliest.

So kommt es Bei Größeren Fünfleiteranlagen, dazu das sämtliche FI 
fliegen egal ob belastet oder nicht.

Namaste

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Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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so da sind ist die Erklärung nun dreifach such dir eine aus.

ich war etwas langsamer mit schreiben und zeichnen.
Namaste

Autor: M.A. S. (mse2)
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Jemand schrieb:
> Möchte hier jemand eine schrottige Illustration haben?

Ja, danke!



PS: Da fällt mir ein Lehrerzitat aus meine Schulzeit ein:
"Ich komme nun zum didaktisch wertvollen Einsatz bunter Kreide." ....

:)

: Bearbeitet durch User

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