mikrocontroller.net

Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Schneiden in ABS Kunstoff Gehäuse


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Karl (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen.

Ich muss ein Kunststoffgehäuse aus ABS öffnen.
Das Gehäuse ist nicht einfach ein Quader, sondern die Geometrie ist sehr 
komplex. Es geht um ein Steuergerät eines Oldtimers.
Die Materialstärke ist zwischen 2 und 3 mm.
Das Problem ist, dass die Elektronik sehr dicht am Gehäuse sitzt.
Also mit einer Stichsäge kann ich da schon mal nicht ran.
Mit einem Dremel und einer Trennscheibe schmilzt mir der Kunststoff die 
ganze Zeit weg.

Im Schlimmsten Fall hatte ich schon überlegt so ein Sägeblattaufsatz für 
den Dremel zu kaufen, das an die flexible Welle des Dremels montiert und 
das ganze in einer Box mit destilliertem Wasser zu schneiden. Die 
Elektronik sollte ja vom destillierten Wasser keinen schaden nehmen.

Oder gibt es so Mini Oberfräsen? Problematisch ist, das ich quasi 5mm 
von einem erhöhten Rand schneiden muss, somit ist da nicht wirklich viel 
Platz für die typischen Oberfräsen.
Aber das wäre prinzipiell natürlich perfekt.

Vielleicht hat ja einer eine Idee.

Ich bedanke mich im voraus :-)

Autor: Olaf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Oder gibt es so Mini Oberfräsen?

Es gibt von Bosch auch eine kleine Akku-Oberfraese.

Ich hab sowas aber auch schonmal einfach mit meiner Proxxon gemacht. Ja, 
Kunststoff schmilz etwas, aber mit der richtigen Drehzahl und nicht 
zuviel Vorschub kann man das beeinflussen.

Olaf

Autor: R. S. (ic_tester)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guten Morgen,

ein paar Fotos wären gut. Zur Ideen Findung,ansonsten wäre ein Metall 
Sägeblatt ein Option.

Gruß ic_tester

Autor: Karl (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Olaf schrieb:
> aber mit der richtigen Drehzahl und nicht
> zuviel Vorschub kann man das beeinflussen.

So geht es auch mit einem Dremel o.Ä. ganz gut. Drehzahl richtig klein 
machen und mit Trennscheibe oder kleinem Fräser und viel Geduld.

Autor: Horst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl schrieb:
> Im Schlimmsten Fall hatte ich schon überlegt so ein Sägeblattaufsatz für
> den Dremel zu kaufen,

Nimm einfach solche Sägeblätter: 
https://www.saegeblatt-shop.de/produkte_dremel+aufsaetze+sortimente-267-2069-AMCT71112-116016097.html
Mit 0.2mm sieht man hinterher wenig und mit der passenden 
Geschwindigkeit schmilzt auch nicht zu viel.

Autor: Bernd B. (berbog)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nimm einen Multischleifer mit Sägeblatt

https://www.amazon.de/Fein-72294261000-Multimaster-Top/dp/B00IUM81EW
Gruss Bernd

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
bei verklebten Gehäusen schaue ich erstmal
mit 'ner starken Lupe in die Fuge.

Da kann man normalerweise erkennen,
welches Teil die Gehäusewanne und welches der Deckel sein soll.
Sprich: wie herum man einen Hebel zum Öffnen überhaupt ansetzen muss.

wenn das nicht geht und man sonst keine Idee hat hilft
(OK das sind einfachere Teile)
bei Netzteilen ein Seitenschneider an der Ecke anzusetzen.
Aber nur mit der äussersten Spitze des Schneiders.
Einfach in die Gehäusefuge schneiden,
dann ploppen die Gehäuse an der Seite meist schon auf.

nochmal Gegenüber dann ists ganz offen.

Das sieht dann nach einer Rep besser aus,
als wenn man x-mal mit nem Schraubendreher reinzuhebeln versucht
und das ganze Teil total angeknabbert aussieht.

Aber Steuergerät?
das kenne ich nur aus Metall-Gehäusen.
Sicher das das nicht z.B. die Sicherungs-Box ist?

Autor: bing bing bong (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl schrieb:
> Oder gibt es so Mini Oberfräsen? Problematisch ist, das ich quasi 5mm
> von einem erhöhten Rand schneiden muss, somit ist da nicht wirklich viel
> Platz für die typischen Oberfräsen.
> Aber das wäre prinzipiell natürlich perfekt.

Gibt es beides, u.a. auch für Dremel.
In dem Fall würde ich das Problem aber lösen, indem nicht die Oberfräse, 
sondern das Werkstück bewegt wird. Will heißen: Sperrholzplatte nehmen, 
kleines Loch rein, auf die OF spaxen und einen passenden Fräser rein. 
Das ganze umdrehen, auf die Oberschenkel (NEIN, besser auf einen 
Tisch, Blumentopf, whatever) und die Box drüberziehen. Wenns schön 
werden soll, spaxt du noch einen Anschlag drauf, dann geht die Fräsnaht 
sauber rundum.

Autor: Kolja L. (kolja82)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tischkreissäge, Schnitttiefe 9/10 der Materialstärke

Autor: Der Andere (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
bing bing bong schrieb:
> Das ganze umdrehen, auf die Oberschenkel (NEIN, besser auf einen
> Tisch, Blumentopf, whatever) und die Box drüberziehen. Wenns schön
> werden soll, spaxt du noch einen Anschlag drauf, dann geht die Fräsnaht
> sauber rundum.

Kolja L. schrieb:
> Tischkreissäge, Schnitttiefe 9/10 der Materialstärke

Habt ihr das erste Posting gelesen?

Da steht:

Karl schrieb:
> Das Gehäuse ist nicht einfach ein Quader, sondern die Geometrie ist sehr
> komplex.

Also kann man eure Ideen vergessen

Autor: Der Andere (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dremel mit einem kleinen Sägeblatt und nicht zu hoher Drehzahl und 
Geduld.
Man kann evt. eine Scheibe aus Kunststoff oder eine passende U-Scheibe 
die genau 2 Gehäusedicken weniger Durchmesser als das Sägeblatt hat 
dazuspannen, dann hat man einen Tiefenanschlag.

Autor: Michael B. (laberkopp)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl schrieb:
> Vielleicht hat ja einer eine Idee.

Laubsäge und damit von aussen einsägen bis man durch ist. Der Schnitt 
ist so schmal, daß man es hinterher mit Kunstsoffkleber "UHU Plast" 
wieder verschliessen kann. Laubsäge sägt so langsam, daß es nicht 
schmilzt, dafür aber auf Länge, geht also trotzdem schnell.
Wo dann noch Wände stehen bleiben weil in konkaven Vertiefungen der 
Form: Cuttermesser, zumindest einritzen statt durchschneiden.

Autor: Kolja L. (kolja82)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Andere schrieb:
> Kolja L. schrieb:
>> Tischkreissäge, Schnitttiefe 9/10 der Materialstärke
>
> Habt ihr das erste Posting gelesen?
>
> Da steht:
>
> Karl schrieb:
>> Das Gehäuse ist nicht einfach ein Quader, sondern die Geometrie ist sehr
>> komplex.
>
> Also kann man eure Ideen vergessen

Solange wir diese sehr komplexe Geometrie nicht gesenen haben, vergesse 
ich noch gar nichts.
Eine ebene Fläch ewird doch wohl vorhanden sein ;-)

Ansonsten finde ich die Idee mit der Laubsäge eigentlich viel besser!

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dremel / Proxxon Mikromot
Werkzeug, Vorschub und Drehzahl anpassen.

Ich nutze Proxxon Trennscheiben
https://www.proxxon.com/de/micromot/einsatzwerkzeuge_diamantiert.php

Staubt wie Hölle: Brille + Atemschutz

Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Fred (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nimm 'ne Axt!

Autor: Harald (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gehäuse verklebt? Mit einem (kleinen) Hammer auf die Klebestelle 
schlagen. Viele Klebestellen lassen sich so lösen.

Autor: Tom (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl schrieb:
> Problematisch ist, das ich quasi 5mm
> von einem erhöhten Rand schneiden muss, somit ist da nicht wirklich viel
> Platz für die typischen Oberfräsen.

Wenn das Gerät etwas Auflagefläche hat und du einen Proxxon oder etwas 
ähnliches mit praktischem Spindelhals hast, würde ich basteln wie im 
Anhang. Beim Dremel könnte man auch probieren, ob man mit einer 
3/4"=19mm-Bohrung auf dem Gewinde gut genug klemmen kann.

Autor: Hermann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald schrieb:
> Gehäuse verklebt? Mit einem (kleinen) Hammer auf die Klebestelle
> schlagen

Aber vorher genau ansehen, welche Seite sich nach innen löst. Und dann 
einen kleinen Meissel oder Schraubendreher genau ansetzen. Rundum mit 
leichten Schlägen bis eine Stelle aufknackt. Von da ab geht es dann 
leichter mit weiteren Schlägen oder aufhebeln.

Autor: foobar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Im Schlimmsten Fall hatte ich schon überlegt so ein Sägeblattaufsatz für
> den Dremel zu kaufen, das an die flexible Welle des Dremels montiert und
> das ganze in einer Box mit destilliertem Wasser zu schneiden.

Wozu in Wasser? Diese kleinen Sägeblätter "schneiden" das Material weg - 
bei mir schmilzt da nichts.  Allerdings sind die verhältnissmäßig dick, 
es geht schon einiges an Material weg. (Popeliges 2€ 5er-Set Sägeblätter 
von Action.)

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.