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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik BMS cutoff voltage?


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Autor: Robert L (Gast)
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Guten Tag allerseits,

ich habe einige LipoFe4-Akkupacks (80Ah) mit integriertem BMS (Typ davon 
ist mir unbekannt).
Geliefert werden sie mit 12.6V Ladegeräten.

Meine Frage ist: Was ist die "übliche" Verhaltensweise eines BMS im 
Falle, dass ich den Pack z.B. mit einer 14.4V LiMa lade?

A) Würde die BMS einfach blocken, weil die Spannung zu hoch ist?
B) Würde die resultierende Spannung durch die Batterie und ihren 
Ladezustand definiert werden, und das BMS erst blocken, sobald 12.6V 
erreicht sind?
Wäre ein solches Laden schädlich?

Danke,
Robert

: Verschoben durch Moderator
Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Wenn es nur ein BMS gäbe, könnte man deine Frage beantworten.

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Robert L schrieb:
> Guten Tag allerseits,
>
> ich habe einige LipoFe4-Akkupacks (80Ah) mit integriertem BMS (Typ davon
> ist mir unbekannt).
> Geliefert werden sie mit 12.6V Ladegeräten.
>
> Meine Frage ist: Was ist die "übliche" Verhaltensweise eines BMS im
> Falle, dass ich den Pack z.B. mit einer 14.4V LiMa lade?
>
> A) Würde die BMS einfach blocken, weil die Spannung zu hoch ist?
> B) Würde die resultierende Spannung durch die Batterie und ihren
> Ladezustand definiert werden, und das BMS erst blocken, sobald 12.6V
> erreicht sind?
> Wäre ein solches Laden schädlich?

Zu diesen Fall kommt es tendenziell nicht solang du mit begrenztem Strom 
lädst - was du unbedingt tun solltest. Selbst bei LiFe Akkus steigt der 
Ladestrom nämlich sehr schnell mit der Spannung an. Meist 2 oder 3C also 
mehr als 160A in deinem Fall (wenn alle Zellen parallel sind)!
Begrenzst du den Strom, fällt automatisch die Spannung ab. Kennt man ja 
bei einem kurzgeschlossenen Labornetzteil.

Höchstwahrscheinlich ist die BMS grade so konzipiert, dass sie keine 
Spannung erlaubt, die ein Laden mit mehr als 2 or 3C ermöglichen würde.


Bzw. so ist das jedenfalls bei Einzelzellen. Bei einem Akkupaket könnte 
der Wert deutlich niedriger Sein, denn da wird der Leitungsquerschnitt 
zum Problem. Wahrscheinlich ist das Paket nicht schnelladefähig.

Autor: Jens G. (jensig)
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> Wäre ein solches Laden schädlich?

Da wir das verbaute BMS nicht kennen, können wir auch keine definitive 
Antwort geben. Eher müsste sowas in den Daten zu diesem Akkupack 
beschrieben sein.

So ein BMS könnte einen Überspannungsschutz enthalten. Wird die Spannung 
beim Laden also zu hoch, schaltet das Ding den Akku ab (hochohmig). Erst 
beim Entladen schaltet er wieder auf Durchgang.
Wird beim Entladen zu tief entladen, könnte er ebenfalls abschalten 
(hochohmig). Erst beim Laden schaltet er wieder auf Durchgang.
Und wenn es um mehrzellige Akkus wie wohl bei dir geht, könnte das Ding 
auch noch einen Balancer enthalten, um beim Laden die Zellen schön 
gleichmäßig laden zu lassen.
Das Ding könnte also (mindestens) drei Grundfunktionalitäten haben. Was 
davon bei Dir der Fall ist, wissen wir nicht ...
Achja, die Ober-/Unterspannungsabschaltung sind meistens rel. großzügig 
ausgelegt, und sind eher als Notabschaltung gedacht. Zumindest als 
Standardladebegrenzung würde ich sowas daher nicht nehmen, da die Akkus 
schneller altern (wobei LiFePo4 da eher gutmütig sind, im Vergleich zu 
den sonstigen LiPo's).

Autor: Robert L. (Gast)
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Danke für die Infos.

Ja, es gibt definitiv eine Abschaltung bei Überspannung (12.6V) bzw. 
Unterspannung ("9 +- 1V", klingt etwas abenteuerlich...).

Das Paket kann mit max. 20A geladen werden.

Aus dem Grund der vorzeitigen Akkualterung, den du beschreibst, Jens, 
tendiere ich gerade auch eher dazu, einen regelbaren Spannungswandler 
wie (z.B. Victron Orion 24/12-70A) zwischen 24V-LiMa und Akkupacks zu 
klemmen und die Ausgangsspannung auf 12.1V einzustellen.

Nochmal zur Lichtmaschine: Sie begrenzt also die Stromstärke nicht schon 
durch ihre Auslegungsdimensionierung? Wenn ich z.B. 70A von einer 
35A-LiMa abrufe, dann brennt sie mir einfach durch?

Autor: X@y.de (Gast)
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Ersetze doch einfach den laderegler der lima mit deinem eigenen.
Dann hast du die volle kontrolle

Autor: Robert L. (Gast)
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Ja, daran habe ich auch gedacht. Allerdings konnte ich keinen Regler mit 
Einstellbereich <13V finden...

Außerdem stellt sich mir dann wieder die Frage: Wird nicht durch den 
geringen Innenwiderstand der LiPo ein enorm hoher Strom fließen und die 
LiMa grillen? (siehe Frage im letzten Post).

Autor: Robert L. (Gast)
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Es sind übrigens doch normale LiPos, keine LiFePo4s...

Autor: Robert L. (Gast)
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Um anders zu fragen - stimmt mein Gedankengang:

Wenn ich den Ladestrom nicht begrenze, können zwei Fälle eintreten:
A) Sie schafft es den Strom zur Verfügung zu stellen, Spannung bleibt 
auf 14.4V -> BMS blockt

B) LiMa überlastet, Spannung bricht ein -> Akku würde laden, bis die 
Spannung 12.6V erreicht hat bzw. die LiMa ihren Dienst quittiert hat

Wenn ich den Ladestrom begrenze, tritt sofort Fall B) ein, nur ohne 
Überlastung der LiMa...

Autor: ichbin (Gast)
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Für diese Anwendung brauchst Du 4 in Serie geschaltete LiPo!
Bei nur 3 Stück darf die Ladespannung 12,6V nicht überschreiten. Sonst 
müsste dein BMS, wenn der Akku mal voll ist, 14,4V bei 30A verbrennen.

Bei 4 in Serie geschalteten LiPo darf die Spannuung dagegen bis über 16V 
ansteigen ohne dass das BMS aktiv werden muss... Um Vernünftig Kapazität 
in den Akkus gespeichert zu haben sollte die Ladespannung wenigstens 
über 15V liegen. Selbst dann fehlen schon fast 60% Kapa.

ichbin

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