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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Erfahrungsbericht: Lötkolben aus China


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Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Zur Zeit werden diese Lötkolben in unterschiedlichen Farben (auch 
durchsichtig) mit 5 Ersatz-Spitzen für weniger als 10€ verkauft.

Ich habe mir einen als Zweitgerät bestellt, und weil ich neugierig war. 
Das Gerät liegt sehr leicht in der Hand und hat ein angenehm weiches 
Anschlusskabel. Der Heizstab ist schön kurz, wie ich es von meiner 
Weller W40 Lötstation gewohnt bin.

Im Griff befindet sich ein "sogenannter" Temperatur-Regler mit der 
Beschriftung 200 - 450°C. In Wirklichkeit regelt man damit aber nur die 
Heizleistung. Die aufgedruckte Skala ist somit Quatsch. Schon bei der 
geringsten Einstellung erreicht der Lötkolben nach 90 Sekunden genug 
Temperatur, um bleifreies Lot zu schmelzen.

Danach habe ich bei minimaler Einstellung einige Bauteile in eine 
Lochraster-Platine eingelötet. So Weit kein Problem. Der Griff wird 
dabei nicht zu warm.

Wenn ich den Drehknopf jedoch auf 350°C einstelle, wird der Lötkolben so 
heiß, dass sich jeder dritte Kupferring von der Lochrasterplatine 
ablöst.

Die angegebene Leistung von 60W ist falsch. Tatsächlich lässt sie sich 
im Bereich von 15 bis 40W einstellen.

Die 6 mitgelieferten Spitzen machen einen brauchbaren Eindruck. Sie 
nehmen hochwertiges bleihaltiges Lot einwandfrei rundherum an. Billiges 
bleifreies Lot aus China neigt jedoch dazu, nur einseitig an der Spitze 
zu haften. Die Oxidbildung ist etwas stärker als bei meiner Weller 
Station, liegt aber noch im akzeptablen Rahmen. Ich habe schon einige 
viel schlechtere Spitzen (auch an Lötstationen) gesehen. Zur 
Langzeit-Stabilität der Spitzen kann ich nichts sagen, dafür war mein 
Test zu kurz.

Da die chinesischen Hersteller erfahrungsgemäß sehr locker mit 
elektrischer Sicherheit umgehen, rate ich dringend dazu, den Lötkolben 
nur hinter einem Personenschutzschalter zu benutzen. Weiterhin würde 
damit nicht an teuren Geräten (wie Smartphones und Laptops) arbeiten. 
Ein kurzer Überschlag könnte Mensch und Maschine erheblich schädigen, 
denn der Lötkolben hat keine Schutzerdung.

Insgesamt lautet mein Fazit: Für Leute, denen eine Lötstation zu teuer 
ist, durchaus empfehlenswert.

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Autor: ♪Geist (Gast)
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Ich bin von diesem Lötkolben super begeistert:
https://www.banggood.com/DANIU-Portable-USB-Powered-Mini-5V-8W-Electric-Soldering-Iron-With-LED-Indicator-p-1017109.html?rmmds=search&cur_warehouse=USA

Versorgung geht über USB, mit meiner 2.1A Powwerbank funktioniert es 
wunderbar. Habe schon an unerreichbaren Stellen, was gelötet, was man 
nicht mit nach Hause nehmen kann, z.B. am Motorrad. Als Litze nehme ich 
aber noch das bleihaltige Zeug. die Investition von 5€ hat sich gelohnt.
Nur eins sollte man wissen, die Schutzkappe muss man abziehen und nicht 
abschrauben! habe mich da erst dumm angestellt und der Lötolben ging 
nicht, bis ich auf die Info gestoßen bin.

Autor: Alex G. (dragongamer)
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♪Geist schrieb:
> Ich bin von diesem Lötkolben super begeistert:
> 
https://www.banggood.com/DANIU-Portable-USB-Powered-Mini-5V-8W-Electric-Soldering-Iron-With-LED-Indicator-p-1017109.html?rmmds=search&cur_warehouse=USA
Interessant, genau so einen habe ich auch um mobil im Zimmer was löten 
zu können.
An einer 2A Powerbank wird er meiner Meinung nach aber zu heiss. Die 
Flussmittelseele spritzt und verdampft sofort.
An 1A ist es genau richtig.
Schon erstaunlich für 5W.

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Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Habe schon an unerreichbaren Stellen, was gelötet, was man
> nicht mit nach Hause nehmen kann, z.B. am Motorrad.

Erstaunlich, dass du da mit 5W ausgekommen bist.

Ich benutze in solchen Fällen einen Gaslötkolben von Dremel.

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Autor: HV (Gast)
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Stefanus F. schrieb:
> Insgesamt lautet mein Fazit: Für Leute, denen eine Lötstation zu teuer
> ist, durchaus empfehlenswert.

Sehe ich nicht so:

Für Leute denen ihr Leben nicht am Herzen liegt, durchaus 
empfehlenswert.

Ganz ehrlich, ein Stück Plastik in dem 230V mit höchstwahrscheinlich 
fast keiner Isolation drin liegen nehme ich nicht freiwillig in die 
Hand.

Hast du mal ein Foto vom "Innenaufbau"?

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>Ganz ehrlich, ein Stück Plastik in dem 230V mit höchstwahrscheinlich
>fast keiner Isolation drin liegen nehme ich nicht freiwillig in die
>Hand.

Weichei.

MfG spess

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Hast du mal ein Foto vom "Innenaufbau"?

Man kann den Griff leider nicht öffnen, ohne ihn zu zerstören.

Der Griff wird mich zweifellos ausreichend vor Stromschlag beschützen. 
Interessanter wäre die Frage, wie gut der Heizstab isoliert. Da gibt es 
aber auch nichts zu sehen, ohne ihn zu zerstören.

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Autor: Johannes R. (oa625)
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Hab' mal so ein ähnliches Billig-Teil gehabt:

Das Außengewinde für die Überwurfmutter der Hülse war auf ein 
stirnseitig am Griff befestigtes Blechteil "draufgemangelt" und von so 
einer miesen Qualität, dass die Überwurfmutter kaum Halt hatte.
Beim ersten Versuch eine Lötstelle aufzuschmelzen, war dieses Gewinde 
dem Andruck der Lötspitze nicht gewachsen.
Ergebnis: Mutter löst sich -> Keramik- Heizelement knickt -> Kurzschluss 
und Tod der Elektronik.
Zum Glück gab es keinen Kontakt zwischen Netzspannung und Lötspitze.

Gruß
JRo

Autor: Volker S. (vloki)
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Johannes R. schrieb:
> Beim ersten Versuch eine Lötstelle aufzuschmelzen, war dieses Gewinde
> dem Andruck der Lötspitze nicht gewachsen.

Was für ein Andruck?

Autor: Johannes R. (oa625)
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Volker S. schrieb:
> Was für ein Andruck?

der Andruck der Lötspitze auf die Lötstelle (was sonst ? ;-)) )

Autor: Volker S. (vloki)
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Wozu drücken?

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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mich stutzt der Stecker etwas.

sollte das nicht ein SchuKo sein?

Autor: Johannes R. (oa625)
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Volker S. schrieb:
> Wozu drücken?

Weil ich das seit 55 Jahren so mache. Natürlich mit geringer/mäßiger 
Kraft.
Aber selbst das war bei den 15...20 cm Kolbenlänge schon zuviel 
Hebelwirkung.

Könnte auch mit Entlötlitze gewesen sein, ist schon paar Jahre her.
Und da ist das Aufschmelzen einer Lötstelle mit einem kräftig verzinnten 
Kolben doch eher kontraproduktiv.

Und damit sollten wir das Thema wohl abschließen können, oder?

: Bearbeitet durch User
Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> mich stutzt der Stecker etwas. Sollte das nicht ein SchuKo sein?

In China betrachtet man die Schutzerdung wohl als unnötigen 
Schnickschnack.

Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Wozu hast Dir das Ding denn überhaupt gekauft Stefan?

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Habe ich doch geschrieben: Als Zweitgerät, falls meine Lötstation mal 
ausfällt.

Autor: Schwei-en der Geraet (Gast)
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Stefanus F. schrieb:
> Zweitgerät


Multifunktionsgeraet!
Dank kapazitiver Kopplung zur Netzspannung auch ideal als Signalinjektor 
zu gebrauchen. Oder als Mosfetkiller.


Ohne Erdung ist das Ding ein absolutes NO-GO!


Trotzdem Danke fuer deinen Erfahrungsbericht, moege dieser dem Rest der 
Welt zeigen welche wundervollen Produkte auf keinen Fall gekauft werden 
sollten.

Wenn ich Du waehre wuerde ich das Ding sofort zerhacken, bevor irgendwas 
schlimmes damit passiert. Denkt denn keiner an die Kinder?


Genug genoergelt. Alternative, wenns billig sein soll (hab ich selbst), 
ohne diesen Thread kapern zu wollen:


https://www.reichelt.de/?ARTICLE=90924&PROVID=2788&gclid=EAIaIQobChMIqubZ3Zaw2wIVW4uyCh1-ZAxIEAQYBCABEgJylfD_BwE


Die Loetspitze (Hersteller "Zombie") ist Grenzwertig, aber biliger 
Erdungsdraht ausm Baumarkt, ein wenig zurechtgedengelt, funzt gut. Dem 
Preis angemessen.

Autor: Schwei-en der Geraet (Gast)
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Schwei-en der Geraet schrieb:
> Erdungsdraht

LOL!

Der ist naehmlich schon Herstellerseitig geerdet worden!

Autor: Toxic (Gast)
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Angehängte Dateien:

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Stefanus F. schrieb:
> In China betrachtet man die Schutzerdung wohl als unnötigen
> Schnickschnack.

Der Loetkolben ist mir definitiv zu heiss...Wenn man sich diverse 
YouTube-videos ansieht kann einem schlecht werden.
Z.B. haben diverse Smartphone-Billigcharger noch nicht einmal eine 
zusaetzliche Isolationsschicht zwischen Primaer und Sekundaerseite des 
Uebertragers.Der Tod ist da greifbar nahe und die arme Stewardess im 
unten angegebenen Link wurde wahrscheinlich von so einem Mist aus dem 
Leben gerissen.
Der Apple-Shop hatte garantiert unwissentlich so einen Fakeadapter 
verkauft

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2363956/Apple-launches-probe-Chinese-air-stewardess-23-dies-massive-electric-shock-answering-iPhone-5.html

Ich kaufe relativ viel chinesisches Zeug sofern die erforderliche 
Betriebsspannung unter 40V liegt - alles andere kann leicht ins Auge 
gehen....

Youtube-Video "The cheap shitty pink USB charger from China song."

Autor: juergen (Gast)
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Stefanus F. schrieb:
> Zur Zeit werden diese Lötkolben in unterschiedlichen Farben (auch
> durchsichtig) mit 5 Ersatz-Spitzen für weniger als 10€ verkauft.


Danke für den Beitrag.

Würde ich sofort kaufen, wenn hier in meiner Umgebung angeboten.

Die Lötspitzen sehen gut aus. Schlechter als die von Weller können sie 
nicht sein!

Den Lötkolben selber würde ich wegschmeißen.

Die Heizpatrone könnte man vielleicht auch behalten?
Das Kabel, wenn es hochflexibel ist, ebenso.


LG

Autor: A. K. (prx)
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Toxic schrieb:
> Der Apple-Shop hatte garantiert unwissentlich so einen Fakeadapter
> verkauft

Ähem... "In 2011, 22 fake Apple stores were uncovered in one Chinese 
city, Kunming, alone." [ebd]

Autor: A. K. (prx)
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juergen schrieb:
> Würde ich sofort kaufen, wenn hier in meiner Umgebung angeboten.

Ist Amazon.de nah genug?

Autor: nur zufällig hier (Gast)
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juergen schrieb:
> Die Lötspitzen sehen gut aus. Schlechter als die von Weller können sie
> nicht sein!

Für 5€ bekommst du on China ne ganze Packung dieser Spitzen. Und für 10€ 
bekommt man in China auch einen Lötkolben dieser Bauart (auf dem diese 
Standartspitzen passen) mit Erdung und echter Temp. Regelung.
Also dieses Modell ist keine Empfehlung, für das Geld gibts wesentlich 
besseres in China.

Autor: A. K. (prx)
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nur zufällig hier schrieb:
> Und für 10€ bekommt man in China auch einen Lötkolben dieser Bauart

Bei Ali gibts das Set für die Hälfte.

Autor: Yefa (Gast)
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A. K. schrieb:
> nur zufällig hier schrieb:
>> Und für 10€ bekommt man in China auch einen Lötkolben dieser Bauart
>
> Bei Ali gibts das Set für die Hälfte.

Billig. Billig. Billig (in dieser Reihenfolge). Das will der Mann aus D.

Autor: nur zufällig hier (Gast)
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Und fur 5€ hatte ich vor längerer Zeit mal mein Lötkolbenset von ALDI 
gekauft. Ein ganz klassisch ungeregelter 25W Lötkolben der einen nicht 
umbringt.
Und man kann wunderbar mit Löten (auch SMD). Wer kein Budget hat dem 
reicht so etwas auch sehr gut für den Anfang.

Autor: Geiler Heizgals (Gast)
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Yefa schrieb:

> Billig. Billig. Billig (in dieser Reihenfolge). Das will der Mann aus D.

Ach?! Das kann ich ja gar nicht glauben. Schließlich liest man doch 
jeden Tag im Forum "Ausstülpung und Betrug" von Jahresverdiensten 
>100000 Euro und von Leuten, die vor lauter Geld nicht wissen, wo und 
wie sie es lagern sollen.

Autor: A. K. (prx)
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Yefa schrieb:

> Billig. Billig. Billig (in dieser Reihenfolge). Das will der Mann aus D.

Ich verwende seit 4 Jahrzehnten denselben Lötkolben. ;-)

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Ja, man sollte es mit dem "Billig" nicht übertreiben.
Ob man allerdings >200€ ausgeben muss wie manche sagen?
Ich löte und entlöte ich seit nunmehr einem Jahr mit dieser Station: 
Ebay-Artikel Nr. 263634342177
Bei Kauf jetzt würde ich aber wahrscheinlich dieses Modell nehmen (gabs 
damals nicht): 
Ebay-Artikel Nr. 282864818578
Die Knöpfe zum Temperatur-Einstellen sind bei dem anderen etwas nervig 
(vorallem beim Heisgebläse).


Geiler Heizgals schrieb:
> Ach?! Das kann ich ja gar nicht glauben. Schließlich liest man doch
> jeden Tag im Forum "Ausstülpung und Betrug" von Jahresverdiensten
>>100000 Euro und von Leuten, die vor lauter Geld nicht wissen, wo und
> wie sie es lagern sollen.
Das eine hat absolut garnichts mit dem anderen zutun.
Nur weil man Geld hat, muss man es nicht ausgeben, wenn man keinen Grund 
sieht!

: Bearbeitet durch User
Autor: Geiler Heizgals (Gast)
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Alex G. schrieb:

> Geiler Heizgals schrieb:
>> Ach?! Das kann ich ja gar nicht glauben. Schließlich liest man doch
>> jeden Tag im Forum "Ausstülpung und Betrug" von Jahresverdiensten
>>>100000 Euro und von Leuten, die vor lauter Geld nicht wissen, wo und
>> wie sie es lagern sollen.

> Das eine hat absolut garnichts mit dem anderen zutun.
> Nur weil man Geld hat, muss man es nicht ausgeben, wenn man keinen Grund
> sieht!

Doch, hat es. Anständiges Werkzeug ist die halbe Arbeit. Anständiges 
Werkzeug kostet eben auch mal Geld. Ich habe kein Mitgefühl mit Leuten, 
die vor Geiz am Liebsten noch den Kitt aus den Fensterrahmen fressen 
würden.
Erstickt dran!

Autor: nur zufällig hier (Gast)
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Auch blödsinn, dein 5000€ JBC macht auch nix anderes als mein 5€ ALDI 
Lötkolben. Vorne ist nen Stück Metall was warm genug wird damit Lötzinn 
schmilzt.
Ob man irgendwas gelötet bekommt oder nicht liegt nicht am Lötkolben.

Klar für einige sehr spezielle Aufgaben braucht man den speziellen 
Lötkolben. Und wenn man den Lötkolben sehr oft benutzt kann eine bessere 
Qualität komfortabler sein.

Aber das rechtfertigt nicht diesen generellen Werkzeugsnobismus der 
alles verdammt wo nicht "Marke" draufsteht.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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nur zufällig hier schrieb:
> Auch blödsinn, dein 5000€ JBC macht auch nix anderes als mein 5€ ALDI Lötkolben.

Das ist erst recht Blödsinn. Das eine Gerät hat eine präzise 
Temperaturregelung und hohe Leistung (so daß damit auch viele Lötstellen 
sehr schnell hintereinander durchgeführt werden können und auch große 
thermische Lasten kein Problem sind), das andere Ding hat keine 
Temperaturregelung, sondern wird einfach nur irgendwie heiß.

Ja, beide taugen wunderbar, um sich Brandblasen einzufangen, aber 
tatsächlich brauchbar löten kann man mit einem ungeregelten Lötkolben 
praktisch nicht, vor allem kann man es damit auch nicht lernen.

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Vor zwei Jahren hatte ich meinem Sohn dieses Set bei Conrad für 10€ 
gekauft. Das Kabel ist leider sehr steif und der Griff wird unangenehm 
warm bis heiß - es sei denn man stellt einen Lüfter daneben.

Immerhin taugt die Spitze was und er jagt mir keinen Schauer über den 
Rücken.

: Bearbeitet durch User
Autor: Geiler Heizgals (Gast)
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nur zufällig hier schrieb:

> Aber das rechtfertigt nicht diesen generellen Werkzeugsnobismus der
> alles verdammt wo nicht "Marke" draufsteht.

Keine Unterstellungen bitte!

Mal kurz zum Nachdenken: Warum werden die Löter(innen) in Firmen mit 
vernünftigen Werkzeugen ausgerüstet, wenn es für die Qualität der 
Arbeitsergebnisse doch egal ist, was man benutzt?

Autor: 3162534373 .. (3162534373)
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Geiler Heizgals schrieb:
> Warum werden die Löter(innen) in Firmen mit
> vernünftigen Werkzeugen ausgerüstet, wenn es für die Qualität der
> Arbeitsergebnisse doch egal ist, was man benutzt?

Damit die Bastler neidisch werden, wenn die mal einen JBC in der Hand 
gehabt haben.

Meine WECP-20 ist jetzt 23 Jahre alt. (davor Magnastat)
Ja, die Spitzen sind nicht billig.
Aber alle 5 Jahre mal 20 Euro für Spitzen ausgeben ist schon okay.

Einziges Manko des Kolben der WECP-20 ist das Kabel. Das wird jedes Jahr 
10cm kürzer ;)

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Autor: nur zufällig hier (Gast)
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Geiler Heizgals schrieb:
> Mal kurz zum Nachdenken: Warum werden die Löter(innen) in Firmen mit
> vernünftigen Werkzeugen ausgerüstet, wenn es für die Qualität der
> Arbeitsergebnisse doch egal ist, was man benutzt?

Hatte ich doch extra erwäht... Wenn man ihn oft benutzt...
Für Firmen rechnet es sich wenn das Werkzeug leichtet nutzbar ist und 
die Arbeit erleichtert und schnell folgende Lötungen ohne Aufwärmpausen 
zu erlauben.
Abgesehen geht es hier nicht um Ausstattung für 
professionelle/kommerzielle Arbeitsplätze.

Das ändert aber nix daran das der Hobby-Arduino-Bastler auch mit dem 5€ 
Lötkolben saubere Ergebnisse bekommt. Man kann auch damit richtig Löten.

Autor: Geiler Heizgals (Gast)
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3162534373 .. schrieb:

> Einziges Manko des Kolben der WECP-20 ist das Kabel. Das wird jedes Jahr
> 10cm kürzer ;)

Da dafür die Bauelemente immer kleiner werden, sind auch die Wege 
zwischen 2 Lötstellen entsprechend kürzer geworden, so daß die Zuleitung 
dennoch noch für einige Zeit lang genug sein wird.
:)

Autor: 3162534373 .. (3162534373)
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nur zufällig hier schrieb:
> Das ändert aber nix daran das der Hobby-Arduino-Bastler auch mit dem 5€
> Lötkolben saubere Ergebnisse bekommt. Man kann auch damit richtig Löten.

Ja,
irgendwas geht immer.
Aber ob sauber oder gut.
Richtig geht auch ab und zu mal.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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nur zufällig hier schrieb:
> Das ändert aber nix daran das der Hobby-Arduino-Bastler auch mit dem 5€
> Lötkolben saubere Ergebnisse bekommt. Man kann auch damit richtig Löten.

Das kommt darauf an, was man für "sauber" und "richtig" hält.

Autor: nur zufällig hier (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Das kommt darauf an, was man für "sauber" und "richtig" hält.

Ach komm, erzähl mir nicht das du nicht in der Lage bist einen 
Widerstand korrekt auf Lochraster zu verlöten (oder irgendein Kit 
zusammenzulöten) wenn du nicht deine 200€ Markenlötstation hast.
Wie haben die das früher nur geschafft?

Und jetzt komm mir keiner mit irgendwelchen anspruchsvollen 
Spezialfällen. Um diese geht es nicht.

Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Es geht darum, ob ein Hobbybastler ein- maximal zweimal pro Jahr etwas 
zusammen brutzelt oder dieser fast täglich anspruchsvolle PCB lötet, 
repariert oder instand stellt..

Wenn Stefan so ein 10Eur Schrott seinem Sohn zum mal probieren schenkt 
ist ja das völlig in Ordnung.

Ich persönlich schwöre auf meine Weller Lötstation die es seit mehr als 
15 Jahren problemlos macht.

Argumente hat Rufus genügend geliefert:

Rufus Τ. F. schrieb:
> Das ist erst recht Blödsinn. Das eine Gerät hat eine präzise
> Temperaturregelung und hohe Leistung (so daß damit auch viele Lötstellen
> sehr schnell hintereinander durchgeführt werden können und auch große
> thermische Lasten kein Problem sind), das andere Ding hat keine
> Temperaturregelung, sondern wird einfach nur irgendwie heiß.

Ausserdem haben die in dieser Bauart alle keine Erdung. Kannst sie nicht 
vernünftig abstellen ohne das der Tisch angebraten wird. Nach getaner 
Arbeit musst Du das Ding so platzieren damit nicht das halbe Haus 
abfackelt. Eine Halterung fehlt, ebenso der Schwamm. Das wohlwollende 
Klicken den Curie Punktes zu vernehmen. Ein Display mit dem Sollwert. So 
geht es ewig weiter ;)

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Autor: juergen (Gast)
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juergen schrieb:
> Würde ich sofort kaufen, wenn hier in meiner Umgebung angeboten.
>
> Die Lötspitzen sehen gut aus. Schlechter als die von Weller können sie
> nicht sein!
>
> Den Lötkolben selber würde ich wegschmeißen.
>
> Die Heizpatrone könnte man vielleicht auch behalten?
> Das Kabel, wenn es hochflexibel ist, ebenso.
>
> LG

Noch was Wertvolles vergessen: Den Temperatursensor!

Vor einiger Zeit hatte ich meine WTCP umgerüstet auf Temperaturregelung.
Zum Glück hatte ich noch einen Billiglötkolben hier rumliegen. Dem 
konnte ich den erforderlichen Sensor entnehmen.

Einzeln ist so was teuer hier am Ort und im Internet ordern oder von 
China herschicken lassen, mache ich nicht...kaufe so gut wie nie im 
Internet ein.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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juergen schrieb:
> Noch was Wertvolles vergessen: Den Temperatursensor!

Welchen?

Stefanus F. schrieb:
> Im Griff befindet sich ein "sogenannter" Temperatur-Regler mit der
> Beschriftung 200 - 450°C. In Wirklichkeit regelt man damit aber nur die
> Heizleistung.

Autor: Ivo -. (Gast)
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Ich hatte mir vor Jahren mal selber das conrad 10€ Set gekauft, auch als 
Einstieg und das Teil steht noch immer bei mir rum und wird benutzt. 
Wenn das Teil irgendwann mal kaputt ist werde ich mir vermutlich auch 
mal eine etwas teurere Station holen, ob gleich ne teure Ersa oder 
lieber noname weiß ich noch nicht, dauert ja hoffentlich noch ein 
bisschen.

Ivo

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Im Beitrag Beitrag "Re: Erfahrungsbericht: Lötkolben aus China" hat ein 
Gast angedeutet, dass der ungeerdete Lötkolben aufgrund seiner 
kapazitiven Koppelung Netz für MOSFET gefährlich sein könnte.

Ich habe das geprüft, und kann die Befürchtung bestätigen.

Mein Digitalmultimeter hat einen Eingangswiderstand von 6MΩ und zeigt 
1,5V gegenüber Erde an.

Mein Oszilloskop zeigt eine Wechselspannung von 5V mit kurzen Peaks von 
50V (!) an. Mit einer zusätzlichen Belastung mittels 1nF Kondensator 
sinkt die Wechselspannung auf 2,5V und die Peaks verschwinden ganz.

Ich denke daher auch, dass dieser Lötkolben für kleine MOSFET gefährlich 
ist.

Da ich bisher immer nur große MOSFET (TO220, I-Pak) verarbeitet habe und 
eine ordentliche Lötstation benutze, waren elektrostatische Ladungen 
beim Verarbeiten für mich bisher nie ein großes Thema.

Ich habe die Empfehlung gelesen, die drei Pins mit Draht zu umwickeln 
und diesen nach dem Einlösen zu entfernen. Aber bei SOT-3 geht das 
nicht, wie verarbeitet man diese?

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Wenn's von Interesse ist: Ich löte sehr empfindliche Bauteil mit 
abgesteckten heissen Lötkolben der dann nur mit dem 
Schaltungsbezugspunkt verbunden ist.

Im Gegensatz zu den neuen Schnellheiz Lötkolben wie die von Weller RTx, 
JBC oder Metcal bleiben die ältere Technik Lötkolben lange genug heiß. 
Die Schnellheizkolben werden dafür leider zu schnell kalt. Da könnte man 
aber einen Draht um die Spitze wickeln und mit dem Schaltungsbezugspunkt 
verbinden und testen. Ich sehe damit auch keine Probleme solange die zu 
lötende Schaltung nicht mit PE irgendwie verbunden ist und es 
unerwartete Stromschleifen gibt.

Mit dieser Maßnahme löte ich z.B. sehr empfindliche Devices wie 
Mikrowellen Low Barrier Dioden, Mixer Dioden und GaAs Fets mit Breakdown 
Spannungen im 2V Bereich. Und bis jetzt hat sich diese Methode bewährt. 
Natürlich sollte man auch die üblichen Anti-Static Methoden beachten und 
praktizieren. Halt mit Common Sense arbeiten. Die Devices sollten bis 
vor dem Einbau in den geschützen Original Fabriksverpackungen 
verbleiben. Ich hatte mit diesen Maßnahmen bis jetzt noch keine 
Ausfälle.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Ich werfe noch mal die Hakko T12 Kopien in die Runde, die es mit 
Controller als Bausatz für <20€ in der Bucht gibt. (Mit Gehäuse auch für 
ca. 10€ mehr)
Ich muß sagen: Für den Preis ist der gar nicht mal so schlecht. Ich habe 
ihn mir als Lötkolben für unterwegs zugelegt, der am Laptopnetzteil 
betrieben wird.
Die Regelung ist ordentlich und kann auch parametriert werden.

Autor: Hannes J. (pnuebergang)
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Stefanus F. schrieb:
> Der Griff wird mich zweifellos ausreichend vor Stromschlag beschützen.

Du hast zwei Hände, ja? Am besten noch Rechtshänder. In der rechten Hand 
der Lötkolben, in der linken Lötzinn. Ein Isolationsfehler im gammeligen 
Heizelement des Lötkolbens und du schließt beim Löten über das Lötzinn 
und deine linke Körperhälfte (da wo das Herz sitzt) den Stromkreis.

Ich verspreche dir eins, die ganzen Jungs, die hier so auf harte Kerle 
mit großen Eiern machen, werden in dem Moment nicht da sein um dir zu 
helfen.

Autor: Philipp G. (geiserp01)
Datum:

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Stefanus F. schrieb:
> Ich habe die Empfehlung gelesen, die drei Pins mit Draht zu umwickeln
> und diesen nach dem Einlösen zu entfernen. Aber bei SOT-3 geht das
> nicht, wie verarbeitet man diese?

Mit einer Lötstation.

Autor: asd (Gast)
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> Ich werfe noch mal die Hakko T12 Kopien in die Runde, die es mit
...
> Ich muß sagen: Für den Preis ist der gar nicht mal so schlecht.

Dem kann ich nur beipflichten. Benutze ich zu hause. Und das obwohl ich 
in der Arbeit durchaus mit Weller und JBC löte.
Vielleicht sollte man "original Hakko, Made in Japan" Lötspitzen kaufen, 
wobei ich davon ausgehe dass die von ebay und Ali trotzdem nicht 
original sind.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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asd schrieb:
> Vielleicht sollte man "original Hakko, Made in Japan" Lötspitzen kaufen,
> wobei ich davon ausgehe dass die von ebay und Ali trotzdem nicht
> original sind.

Hmm. also ich habe mir einige Spitzen aus verschiedenen Quellen bei ebay 
bestellt und die schauten auch original aus. Qualitätsmäßig kann man da 
auch nicht meckern. Wenn das Kopien sind, dann sehr gute. Einzig die 
mitgelieferte Spitze nimmt das Lot nicht sehr gut an. Diese zumindest 
scheint eine Kopie zu sein.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Philipp G. schrieb:
> Stefanus F. schrieb:
>> Ich habe die Empfehlung gelesen, die drei Pins mit Draht zu umwickeln
>> und diesen nach dem Einlösen zu entfernen. Aber bei SOT-3 geht das
>> nicht, wie verarbeitet man diese?
>
> Mit einer Lötstation.

die man an Erde anschließt.
Aber bei den gewöhnlichen MosFets in SOT23 habe ich da noch nie Probleme 
gehabt. Im industriellen Umfeld würde ich dann noch entsprechenden ESD 
Schutz am Arbeitsplatz vorsehen.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Hannes J. schrieb:
> Ich verspreche dir eins, die ganzen Jungs, die hier so auf harte Kerle
> mit großen Eiern machen, werden in dem Moment nicht da sein um dir zu
> helfen.

Mir ist eine Lötstation mit 24 Volt und Trafo immer noch lieber, als
so ein Chinaimport mit Netzspannung, brüchigem Plastikgriff und
vielleicht noch mit so einem billigen Kabel, das den Lötkolben dann
irgendwohin zieht...

Ganz abgesehen von Elektronikreparaturen...


Muss man eigentlich alles aus China kaufen, nur weil es billig ist?

Und so ein Scheiß CE-Pickerl kann jeder Idiot darauf kleben...

Autor: Johann B. (johann_b949)
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Mani W. schrieb:

> Und so ein Scheiß CE-Pickerl kann jeder Idiot darauf kleben...

Wieso eigentliche "Scheiß" CE-Pickerl?

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Weil es auch bei ordnungsgemäßer Verwendung recht wenig Aussagekraft 
hat. Es ist --anders als VDE, UL etc.-- keine Zertifizierung, sondern 
nur eine mehr oder weniger ernstzunehmende Selbsterklärung des 
In-Verkehr-Bringers, daß alles seine Richtigkeit haben soll.

Kann nachgewiesen werden, daß das nicht zutrifft, und kann der 
In-Verkehr-Bringer habhaft gemacht werden, bekommt der ein größeres 
Problem.

Da aber mittlerweile sehr große Anteile aller Waren außerhalb der EU 
(und damit außerhalb des Geltungsbereichs der CE-Richtlinie) produziert 
werden und die In-Verkehr-Bringer oft nur schnell wechselnde Importeure 
sind, hat dieses Kennzeichen praktisch keinen Wert mehr. Der in der EU 
arbeitende Hersteller muss einiges an Verantwortung auf sich nehmen (und 
eben eine ganze Latte von Nachweisen vorhalten, damit er ruhigen 
Gewissens behaupten kann, daß alles seine Richtigkeit hat), der 
außerhalb der EU arbeitende Hersteller, der sich heute XYZ und morgen 
ABCD nennt, hat damit praktisch gar keinen Aufwand.

Dazu kommen die "China Export"-Mythen oder krude Verschwörungstheorien 
über die Typographie des Zeichens, die alle denkenden Beteiligten 
einfach nur nerven.

Autor: Keil (Gast)
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Stefanus F. schrieb:
> Insgesamt lautet mein Fazit: Für Leute, denen eine Lötstation zu teuer
> ist, durchaus empfehlenswert.

Meine Güte. Wie kannst du nach deinem eigenen "Test" zu solch einem 
Fazit kommen? Wer nicht mehr Geld ausgeben möchte, sollte weiter suchen 
oder es bleiben lassen.

Autor: foobar (Gast)
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Rufus schrieb:
> tatsächlich brauchbar löten kann man mit einem ungeregelten Lötkolben
> praktisch nicht

Dann mach ich wohl seit Jahrzehnten was falsch - ich liebe meinen 8W 
Ersa Multitip 230. Klar, nichts für fette Sachen aber für normale 
Bauteile nehm ich nichts anderes. Die Magnastat-Teile verstauben in der 
Schublade. Btw, immer noch mit der ersten Spitze - dürfte inzw weit über 
10000 Stunden auf dem Buckel haben.

Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Meine Lötstation ist wie gesagt von Weller und ca. 15 Jahre alt. Meine 
'Ent'löt station ist jedoch aus China. Weil man eine vernünftige 
Entlötstation für den Hobbybastler hierzulande kaum bekommt ohne ganz 
tief in die Tasche zu greifen. Mit der bin ich sehr zufrieden.

Autor: R. S. (ic_tester)
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Hallo,
fürs Löten unterwegs hab ich mir so was geholt und bin damit sehr 
zufrieden.
Benutze ihn jetzt auch häufig zu Hause.

Okay ist kein Weller, aber Preis Leistung ist okay.
Hab dafür 12,99 Euro bei Lidl bezahlt.

Hier mal die Eckdaten

PARKSIDE® Akku-Lötkolben PLKA 3.6 A2

Akku: Li-Ionen ca. 3,6 Volt / 1,5 Ah
Maximale Temperatur: 470° C
Aufheizzeit: 300 C nach ca. 25-35 Sekunden

Gruß ic_tester

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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foobar schrieb:
> Dann mach ich wohl seit Jahrzehnten was falsch - ich liebe meinen 8W
> Ersa Multitip 230. Klar, nichts für fette Sachen aber für normale
> Bauteile nehm ich nichts anderes.

Wie lange schmurgelst Du damit an so einer Lötstelle herum?

Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Wenn es um DSOs geht holt ihr jedes mal die die Agilent- Tektronic und 
Co. Keule aus der Versenkung und verteufelt jede China USB Lösung welche 
nicht mindestens 500 EUR gekostet, 4 Kanäle und 12 TS/sec hat.

Aber zum Löten ist ein 10USD Kolben dann in Ordnung.

Verkehrte Welt.

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Ich möchte hier mal was klarstellen:

Ich war derjenige, der diesen 10€ Lötkolben als brauchbar empfohlen hat, 
wenn man sich keine Lötstation leisten kann.

Die Empfehlung weiter nach einer Lötstation zu suchen, nachdem man zu 
dem Schluss gekommen ist, sich keine leisten zu können ist nicht 
hilfreich.

Ich habe noch nie die "Agilent- Tektronic und Co. Keule" geschwungen. 
Ganz im Gegenteil, mein Oszilloskop ist ein UTD-2042 (schon bald 10 
Jahre alt) und mit dem Ding bin ich zufrieden.

Jedes Werkzeug (egal welcher Preis) hat irgendwo Einschränkungen, die 
sollte man kennen und berücksichtigen. Für viele Anwendungsfälle genügen 
einfache Werkzeuge. Ich brauche keine Lötstation, um eine Lichterkette 
zu reparieren.

Aber keine Sorge, ich habe eine mit Marken-Name, bin damit zufrieden und 
nutze sie gerne. Und ja, die Vorteile der Lötstation weiß ich zu 
schätzen. Allerdings kostet diese je nach Laune 70 bis über 100 Euro - 
kein Vergleich zum 10€ Lötkolben.

ich komme auch mit einem 10€ Würstchen-Grill zurecht, es muss nicht 
immer das 100€ Profi Gerät sein.

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Ganz ehrlich,  keine 10€ mehr haben maximal Kinder nicht und grade denen 
würde ich nicht so ein 220V Teil in die Hand drücken... Viel eher ein 
USB Teil.

Für 20€ bekommt man schon die brauchbare Station von Conrad.

Autor: Herr B. (herr_barium)
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Alex G. schrieb:
> Ganz ehrlich,  keine 10€ mehr haben maximal Kinder nicht....

Noch ehrlicher: Frage mal einen Aufstocker, einen Rentner oder einen 
Arbeitslosen, was der NICHT hat!

(Mußte ich mal dran erinnern)

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> ich komme auch mit einem 10€ Würstchen-Grill zurecht, es muss nicht
> immer das 100€ Profi Gerät sein.

Mir ist gerade meine maßlose Untertreibung aufgefallen. Es sollte 
natürlich heissen: es muss nicht immer das 1000€ Profi Gerät sein.

https://www.amazon.de/dp/B076DWJ7D9

Autor: be-cool (Gast)
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Guten Morgen zusammen,
ich löte seit fast 10 Jahren mit einer Lötstation ZD931, die es damals 
für 29 € als Angebot beim Pollin gab. Das Ding verrichtet bis heute 
klaglos seinen Dienst und ist für alle Lötungen geeignet (wenn man es 
denn kann). Ich nutze es allerdings selten. Vielleicht 10 Mal im Jahr, 
da das Elektronikbasteln zu Hause nur ein Hobby ist. Also liebe 
Hobbyisten lasst Euch nicht bange machen von den Profis die ganz andere 
Anforderungen an ein Lötgerät haben. Auch mit einer billigen Lötstation 
ist man vor elektrischen Schlägen geschützt, da die meist mit 24 Volt 
laufen.

Gruß be-cool

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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be-cool schrieb:
> Auch mit einer billigen Lötstation ist man vor elektrischen Schlägen
> geschützt, da die meist mit 24 Volt laufen.

Das Ding, das hier am Threadanfang beschrieben wurde, *ist keine 
Lötstation*, sondern ein Lötkolben für Netzspannungsbetrieb.

Autor: Sparks (Gast)
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Erstaunlich welchen Schwachsinn man im Internet so findet...
Leute die 5,-€ für einen Lötkolben ausgeben und denken damit ein 
hochwertiges Werkzeug gekauft zu haben....
Fakt ist - man bekommt nichts geschenkt!
Fakt ist - wer billiges Werkzeug kauft muß mit Mängeln und geringer 
Haltbarkeit rechnen!
Fakt ist - für Heimwerker ohne große Ambitionen und Ansprüche reicht der 
billige Kram durchaus.
Fakt ist - wer beruflich oder ernsthaft ein Hobby betreibt, der wird 
Billigwerkzeug keines Blickes würdigen. Es ist Zeitverschwendung!
Fakt ist - ich arbeite seit 40 Jahren beruflich und privat mit Weller - 
Lötstationen/Entlötstationen, Heißluft...
Damit gibts keine Probleme, Ersatzteile sind nach 40 Jahren noch zu 
bekommen. Verbrauchsmaterial wie Lötspitzen sowieso.
Fakt ist - es gibt auch gute Lötkolben von Ersa oder auch ausländischen 
Herstellern. Wobei bei letzteren oft Probleme bei Ersatzteilen oder 
Verbrauchsmaterial bestehen.
Für Weller oder Ersa gibt's beides an jeder Ecke!

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Sparks schrieb:
> Für Weller oder Ersa gibt's beides an jeder Ecke!

Leider ist das nicht korrekt.

Beispiel: Die Conrad Filiale in Düsseldorf hat für beide Marken keine 
Ersatzteile vorrätig.

: Bearbeitet durch User
Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Fakt ist, unnötig diesen Thread aus der Versenkung zu holen.

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