Zur Zeit werden diese Lötkolben in unterschiedlichen Farben (auch
durchsichtig) mit 5 Ersatz-Spitzen für weniger als 10€ verkauft.
Ich habe mir einen als Zweitgerät bestellt, und weil ich neugierig war.
Das Gerät liegt sehr leicht in der Hand und hat ein angenehm weiches
Anschlusskabel. Der Heizstab ist schön kurz, wie ich es von meiner
Weller W40 Lötstation gewohnt bin.
Im Griff befindet sich ein "sogenannter" Temperatur-Regler mit der
Beschriftung 200 - 450°C. In Wirklichkeit regelt man damit aber nur die
Heizleistung. Die aufgedruckte Skala ist somit Quatsch. Schon bei der
geringsten Einstellung erreicht der Lötkolben nach 90 Sekunden genug
Temperatur, um bleifreies Lot zu schmelzen.
Danach habe ich bei minimaler Einstellung einige Bauteile in eine
Lochraster-Platine eingelötet. So Weit kein Problem. Der Griff wird
dabei nicht zu warm.
Wenn ich den Drehknopf jedoch auf 350°C einstelle, wird der Lötkolben so
heiß, dass sich jeder dritte Kupferring von der Lochrasterplatine
ablöst.
Die angegebene Leistung von 60W ist falsch. Tatsächlich lässt sie sich
im Bereich von 15 bis 40W einstellen.
Die 6 mitgelieferten Spitzen machen einen brauchbaren Eindruck. Sie
nehmen hochwertiges bleihaltiges Lot einwandfrei rundherum an. Billiges
bleifreies Lot aus China neigt jedoch dazu, nur einseitig an der Spitze
zu haften. Die Oxidbildung ist etwas stärker als bei meiner Weller
Station, liegt aber noch im akzeptablen Rahmen. Ich habe schon einige
viel schlechtere Spitzen (auch an Lötstationen) gesehen. Zur
Langzeit-Stabilität der Spitzen kann ich nichts sagen, dafür war mein
Test zu kurz.
Da die chinesischen Hersteller erfahrungsgemäß sehr locker mit
elektrischer Sicherheit umgehen, rate ich dringend dazu, den Lötkolben
nur hinter einem Personenschutzschalter zu benutzen. Weiterhin würde
damit nicht an teuren Geräten (wie Smartphones und Laptops) arbeiten.
Ein kurzer Überschlag könnte Mensch und Maschine erheblich schädigen,
denn der Lötkolben hat keine Schutzerdung.
Insgesamt lautet mein Fazit: Für Leute, denen eine Lötstation zu teuer
ist, durchaus empfehlenswert.
Ich bin von diesem Lötkolben super begeistert:
https://www.banggood.com/DANIU-Portable-USB-Powered-Mini-5V-8W-Electric-Soldering-Iron-With-LED-Indicator-p-1017109.html?rmmds=search&cur_warehouse=USA
Versorgung geht über USB, mit meiner 2.1A Powwerbank funktioniert es
wunderbar. Habe schon an unerreichbaren Stellen, was gelötet, was man
nicht mit nach Hause nehmen kann, z.B. am Motorrad. Als Litze nehme ich
aber noch das bleihaltige Zeug. die Investition von 5€ hat sich gelohnt.
Nur eins sollte man wissen, die Schutzkappe muss man abziehen und nicht
abschrauben! habe mich da erst dumm angestellt und der Lötolben ging
nicht, bis ich auf die Info gestoßen bin.
> Habe schon an unerreichbaren Stellen, was gelötet, was man> nicht mit nach Hause nehmen kann, z.B. am Motorrad.
Erstaunlich, dass du da mit 5W ausgekommen bist.
Ich benutze in solchen Fällen einen Gaslötkolben von Dremel.
Stefanus F. schrieb:> Insgesamt lautet mein Fazit: Für Leute, denen eine Lötstation zu teuer> ist, durchaus empfehlenswert.
Sehe ich nicht so:
Für Leute denen ihr Leben nicht am Herzen liegt, durchaus
empfehlenswert.
Ganz ehrlich, ein Stück Plastik in dem 230V mit höchstwahrscheinlich
fast keiner Isolation drin liegen nehme ich nicht freiwillig in die
Hand.
Hast du mal ein Foto vom "Innenaufbau"?
Hi
>Ganz ehrlich, ein Stück Plastik in dem 230V mit höchstwahrscheinlich>fast keiner Isolation drin liegen nehme ich nicht freiwillig in die>Hand.
Weichei.
MfG spess
> Hast du mal ein Foto vom "Innenaufbau"?
Man kann den Griff leider nicht öffnen, ohne ihn zu zerstören.
Der Griff wird mich zweifellos ausreichend vor Stromschlag beschützen.
Interessanter wäre die Frage, wie gut der Heizstab isoliert. Da gibt es
aber auch nichts zu sehen, ohne ihn zu zerstören.
Hab' mal so ein ähnliches Billig-Teil gehabt:
Das Außengewinde für die Überwurfmutter der Hülse war auf ein
stirnseitig am Griff befestigtes Blechteil "draufgemangelt" und von so
einer miesen Qualität, dass die Überwurfmutter kaum Halt hatte.
Beim ersten Versuch eine Lötstelle aufzuschmelzen, war dieses Gewinde
dem Andruck der Lötspitze nicht gewachsen.
Ergebnis: Mutter löst sich -> Keramik- Heizelement knickt -> Kurzschluss
und Tod der Elektronik.
Zum Glück gab es keinen Kontakt zwischen Netzspannung und Lötspitze.
Gruß
JRo
Johannes R. schrieb:> Beim ersten Versuch eine Lötstelle aufzuschmelzen, war dieses Gewinde> dem Andruck der Lötspitze nicht gewachsen.
Was für ein Andruck?
Volker S. schrieb:> Wozu drücken?
Weil ich das seit 55 Jahren so mache. Natürlich mit geringer/mäßiger
Kraft.
Aber selbst das war bei den 15...20 cm Kolbenlänge schon zuviel
Hebelwirkung.
Könnte auch mit Entlötlitze gewesen sein, ist schon paar Jahre her.
Und da ist das Aufschmelzen einer Lötstelle mit einem kräftig verzinnten
Kolben doch eher kontraproduktiv.
Und damit sollten wir das Thema wohl abschließen können, oder?
Stefanus F. schrieb:> Zweitgerät
Multifunktionsgeraet!
Dank kapazitiver Kopplung zur Netzspannung auch ideal als Signalinjektor
zu gebrauchen. Oder als Mosfetkiller.
Ohne Erdung ist das Ding ein absolutes NO-GO!
Trotzdem Danke fuer deinen Erfahrungsbericht, moege dieser dem Rest der
Welt zeigen welche wundervollen Produkte auf keinen Fall gekauft werden
sollten.
Wenn ich Du waehre wuerde ich das Ding sofort zerhacken, bevor irgendwas
schlimmes damit passiert. Denkt denn keiner an die Kinder?
Genug genoergelt. Alternative, wenns billig sein soll (hab ich selbst),
ohne diesen Thread kapern zu wollen:
https://www.reichelt.de/?ARTICLE=90924&PROVID=2788&gclid=EAIaIQobChMIqubZ3Zaw2wIVW4uyCh1-ZAxIEAQYBCABEgJylfD_BwE
Die Loetspitze (Hersteller "Zombie") ist Grenzwertig, aber biliger
Erdungsdraht ausm Baumarkt, ein wenig zurechtgedengelt, funzt gut. Dem
Preis angemessen.
Stefanus F. schrieb:> In China betrachtet man die Schutzerdung wohl als unnötigen> Schnickschnack.
Der Loetkolben ist mir definitiv zu heiss...Wenn man sich diverse
YouTube-videos ansieht kann einem schlecht werden.
Z.B. haben diverse Smartphone-Billigcharger noch nicht einmal eine
zusaetzliche Isolationsschicht zwischen Primaer und Sekundaerseite des
Uebertragers.Der Tod ist da greifbar nahe und die arme Stewardess im
unten angegebenen Link wurde wahrscheinlich von so einem Mist aus dem
Leben gerissen.
Der Apple-Shop hatte garantiert unwissentlich so einen Fakeadapter
verkauft
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2363956/Apple-launches-probe-Chinese-air-stewardess-23-dies-massive-electric-shock-answering-iPhone-5.html
Ich kaufe relativ viel chinesisches Zeug sofern die erforderliche
Betriebsspannung unter 40V liegt - alles andere kann leicht ins Auge
gehen....
https://www.youtube.com/watch?v=ioAq7PI1Uwg
Stefanus F. schrieb:> Zur Zeit werden diese Lötkolben in unterschiedlichen Farben (auch> durchsichtig) mit 5 Ersatz-Spitzen für weniger als 10€ verkauft.
Danke für den Beitrag.
Würde ich sofort kaufen, wenn hier in meiner Umgebung angeboten.
Die Lötspitzen sehen gut aus. Schlechter als die von Weller können sie
nicht sein!
Den Lötkolben selber würde ich wegschmeißen.
Die Heizpatrone könnte man vielleicht auch behalten?
Das Kabel, wenn es hochflexibel ist, ebenso.
LG
Toxic schrieb:> Der Apple-Shop hatte garantiert unwissentlich so einen Fakeadapter> verkauft
Ähem... "In 2011, 22 fake Apple stores were uncovered in one Chinese
city, Kunming, alone." [ebd]
juergen schrieb:> Die Lötspitzen sehen gut aus. Schlechter als die von Weller können sie> nicht sein!
Für 5€ bekommst du on China ne ganze Packung dieser Spitzen. Und für 10€
bekommt man in China auch einen Lötkolben dieser Bauart (auf dem diese
Standartspitzen passen) mit Erdung und echter Temp. Regelung.
Also dieses Modell ist keine Empfehlung, für das Geld gibts wesentlich
besseres in China.
A. K. schrieb:> nur zufällig hier schrieb:>> Und für 10€ bekommt man in China auch einen Lötkolben dieser Bauart>> Bei Ali gibts das Set für die Hälfte.
Billig. Billig. Billig (in dieser Reihenfolge). Das will der Mann aus D.
Und fur 5€ hatte ich vor längerer Zeit mal mein Lötkolbenset von ALDI
gekauft. Ein ganz klassisch ungeregelter 25W Lötkolben der einen nicht
umbringt.
Und man kann wunderbar mit Löten (auch SMD). Wer kein Budget hat dem
reicht so etwas auch sehr gut für den Anfang.
Yefa schrieb:> Billig. Billig. Billig (in dieser Reihenfolge). Das will der Mann aus D.
Ach?! Das kann ich ja gar nicht glauben. Schließlich liest man doch
jeden Tag im Forum "Ausstülpung und Betrug" von Jahresverdiensten
>100000 Euro und von Leuten, die vor lauter Geld nicht wissen, wo und
wie sie es lagern sollen.
Alex G. schrieb:> Geiler Heizgals schrieb:>> Ach?! Das kann ich ja gar nicht glauben. Schließlich liest man doch>> jeden Tag im Forum "Ausstülpung und Betrug" von Jahresverdiensten>>>100000 Euro und von Leuten, die vor lauter Geld nicht wissen, wo und>> wie sie es lagern sollen.> Das eine hat absolut garnichts mit dem anderen zutun.> Nur weil man Geld hat, muss man es nicht ausgeben, wenn man keinen Grund> sieht!
Doch, hat es. Anständiges Werkzeug ist die halbe Arbeit. Anständiges
Werkzeug kostet eben auch mal Geld. Ich habe kein Mitgefühl mit Leuten,
die vor Geiz am Liebsten noch den Kitt aus den Fensterrahmen fressen
würden.
Erstickt dran!
Auch blödsinn, dein 5000€ JBC macht auch nix anderes als mein 5€ ALDI
Lötkolben. Vorne ist nen Stück Metall was warm genug wird damit Lötzinn
schmilzt.
Ob man irgendwas gelötet bekommt oder nicht liegt nicht am Lötkolben.
Klar für einige sehr spezielle Aufgaben braucht man den speziellen
Lötkolben. Und wenn man den Lötkolben sehr oft benutzt kann eine bessere
Qualität komfortabler sein.
Aber das rechtfertigt nicht diesen generellen Werkzeugsnobismus der
alles verdammt wo nicht "Marke" draufsteht.
nur zufällig hier schrieb:> Auch blödsinn, dein 5000€ JBC macht auch nix anderes als mein 5€ ALDI Lötkolben.
Das ist erst recht Blödsinn. Das eine Gerät hat eine präzise
Temperaturregelung und hohe Leistung (so daß damit auch viele Lötstellen
sehr schnell hintereinander durchgeführt werden können und auch große
thermische Lasten kein Problem sind), das andere Ding hat keine
Temperaturregelung, sondern wird einfach nur irgendwie heiß.
Ja, beide taugen wunderbar, um sich Brandblasen einzufangen, aber
tatsächlich brauchbar löten kann man mit einem ungeregelten Lötkolben
praktisch nicht, vor allem kann man es damit auch nicht lernen.
Vor zwei Jahren hatte ich meinem Sohn dieses Set bei Conrad für 10€
gekauft. Das Kabel ist leider sehr steif und der Griff wird unangenehm
warm bis heiß - es sei denn man stellt einen Lüfter daneben.
Immerhin taugt die Spitze was und er jagt mir keinen Schauer über den
Rücken.
nur zufällig hier schrieb:> Aber das rechtfertigt nicht diesen generellen Werkzeugsnobismus der> alles verdammt wo nicht "Marke" draufsteht.
Keine Unterstellungen bitte!
Mal kurz zum Nachdenken: Warum werden die Löter(innen) in Firmen mit
vernünftigen Werkzeugen ausgerüstet, wenn es für die Qualität der
Arbeitsergebnisse doch egal ist, was man benutzt?
Geiler Heizgals schrieb:> Warum werden die Löter(innen) in Firmen mit> vernünftigen Werkzeugen ausgerüstet, wenn es für die Qualität der> Arbeitsergebnisse doch egal ist, was man benutzt?
Damit die Bastler neidisch werden, wenn die mal einen JBC in der Hand
gehabt haben.
Meine WECP-20 ist jetzt 23 Jahre alt. (davor Magnastat)
Ja, die Spitzen sind nicht billig.
Aber alle 5 Jahre mal 20 Euro für Spitzen ausgeben ist schon okay.
Einziges Manko des Kolben der WECP-20 ist das Kabel. Das wird jedes Jahr
10cm kürzer ;)
Geiler Heizgals schrieb:> Mal kurz zum Nachdenken: Warum werden die Löter(innen) in Firmen mit> vernünftigen Werkzeugen ausgerüstet, wenn es für die Qualität der> Arbeitsergebnisse doch egal ist, was man benutzt?
Hatte ich doch extra erwäht... Wenn man ihn oft benutzt...
Für Firmen rechnet es sich wenn das Werkzeug leichtet nutzbar ist und
die Arbeit erleichtert und schnell folgende Lötungen ohne Aufwärmpausen
zu erlauben.
Abgesehen geht es hier nicht um Ausstattung für
professionelle/kommerzielle Arbeitsplätze.
Das ändert aber nix daran das der Hobby-Arduino-Bastler auch mit dem 5€
Lötkolben saubere Ergebnisse bekommt. Man kann auch damit richtig Löten.
3162534373 .. schrieb:> Einziges Manko des Kolben der WECP-20 ist das Kabel. Das wird jedes Jahr> 10cm kürzer ;)
Da dafür die Bauelemente immer kleiner werden, sind auch die Wege
zwischen 2 Lötstellen entsprechend kürzer geworden, so daß die Zuleitung
dennoch noch für einige Zeit lang genug sein wird.
:)
nur zufällig hier schrieb:> Das ändert aber nix daran das der Hobby-Arduino-Bastler auch mit dem 5€> Lötkolben saubere Ergebnisse bekommt. Man kann auch damit richtig Löten.
Ja,
irgendwas geht immer.
Aber ob sauber oder gut.
Richtig geht auch ab und zu mal.
nur zufällig hier schrieb:> Das ändert aber nix daran das der Hobby-Arduino-Bastler auch mit dem 5€> Lötkolben saubere Ergebnisse bekommt. Man kann auch damit richtig Löten.
Das kommt darauf an, was man für "sauber" und "richtig" hält.
Rufus Τ. F. schrieb:> Das kommt darauf an, was man für "sauber" und "richtig" hält.
Ach komm, erzähl mir nicht das du nicht in der Lage bist einen
Widerstand korrekt auf Lochraster zu verlöten (oder irgendein Kit
zusammenzulöten) wenn du nicht deine 200€ Markenlötstation hast.
Wie haben die das früher nur geschafft?
Und jetzt komm mir keiner mit irgendwelchen anspruchsvollen
Spezialfällen. Um diese geht es nicht.
Es geht darum, ob ein Hobbybastler ein- maximal zweimal pro Jahr etwas
zusammen brutzelt oder dieser fast täglich anspruchsvolle PCB lötet,
repariert oder instand stellt..
Wenn Stefan so ein 10Eur Schrott seinem Sohn zum mal probieren schenkt
ist ja das völlig in Ordnung.
Ich persönlich schwöre auf meine Weller Lötstation die es seit mehr als
15 Jahren problemlos macht.
Argumente hat Rufus genügend geliefert:
Rufus Τ. F. schrieb:> Das ist erst recht Blödsinn. Das eine Gerät hat eine präzise> Temperaturregelung und hohe Leistung (so daß damit auch viele Lötstellen> sehr schnell hintereinander durchgeführt werden können und auch große> thermische Lasten kein Problem sind), das andere Ding hat keine> Temperaturregelung, sondern wird einfach nur irgendwie heiß.
Ausserdem haben die in dieser Bauart alle keine Erdung. Kannst sie nicht
vernünftig abstellen ohne das der Tisch angebraten wird. Nach getaner
Arbeit musst Du das Ding so platzieren damit nicht das halbe Haus
abfackelt. Eine Halterung fehlt, ebenso der Schwamm. Das wohlwollende
Klicken den Curie Punktes zu vernehmen. Ein Display mit dem Sollwert. So
geht es ewig weiter ;)
juergen schrieb:> Würde ich sofort kaufen, wenn hier in meiner Umgebung angeboten.>> Die Lötspitzen sehen gut aus. Schlechter als die von Weller können sie> nicht sein!>> Den Lötkolben selber würde ich wegschmeißen.>> Die Heizpatrone könnte man vielleicht auch behalten?> Das Kabel, wenn es hochflexibel ist, ebenso.>> LG
Noch was Wertvolles vergessen: Den Temperatursensor!
Vor einiger Zeit hatte ich meine WTCP umgerüstet auf Temperaturregelung.
Zum Glück hatte ich noch einen Billiglötkolben hier rumliegen. Dem
konnte ich den erforderlichen Sensor entnehmen.
Einzeln ist so was teuer hier am Ort und im Internet ordern oder von
China herschicken lassen, mache ich nicht...kaufe so gut wie nie im
Internet ein.
juergen schrieb:> Noch was Wertvolles vergessen: Den Temperatursensor!
Welchen?
Stefanus F. schrieb:> Im Griff befindet sich ein "sogenannter" Temperatur-Regler mit der> Beschriftung 200 - 450°C. In Wirklichkeit regelt man damit aber nur die> Heizleistung.
Ich hatte mir vor Jahren mal selber das conrad 10€ Set gekauft, auch als
Einstieg und das Teil steht noch immer bei mir rum und wird benutzt.
Wenn das Teil irgendwann mal kaputt ist werde ich mir vermutlich auch
mal eine etwas teurere Station holen, ob gleich ne teure Ersa oder
lieber noname weiß ich noch nicht, dauert ja hoffentlich noch ein
bisschen.
Ivo
Im Beitrag Beitrag "Re: Erfahrungsbericht: Lötkolben aus China" hat ein
Gast angedeutet, dass der ungeerdete Lötkolben aufgrund seiner
kapazitiven Koppelung Netz für MOSFET gefährlich sein könnte.
Ich habe das geprüft, und kann die Befürchtung bestätigen.
Mein Digitalmultimeter hat einen Eingangswiderstand von 6MΩ und zeigt
1,5V gegenüber Erde an.
Mein Oszilloskop zeigt eine Wechselspannung von 5V mit kurzen Peaks von
50V (!) an. Mit einer zusätzlichen Belastung mittels 1nF Kondensator
sinkt die Wechselspannung auf 2,5V und die Peaks verschwinden ganz.
Ich denke daher auch, dass dieser Lötkolben für kleine MOSFET gefährlich
ist.
Da ich bisher immer nur große MOSFET (TO220, I-Pak) verarbeitet habe und
eine ordentliche Lötstation benutze, waren elektrostatische Ladungen
beim Verarbeiten für mich bisher nie ein großes Thema.
Ich habe die Empfehlung gelesen, die drei Pins mit Draht zu umwickeln
und diesen nach dem Einlösen zu entfernen. Aber bei SOT-3 geht das
nicht, wie verarbeitet man diese?
Wenn's von Interesse ist: Ich löte sehr empfindliche Bauteil mit
abgesteckten heissen Lötkolben der dann nur mit dem
Schaltungsbezugspunkt verbunden ist.
Im Gegensatz zu den neuen Schnellheiz Lötkolben wie die von Weller RTx,
JBC oder Metcal bleiben die ältere Technik Lötkolben lange genug heiß.
Die Schnellheizkolben werden dafür leider zu schnell kalt. Da könnte man
aber einen Draht um die Spitze wickeln und mit dem Schaltungsbezugspunkt
verbinden und testen. Ich sehe damit auch keine Probleme solange die zu
lötende Schaltung nicht mit PE irgendwie verbunden ist und es
unerwartete Stromschleifen gibt.
Mit dieser Maßnahme löte ich z.B. sehr empfindliche Devices wie
Mikrowellen Low Barrier Dioden, Mixer Dioden und GaAs Fets mit Breakdown
Spannungen im 2V Bereich. Und bis jetzt hat sich diese Methode bewährt.
Natürlich sollte man auch die üblichen Anti-Static Methoden beachten und
praktizieren. Halt mit Common Sense arbeiten. Die Devices sollten bis
vor dem Einbau in den geschützen Original Fabriksverpackungen
verbleiben. Ich hatte mit diesen Maßnahmen bis jetzt noch keine
Ausfälle.
Ich werfe noch mal die Hakko T12 Kopien in die Runde, die es mit
Controller als Bausatz für <20€ in der Bucht gibt. (Mit Gehäuse auch für
ca. 10€ mehr)
Ich muß sagen: Für den Preis ist der gar nicht mal so schlecht. Ich habe
ihn mir als Lötkolben für unterwegs zugelegt, der am Laptopnetzteil
betrieben wird.
Die Regelung ist ordentlich und kann auch parametriert werden.
Stefanus F. schrieb:> Der Griff wird mich zweifellos ausreichend vor Stromschlag beschützen.
Du hast zwei Hände, ja? Am besten noch Rechtshänder. In der rechten Hand
der Lötkolben, in der linken Lötzinn. Ein Isolationsfehler im gammeligen
Heizelement des Lötkolbens und du schließt beim Löten über das Lötzinn
und deine linke Körperhälfte (da wo das Herz sitzt) den Stromkreis.
Ich verspreche dir eins, die ganzen Jungs, die hier so auf harte Kerle
mit großen Eiern machen, werden in dem Moment nicht da sein um dir zu
helfen.
Stefanus F. schrieb:> Ich habe die Empfehlung gelesen, die drei Pins mit Draht zu umwickeln> und diesen nach dem Einlösen zu entfernen. Aber bei SOT-3 geht das> nicht, wie verarbeitet man diese?
Mit einer Lötstation.
> Ich werfe noch mal die Hakko T12 Kopien in die Runde, die es mit
...
> Ich muß sagen: Für den Preis ist der gar nicht mal so schlecht.
Dem kann ich nur beipflichten. Benutze ich zu hause. Und das obwohl ich
in der Arbeit durchaus mit Weller und JBC löte.
Vielleicht sollte man "original Hakko, Made in Japan" Lötspitzen kaufen,
wobei ich davon ausgehe dass die von ebay und Ali trotzdem nicht
original sind.
asd schrieb:> Vielleicht sollte man "original Hakko, Made in Japan" Lötspitzen kaufen,> wobei ich davon ausgehe dass die von ebay und Ali trotzdem nicht> original sind.
Hmm. also ich habe mir einige Spitzen aus verschiedenen Quellen bei ebay
bestellt und die schauten auch original aus. Qualitätsmäßig kann man da
auch nicht meckern. Wenn das Kopien sind, dann sehr gute. Einzig die
mitgelieferte Spitze nimmt das Lot nicht sehr gut an. Diese zumindest
scheint eine Kopie zu sein.
Philipp G. schrieb:> Stefanus F. schrieb:>> Ich habe die Empfehlung gelesen, die drei Pins mit Draht zu umwickeln>> und diesen nach dem Einlösen zu entfernen. Aber bei SOT-3 geht das>> nicht, wie verarbeitet man diese?>> Mit einer Lötstation.
die man an Erde anschließt.
Aber bei den gewöhnlichen MosFets in SOT23 habe ich da noch nie Probleme
gehabt. Im industriellen Umfeld würde ich dann noch entsprechenden ESD
Schutz am Arbeitsplatz vorsehen.
Hannes J. schrieb:> Ich verspreche dir eins, die ganzen Jungs, die hier so auf harte Kerle> mit großen Eiern machen, werden in dem Moment nicht da sein um dir zu> helfen.
Mir ist eine Lötstation mit 24 Volt und Trafo immer noch lieber, als
so ein Chinaimport mit Netzspannung, brüchigem Plastikgriff und
vielleicht noch mit so einem billigen Kabel, das den Lötkolben dann
irgendwohin zieht...
Ganz abgesehen von Elektronikreparaturen...
Muss man eigentlich alles aus China kaufen, nur weil es billig ist?
Und so ein Scheiß CE-Pickerl kann jeder Idiot darauf kleben...
Weil es auch bei ordnungsgemäßer Verwendung recht wenig Aussagekraft
hat. Es ist --anders als VDE, UL etc.-- keine Zertifizierung, sondern
nur eine mehr oder weniger ernstzunehmende Selbsterklärung des
In-Verkehr-Bringers, daß alles seine Richtigkeit haben soll.
Kann nachgewiesen werden, daß das nicht zutrifft, und kann der
In-Verkehr-Bringer habhaft gemacht werden, bekommt der ein größeres
Problem.
Da aber mittlerweile sehr große Anteile aller Waren außerhalb der EU
(und damit außerhalb des Geltungsbereichs der CE-Richtlinie) produziert
werden und die In-Verkehr-Bringer oft nur schnell wechselnde Importeure
sind, hat dieses Kennzeichen praktisch keinen Wert mehr. Der in der EU
arbeitende Hersteller muss einiges an Verantwortung auf sich nehmen (und
eben eine ganze Latte von Nachweisen vorhalten, damit er ruhigen
Gewissens behaupten kann, daß alles seine Richtigkeit hat), der
außerhalb der EU arbeitende Hersteller, der sich heute XYZ und morgen
ABCD nennt, hat damit praktisch gar keinen Aufwand.
Dazu kommen die "China Export"-Mythen oder krude Verschwörungstheorien
über die Typographie des Zeichens, die alle denkenden Beteiligten
einfach nur nerven.
Stefanus F. schrieb:> Insgesamt lautet mein Fazit: Für Leute, denen eine Lötstation zu teuer> ist, durchaus empfehlenswert.
Meine Güte. Wie kannst du nach deinem eigenen "Test" zu solch einem
Fazit kommen? Wer nicht mehr Geld ausgeben möchte, sollte weiter suchen
oder es bleiben lassen.
Rufus schrieb:
> tatsächlich brauchbar löten kann man mit einem ungeregelten Lötkolben> praktisch nicht
Dann mach ich wohl seit Jahrzehnten was falsch - ich liebe meinen 8W
Ersa Multitip 230. Klar, nichts für fette Sachen aber für normale
Bauteile nehm ich nichts anderes. Die Magnastat-Teile verstauben in der
Schublade. Btw, immer noch mit der ersten Spitze - dürfte inzw weit über
10000 Stunden auf dem Buckel haben.
Meine Lötstation ist wie gesagt von Weller und ca. 15 Jahre alt. Meine
'Ent'löt station ist jedoch aus China. Weil man eine vernünftige
Entlötstation für den Hobbybastler hierzulande kaum bekommt ohne ganz
tief in die Tasche zu greifen. Mit der bin ich sehr zufrieden.
Hallo,
fürs Löten unterwegs hab ich mir so was geholt und bin damit sehr
zufrieden.
Benutze ihn jetzt auch häufig zu Hause.
Okay ist kein Weller, aber Preis Leistung ist okay.
Hab dafür 12,99 Euro bei Lidl bezahlt.
Hier mal die Eckdaten
PARKSIDE® Akku-Lötkolben PLKA 3.6 A2
Akku: Li-Ionen ca. 3,6 Volt / 1,5 Ah
Maximale Temperatur: 470° C
Aufheizzeit: 300 C nach ca. 25-35 Sekunden
Gruß ic_tester
foobar schrieb:> Dann mach ich wohl seit Jahrzehnten was falsch - ich liebe meinen 8W> Ersa Multitip 230. Klar, nichts für fette Sachen aber für normale> Bauteile nehm ich nichts anderes.
Wie lange schmurgelst Du damit an so einer Lötstelle herum?
Wenn es um DSOs geht holt ihr jedes mal die die Agilent- Tektronic und
Co. Keule aus der Versenkung und verteufelt jede China USB Lösung welche
nicht mindestens 500 EUR gekostet, 4 Kanäle und 12 TS/sec hat.
Aber zum Löten ist ein 10USD Kolben dann in Ordnung.
Verkehrte Welt.
Ich möchte hier mal was klarstellen:
Ich war derjenige, der diesen 10€ Lötkolben als brauchbar empfohlen hat,
wenn man sich keine Lötstation leisten kann.
Die Empfehlung weiter nach einer Lötstation zu suchen, nachdem man zu
dem Schluss gekommen ist, sich keine leisten zu können ist nicht
hilfreich.
Ich habe noch nie die "Agilent- Tektronic und Co. Keule" geschwungen.
Ganz im Gegenteil, mein Oszilloskop ist ein UTD-2042 (schon bald 10
Jahre alt) und mit dem Ding bin ich zufrieden.
Jedes Werkzeug (egal welcher Preis) hat irgendwo Einschränkungen, die
sollte man kennen und berücksichtigen. Für viele Anwendungsfälle genügen
einfache Werkzeuge. Ich brauche keine Lötstation, um eine Lichterkette
zu reparieren.
Aber keine Sorge, ich habe eine mit Marken-Name, bin damit zufrieden und
nutze sie gerne. Und ja, die Vorteile der Lötstation weiß ich zu
schätzen. Allerdings kostet diese je nach Laune 70 bis über 100 Euro -
kein Vergleich zum 10€ Lötkolben.
ich komme auch mit einem 10€ Würstchen-Grill zurecht, es muss nicht
immer das 100€ Profi Gerät sein.
Ganz ehrlich, keine 10€ mehr haben maximal Kinder nicht und grade denen
würde ich nicht so ein 220V Teil in die Hand drücken... Viel eher ein
USB Teil.
Für 20€ bekommt man schon die brauchbare Station von Conrad.
Alex G. schrieb:> Ganz ehrlich, keine 10€ mehr haben maximal Kinder nicht....
Noch ehrlicher: Frage mal einen Aufstocker, einen Rentner oder einen
Arbeitslosen, was der NICHT hat!
(Mußte ich mal dran erinnern)
> ich komme auch mit einem 10€ Würstchen-Grill zurecht, es muss nicht> immer das 100€ Profi Gerät sein.
Mir ist gerade meine maßlose Untertreibung aufgefallen. Es sollte
natürlich heissen: es muss nicht immer das 1000€ Profi Gerät sein.
https://www.amazon.de/dp/B076DWJ7D9
Guten Morgen zusammen,
ich löte seit fast 10 Jahren mit einer Lötstation ZD931, die es damals
für 29 € als Angebot beim Pollin gab. Das Ding verrichtet bis heute
klaglos seinen Dienst und ist für alle Lötungen geeignet (wenn man es
denn kann). Ich nutze es allerdings selten. Vielleicht 10 Mal im Jahr,
da das Elektronikbasteln zu Hause nur ein Hobby ist. Also liebe
Hobbyisten lasst Euch nicht bange machen von den Profis die ganz andere
Anforderungen an ein Lötgerät haben. Auch mit einer billigen Lötstation
ist man vor elektrischen Schlägen geschützt, da die meist mit 24 Volt
laufen.
Gruß be-cool
be-cool schrieb:> Auch mit einer billigen Lötstation ist man vor elektrischen Schlägen> geschützt, da die meist mit 24 Volt laufen.
Das Ding, das hier am Threadanfang beschrieben wurde, *ist keine
Lötstation*, sondern ein Lötkolben für Netzspannungsbetrieb.
Erstaunlich welchen Schwachsinn man im Internet so findet...
Leute die 5,-€ für einen Lötkolben ausgeben und denken damit ein
hochwertiges Werkzeug gekauft zu haben....
Fakt ist - man bekommt nichts geschenkt!
Fakt ist - wer billiges Werkzeug kauft muß mit Mängeln und geringer
Haltbarkeit rechnen!
Fakt ist - für Heimwerker ohne große Ambitionen und Ansprüche reicht der
billige Kram durchaus.
Fakt ist - wer beruflich oder ernsthaft ein Hobby betreibt, der wird
Billigwerkzeug keines Blickes würdigen. Es ist Zeitverschwendung!
Fakt ist - ich arbeite seit 40 Jahren beruflich und privat mit Weller -
Lötstationen/Entlötstationen, Heißluft...
Damit gibts keine Probleme, Ersatzteile sind nach 40 Jahren noch zu
bekommen. Verbrauchsmaterial wie Lötspitzen sowieso.
Fakt ist - es gibt auch gute Lötkolben von Ersa oder auch ausländischen
Herstellern. Wobei bei letzteren oft Probleme bei Ersatzteilen oder
Verbrauchsmaterial bestehen.
Für Weller oder Ersa gibt's beides an jeder Ecke!
Sparks schrieb:> Für Weller oder Ersa gibt's beides an jeder Ecke!
Leider ist das nicht korrekt.
Beispiel: Die Conrad Filiale in Düsseldorf hat für beide Marken keine
Ersatzteile vorrätig.