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Forum: Haus & Smart Home Rolladenmotor, Rohrmotor Diagnose


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Autor: Alex B. (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Hallo in die Runde.
Einer unserer Rolladenmotoren brummte seit geraumer Zeit nur noch und 
ich möchte mich der Sche annehmen und würde mich über Unterstützung 
freuen.

Motor ist 20 Jahre alt.
Habe ihn heute aus dem Rolladenkasten ausgebaut *).

Auch direkt an eine Steckdose angeschlossen brummt er in breiden 
Fahrtrichtungen nur.

Habe ihn geöffnet.

Motor-Wicklungen (Widerstand):
Pin1 vs. Pin2 ca. 100 Ohm
Pin2 vs. Pin3 ca. 100 Ohm
Pin1 vs. Pin3 ca. 200 Ohm

Ich "vermute" dass das i.O. ist (?).

Kondensator:
Typschild sagt 8uF, 400V etc...
Mit einem Fluke 117 Multimeter gemessen 7,93uF
Widerstandsmessung ca. 2 MOhm und steigend

Habe auch mal beide Endschalter "abgeklemmt".

Motor brummt einfach nur und wird heiß.

Mehr Teile kann ich leider nicht zerlegen. Auch die Wellenverbindung 
vorne habe ich abgenommen (um ein Blockieren dort auszuschließen).

Was könnte das sein?
Lohnt es den Kondensator zu tauschen, oder ist da in dem Getriebe etwas 
defekt (d.h. direkt neuen Motor anschaffen)?

Der Motor hat lauf Typschild 25 Nm. Was braucht man für ca. 2m2 
Rolladen?
Wäre für jeden Tipp dankbar.
Viele Grüße,
Alex



*) Da der Rolladenpanzer ganz aufgerollt war, musste ich ihn von innen 
durch die Revisionsöffnung abwickeln...

Autor: foobar (Gast)
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Das Standardproblem bei diesen Motoren ist der Kondensator. Wenn die 
altern, bringt der Motor immer weniger Drehmoment und irgendwann will er 
gar nicht mehr. Tausch den Kondensator aus.

Autor: Rainer W. (rainer_w)
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foobar (Gast) :
>Das Standardproblem bei diesen Motoren ist der Kondensator. Wenn die
>altern, bringt der Motor immer weniger Drehmoment und irgendwann will er
>gar nicht mehr. Tausch den Kondensator aus

Hat er doch gemessen.

Alex Bürgel:

>Kondensator:
>Typschild sagt 8uF, 400V etc...
>Mit einem Fluke 117 Multimeter gemessen 7,93uF
>Widerstandsmessung ca. 2 MOhm und steigend

Ein kaputter Kondensator hat auch mal nicht ein 100stel seiner 
Kapazität.
Von diesem hier muss man noch die Toleranz wissen.
Welcher Kondensator Typ könnte denn dann trotzdem kaputt sein?

Klemmt es denn?
So wie so: Alles sauber machen und schmieren.
Oxyde wo sie nicht hin gehören? Über den Endschalter muss entschieden 
werden wenn es wieder läuft.

Viel Glück

Autor: hinz (Gast)
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Alex B. schrieb:
> Motor-Wicklungen (Widerstand):
> Pin1 vs. Pin2 ca. 100 Ohm
> Pin2 vs. Pin3 ca. 100 Ohm
> Pin1 vs. Pin3 ca. 200 Ohm
>
> Ich "vermute" dass das i.O. ist (?).

Ja.


> Kondensator:
> Typschild sagt 8uF, 400V etc...
> Mit einem Fluke 117 Multimeter gemessen 7,93uF
> Widerstandsmessung ca. 2 MOhm und steigend

Auch unauffällig.

Aber mit einem DMM ist natürlich keine vollständige Messung möglich. Ein 
Isolationsmessgerät wird wohl nicht verfügbar sein?


Es sieht soweit wirklich nach defektem Getriebe aus.

Autor: Alex22 (Gast)
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Danke für die Rückmeldungen soweit.
Ein anderes Messgerät ist leider nicht vorhanden.

Das Getriebe kann man wohl nicht weiter untersuchen?
Der Motor lässt sich von der Welle aus nicht drehen, aber ich vermute 
dass ist auch so gewollt...
Uns der Motor scheint da inkl Getriebe fest in das Rohr verpresst zu 
sein...

Kann es bei solchen Kondensatoren (da steht MKP drauf) ein Fehlerbild 
geben, welches dazu führt, dass er mit einem Multimeter als OK gemessen 
wird, aber "unter Last" dennoch nicht korrekt funktioniert?
Kann man das mit "Hausmitteln" diagnostizieren?

Viele Grüße,
Alex

Autor: Rainer W. (rainer_w)
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>Das Getriebe kann man wohl nicht weiter untersuchen?
>Der Motor lässt sich von der Welle aus nicht drehen, aber ich vermute
>dass ist auch so gewollt...

Wenn eine Untersetzung groß ist und irgendwo reinpasst funktioniert 
diese oft nicht als Übersetzung. Man kann es dann nur von der Motorseite 
drehen.
Das sollte man nicht wirklich mit dem Motor prüfen.
Ideal ist es wenn du die Ankerwelle mit einer Bohrmaschine oder einem 
Mixer antreiben kannst. So kann man sehen ob was harkt.

>Uns der Motor scheint da inkl Getriebe fest in das Rohr verpresst zu
>sein...

Man kann es ungeöffnet zum Schrott geben oder es ggf. vorsichtig öffnen.

>Kann es bei solchen Kondensatoren (da steht MKP drauf) ein Fehlerbild
>geben, welches dazu führt, dass er mit einem Multimeter als OK gemessen
>wird, aber "unter Last" dennoch nicht korrekt funktioniert?
>Kann man das mit "Hausmitteln" diagnostizieren?

Ich hatte mehr auf foobar (Gast) geantwortet
Der Kondensator ist wohl einfach in Ordnung. Alles Normal.

Autor: Richard B. (r71)
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Alex B. schrieb:
> Widerstandsmessung ca. 2 MOhm und steigend

Was hast du womit gemessen?

hinz schrieb:
>> Widerstandsmessung ca. 2 MOhm und steigend
>
> Auch unauffällig.

?

Autor: Alex22 (Gast)
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Richard B. schrieb:
> Alex B. schrieb:
>> Widerstandsmessung ca. 2 MOhm und steigend
>
> Was hast du womit gemessen?

Mit dem Fluke 117 hatte ich den Kondensator zunächst in der 
Kapazitätsmessung gemessen und danach in der Widerstandsmessung.

Viele Grüße,
Alex

Autor: Richard B. (r71)
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Alex22 schrieb:
> Mit dem Fluke 117 hatte ich den Kondensator zunächst in der
> Kapazitätsmessung gemessen und danach in der Widerstandsmessung.

Das Fluke 117 kann aber kein ESR messen.
Deine Widerstandsmessung ist für die Katze gewesen.

Alex22 schrieb:
> Kann es bei solchen Kondensatoren (da steht MKP drauf) ein Fehlerbild
> geben, welches dazu führt, dass er mit einem Multimeter als OK gemessen
> wird, aber "unter Last" dennoch nicht korrekt funktioniert?

Ja, siehe oben.

foobar hat das aber eh schon geschrieben.

foobar schrieb:
> und irgendwann will er gar nicht mehr.

Kondensator im A... und bringt die benötigte
Phasenverschiebung fürs Anlaufen nicht mehr zusammen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rainer W. (rainer_w)
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>Kondensator im A... und bringt die benötigte
>Phasenverschiebung fürs Anlaufen nicht mehr zusammen.

Das würde man dann messen können.
Es kann für mich auch sein das der Kondensator bereits kürzlich erneuert 
wurde.

: Bearbeitet durch User
Autor: Der Andere (Gast)
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Richard B. schrieb:
> Das Fluke 117 kann aber kein ESR messen.

Seit wann ist der ESR für einen Motorkondensator wichtig?

Das einzige wäre Isolationsmessung, wie Hinz schon richtigerweise 
angemerkt hat.
Fakt ist Wicklungen und Kondensator sind unauffällig. Also muss man 
herausfinden ob der Motor sich noch drehen kann oder ein Lager gefressen 
hat oder das Getriebe blockiert.

Autor: Ralf (Gast)
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Hallo zusammen,
bei einem Kumpel von mir hat sich der Rolladenmotor nach 
Kondensatortausch verabschiedet und der komplette Behang ist runter 
gekommen. Der hat das der Versicherung gemeldet und hat nix bekommen, 
weil er den Motor selber repariert hat. Kein Versicherungsschutz mehr.

Ich wäre da etwas vorsichtig, so ein Motor ist doch auch nicht mehr 
teuer heutzutage.

Gruß
Ralf

Autor: hinz (Gast)
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Ralf schrieb:
> Kein Versicherungsschutz mehr.

Das alte Märchen.

Autor: Alex22 (Gast)
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Der Andere schrieb:
> Das einzige wäre Isolationsmessung, wie Hinz schon richtigerweise
> angemerkt hat.

Welche Isolation soll denn geprüft werden, die zwischen den Wicklungen 
und dem Gehäuse?

Oder soll der Kondensator mit den z.B. 250V aufgeladen werden und 
geprüft werden, ob es einen Leckstrom gibt?

Danke & Grüße,
Alex

Autor: hinz (Gast)
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Alex22 schrieb:

> Welche Isolation soll denn geprüft werden, die zwischen den Wicklungen
> und dem Gehäuse?

Ja.


> Oder soll der Kondensator mit den z.B. 250V aufgeladen werden und
> geprüft werden, ob es einen Leckstrom gibt?

Ja.

Autor: ichbin (Gast)
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Ralf schrieb:
> Kein Versicherungsschutz mehr.

Heutzutage glaubt jeder, dass er gegen alles und jedes Wewehchen eine 
Versicherung in anspruch nehmen kann. Im Zweifelsfall wird man auch 
davor gewarnt oder findet Warnschilder...
Einen defekten Rolladenantrieb kann man bestenfalls während der 
Garantiezeit reklamieren, aber gegen defekt versichern.(weiteren 
Kommentar unterdrückt)

Ein neuer Antrieb kostet 200€. Dessen Defekt gehört zum täglichen 
Lebensrisiko.
Kondensator ist gut. Da brauchts keine ESR-Messung. Ein MP verhält sich 
da anders als ein Elko der zum Funktionieren auch noch den Elektrolyt 
benötigt.

MfG

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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ichbin schrieb:
> Ein neuer Antrieb kostet 200€

hm, welchen Antrieb hast du denn für diesen Preis gesehen? Das müssen 
sehr große Rolläden gewesen sein...

Die Rohrmotoren, welche ich so verbaut habe, liegen bei um die 30 EUR.
https://www.rohrmotor24.eu/Rolladenmotor-20-Nm-RM-20/15-SW60-Rolladenmotor

Selbst als Funk-Rohrmotor kosten die keine 60 EUR.
https://www.rohrmotor24.eu/Funk-Rolladenmotor-20-Nm-RMF-20/15-SW60-Rolladenmotor

: Bearbeitet durch User
Autor: Rohrmotorer (Gast)
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Man,man, Kondensator tauschen für 2 fünfzig und wenn er dann nicht 
läuft, nen neuen Markenmotor für nen fuffi. Die billigen sind zu laut. 
Ja, habe beides verbaut und würde heute nur Marke nehmen.

Autor: Klaus (Gast)
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Rohrmotorer schrieb:
> Man,man, Kondensator tauschen für 2 fünfzig

Wozu, der ist in Ordnung

MfG Klaus

Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

"hm, welchen Antrieb hast du denn für diesen Preis gesehen? Das müssen
sehr große Rolläden gewesen sein..."

Der Rolladenmotorpreis alleine dürfte auch eher selten das Problem sein 
- das was einen abfu..t ist doch die ganze Demontage und Montagearbeit - 
wenn man so etwas dann (hoffentlich) nur selten oder einfach zum ersten 
mal machen muss ist die Gefahr groß sich selbst ein Bein zu stellen und 
nach mehreren Stunden Einbauarbeit z.B feststellt das der Rolladen in 
unterster Lage eben nicht noch weiter heruntergefahren werden kann 
obwohl der Motor es gerne machen würde ;-) oder das es nicht lustig ist 
3qm Rolladen per Hand auf zu wickeln.

Zwar (noch) nicht mit einen Motorantrieb erlebt - aber die ersten 
gerissenen Rolladengurte oder ausgeleierte (abgespulte) Gurtwickler 
haben mich so manchen Nerv und auch blutige Finger gekostet.
Irgendwann hat man es dann im Blut und die ganze Sache ist einfach und 
schnell erledigt  - aber mich graut es schon vor den ersten 
selbständigen Einbau eines Rolladenmotor oder  falls der momentan 
einzige (beim Hauskauf schon so vorhandene) Motorisierte Rolladen hier 
zicken machen sollte - leider gehen die ganzen schönen Do it your self 
Anleitungen und Videos immer von Optimalfall aus - das es Altbauten gibt 
wo kreativ (nein kein Pfusch - was anderes war oft gar nicht möglich) 
vorgegangen wurde und das Material nach 25 Jahren Dauereinsatz oft nicht 
mal so einfach demontiert werden kann wird da leider nie Angesprochen 
bzw. ignoriert - aber genau das sind doch die Punkte wo man gerade als 
Ersttäter Hilfe braucht, bei einen optimal verbreiteten Neubau der den 
neusten "Normen" und Herstellervorgaben entspricht und keine bösen 
Überraschungen bietet schafft es eigentlich jeder mit minimalen 
technischen Vorstellungsvermögen.
Was fehlt sind, ganz allgemein unabhängig von Rolladen, Beschreibungen 
und Videos wie man in der Realität mit den 1001 Überraschungen vorgeht - 
da wird das an sich so simple Tapezieren, Fliesen legen, Laminat 
verlegen zu (lange nicht beherrschbaren) Herausforderung die extrem viel 
Nerven und Lehrgeld im wahren Wortsinn kostet.

Jemand

Autor: Sabberlotte (Gast)
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Die Bremse ist verschlissen und lüftet nicht mehr.

Autor: Alex B. (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Hallo geschätzte Teilnehmer des Forums,

nachdem mir keine eindeutige Diagnose möglich war und aufgrund des 
Tipps, dass es neue Motoren bereits ab ca. EUR 30,- gibt, habe ich einen 
solchen neuen Motor bestellt, eingebaut, eingestellt und nun rollt der 
Rolladen wieder.

Einbau und Einstellung verlief problemlos. Wäre die elektrische 
Schnittstelle ebenso schön "standardisiert" wie die mechanische könnte 
man schon von "plug & play" sprechen...

Das schwerste an der ganzen Sache war, wie eingangs erwähnt, den 
Rolladen in den Innenraum hinein abzuwickeln...

Vielen Dank noch mal an alle für die Ratschläge und viele Grüße,
Alex

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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danke für die Abschluss-Rückmeldung.

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