N. U. schrieb:
> - Sollten eigentlich alle hier in Deutschland verkauften (fürs KFZ
> vorgesehenen) diese Zulassung besitzen?
Wenn ich das richtig sehe, fallen die Endstufen nur in die ECE-Regelung
ECE R10, die die EMV-Anforderung beschreibt. Die ECE R10 fordert aber
nur eine Typengenehmigung, wenn das Gerät eine „Funktion im Zusammenhang
mit der Störfestigkeit“ aufweist (ECE R10, Abschnitt 2.12). Damit sind
Störungen gemeint, die im Wesentlichen einen Einfluss auf die
Verkehrssicherheit haben. Dass die Endstufe einen unkontrollierten
Einfluss auf die Verkehrssicherheit haben kann, sehen die Hersteller
wohl nicht. Somit brauchen Endstufen keine Typengenehmigung und keine
E-Kennzeichnung (ECE R10, Abschnitt 3.2.9). Eine Konformitätserklärung,
in der auch die relevanten Passagen der ECE R10 aufgeführt sein müssen,
reicht also aus.
Anders sieht es allerdings aus, wenn eine Endstufe mit dem CAN-Bus oder
einen anderen Datenbus des Fahrzeugs verbunden ist. In diesem Fall ist
eine Typengenehmigung unerlässlich, weil im Fehlerfall die Endstufe den
Bus stören könnte und somit auch sicherheitsrelevante Teile der
Fahrzeugelektronik.
Gruß
Uwe