Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Einwegspritzen als Hydraulikelemente ?


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von Servo3 (Gast)


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Hallo ! Gibt es Erfahrungen zur Eingangsfrage ? Die Teile könnte man 
doch gut zur Bewegungsuebertragung verwenden . Bei geeigneter 
Poitionierung ( Kolbenende an Kolbenende ) ließen sich auch Kräfte in 
entgegengesetzter Richtung ausüben . Durch Benutzung  flexibler 
Schläuche würde sich sowas auch zur Bewegungsübertragung Motor  - 
Robotetarm nutzen ?

von Hugo (Gast)


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Dann schau dazu, dass du die Spritzen mit dem Bajonettverschluss 
(Luer-Lock) bekommst. Ansonsten rutscht dir der Schlauch immer runter.
Es gibt nämlich auch passende Schläuche, die auf Luer-Lock draufpassen 
("Heidelberger-Verlängerung" oder so ähnlich).
LG,
Hugo

von F. F. (foldi)


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Eher schlecht. Ausschließlich Einwegzylinder, dann schlecht steuerbar. 
Kein Stützmoment. Anschlüsse schwierig.
Womöglich noch hunderttausend andere Gründe das nicht zu versuchen.

von Pieter (Gast)


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warum sind das Einwegspritzen?

wie der Name schon sagt...nichts für hin und her.

von Ivo -. (Gast)


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Für ein Hobby-Projekt würde ich es auf jeden Fall mal versuchen, ist 
allerdings die Frage, wie du am besten den Kolben bewegst, ist ja aber 
auch keine Raketenwissenschaft.

Ivo

von F. F. (foldi)


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Ivo Z. schrieb:
> Für ein Hobby-Projekt würde ich es auf jeden Fall mal versuchen,

Wird eine riesen Sauerei. Wenigstens mit Emulsion zu betreiben. Damit 
wenigstens einigermaßen gleiche Kolbengeschwindigkeit auftritt.

Seit fast 40 Jahren mache ich jetzt Hydraulik. Da gibt es sicher 
besseres.

: Bearbeitet durch User
von F. F. (foldi)


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Vor allem muss man sich erstmal vor Augen halten wofür Hydraulik 
eingesetzt wird.
Da geht es immer um große Kräfte. Für Aufgaben die Spritzen übernehmen 
können sollten, da nimmt man dann Hubmagnete oder Spindeln.

von Marek N. (bruderm)


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Wären nicht die Pneumatic-Zylinder von Lego-Techni eine Option?

von M.A. S. (mse2)


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Marek N. schrieb:
> Wären nicht die Pneumatic-Zylinder von Lego-Techni eine Option?
Himmel, was es alles gibt (seit ich aufgehört habe, mit Lego zu 
spielen).

Einwegspritzen: billig.
Lego: ?

von Lothar M. (zwickel)


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Einwegspritzen haben eine viel zu grosse Reibung zwischen Kolben und 
Zylinder, der Kraftaufwand ist viel zu gross.

Wenn dann so eine Spritze, sie besteht komplett aus Plastik, mehrmals 
hin und her gefahren wird, dichtet der Kolben nichtmehr richtig ab und 
das wird eine Sauerei.
Deshalb ist sie nunmal eine Einmalspritze.

von Servo3 (Gast)


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Zu Emulsion : Koennte man als Medium nicht Seifenwasser benutzen ? Dann 
hält sich die " Sauerei "  in Grenzen wenn was schiefgeht ?

von Dangerseeker3000 (Gast)


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Du meinst sowas?

https://youtu.be/P2r9U4wkjcc

von M.A. S. (mse2)


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Servo3 schrieb:
> Zu Emulsion : Koennte man als Medium nicht Seifenwasser benutzen ? Dann
> hält sich die " Sauerei "  in Grenzen wenn was schiefgeht ?

Einwegspritzen und ein paar Schläuche sind ja nun nicht sooo teuer.
Probier's doch einfach aus und schreib hier über Deine Erfahrungen.

von Servo3 (Gast)


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Vom prinzip her ja . Allerdigs kann man im gezeigten Beispiel 
vernünftigerweise nur Kräfte in einer Richtung ausüben .und die 
Handbetätigung sollte durch einen Servo ersetzt sein ,

von ChinesenWerbung (Gast)


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Nimm dich die Pneumatikkolben aus China, billig und viel robuster

von gfshkl (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Wenn dann so eine Spritze, sie besteht komplett aus Plastik, mehrmals
> hin und her gefahren wird, dichtet der Kolben nichtmehr richtig ab und
> das wird eine Sauerei.
> Deshalb ist sie nunmal eine Einmalspritze.

Nein, das bezieht sich vor allem auf die Tatsache, dass man die 
Plastikspritzen nie wieder steril bekommt und diese deswegen entsorgt 
werden.

gfshkl

von Jim Beam (Gast)


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"Richtige" Hydraulikzylinder haben eingeschliffene Kolben mit 
Dichtringen.

Die Einwegpumpen funktionieren anders:
Der Druckteller ist minimal grösser als das Pumpengehäuse und beult 
dieses an seiner jeweiligen Position etwas aus und dichtet dadurch ab.

Dadurch ist das ganz sehr schwergängig und für einigermassen präzise 
Positionierungen per Hydraulikdruck kaum geeignet.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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gfshkl schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Wenn dann so eine Spritze, sie besteht komplett aus Plastik, mehrmals
>> hin und her gefahren wird, dichtet der Kolben nichtmehr richtig ab und
>> das wird eine Sauerei.
>> Deshalb ist sie nunmal eine Einmalspritze.
>
> Nein, das bezieht sich vor allem auf die Tatsache, dass man die
> Plastikspritzen nie wieder steril bekommt und diese deswegen entsorgt
> werden.

Ja.

Allerdings bewegen sich die Kolben der Einwegspritzen nach ein paar 
Dutzend Hüben immer schwerer und schwerer.

Damit können sich Onkel Chris und seine Neffen an heißen Tagen nämlich 
wunderbar mit Wasser bekämpfen, besonders mit den größeren (20 und 50ml) 
;-)

Aber wie geschrieben: nach ein paar Dutzend Ladungen kann man die Dinger 
vergessen.

von Servo3 (Gast)


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Erster Vorversuch mit  Seifenwasser ging schon mal daneben . Habe 
Einwegspritzen mit einem " Gummikolben ( schwarz ) " . Nach Aufziehen 
von Seifenlauge geht das Zurückdrücken schwerer als zuvor !! Da muß wohl 
vom Hersteller ein Gleitmittel zugegeben worden sein , welches von der 
Seifenlauge abgewaschen wird ? Aber kann das sein ? Das ist doch für 
medizinische Anwendung gedacht ? Wenn Gleitmittel so muß das doch was 
körperverträgliches sein ?

von Servo3 (Gast)


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Habe den Versuch mit einer neuen Spritze und Zuckerwasser wiederholt . 
Hier bleibt der Kolben Leichtgänagig . Die zuerst benutzte Spritze 
bleibt auch nach dem Aufziehen von Zuckerwasser schwergängig .

von Prust (Gast)


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Servo3 schrieb:
> Erster Vorversuch mit  Seifenwasser ging schon mal daneben . Habe
> Einwegspritzen mit einem " Gummikolben ( schwarz ) " . Nach Aufziehen
> von Seifenlauge geht das Zurückdrücken schwerer als zuvor !! Da muß wohl
> vom Hersteller ein Gleitmittel zugegeben worden sein , welches von der
> Seifenlauge abgewaschen wird ? Aber kann das sein ? Das ist doch für
> medizinische Anwendung gedacht ? Wenn Gleitmittel so muß das doch was
> körperverträgliches sein ?

Ist doch nur Pipi

von Lothar M. (zwickel)


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gfshkl schrieb:
> Nein, das bezieht sich vor allem auf die Tatsache, dass man die
> Plastikspritzen nie wieder steril bekommt und diese deswegen entsorgt
> werden.

Das ist für den dedizierten Gebrauch richtig, aber auch die mechanische 
Belastung ist stark eingeschränkt.

Sterilität spielt hier nunmal überhaupt keine Rolle, es geht 
ausschliesslich um die mechanische Belastbarkeit.
Dazu kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass nach einer gewissen 
Gebrauchszeit die Kolben nichtmehr schlüssig im Zylinder laufen.

von Lothar M. (zwickel)


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gfshkl schrieb:
> Nein, das bezieht sich vor allem auf die Tatsache, dass man die
> Plastikspritzen nie wieder steril bekommt und diese deswegen entsorgt
> werden.

Auf einen haarspalterischen Post muss ich ebenso antworten:

Auch Einwegspritzen kannst du wieder sterilisieren, das ist garnicht das 
Problem.
Das Problem ist die Kontamination mit den Chemikalien die mittels der 
Spritze verabreicht wurden. Die müsstest du erstmal säubern.

Dieser Säuberungsprozess kostet eben deutlich mehr als eine neue 
Spritze.

Das Sterilisieren, ist dagen ganz einfach. Plastikteile werden 
heutzutage mit Ethylenoxyd sterilisiert.

Aber das geht hier total am Thema vorbei.

von Mani W. (e-doc)


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Servo3 schrieb:
> Wenn Gleitmittel so muß das doch was
> körperverträgliches sein ?

Für einmal Spritzen schon!

Manche Gummis soll man auch nur einmal benutzen...


;-)

: Bearbeitet durch User
von Kolja L. (kolja82)


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Lothar M. schrieb:
> Aber das geht hier total am Thema vorbei.

Stimmt

Mani W. schrieb:
> Manche Gummis soll man auch nur einmal benutzen...

Stimmt auch

von ichbin (Gast)


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Servo3 schrieb:
> Erster Vorversuch mit  Seifenwasser ging schon mal daneben . Habe
> Einwegspritzen mit einem " Gummikolben ( schwarz ) "

Ich hab hier seit Jahren eine sogenannte Perfusorspritze(ca 50ml) mit 
Gummikolben zum Füllen des Wassergefäßes im Terrarium. Da wird hin und 
wieder der Kolben mit Hahnfett nachgeschmiert. Die lässt nun, nach 
bestimmt 10 Jahren, so allmählich nach. Das heißt, wenn man zu sehr 
drückt tritt Wasser am Kolben nach hinten aus.

MfG

von ichbin (Gast)


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Achja. Mineralölbeständig sind die Gummikolben der original 
Perfusorspritzen nicht. Bei eine weiteren Spritze, die ich zum Ansaugen 
des alten Motoröles aus dem Rasenmähermotoe benutzte, ist gleich nach 
dem ersten Mal der Kolben aufgequollen so dass man ihn nahezu nicht mehr 
in die Spritze eingeführt bekam.

MfG

von Luftikus (Gast)


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Von den Legokolben kann ich nur abraten. Habe die als Kind
mal für Hydraulik-Tests genutzt, siehe da, der Kolben rostet.
Danach kannst du die kaum noch nutzen.

von Servo3 (Gast)


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Danke für die Tipps . Den Vorschlag mit Hahnenfett  zu schmieren werde 
ich ausprobieren . . Was mich aber immer noch erstaunt ist die Tatsache 
, daß die Kolben herstellerseitig irgendwie geschmiert sind . Waere dem 
nicht so haette das Seifenwasser nicht den beschriebenen Effekt .

von Lothar M. (zwickel)


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Servo3 schrieb:
> daß die Kolben herstellerseitig irgendwie geschmiert sind . Waere dem
> nicht so haette das Seifenwasser nicht den beschriebenen Effekt .

Das ist definitiv nicht so!

Eine Spritze die zur Applikation von Medikamenten zugelassen ist, ist 
definitiv nicht mit Fremdchemikalien kontaminiert!

von Servo3 (Gast)


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Ja klingt sehr plausibel ! Ist dann wohl so . Woher dann jedoch die 
reibungserhöhende Wirkung des Seifenwassers kommt erschließt sich mir 
nicht . Vielleicht irgendwelche komischen Oberflächeneffekte auf dem 
Kunststoff des Zylinders oder der gummiartigen Kolbendichtung ? 
Spannend .

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