Forum: Haus & Smart Home Verkabelung beim Neubau selber machen


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von Tim (Gast)


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Hallo zusammen,
ich bin im Begriff ein Haus zu bauen, bzw. bauen/aufstellen zu lassen. 
Es handelt sich um ein Fertighaus, bei dem ich den Trockenbau selbst 
durchführen werde.
Um noch ein bisschen Geld zu sparen, möchte ich die Dienstleistung inkl. 
Material "Elektro" vom Fertighausanbieter aus der Kalkulation nehmen.

Den Anschluss vom Sicherungskasten an den lokalen Stromanschluss mit 
Zähler usw. muss natürlich von einem Elektromeister vorgenommen werden. 
Die Frage, die ich mir stelle ist, wo man was selber machen kann und 
darf, um niemanden dafür arrangieren zu müssen (ich habe Elektroniker 
gelernt und dort auch das Thema Elektroinstallation theoretisch und 
praktisch behandelt). Meine Vorstellung war es, dass ich alle Löcher für 
die Dosen mache, die Dosen einsetze, die Kabel von einem Punkt 
(zukünftiger Sicherungskasten) zu den einzelnen Dosen lege und die 
Schalter, Steckdosen, Lampenauslässe usw. anklemme. Das Material für den 
Sicherungskasten könnte ich theoretisch auch besorgen, wobei alles ab 
dem Sicherungskasten (und wenn der Elektriker das Material beschaffen 
will, dann bitte) ein Elektromeister übernehmen soll. Das was ich mich 
dabei nur frage ist, wie sieht es mit der rechtlichen Absicherung der 
Installation aus. Kann der Meister die Steckdosen (stichprobenartig?) 
überprüfen bzw. nachmessen, ob alles in Ordnung ist? Was ist, wenn der 
Elektriker alles bis zum Sicherungskasten abnimmt aber sich aus dem Rest 
(das was ich gemacht habe) außen vor lässt?

Ich habe auch schonmal mit einem Elektriker aus meiner Stadt telefoniert 
und seine Antwort war Sinngemäß "Meine Arbeiter bzw deren Zeit ist mir 
zu schade um ein ganzes Haus zu verkabeln, das müsstest du dann machen 
und ich messe Stichprobenartig nach.".
Was passiert aber, wenn er an Steckdose 1 misst, alles i.O. ist, aber 
beim Kabel von Steckdose 1 nach Steckdose 2 irgendwas ist, weshalb es zu 
einem Unfall oder Brand kommt?

Also kurz zusammen gefasst: Was kann man als nicht Elektromeister alles 
selber machen, was aber auch vom Elektromeister abgenommen werden kann 
(z.B. durch nachmessen), falls das nötig ist? So, dass es relativ 
"gerade" und sauber ist. Und was passiert, wenn ich wie viel Strecken 
auch immer habe, die nicht vom Elektromeister abgenommen wurden? Was 
wäre das Resultat oder Konsequenz dort?

Vielen Dank schonmal für jegliche Antworten

Tim

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Die Aussage von dem Elektriker ist nett. Normal ist doch eher siehe 
Bild.

Wenn der Elektriker dir ein anstandsloses Protokoll der Prüfung und 
Erprobung der kompletten Installation gemäss VDE ausstellst, hast du 
eher weniger Probleme mit der Versicherung.

Die Frage ist nur, was wenn er was beanstandet? Wer baut um? Wie 
schnell? Wie aufwendig? Umbauen ist normal 10mal teurer als gleich 
richtig bauen.

von mal überlegen... (Gast)


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Tim schrieb:
> Was passiert aber, wenn er an Steckdose 1 misst, alles i.O. ist, aber
> beim Kabel von Steckdose 1 nach Steckdose 2 irgendwas ist, weshalb es zu
> einem Unfall oder Brand kommt?

passt nicht zu

Tim schrieb:
> (ich habe Elektroniker
> gelernt und dort auch das Thema Elektroinstallation theoretisch und
> praktisch behandelt)

Wenn du dir deiner Fähigkeiten unsicher bist - lass es machen.
(Die Idee vor dem Elektriker noch mal alles zu überprüfen sollte man 
schon haben.)

von Joachim B. (jar)


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alles ist machbar,
du kannst bis zum Zähler alles (richtig) machen, du muss nur eine 
Abnahme entsprechend VDE vom Elektromeister kostenpflichtig schriftlich 
bestätigen lassen.
Manche Elektromeister zieren sich, manche machen das.

Ich hatte mir beim EVU mit Nachweis Gesellenbrief und E-Ing. Studium 
eine Genehmigung geholt bis zum Zähler mit Öffnen des Kastens und einen 
willigen E-Meister eingetragen gefunden.

: Bearbeitet durch User
von tip127 (Gast)


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Wenn man sich mal die Kosten der einzelnen Gewerke anschaut, dann ist 
die Elektrik eines der preiswertesten Gewerke (bei durchnittlicher 
Ausstattung) auf dem Bau. Bei den Extras schlagen die Elektriker gerne 
richtig zu. So kostet eine Netztwerkverkabelung/Anschlussdosen oder 
SAT-Anlage nicht wenig. Ich habe damals die ganze Drecksarbeit wie Kabel 
ziehen den Elektiker machen lassen. Das Auflegen der Dosen, Patchfelder 
habe ich selber gemacht.

Je nach handwerklicher Fähigkeit würde ich eher bei anderen Gewerken 
aktiv werden. Malerarbeiten  Boden  Garten / Einfahrt pflastern ect.

von Erich (Gast)


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Tim schrieb:
> Was passiert aber, wenn er an Steckdose 1 misst, alles i.O. ist, aber
> beim Kabel von Steckdose 1 nach Steckdose 2 irgendwas ist, weshalb es zu
> einem Unfall oder Brand kommt?

Üblicherweise wird JEDE Steckdose einzeln vermessen!

Vielleicht solltest du auch erstmal nur einen Raum machen, und der 
Elektriker sieht sich deine Arbeit dann an.

Wenn er es final abnimmt, haftet er auch dafür.

Gruss

von oszi40 (Gast)


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Tim schrieb:
> Material "Elektro" vom Fertighausanbieter aus der Kalkulation nehmen.

Das ist schon der 1. Fehler. So ähnlich haben sie bei mir die 
Malerarbeiten für das GANZE Haus herausgerechnet. Das Geld hätte kaum 
für die gute Farbe gereicht. Frag mal dort, die kennen schon alle 
Sünden. https://www.vpb.de/

von Mani W. (e-doc)


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Tim schrieb:
> (ich habe Elektroniker
> gelernt und dort auch das Thema Elektroinstallation theoretisch und
> praktisch behandelt). Meine Vorstellung war es, dass ich alle Löcher für
> die Dosen mache, die Dosen einsetze, die Kabel von einem Punkt
> (zukünftiger Sicherungskasten) zu den einzelnen Dosen lege und die
> Schalter, Steckdosen, Lampenauslässe usw. anklemme. Das Material für den
> Sicherungskasten könnte ich theoretisch auch besorgen,

Und ich habe Industrieelektronik erlernt in den 70er, war 3 Jahre auf
der Uno-City in Wien, Schaltschrankbau und viele andere Baustellen...

Sorry!

Aber wenn ein absoluter Laie die Vorinstallation im Eigenheim
vornimmt, dann wird das meistens zum Fiasko für einen guten 
Elektriker...

Und bei den vielen Fehlern, die eventuell entstehen, mit Nacharbeiten
und falschen Farben von Drähten, oft nur Kabel eingezogen in Ym oder
gemischt mit YMM, falschen Querschnitten, zu kleinen Dosen, falsche
und zu kleine Kurven zum Durchziehen, etc...

Da kannst Du dann schnell mal draufzahlen...


Derjenige, der dann vor Kabeln in der Dose steht, statt mit 
Einzeldrähten,
der wird Dich verwünschen, und wohin Du verlegt hast oder Abzweigdosen
gesetzt hast, ist noch ein ganz anderes Thema...


Und nicht zu vergessen, dass viele "Häuslebastler" und "Hobbyelektriker"
dann die Drähte oder Kabel dann noch zu kurz abzwicken...


Hol Dir einen Elektriker, der das jeden Tag macht, und wenn der 20 Euro
per Stunde nimmt, dann ist das auch OK...

Als Schattenelektriker natürlich, ohne Rechnung, der Meister nimmt das
dann ab...

: Bearbeitet durch User
von Tim (Gast)


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Sebastian L. schrieb:
> Wenn der Elektriker dir ein anstandsloses Protokoll der Prüfung und
> Erprobung der kompletten Installation gemäss VDE ausstellst, hast du
> eher weniger Probleme mit der Versicherung.

Das würde ich natürlich machen lassen wollen. Idealer Weise für die 
komplette Installation, also
Erich schrieb:
> Üblicherweise wird JEDE Steckdose einzeln vermessen!


Sebastian L. schrieb:
> Die Frage ist nur, was wenn er was beanstandet? Wer baut um? Wie
> schnell? Wie aufwendig? Umbauen ist normal 10mal teurer als gleich
> richtig bauen.

Umbauen würde dann wohl ich machen (müssen). Vielleicht nehme ich das n 
bisschen auf die leichte Schulter, aber wodurch könnten die Messungen 
denn fehlschlagen? Bei nicht angeschlossenen Adern vielleicht, doch die 
sind ja von außen, sprich in den Dosen zu erreichen. Aber ein Kabel von 
einer Stelle zur anderen legen sehe ich jetzt nicht so kompliziert. Es 
ist halt Arbeit(szeit).


mal überlegen... schrieb:
> Wenn du dir deiner Fähigkeiten unsicher bist - lass es machen.
> (Die Idee vor dem Elektriker noch mal alles zu überprüfen sollte man
> schon haben.)

Ich bin mir nicht unsicher, nur Fehler können jedem passieren. Ob er es 
zum ersten mal macht oder es sein täglich Brot ist. Und sollte es zu 
diesem unwahrscheinlichen Fall kommen, würde ich vor der Inbetriebnahme 
gerne alles durchchecken lassen.


Joachim B. schrieb:
> alles ist machbar,
> du kannst bis zum Zähler alles (richtig) machen, du muss nur eine
> Abnahme entsprechend VDE vom Elektromeister kostenpflichtig schriftlich
> bestätigen lassen.
> Manche Elektromeister zieren sich, manche machen das.

wie gesagt, kontrolliert will ich es schon haben.


tip127 schrieb im Beitrag #5443908:
> Wenn man sich mal die Kosten der einzelnen Gewerke anschaut, dann ist
> die Elektrik eines der preiswertesten Gewerke (bei durchnittlicher
> Ausstattung) auf dem Bau. Bei den Extras schlagen die Elektriker gerne
> richtig zu.

Also um mal eine Zahl zu nennen: Bei 2 SAT-Anschlüssen im Haus, eine 
Lampe, 4-10 Steckdosen und 1-2 Lichtschalter pro Raum, Sicherungskasten, 
KEIN Netzwerk o.ä. sind 6500€ angesetzt. Meine Überlegung war nun, die 
Elektrik bis auf Sicherungskasten selbst zu verlegen. Dann kann ich 
einen Elektriker holen, der an einem Tag den Sicherungskasten machen 
kann und am anderen Tag alles durchmessen kann. Also Materialkosten 
Sicherungskasten, Zähler und 2AT Stundenkosten.
Wenn ich nun für (zusätzliche) Kabel und Dosen/Einsätze jetzt 500-1000€ 
ansetze, hätte der Elektriker noch 5500-6000€ "Luft" um noch auf +-0 zu 
kommen, wobei ich schätzen würde, dass das keine 6000€ kosten wird. Auch 
die 1000€ werde ich wohl nur mit der Netzwerkverkabelung erreichen, die 
ja bei den 6500€ auch nicht dabei wäre.

Andere Gewerke sind Teils auch raus. Trockenbau machen wir, Boden und 
Wandbeläge machen wir (außer Fliesen), Estrich haben wir extern vergeben 
(Ersparnis ca 2500€). Was der Fertighausanbieter noch macht ist: Haus 
aufstellen und decken, Fenster, Sanitär und Heizung einbauen, 
Architektleistungen.


tip127 schrieb im Beitrag #5443908:
> Ich habe damals die ganze Drecksarbeit wie Kabel
> ziehen den Elektiker machen lassen. Das Auflegen der Dosen, Patchfelder
> habe ich selber gemacht.

Netzwerk mache ich selber. Ich bin ja schon am Kabel ziehen, dann mache 
ich die gleich mit. Das kostet halt Zeit und dann stelle ich mich da 
lieber hin, als jemand anderen dann nicht wenig Geld zu geben. Aber das 
sieht ja jeder anders. Dazu kommt, dass ich schon einige male 
katastrophale (Multimedia-)Verkabelungen von Elektrikern gesehen habe 
(Koaxkabel mit nicht aufgelegtem Schirm u.ä.), auch wenn das vielleicht 
Ausnahmen waren.


Erich schrieb:
> Vielleicht solltest du auch erstmal nur einen Raum machen, und der
> Elektriker sieht sich deine Arbeit dann an.

Das wäre vielleicht ganz klug, das stimmt.


oszi40 schrieb:
> Das ist schon der 1. Fehler. So ähnlich haben sie bei mir die
> Malerarbeiten für das GANZE Haus herausgerechnet. Das Geld hätte kaum
> für die gute Farbe gereicht

Malern müssen wir auch (außer Außen am Haus). Bei dem Anbieter ist aber 
Material und Dienstleistung getrennt. Also wir müssen selber Malern und 
Tapezieren, bekommen aber Raufasertapeten und Farbe vom Hersteller. 
Ebenso auch Kabel und Steckdosen usw. der Standardinstallation. Da habe 
ich mich verschrieben/vertan, sorry für die Verwirrung.


Mani W. schrieb:
> Aber wenn ein absoluter Laie die Vorinstallation im Eigenheim
> vornimmt, dann wird das meistens zum Fiasko für einen guten
> Elektriker...

Ich habe das nur angemerkt um zu sagen, dass ich soeine Installation in 
klein schonmal gemacht habe. Ich kenne also verschiedene Kabeltypen, 
kann Kabel abisolieren, weiß wie die Befestigung an den Komponenten 
funktioniert und das Schlaufen kann hilfreich seien können (bei 
Hohlwänden ja auch gut machbar) usw. Da habe ich einem Technik-fernen 
Bauherr, der Geld sparen will was voraus. Der Einwand mit einem Raum 
schonmal angucken lassen (von Erich) fand ich gut, da kann er gucken, 
wie ich das generell mache und könnte vorzeitig Anmerkungen geben. 
Allerdings, ohne das runterspielen zu wollen, es ist halt Kabel ziehen 
und auflegen.. Material wird gestellt (vmtl normales NYM3x1.5 oder 
5x1.5) und vom Haushersteller kommt auch noch ein riesen Pamphlet für 
die ganzen Arbeitsschritte aller Aufgaben, die man selber machen muss, 
also wo man die Dienstleistung rausgenommen hat. Aber mit dem 
entsprechenden Elektriker, der es abnehmen würde, rede ich im Vorfeld 
natürlich auch.


Mani W. schrieb:
> Hol Dir einen Elektriker, der das jeden Tag macht, und wenn der 20 Euro
> per Stunde nimmt, dann ist das auch OK...
>
> Als Schattenelektriker natürlich, ohne Rechnung, der Meister nimmt das
> dann ab...

Wenn das im Rahmen bleibt ginge das auch. Ich habe aber auch keine 
Ahnung, wie lange sojemand an einem Haus sitzt. Außerdem weiß ich nicht, 
wie ich sowas anklingen soll. "Entschuldigung, aber arbeiten ihre 
Mitarbeiter auch schwarz?". Mal davon abgesehen, ob ich sowas 
unterstützen will oder nicht.

von zsirklovks (Gast)


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Tim schrieb:
> Es handelt sich um ein Fertighaus, bei dem ich den Trockenbau selbst
> durchführen werde.

> Um noch ein bisschen Geld zu sparen, möchte ich die Dienstleistung inkl.
> Material "Elektro" vom Fertighausanbieter aus der Kalkulation nehmen.

Hier ist schon der Denkfehler:

Du wirst gar nicht die Zeit haben, alles selbst zu machen. Das wird 
sonst alles sehr lange dauern, während Du die "Wohnkosten" für zwei 
Objekte bezahlst, nämlich die Miete der Wohnung in der Du wohnst und das 
noch nicht bewohnbare Haus.

Auch darfst Du nicht die Arbeiten unterschätzen, die sonst noch anfallen 
werden: Garten, Lampen anschrauben, Briefkasten anschrauben etc. (und 
alles besorgen)

So haben wir es gemacht:
- Haus durch guten Architekt erstellen lassen
- sämtliche Handwerker mit ausgesucht
- nur die Arbeiten selbst erledigt, für die neben dem Beruf auch noch 
Zeit war

Wir konnten ohne großen Zeitverzug einziehen und haben z.B. eine 
Elektrik zum üblichen Preis, die etwa dem dreifachem Standard 
entspricht. Und zudem alles legal.

Da wir den Architekten beauftragt und wir kein fertiges Haus bei einem 
Unternehmer gekauft hatten, wurden auch alle Sonderwünsche umgesetzt 
(Wäscheabwurfschacht, reichlich Netzwerkanschlüsse (auch in der 
Gartenhütte), begehbarer Kleiderschrank etc.)

von Michael B. (laberkopp)


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Tim schrieb:
> Was kann man als nicht Elektromeister alles
> selber machen, was aber auch vom Elektromeister abgenommen werden kann
> (z.B. durch nachmessen), falls das nötig ist

Alles.

An der noch nicht ans Stromnetz angeschlossenen Installation darf jeder 
rumfummeln, er muss nicht mal Elektriker sein.

 http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#M

Aber der Elektriker, der dann die Anlage ans Stromnetz anschliesst, muss 
sich überzeugen, daß sie nach dem Stand der Technik aufgebaut ist.

Das nimmt er an, wenn sie von einem ausgebildeten Elektriker erstellt 
wurde, wird er aber nachkontrollieren wollen, wenn sie von eineem Laien 
installiert wurde (und jeder Fehler macht dann jede Menge Aufwand bei 
der Behebung).

Wenn du dir also zutraust, eine fehlerfreie Installation

 https://www.vde-verlag.de/buecher/483896/die-vorschriftsmaessige-elektroinstallation.html

zu ertsellen, mach es selbst, aber lasse alles noch offen damit der 
Elektriker sich per Augenschein von der Korrektheit überzeugen kann.

Es gibt auch fertige Pakete zur Selbstinstallation, bei denen der 
Elektriker zum Festpreis der es dann abnimmt schon eingeschlossen ist.

 http://www.mangelberger.com/loesungen/privater-hausbau/unsere-leistungen/do-it-yourself.html

Da muss man sich dann nicht mit einem unwilligen Eletriker rumärgern, 
der sauer ist weil er an der Installation nichts verdient hat, und nur 
am meckern ist und Probleme schafft obwohl alles nach VDE korrekt 
aufgebaut ist.

von Michael B. (laberkopp)


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Erich schrieb:
> Üblicherweise wird JEDE Steckdose einzeln vermessen!

Nein.

Üblicherweise wird gar nicht gemessen, sondern auf die korrekte Arbeit 
der Elektrikergesellen vertraut.

Hat man Zweifel, misst man die letzte Steckdose im Strang.

Und nur wenn man Pfusch entdeckt, oder auf Grund erkennbarer Laienarbeit 
befürchten muss, macht man sich mehr Mühe.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Tim schrieb:
> Was passiert aber, wenn er an Steckdose 1 misst, alles i.O. ist, aber
> beim Kabel von Steckdose 1 nach Steckdose 2 irgendwas ist, weshalb es zu
> einem Unfall oder Brand kommt?

der letzte de ran der Anlage "dran" war ist verantwortlich.
wenn zum Schluss die Unterschrift gesetzt wurde, bist Du da raus.

von Karl B. (gustav)


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Hi,
ich weiß garnicht, wie oft auch bei Profi-Betrieben auf Baustellen 
nachgearbeitet werden muss.
Denn zum Beispiel die Brandschutzvorschriften ändern sich schon mal.
Die "Steige"-Leitungen zum Beispiel.
Bei Altbausanierung war es mal üblich, dafür im Treppenhaus Kabelkanäle 
auf Putz zu verlegen.
Nicht mehr drin. Stemmarbeiten unvermeidlich. Denn: auf Fluchtwegen 
dürfen sich im Brandfalle keine giftigen Gase durch Kabelisolierung oder 
Kabelkanäle mehr bilden.

Informiere Dich vorher also, was aktuell für Neubauten verlangt wird. 
Kann mir vorstellen, dass strengere Vorschriften durchgesetzt werden bei 
Neubauten.

ciao
gustav

von Christian B. (luckyfu)


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Michael B. schrieb:
> Üblicherweise wird gar nicht gemessen, sondern auf die korrekte Arbeit
> der Elektrikergesellen vertraut.
>
> Hat man Zweifel, misst man die letzte Steckdose im Strang.
>
> Und nur wenn man Pfusch entdeckt, oder auf Grund erkennbarer Laienarbeit
> befürchten muss, macht man sich mehr Mühe.

Das ist doch Blödsinn!

Es gibt zu einer vernünftigen Anlage ein Abnahmeprotokoll. Dort sind 
natürlich Messwerte enthalten. Im Idealfall stammen sie von der Anlage, 
für die das Protokoll erstellt wurde. Meins könnte ich dir einscannen. 
Ich bin mit dem Elektriker jede Steckdose abgegangen. Sowas dauert aber 
auch nicht den ganzen Tag, ein paar Stunden muss man aber schon 
einrechnen.

von tip127 (Gast)


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zsirklovks schrieb:
> Hier ist schon der Denkfehler:
>
> Du wirst gar nicht die Zeit haben, alles selbst zu machen. Das wird
> sonst alles sehr lange dauern, während Du die "Wohnkosten" für zwei
> Objekte bezahlst, nämlich die Miete der Wohnung in der Du wohnst und das
> noch nicht bewohnbare Haus.
>
> Auch darfst Du nicht die Arbeiten unterschätzen, die sonst noch anfallen
> werden: Garten, Lampen anschrauben, Briefkasten anschrauben etc. (und
> alles besorgen)
>
> So haben wir es gemacht:
> - Haus durch guten Architekt erstellen lassen
> - sämtliche Handwerker mit ausgesucht
> - nur die Arbeiten selbst erledigt, für die neben dem Beruf auch noch
> Zeit war
>
> Wir konnten ohne großen Zeitverzug einziehen und haben z.B. eine
> Elektrik zum üblichen Preis, die etwa dem dreifachem Standard
> entspricht. Und zudem alles legal.
>
> Da wir den Architekten beauftragt und wir kein fertiges Haus bei einem
> Unternehmer gekauft hatten, wurden auch alle Sonderwünsche umgesetzt
> (Wäscheabwurfschacht, reichlich Netzwerkanschlüsse (auch in der
> Gartenhütte), begehbarer Kleiderschrank etc.)

100% Ack... so in etwas habe ich den Bau auch gemacht und würde ich 
immer wieder so machen.

Tim schrieb:
> Also wir müssen selber Malern und
> Tapezieren, bekommen aber Raufasertapeten und Farbe vom Hersteller.

Raufaser im Neubau? Ernsthaft?

von Til Sitter (Gast)


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Christian B. schrieb:
> Ich bin mit dem Elektriker jede Steckdose abgegangen.

Eine äußerst sinnvolle und notwendige Prüfung die auf jeden Fall
gemacht werden muss. Ein Wandertag mit dem Elektriker, da wird der sich
freuen.

von Ralf (Gast)


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tip127 schrieb im Beitrag #5444968:
> Raufaser im Neubau? Ernsthaft?

Was denn sonst?

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ralf schrieb:
> tip127 schrieb im Beitrag #5444968:
>> Raufaser im Neubau? Ernsthaft?
>
> Was denn sonst?

wer Schimmel mag, demmanzu.

von oszi40 (Gast)


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Ralf schrieb:
>> Raufaser im Neubau? Ernsthaft?
>
> Was denn sonst?

Wenn NUR gestrichen wird, müssen die gründlicher arbeiten und mehr 
spachteln. Das meiste Elend kommt erst nach dem 1. Anstrich ans Licht. 
Bei Tapeten wird das Übel oft versteckt und bei Eigenleistung wirst Du 
auch in 2 Jahren alle Risse selbst verspachteln und selbst drüber 
streichen. :-)

von klausb (Gast)


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Bei einem fabrikgefertigtem Fertighaus, hast Du kaum eine Chance etwas 
zu verlegen. Die Wände sind Fertig. Aus.

von oszi40 (Gast)


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Tim schrieb:
> Es handelt sich um ein Fertighaus, bei dem ich den Trockenbau selbst
> durchführen werde.

klausb schrieb:
> Die Wände sind Fertig. Aus.

Das könnte interessant werden.

von Christian B. (luckyfu)


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Til Sitter schrieb:
> Eine äußerst sinnvolle und notwendige Prüfung die auf jeden Fall
> gemacht werden muss. Ein Wandertag mit dem Elektriker, da wird der sich
> freuen.

Genau genommen stand ich an der jeweiligen Unterverteilung und der 
Elektriker ist mit seinem Prüfgerät von Steckdose zu Steckdose gegangen. 
Ich durfte dann den RCD wieder einschalten, welchen er jedesmal 
auslöste. Auslösezeit und Auslösestrom wurden dann im Protokoll 
festgehalten. LSS hat er aber nicht jeden getestet, glaube ich. Muss ich 
nochmal nachsehen, ist nun schon 8 Jahre her.

von ichbin (Gast)


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Hi

Ich kann dir nur empfehlen, nimm einen "privaten" Elektriker mit ins 
Boot!
Du wirs so viele Stellen haben wo Du ewig mit der Überlegung welche 
Schalter, Abzweigdosen und Leitungen dazwischen rumeierst. Der Eli 
schaut den Raum an und weis wie er verlegen würde.
Ich hab meinen Krempel auch selber gemacht, war aber froh darum, dass 
mir damals mein Cousin bei den gröbsten Arbeiten geholfen hat. 
Prüfprotokoll gabs vor 30 Jahren noch keines. Da haben die 
Elektriker(ich in dem Fall) noch sauber gearbeitet so dass man denen 
vertrauen konnte.  :-)

von Sven L. (sven_rvbg)


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ichbin schrieb:
> Da haben die
> Elektriker(ich in dem Fall) noch sauber gearbeitet so dass man denen
> vertrauen konnte.  :-)

Aha... Sauberes Arbeiten ist das Eine, aber messtechnisch nachgewuiesene 
Abschaltbedingungen das Andere. Da kannst Du noch so perfekt arbeiten, 
wenn der FI nicht will, dann will er nicht. Und mit dem Duspol, das ist 
keine Messung das ist ein Test.

von Markus (Gast)


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Also bei einem Fertighaus gibt es an den Außenwänden eine luftdichte 
Schicht. Sprich Folie. Diese darf nicht beschädigt werden sonst 
schimmelt dir die Bude später weg. Soviel erstmal dazu.
Wegen der Elektrosache kannst du es auch einfach so machen dir einen 
Zählerkasten mit einer Steckdose auf der Hutschiene beim Elektriker 
bestellen. Den soll er setzen inklusive Zähler und danach kannst du in 
Ruhe den Rest machen.

von Herr B. (herr_barium)


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Markus schrieb:
> Also bei einem Fertighaus gibt es an den Außenwänden eine luftdichte
> Schicht. Sprich Folie. Diese darf nicht beschädigt werden sonst
> schimmelt dir die Bude später weg.

Da ist es empfehlenswert, im Wohnzimmer gleich eine doppelflammige 
Leuchtstofflampe mit Schutzklasse IP68 zu installieren -falls man bei 
der Installation das Dach aus Versehen abdeckt.

:)

von Richard B. (r71)


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Mani W. schrieb:
> Hol Dir einen Elektriker, der das jeden Tag macht,
> und wenn der 20 Euro per Stunde nimmt,
> dann ist das auch OK...

:/

Mani W. schrieb:
> der Meister nimmt das dann ab...

Dein 20 EUR Pfusch?
Warum sollte er das machen? Siehe->

Erich schrieb:
> Üblicherweise wird JEDE Steckdose einzeln vermessen!

von MaWin (Gast)


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tip127 schrieb im Beitrag #5444968:
> Raufaser im Neubau? Ernsthaft?

Ist ein sinnvoller Farbenuntergrund.

Die raue Oberfläche kaschiert Unregelmässigkeiten, und wenn eines Tages 
die inzwischen 5 Fatbschichten von der Wand sollen, reissg man einfach 
die Tapete ab.

Zwar wird in vielen Neubauten heute glatte Makulatur auf den 
Rigipswänden verwendet, aber beim dritten überstreichen wünscht man sich 
dann die Rauhfaser zurück, und beim ersten Loch für den Bilderhaken eine 
richtige Wand.

Merke: Nicht jede Mode ist sinnvoll, viele mache später dann Ärger ohne 
Ende.

von Mani W. (e-doc)


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Richard B. schrieb:
> Mani W. schrieb:
>> der Meister nimmt das dann ab...
>
> Dein 20 EUR Pfusch?
> Warum sollte er das machen? Siehe->
>
> Erich schrieb:
>> Üblicherweise wird JEDE Steckdose einzeln vermessen!


Man braucht dazu gute Kontakte zu Elektrikern, dann geht das schon...

Auch finden sich die Burschen auch auf Tankstellenbeiseln oder man
erfragt das beim Buschenschank etc...

: Bearbeitet durch User
von ichbin (Gast)


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Sven L. schrieb:
> ichbin schrieb:
>> Da haben die
>> Elektriker(ich in dem Fall) noch sauber gearbeitet so dass man denen
>> vertrauen konnte.  :-)
>
> Aha... Sauberes Arbeiten ist das Eine, aber messtechnisch nachgewuiesene
> Abschaltbedingungen das Andere. Da kannst Du noch so perfekt arbeiten,
> wenn der FI nicht will, dann will er nicht. Und mit dem Duspol, das ist
> keine Messung das ist ein Test.

Also sind die Prüftasten der RCDs pauschal unzuverlässig und gaukeln 
falsche Funktionsfähigkeit vor oder was?
Dann wäre es ja wohl besser wenn diese herstellerseitig eingespart 
würden...
Hast Du denn mal gemessen oder ausgerechnet was bei den Prüftasten der 
RCDs für ein Prüfstrom verursacht wird?
Den Duspoltest kann man ja parallel dazu machen.
Edit: Funktioniert das mit den modernen Blödmannduspol überhaupt noch?

von Sven L. (sven_rvbg)


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ichbin schrieb:
> Also sind die Prüftasten der RCDs pauschal unzuverlässig und gaukeln
> falsche Funktionsfähigkeit vor oder was?
Zum einen kann man mittels Prüftaste keinen Fehlerstrom bestimmen,
zum anderen ist die Prüftaste nur gegen einen Außenleiter und N 
angeschlossen.

> Dann wäre es ja wohl besser wenn diese herstellerseitig eingespart
> würden...
Die Prüftaste, das wird Dir jeder Hersteller bestätigen ersetzt keine 
Messung. Das ist für den Laien um überhaupt ein Gespür dafür zu 
bekommen, ob der RCD noch funktionierenn tut. Trotzdem ist bei 
grundsätzlicher Funktion keine Einhaltung der Werte gewährleistet.


> Hast Du denn mal gemessen oder ausgerechnet was bei den Prüftasten der
> RCDs für ein Prüfstrom verursacht wird?
Nö, wird aber soviel sein, das der RCD sicher auslöst, sicher aber nicht 
genau 30mA. Die meisten RCD die sich so gemessen habe, haben zw. 18 und 
21 mA ausgelöst.


> Den Duspoltest kann man ja parallel dazu machen.
> Edit: Funktioniert das mit den modernen Blödmannduspol überhaupt noch?
Keine Ahnung was ein Blödmannduspol ist, meiner hat u.a einen Lasttest, 
Durchgangstest und Drehfeldtest.

von Richard B. (r71)


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Mani W. schrieb:
> Man braucht dazu gute Kontakte zu Elektrikern, dann geht das schon...

Du meinst, wen man einen Trottel kennt :/
So geht es natürlich auch.

von Christian B. (luckyfu)


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ichbin schrieb:
> Also sind die Prüftasten der RCDs pauschal unzuverlässig und gaukeln
> falsche Funktionsfähigkeit vor oder was?

Das sicher nicht, aber die Prüftaste sagt nichts darüber aus, ob die 
Verkabelung zur Steckdose ok ist oder ob die Abschaltbedingungen im 
Normbereich (Sowohl was die Höhe des Auslösestroms als auch die 
Auslösedauer betrifft) sind.
Das bekommt man nur mit einer entsprechenden Messung mit passendem 
Meßgerät heraus. Wenn die Anlage damit als ok befunden wurde, dann kann 
(und sollte?!) man ab und an mal die Prüftaste betätigen. 
Erfahrungsgemäß unterbleibt das jedoch. Ich habs vermutlich schon die 
letzten 3 Jahre nicht mehr gemacht.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Ralf schrieb:
> tip127 schrieb im Beitrag #5444968:
>> Raufaser im Neubau? Ernsthaft?
> Was denn sonst?
Raufaserpapiertapete ist ein prima Staubsammler aber auch ein prima 
Pfuschverdecker - schiefe Gipsplatten und unzureichende Verspachtelung 
sind fast nicht mehr zu erkennen.

Auf Gipsplatten?
Glasvlies ohne oder mit Struktur nach Wahl.
"echte" Tapete
Eingefärbten Sandspachtel
..
Panele/Vertäfelung
...
Verspannte Seidentapete.....

1000+1 Möglichkeiten - je nach Architektur, Geldbeutel und Geschmack.

von Der Andere (Gast)


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Du hast Wandteppiche vergessen

von Tim (Gast)


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Hallo zusammen,
ich bin im Begriff ein Haus zu bauen, bzw. bauen/aufstellen zu lassen.
Es handelt sich um ein Fertighaus, bei dem ich den Trockenbau selbst
durchführen werde.
Um noch ein bisschen Geld zu sparen, möchte ich die Dienstleistung inkl.
Material "Elektro" vom Fertighausanbieter aus der Kalkulation nehmen.

Den Anschluss vom Sicherungskasten an den lokalen Stromanschluss mit
Zähler usw. muss natürlich von einem Elektromeister vorgenommen werden.
Die Frage, die ich mir stelle ist, wo man was selber machen kann und
darf, um niemanden dafür arrangieren zu müssen (ich habe Elektroniker
gelernt und dort auch das Thema Elektroinstallation theoretisch und
praktisch behandelt). Meine Vorstellung war es, dass ich alle Löcher für
die Dosen mache, die Dosen einsetze, die Kabel von einem Punkt
(zukünftiger Sicherungskasten) zu den einzelnen Dosen lege und die
Schalter, Steckdosen, Lampenauslässe usw. anklemme. Das Material für den
Sicherungskasten könnte ich theoretisch auch besorgen, wobei alles ab
dem Sicherungskasten (und wenn der Elektriker das Material beschaffen
will, dann bitte) ein Elektromeister übernehmen soll. Das was ich mich
dabei nur frage ist, wie sieht es mit der rechtlichen Absicherung der
Installation aus. Kann der Meister die Steckdosen (stichprobenartig?)
überprüfen bzw. nachmessen, ob alles in Ordnung ist? Was ist, wenn der
Elektriker alles bis zum Sicherungskasten abnimmt aber sich aus dem Rest
(das was ich gemacht habe) außen vor lässt?

Ich habe auch schonmal mit einem Elektriker aus meiner Stadt telefoniert
und seine Antwort war Sinngemäß "Meine Arbeiter bzw deren Zeit ist mir
zu schade um ein ganzes Haus zu verkabeln, das müsstest du dann machen
und ich messe Stichprobenartig nach.".
Was passiert aber, wenn er an Steckdose 1 misst, alles i.O. ist, aber
beim Kabel von Steckdose 1 nach Steckdose 2 irgendwas ist, weshalb es zu
einem Unfall oder Brand kommt?

Also kurz zusammen gefasst: Was kann man als nicht Elektromeister alles
selber machen, was aber auch vom Elektromeister abgenommen werden kann
(z.B. durch nachmessen), falls das nötig ist? So, dass es relativ
"gerade" und sauber ist. Und was passiert, wenn ich wie viel Strecken
auch immer habe, die nicht vom Elektromeister abgenommen wurden? Was
wäre das Resultat oder Konsequenz dort?

Vielen Dank schonmal für jegliche Antworten

Tim

von hinz (Gast)


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von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Sag' mal, "Tim", welchen Sinn soll das haben, zweimal den gleichen 
Thread aufzumachen?

Haben Dir die Antworten nicht gefallen, die Du seit vorgestern erhalten 
hast?

Und was glaubst Du hat das Verkabeln eines Hauses mit "microcontroller 
und digitale elektronik" zu tun?

von ichbin (Gast)


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Christian B. schrieb:
> Das bekommt man nur mit einer entsprechenden Messung mit passendem
> Meßgerät heraus. Wenn die Anlage damit als ok befunden wurde, dann kann
> (und sollte?!) man ab und an mal die Prüftaste betätigen.
> Erfahrungsgemäß unterbleibt das jedoch. Ich habs vermutlich schon die
> letzten 3 Jahre nicht mehr gemacht.

Hmmmm.Da könnte man ein lukratives Geschäftsmodell daraus entwickeln. 
Ähnlich dem Schornsteinfegermodell. Man müsste ja nur die Normen ein 
wenig umschreiben und schon hat man einen Selbstläufer zum 
Häuslebesitzer abzocken...

von Sven L. (sven_rvbg)


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ichbin schrieb:
> Man müsste ja nur die Normen ein
> wenig umschreiben und schon hat man einen Selbstläufer zum
> Häuslebesitzer abzocken...

Mal davon abgesehen das es lt. Norm auch Pflichten für den 
Anlagenbetreiber gibt, die den sicheren Betrieb und einwandfreien 
Anlagenzustand fordern, schreiben diese Normen auch Prüffristen für 
elektrische Anlagen vor.

Das es in der Praxis bei privaten Anlagen keinen interessiert, solange 
nichts passiert, steht dabei auf einem anderem Blatt.

Du bist aber sicher einer der Kathegorie, der immer schreit "braucht man 
nicht" und wenn es dann zum Schaden kommt, dann wird krampfhaft nach 
einem Schuldigem gesucht und sich an o.g. Normen festgeklammert.

von Mani W. (e-doc)


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Abgesehen von nicht vorab abisolierten Kabeln (Schutzmantel) in
Steckdosen und Abzweigdosen haben lose im Rohr liegende Einzelleiter
doch eine geringere Wärmeentwicklung bzw. mehr Luftzirkulation...

von ichbin (Gast)


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Sven L. schrieb:
>
> Du bist aber sicher einer der Kathegorie, der immer schreit "braucht man
> nicht" und wenn es dann zum Schaden kommt, dann wird krampfhaft nach
> einem Schuldigem gesucht und sich an o.g. Normen festgeklammert.

Nö!
Ich bin einer der die Augen verdreht weil heutzutage gegen jedes und 
alles wehwechen eine Versicherung benötigt wird.
Wenn es ein Mittelchen gäbe das gegen die Gefahren die schon beim 
Aufstehen aus dem Bett greifen würde würden auch da manche zugreifen.

Ich bin der Meinung, dass das ganze Leben ein Risiko ist. Mancherorts 
mehr mancherorts weniger.

Normen und ähnlichen Blödsinn grabe ich nur aus, wenn mir meine 
Vorgesetzten mit zu doofen Vorschriften auf den Sack gehen und setze 
noch einen drauf.

Ich wohne hier z.B. neben einer Gemeindehalle die schon stand als ich 
mein Häusle errichtet habe. Da käme ich jetzt im Leben nicht auf die 
Idee nach irgendwelchen Immisionschutzrechtlichen DIngen zu suchen und 
deswegen rumzulamentieren.
Da ist dann und wann mal eine Veranstaltung. Ja dann ist es auch mal 
etwas länger laut. Und ja an der Fastnet liegt dann auch schon mal ne 
(leider leere) Whiskyflasche in der Hecke. Aber deswegen brauchts keine 
Normen wie laut und unanständig das sein darf.

Noch Fragen Kienzle?

von Heinz (Gast)


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Christian B. schrieb:
> Das sicher nicht, aber die Prüftaste sagt nichts darüber aus, ob die
> Verkabelung zur Steckdose ok ist oder ob die Abschaltbedingungen im
> Normbereich (Sowohl was die Höhe des Auslösestroms als auch die
> Auslösedauer betrifft) sind.

Mal rein Interesse halber und mal abgesehen von Schutzleiterimpendanzen 
usw, es geht jetzt rein um den RCD:

Was kann so ein zertifiziertes Werkzeug in Meisterhand mehr feststellen 
als ein Duspol oder auch ein Schukostecker mit paar Widerständen drin?

Ich lasse einen Strom von 30mA zum Schutzleiter fliesen, der RCD muss 
auslösen.

Welche möglichen Fehler gäbe es denn bei einer Verkabelung, die die 
Auslösezeit beeinflussen könnten?

von Sven L. (sven_rvbg)


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Heinz schrieb:
> Was kann so ein zertifiziertes Werkzeug in Meisterhand mehr feststellen
> als ein Duspol oder auch ein Schukostecker mit paar Widerständen drin?

-den Auslösestrom, welcher langsam ansteigt und gemessen wird
-die Auslösezeit
-die Berührspannung

je nach Gerät auch das Verhalten bei Gleichfehlerströmem

Außerdem geht es nicht nur um den RCD sondern auch um die 
Schleifenimpedanz und den daraus folgenden Kurzschlussstrom.

von Arno (Gast)


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Sven L. schrieb:
> Heinz schrieb:
>> Was kann so ein zertifiziertes Werkzeug in Meisterhand mehr feststellen
>> als ein Duspol oder auch ein Schukostecker mit paar Widerständen drin?
>
> -den Auslösestrom, welcher langsam ansteigt und gemessen wird
> -die Auslösezeit
> -die Berührspannung

- Deine Bereitschaft, die Anlage (mehr oder weniger) unabhängig 
überprüfen zu lassen
- Eine Unterschrift des Meisters, dass die Messung wirklich an der 
Steckdose stattgefunden hat, an der du behauptest, dass sie 
stattgefunden hat, und dass das Messprotokoll auch wirklich zu der 
Messung gehört

MfG, Arno

von Karl (Gast)


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Erich schrieb:
> Wenn er es final abnimmt, haftet er auch dafür.

Da lehnst du dich aber weit aus dem Fenster. Kannst du mal bitte den 
zugehörigen Paragraphen verlinken?

von Sven L. (sven_rvbg)


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Mal ganz unabhängig von allem fachlichem:
So ein Haus egal ob Neubau oder bestehend, kostet im Allgemeinen eine 
Stange  Geld. Wenn man dieses Geld in die Hand nimmt, dann will man im 
Regelfall auch längerfristig etwas davon haben und nicht sein Vermögen 
durch einen eventuell vermeidbaren Brand zerstören lassen.

von ichbin (Gast)


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Sven L. schrieb:
> So ein Haus egal ob Neubau oder bestehend, kostet im Allgemeinen eine
> Stange  Geld. Wenn man dieses Geld in die Hand nimmt, dann will man im
> Regelfall auch längerfristig etwas davon haben und nicht sein Vermögen
> durch einen eventuell vermeidbaren Brand zerstören lassen.

Ich behaupte mal, dass wenn Du deine Hütte halbwegs vernünftig  in 
weitgehender Anlehnung an die Normen und mit Einsatz von gesundem 
Menschenverstand verkabelt hast, brandtechnisch nichts passieren wird!
Im Übrigen schützt ein RCD primär nicht vor Brand.
Noch ne kleine Anekdote: Der Schwiegervater hatte vom örtlichen 
Elektromeister(gegen Rechnung) im Sicherungskasten vor einigen Jahren 
etwas verändern lassen. Jetzt waren plötzlich probleme beim Betrieb 
eines Staubsaugers in einem Raum.
Beim Kontrollieren der Verdrahtung fiel mir dann auf, dass ein Draht an 
dem (alten) Sicherungsautomat hinter den Klemmbügel gesteckt worden war 
und die Schraube die beiden anderen eingeklemmten Drähte zuverlässig 
gehalten hatte...

ichbin

von Til Sitter (Gast)


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ichbin schrieb:
> Beim Kontrollieren der Verdrahtung fiel M I R dann auf....

Wunderschön.... was für echte Helden dieses Forum anlockt.
In jedem Thema hier gibt es ja mindestens ein Exemplar von so einem
Alleskönner der fast die Welt rettet.

von Joachim B. (jar)


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Til Sitter schrieb:
> In jedem Thema hier gibt es ja mindestens ein Exemplar

nenne es anders, auch Fachfirmen erlauben sich Fehler und die werden oft 
genug von anderen gefunden.
Man muss nur alt genug werden und genug mit "Fachfirmen" zu tun haben um 
Mist zu finden.

von Christian R. (supachris)


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Joachim B. schrieb:
> Til Sitter schrieb:
> In jedem Thema hier gibt es ja mindestens ein Exemplar
>
> nenne es anders, auch Fachfirmen erlauben sich Fehler und die werden oft
> genug von anderen gefunden.
> Man muss nur alt genug werden und genug mit "Fachfirmen" zu tun haben um
> Mist zu finden.

Na und? Überall wo Menschen arbeiten passieren Fehler. Ist doch völlig 
normal.
Die Firma steht im Ernstfall im Rahmen der Gewährleistung dafür gerade, 
wenn man es selbst verpfuscht hat, wird es schwieriger.

von Til Sitter (Gast)


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Komisch bzw. lächerlich ist es ja gerade dann wenn diese selbst 
ernannten
Genies immer dann auftauchen wenn es darum geht anderen ans Bein zu
pinkeln. Logisch wäre es ja wenn diese Experten die Arbeit selber
ausgeführt hätten um so eine Fehlleistung zu vermeiden. Das aber können
sie dann doch nicht. Nur hinterher haben sie das große Maul und pranzen
mit Ihren Glanzleistungen hier rum. E K E L H A F T !

von Joachim B. (jar)


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Christian R. schrieb:
> Na und? Überall wo Menschen arbeiten passieren Fehler. Ist doch völlig
> normal.
> Die Firma steht im Ernstfall im Rahmen der Gewährleistung dafür gerade,

das nutzt wenig wenn die Hütte wegen loser Schrauben im Sicherungskasten 
abbrennt evtl. Menschen ums LEben kommen, wie bei einem Freund oder wenn 
ich auf der AB alle Räder verliere weil sie nicht richtig angezogen 
wurden in der "Fachwerkstattt".
Wenns um mein Leben geht oder das meiner Freunde dann schaue ich da 
lieber mit mehr Einsatz als Leute die keinen Bock haben richtig zu 
arbeiten.

Bei einer Fachfirma die Elektrik installiert muss genauso eine Abnahme 
stattfinden auch mit Überprüfung OB alle Schrauben fest sind im 
Sicherungskasten oder wenn der Azubi die Räder wechselt muss der 
FGeselle, Meister, Ausbilder auch prüfen, es gibt ja Checklisten, nur 
Haken setzen gilt nicht.

von Hermann O. (a-online)


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Verzerrte Wahrnehmung.
Der Messwert nach Fertigstellung Installation stellt NICHT sicher, dass 
die Installation fachgerecht ausgeführt wurde.
Das ist DEFINITIV am falschen Ende gespart.
Ich rate dir LASS DIE FINGER DAVON.
Ich selbst bin E-Installateur und hab schon die gausamsten Sachen 
gesehen von Heimwerker die von sich glaubten Elektroaffin zu sein.
Zu selber machen ist Elektro für einen Laien zu komplex.
Warum machst du nicht die Wasserinstallation selbst. Da läuft dir im 
schlimmsten Fall irgendwo nur Wasser aus. Bei Elektro brennt dir deine 
Hütte im schlimmsten Fall ab.

von Elo (Gast)


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Andreas W. schrieb:
> Der Messwert nach Fertigstellung Installation stellt NICHT sicher, dass
> die Installation fachgerecht ausgeführt wurde.

Richtig! Messung ersetzt keine Sichtprüfung.

Andreas W. schrieb:
> Zu selber machen ist Elektro für einen Laien zu komplex.
> Warum machst du nicht die Wasserinstallation selbst. Da läuft dir im
> schlimmsten Fall irgendwo nur Wasser aus. Bei Elektro brennt dir deine
> Hütte im schlimmsten Fall ab.

Dummes Elektrikerlobbygeschwätz. Jemand mit etwas technischem 
Verständnis kann eine E-Installation in einem Einfamilienhaus durchaus 
selber machen und das ist dann nicht unsicherer als von einem 
Elektromeister. Durch sein technisches Verständnis kennt derjenige auch 
seine Defizite und weiß wo er noch was lernen muss usw. E-Installationen 
gehören zu den einfachen Arbeiten in einem Haus.

von TÜV (Gast)


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Andreas W. schrieb:
> Ich selbst bin E-Installateur und hab schon die gausamsten Sachen
> gesehen von Heimwerker die von sich glaubten Elektroaffin zu sein.

Und ich habe schon Sachen von E-Installateuren gesehen oh oh! Das darf 
ich hier gar nicht erzählen. Gruß von einem Sachverständiger

von Richard B. (r71)


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Elo schrieb:
> Dummes Elektrikerlobbygeschwätz. Jemand mit etwas technischem
> Verständnis kann eine E-Installation in einem Einfamilienhaus durchaus
> selber machen und das ist dann nicht unsicherer als von einem
> Elektromeister.

Das sagt nur jemand, der überhaupt keine Ahnung hat!

TÜV schrieb:
> Und ich habe schon Sachen von E-Installateuren gesehen oh oh!

Das stimmt leider auch.
Ich habe auch einiges sehen dürfen.

TÜV schrieb:
> Das darf ich hier gar nicht erzählen.

Doch, natürlich darfst du das.

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Andreas W. schrieb:
> Elektroaffin

Elektroaffen?

von Mani W. (e-doc)


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Joachim B. schrieb:
> wegen loser Schrauben im Sicherungskasten

Manche Menschen dürften keine Kraft haben, auch so manche Elektriker,
da lassen sich dann Schrauben noch gut eine halbe bis eine ganze
Umdrehung nachziehen...

Auch werden immer wieder unbelegte Schützkontakte nicht fest angezogen,
bei vielen fallen dann die Schrauben irgendwo weiter unten dann in
andere Bauteile - fatale Fehler, und es ist nur eine Frage der Zeit...

von MaWin (Gast)


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Andreas W. schrieb:
> Ich selbst bin E-Installateur und hab schon die gausamsten Sachen
> gesehen von Heimwerker die von sich glaubten Elektroaffin zu sein.
> Zu selber machen ist Elektro für einen Laien zu komplex

Prust, was ich schon an Installationen gesehen habe von Elektrikern, und 
die wollen auch noch Geld für Pfusch.

von Jemand (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> wegen loser Schrauben im Sicherungskasten
>
> Manche Menschen dürften keine Kraft haben, auch so manche Elektriker,
> da lassen sich dann Schrauben noch gut eine halbe bis eine ganze
> Umdrehung nachziehen...

Sicher, dass du nicht schon weit über das, nach Spezifikation, 
höchstzulässige Anzugdrehmoment hinaus gegangen bist?

Mani W. schrieb:
> Auch werden immer wieder unbelegte Schützkontakte nicht fest angezogen,
> bei vielen fallen dann die Schrauben irgendwo weiter unten dann in
> andere Bauteile - fatale Fehler, und es ist nur eine Frage der Zeit...

Dieses Problem hat man nicht, wenn man Schütze kauft, bei denen lose 
Schrauben nicht einfach rausfallen können.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Jemand schrieb:
> Dieses Problem hat man nicht, wenn man Schütze kauft, bei denen lose
> Schrauben nicht einfach rausfallen können.

Und das sollte heute bei fingersicheren Betriebsmitteln Standard sein!

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5456737 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Mani W. (e-doc)


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Jemand schrieb:
> Sicher, dass du nicht schon weit über das, nach Spezifikation,
> höchstzulässige Anzugdrehmoment hinaus gegangen bist?

3 Jahre Schaltschrankbau wird wohl ein Gefühl ergeben für gute
Kräfte...

Jemand schrieb:
> Dieses Problem hat man nicht, wenn man Schütze kauft, bei denen lose
> Schrauben nicht einfach rausfallen können.

Egal, wer weiß das schon, ob es sich um solche oder solche handelt!

Überhaupt in alten Anlagen, vor allem wenn die Steuerung dann noch
durch Vibrationen geschüttelt wird, ist es sinnvoll, alle losen
Schrauben fest zu ziehen, auch von unbenutzten Klemmen auf der 
Hutschiene...

Und es gab auch immer wieder die Direktiven vom Auftraggeber, das auch
zu tun!

von Elo der Erste (Gast)


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Elo schrieb im Beitrag #5456737:
> Diejenigen, die behaupten, eine E-Installation in Einfamilienhäuser wäre
> kompliziert, sollten besser selber die Finger davon lassen. Das was ein
> Elektriker kann, kann ich schon lange, bzw weiß wie ich mir notwendige
> Informationen beschaffe.
so so, im Studium hast du also schon an elektr. Anlagen rumgewurschtelt?
Was weisst du denn was ein Elektriker alles kann?
Die Projektierung eines EFH macht jedenfalls kein Elektriker und die 
Zulassung zu einem EVU hat auch kein einzelner Elektriker als 
Angestellter! Du bist einfach ein super Alles Könner!

Mani W. schrieb:
> 3 Jahre Schaltschrankbau wird wohl ein Gefühl ergeben für gute
> Kräfte...
Die meisten Pfuscher argumentieren so, haben wir schon immer und 
jahrelang so gemacht, und haben darin mehr als 5 jahre Berufserfahrung, 
im Pfuschen!

Mani W. schrieb:
> Egal, wer weiß das schon, ob es sich um solche oder solche handelt!
Hier das beste Bsp. über Wissen und Un-Wissen

Mani W. schrieb:
> Überhaupt in alten Anlagen, vor allem wenn die Steuerung dann noch
> durch Vibrationen geschüttelt wird, ist es sinnvoll, alle losen
> Schrauben fest zu ziehen, auch von unbenutzten Klemmen auf der
> Hutschiene...
das Thema hier war im Neubau eines Wohnhauses, nix 
Indutrie-Schüttel-Anlage oder auf der Bohrinsel?

Beitrag #5456785 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Joachim B. (jar)


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Jemand schrieb:
> Sicher, dass du nicht schon weit über das, nach Spezifikation,
> höchstzulässige Anzugdrehmoment hinaus gegangen bist?

ich bin aber sicher noch nie einen Elektriker mit Drehmomentschrauber 
gesehen zu haben. (evtl. haben andere so einen gesehen?)

Wer schwätzt hier eigentlich wenn er von "höchstzulässige 
Anzugdrehmoment" redet?

Ich gestehe ich habe schon Porzellanträger geknackt, na und? denn war 
der angeschädigt also einen Neuen genommen, auch das kann man Test 
nennen.

Lose Schrauben im Sicherungskasten ergeben Übergangswiderstände diese 
Verlustleistung und Wärme und im Wechsel zu Abkühlung werden die immer 
lockerer bis es schmort.

Meine E-Inst ist nun 30 Jahre ohne Ausfall oder Probleme, also so viel 
falsch kann ich nicht gemacht haben auch ohne Drehmomentschraubendreher.

von MaWin (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> ich bin aber sicher noch nie einen Elektriker mit Drehmomentschrauber
> gesehen zu haben. (evtl. haben andere so einen gesehen?)

Das sieht man auch nicht, vernünftige Drehmomentschraubendreher sehen 
aus wie normale Schraubendrehr:

https://www.werkzeugbilliger.com/easytorque-drehmoment-schraubendreher-292-easydrehmoment-06-nm-28579.html

von Richard B. (r71)


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Joachim B. schrieb:
> Wer schwätzt hier eigentlich wenn er
> von "höchstzulässige Anzugdrehmoment" redet?

RCD, LS und Co haben diesbezüglich immer eine Angabe.
Das hat mit lose, handfest, zu fest und plastische Verformung zu tun.

Joachim B. schrieb:
> ich habe schon Porzellanträger geknackt

Das war zu fest. Ergebnis: Sprödbruch.

von Joachim B. (jar)


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MaWin schrieb:
> Das sieht man auch nicht, vernünftige Drehmomentschraubendreher sehen
> aus wie normale Schraubendrehr:
>
> 
https://www.werkzeugbilliger.com/easytorque-drehmoment-schraubendreher-292-easydrehmoment-06-nm-28579.html

beantwortet nicht meine Frage,

Joachim B. schrieb:
> haben andere so einen gesehen?

einen Elektriker mit Drehmomentschraubendreher?

von Sven L. (sven_rvbg)


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Joachim B. schrieb:
> einen Elektriker mit Drehmomentschraubendreher?

Geben tut es sowas von Wiha, auch isoliert, haben tut ich es auch, 
angewendet noch nie.

Wenn man je nach Betriebsmittel ein anderes Anzugsdrehmoment hat, dann 
bräuchte man mehrere.

Aber so etwas wie Gefühl ist sicher nicht schlecht.

von Hans Werner (Gast)


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Meine Güte ihr pinkelt euch ja alle fast ein. Wohl zu viel Elektronik 
gemacht :P

Mach dir nen vernünftigen Plan, leg alle Kabel selbst, dübel den 
Zählerschrank an die Wand und setz drei Steckdosen daneben. Die Kabel 
lässt du erstmal gebündelt alle neben dem Schrank hängen. Dann 
beauftrage den Elektriker deines wenigstens Misstrauens damit das EVU 
dazu zu bringen dir Strom in die Hütte zu liefern. Der Elektriker kann 
dann den Zähler setzen und die drei Steckdosen (für den weiteren 
Baustrom..) in Betrieb nehmen. Mit Mimimi-Messschrieb und allem anderen 
Gedöns.

Danach machst du einfach alles selbst und fertig ist die Laube.

Wenn du dir das nicht zutraust dann lass es einfach. Naja wenn du es dir 
zutrauen würdest, hättest du hier gar nicht gefragt sondern einfach 
gemacht. Ist doch völlig klar, dass die hochgradig studierten 
Schwachstrom-Ingenieure hier aus ihren Ecken kommen und realitätsfern 
von irgendwelchen isolierten Drehmomentschlüsseln faseln... Mann Mann.

Hans Werner

von Elo (Gast)


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Hans Werner schrieb:
> Dann
> beauftrage den Elektriker deines wenigstens Misstrauens damit das EVU
> dazu zu bringen dir Strom in die Hütte zu liefern.

und du hälst dich für so clever, dass dir ein beim EVU zugelassener 
Fachbetrieb diesen Schwachsinn abnimmt und als E-Anlage beantragt?
Träum weiter du Illusionist, nie im Leben!

von Elo (Gast)


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Hans Werner schrieb:
> Der Elektriker kann
> dann den Zähler setzen und die drei Steckdosen (für den weiteren
> Baustrom..) in Betrieb nehmen. Mit Mimimi-Messschrieb und allem anderen
> Gedöns.

Ach ganz vergessen, du denkst also als Bautrom geht sowas durch, noch 
ein Indiz für deine Ahnungslosigkeit!

von Hans Werner (Gast)


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Elo schrieb:
> und du hälst dich für so clever, dass dir ein beim EVU zugelassener
> Fachbetrieb diesen Schwachsinn abnimmt und als E-Anlage beantragt?
> Träum weiter du Illusionist, nie im Leben!

Waha :D

Tja genau so habe ich es aber schon gemacht. Wenn ich meine Anlage im 
Haus aus drei Steckdosen bestehen lassen will und später ne andere Firma 
für den Rest beauftragen will? Das geht den EVU überhaupt nichts an wie 
ich als Bauherr meinen Bau ablaufen lassen will. Ich kann auch bis zum 
Ende meines Daseins mit den drei Steckdosen leben - ist nicht verboten 
auch wenn du das gerne hättest.

von Hans Werner (Gast)


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Elo schrieb:
> Ach ganz vergessen, du denkst also als Bautrom geht sowas durch, noch
> ein Indiz für deine Ahnungslosigkeit!

Nein denke ich nicht. Wozu auch? Die Elektroinstallation hat zu tun so 
wie es der Bauherr wünscht. Wünscht der Bauherr nur drei Steckdosen dann 
ist das so.

von Mani W. (e-doc)


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Elo der Erste schrieb:
> Mani W. schrieb:
>> 3 Jahre Schaltschrankbau wird wohl ein Gefühl ergeben für gute
>> Kräfte...
> Die meisten Pfuscher argumentieren so, haben wir schon immer und
> jahrelang so gemacht, und haben darin mehr als 5 jahre Berufserfahrung,
> im Pfuschen!
>
> Mani W. schrieb:
>> Egal, wer weiß das schon, ob es sich um solche oder solche handelt!
> Hier das beste Bsp. über Wissen und Un-Wissen
>
> Mani W. schrieb:
>> Überhaupt in alten Anlagen, vor allem wenn die Steuerung dann noch
>> durch Vibrationen geschüttelt wird, ist es sinnvoll, alle losen
>> Schrauben fest zu ziehen, auch von unbenutzten Klemmen auf der
>> Hutschiene...
> das Thema hier war im Neubau eines Wohnhauses, nix
> Indutrie-Schüttel-Anlage oder auf der Bohrinsel?

Also, mir kannst Du den Schuh aufblasen, Idiot!

Deppert schreiben kann Jeder, aber Du bist Spitzenklasse!


Joachim B. schrieb:
> ich bin aber sicher noch nie einen Elektriker mit Drehmomentschrauber
> gesehen zu haben.

Im Schaltschrankbau hatten wir solche Drehmomentschrauber für bis zu
2,5 mm2, aber wir waren damit nicht zufrieden...

Und so ergibt es sich dann, dass Klemmstellen dann doch noch eine
gute Umdrehung (fest) mit der Hand angezogen wurden...

Und wer auch immer Klemmen nicht mit Gefühl festschrauben kann,
ist fehl am Platz, also net dumm argumentieren und Andere herunter
machen zu wollen...

von Schreiber (Gast)


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Elo schrieb:
> Dummes Elektrikerlobbygeschwätz. Jemand mit etwas technischem
> Verständnis kann eine E-Installation in einem Einfamilienhaus durchaus
> selber machen und das ist dann nicht unsicherer als von einem
> Elektromeister.

Der Elektromeister schraubt nicht selber, der lässt schrauben. Meist von 
einem unter maximalem Zeitdruck stehenden Gesellen (Idealfall), Azubi 
(Normalfall) oder osteuropäschen Hilfsarbeiter (auch Normalfall)

Was man da so sieht geht echt auf keine Kuhhaut. Leerrohr zu dünn? Egal 
gibts halt einen PEN. Im Bad! Wenn man den FI nicht anschließt, fällt es 
auch nicht auf.

Die Verdrahtungskämme im Verteilerkasten werden einfach abgesägt, die 
paar Metallspäne werden schon nicht stören (Korrektes Vorgehen: 
Auseinanderbauen, Kupferteile und Plastik getrennt ablängen, entgraten 
und Spähne entfernen, Zusammenbauen)

von Joachim B. (jar)


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Mani W. schrieb:
> Und wer auch immer Klemmen nicht mit Gefühl festschrauben kann,
> ist fehl am Platz, also net dumm argumentieren und Andere herunter
> machen zu wollen...

ich habe nicht dumm argumentiert und niemanden runter gemacht, mit 
meinem Gefühl muss alles in Ordnung sein, meine Schrauben sind fest und 
als der Porzellanträger brach der einzige in meinem Leben war es wohl 
ein mangelhaftes Stück, alle anderen sind nicht gebrochen obwohl ich 
immer fest anziehe.

Zu dem genannten Drehmomentschraubendreher, also es gibt ihn, einer hat 
ihn sogar, nutzt ihn offensichtlich nicht aus genannten Gründen, man 
müsste ja für JEDES Drehmoment einen eigenen haben, draussen auf der 
Baustelle? sehr fragwürdig und deswegen wird es nicht genutzt und 
deswegen finde ich das Argument das es das gibt weiter fragwürdig.

Sven L. schrieb:
> Geben tut es sowas von Wiha, auch isoliert, haben tut ich es auch,
> angewendet noch nie.
>
> Wenn man je nach Betriebsmittel ein anderes Anzugsdrehmoment hat, dann
> bräuchte man mehrere.

Gefühl ist das Zauberwort, aber trotzdem fest! wenns bricht taugt es 
nicht und wird ersetzt.

von Schreiber (Gast)


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Elo schrieb:
> Ach ganz vergessen, du denkst also als Bautrom geht sowas durch, noch
> ein Indiz für deine Ahnungslosigkeit!

Ja, tut es. Einfach als Baustrom ein paar 63A-CEE-Dosen (ggf. mit einem 
Kurzzeitverzögerten 300mA FI) setzen lassen
Anschließend einfach die CEE-Dosen weg und die Unterverteiler hin.

von Mani W. (e-doc)


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Joachim B. schrieb:
> Gefühl ist das Zauberwort, aber trotzdem fest! wenns bricht taugt es
> nicht und wird ersetzt.

Also, Schrauben bis zum Abreissen drehen, dann eine Drittel Umdrehung
zurück und es passt...

von Rainer W. (rainer_w)


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Tim (Gast) :
>Also kurz zusammen gefasst: Was kann man als nicht Elektromeister alles
>selber machen, was aber auch vom Elektromeister abgenommen werden kann
>(z.B. durch nachmessen), falls das nötig ist? So, dass es relativ
>"gerade" und sauber ist. Und was passiert, wenn ich wie viel Strecken
>auch immer habe, die nicht vom Elektromeister abgenommen wurden? Was
>wäre das Resultat oder Konsequenz dort?

Allgemein sollte man bei Eigenleistung Das Material seinen Fähigkeiten 
anpassen.

Wenn man das kann, kriegt man die Leitungen da auch glaube ich rein. Man 
könnte sich selbst in ruhe überlegen wo man die Leitungen legt.

Kennst du einen Elektriker sich nicht blöd stellt und der klar liquide 
ist,
Mit dem du dann ohne Druck über den Umfang der Arbeiten reden kannst?

: Bearbeitet durch User

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