Forum: HF, Funk und Felder Atten AT6011 Spektrumanalyzer Reparatur oder Schaltplan


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von Andreas G. (proteus1965)


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Hallo zusammen,

vor kurzem hatte ich meinen Spektralanalyser Fa. Atten AT6011 in 
Betrieb. Leider musste ich feststellen, dass das Gerät jetzt Defekt ist. 
Es ist sehr schwierig hierfür einen Schaltplan aufzutreiben. Sollte 
jemand einen solchen haben, oder in der Lage sein das Gerät zu 
reparieren….  Bitte Nachricht an mich (gerne auch das PDF).

Zum Fehlerbild!
Ich sehe nur das Rauschen….. keinen Marker oder irgend etwas.
Der HF-Input ist es wohl nicht …. aber wahrscheinlich der Mixer.
Der Mitlauf-Generator (Tracker) funktioniert.

: Verschoben durch Admin
von Petra (Gast)


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Schaut irgendwie nach einem alten Hameg aus?!?

Da wird sich der (einer der) Oszillator(en) verabschiedet haben.

Im HF Forum bist Du sicherlich besser aufgehoben.

von Rote T. (tomate)


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>Da wird sich der (einer der) Oszillator(en) verabschiedet haben.

Wenn der YIG tot wäre, dann wäre vermutlich auch der Tracking-Gen 
hinüber.
Wenn man systematisch vorgeht ist HF-Kram eigentlich schön zu 
reparieren.
Nicht so schön ist meistens die Ersatzteilsuche, wenn man den Fehler 
gefunden hat ;-)

Schonmal Signal hinter dem Attenuator gemessen/gefüttert?

BTW, Schweizer? Falls ja, könnte ich ggf mal reinschauen (ohne Garantie 
etc).

: Bearbeitet durch User
von Andreas Gschwind (Gast)


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Ja danke für den Tipp
ich bitte einmal den Admin dieses Thema in das HF-Forum zu schieben.

Ich würde gerne auf den Rep. versuch zurückkommen,
falls auch über das Forum nichts zu machen ist.

Ich bin zwar Elektroniker, aber mit fehlt die Erfahrung in HF-Technik.
Eben leider kein Schaltplan zu erhalten.
Atten In China meinte, dass das Gerät schon lange aufgekündigt sei,
und ich es ja zur Rep. nach China senden könne.

Das macht aber keinen Sinn wegen den Transportkosten.

Obwohl das Teil jeden Tag als Neugerät über 1000 Euro in EBay angeboten 
wird

von Andrew T. (marsufant)


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Andreas G. schrieb:
> Bitte Nachricht an mich (gerne auch das PDF).

Hameg 5011/5012 ist wohl der Ur-Vater dieses Gerätes.
Die Schaltplne dürften zu 98% identisch sein.

Hameg anschreiben zum Schaltplan eine 5011/5012, kriegste als .pdf 
zugemailt.

von Holger L. (73holger)


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von Andreas G. (proteus1965)


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Danke für den Link... habe aber das PDF schon.

von Ralph B. (rberres)


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Rote T. schrieb:
> Wenn der YIG tot wäre, dann wäre vermutlich auch der Tracking-Gen
> hinüber.

hat der überhaupt einen Yig?

Ich meine da werkelt ein umgebauter Fernsehtuner drin.

Ralph Berres

von Jochen F. (jamesy)


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Hallo alle,
der umgebaute Fernsehtuner (in 3 Generationen) ist im Hameg 5005/5006 
verbaut. Der 5010/5011 hat ein gewöhnliches HF-Teil mit gewobbelten 1. 
LO, einer PLL für den 2. LO und einem Quarzoszillator für den 3. LO, 
quasi eine Standardarchitektur.
Einen YIG gab es für den HM 5026, der nir marktreif wurde, und 
schlußendlich für den HM 5530, der einen von Hameg selbst gebauten 
YIG-Oszillator besaß.
Der Atten 6011 ist insofern ein Sondergerät, da er zwar einerseits das 
Hameg-Design übernommen hat, aber andererseits die Bedienung bzw. 
Steuerung früher als Hameg selbst weiterentwickelt hat. Das ist wirklich 
eine Eigenentwicklung aus dem Hause ATTEN.
Den Hameg 5010/5011 kenne ich gut, auch seine Nachfolger. Ich habe den 
einen HM 5011 hier, der komplett in China gefertigt worden ist, nachdem 
der damalige Inhaber und Gründer der Fa. Hameg alle erforderlichen Daten 
den Chinesen auf einem Silbertablett selber übergeben hat. Eine (fast) 
perfekte Kopie!

von Ralph B. (rberres)


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Jochen F. schrieb:
> der umgebaute Fernsehtuner (in 3 Generationen) ist im Hameg 5005/5006
> verbaut.

hallo Jochen

Da hatte ich doch noch was in richtiger Erinnerung gehabt.

Jochen F. schrieb:
> Der 5010/5011 hat ein gewöhnliches HF-Teil mit gewobbelten 1.
> LO, einer PLL für den 2. LO und einem Quarzoszillator für den 3. LO,
> quasi eine Standardarchitektur.

Ich habe mir gerade das Servicemanual angeschaut. Das war ja halbwegs 
solide Technik. Sicherlich vom Phasenrauschen nicht so gut wie eine 
echter Yig-Oszillator, aber das Gerät sollte ja preiswert sein, weshalb 
es auch nur zwei ZF-Bandbreiten gab.

Jochen F. schrieb:
> Ich habe den
> einen HM 5011 hier, der komplett in China gefertigt worden ist, nachdem
> der damalige Inhaber und Gründer der Fa. Hameg alle erforderlichen Daten
> den Chinesen auf einem Silbertablett selber übergeben hat. Eine (fast)
> perfekte Kopie!

Naja die Chinesen haben ja schon immer alles kopiert, was nicht bei drei 
auf den Bäumen war.

Nicht umsonst werden Schaltbilder nicht mehr in den Bedienmanuals 
veröffentlicht, wie es früher nicht nur bei Hameg üblich war. Heute 
bekommt man detailierte Schaltbilder wenn überhaupt nur auf schriftliche 
Anfrage.

Ralph

von Jochen F. (jamesy)


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Hallo Ralph,
das mit den fehlenden Schaltbildern ist wahr.
Aber was nützt mir heutzutage ein Schaltbild, wenn nach einem ersten 
Mischer das Signal in einen A/D-Wandler geht und dann nur noch in einem 
großen FPGA verarbeitet wird, und dann irgendwann zur Anzeige kommt. Der 
Aufbau aktueller Geräte läßt sich ohne Spezialkenntnisse kaum mehr 
nachvollziehen.
Gruß, Jochen

von Ralph B. (rberres)


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Jochen F. schrieb:
> Der
> Aufbau aktueller Geräte läßt sich ohne Spezialkenntnisse kaum mehr
> nachvollziehen.

Nachvollziehen vielleicht schon noch, aber nicht mehr reparieren.

Die wenigsten sind in der Lage ein Tausendfüßler im BGA Gehäuse aus und 
vor allem wieder einzulöten. Zumal man die Chips einzeln auch garnicht 
bekommt, da Kundenspezifisch gefertigt.

Das macht uns Hobbyisten das Leben immer schwerer.

Aber auch nicht alles was heute angeboten wird ist qualitativ besser.

An das Phasenrauschen eines Tek492 müssen heutige Spektrumanalyzer 
insbesonders der Einstiegsklasse erst mal rankommen.

Ralph Berres

von Jochen F. (jamesy)


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Ich kenne die Hameg (Rohde & Schwarz) HMS-Serie recht gut,was ihre 
Parameter angeht und auch die Stellen, wo man ein wenig "abgekürzt" hat, 
ebenso wie beim Rigol DSA-815 mit TG.
Was zuerst kommt, ist die Eigenrauschzahl des "Empfängers" 
Spektrumanalysator - meist 30 dB oder mehr. Die einzigen Geräte, die bei 
mir erheblich darunbter liegen, sind mein HP 3585A und mein W&G TSA-1. 
Der HP 8569B und der HP 141T mi 8555A und 8552B ist auch in der 30 
dB-Liga, ebenso wie mein Tek 2710.
Gruß, Jochen

von Ralph B. (rberres)


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Jochen F. schrieb:
> Was zuerst kommt, ist die Eigenrauschzahl des "Empfängers"
> Spektrumanalysator - meist 30 dB oder mehr.

30db Rauschzahl haben sie fast alle ohne Vorverstärker, bis auf ein paar 
Premiumprodukte.

Aber das Seitenbandrauschen ist schon unterschiedlich.

Man muss sich nur die Rauschglocke bei 100KHz Span und 1KHz Bandbreite 
anschauen, wenn man einen unmodulieren Träger drauf gibt.

Meist landet man in 10KHz Abstand vom Träger so 65-70db. Der Tek492 
erreicht knapp 80db.

Ralph

von Jochen F. (jamesy)


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Das ist das, was ich meinte: Manche Analysatoren haben im Bereich 1 MHZ 
bis 100 MHz Spanbereicheine erhöhte Einschwingzeit des LO, und dann wird 
dort sehr viel langsamer gesweept, anderenfalls geht das Rauschen neben 
dem Nutzsignal ganz extrem hoch.

von Ralph B. (rberres)


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ich meinte eher das
https://de.wikipedia.org/wiki/Phasenrauschen

Es ist aber auch folgendes richtig,

Allgemein wird bei Spektrumanalyzer oberhalb einen Span von ca 10MHz der 
erste Oszilator ( also YIG ) gewobbelt, und gleichzetig über einen 
Gleichstrom die Mittenfrequenz eingestellt.

Der dritte Oszillator wird dann nur eine Gleichspannung zur 
Feineinstellung der Frequenz genutzt.

Bei Span kleiner 500KHz wird der Yigoszillator nur noch zur 
Mittenabstimmung ein Gleichstrom eingestellt. Die Zeitkonstante der 
Regelspannung wird dabei stark erhöht um das Seitenbandrauschen zu 
reduzieren.

Gewobbelt wird dann der dritte Oszillator.

Bei den Analayzer die einen kleineren Span als 1MHz können wird der 
Yigoszillator dann in eine FLL synchronisiert, welche Rastpunkte meist 
im Abstand von 500KHz erzeugt. Das heist beim Durchdrehen der Frequenz 
springt er im 500KHz Raster.

Mit einen freilaufenden Yig währen sonst Bandbreiten kleiner 1KHz völlig 
sinnlos.

Ralph

von Siegbert (Gast)


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Holger L. schrieb:
> http://www.pe2bz.nl/hamradio/uploads/file/5010_5011_DE.pdf

Ich habe mir aus Interesse mal das Schaltbild des XY-Verstaerkers (Seite 
34) angeschaut und sehe da zwei Stellen, die ich unplausibel finde.
- der Kondensator C826 ist verpolt
- der Kollektor von T810 ist DC-maessig offen (ist das eine 
Trickschaltung?)

Stammt das Schaltbild wirklich von Hameg?

von Ralph B. (rberres)


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Andreas G. schrieb:
> Ich sehe nur das Rauschen….. keinen Marker oder irgend etwas.
> Der HF-Input ist es wohl nicht …. aber wahrscheinlich der Mixer.
> Der Mitlauf-Generator (Tracker) funktioniert.

sehe ich auch so

Ralph Berres

von Jochen F. (jamesy)


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Siegbert schrieb:
> - der Kollektor von T810 ist DC-maessig offen (ist das eine
> Trickschaltung?)

Das ist eine recht normale Schaltung, um den Kondensator zu- oder 
wegzuschalten. Sie kommt auch bei vielen Hameg-Zeitbasen vor, wenn die 
Kondensatoren für die Bereiche der TB geschaltet werden.
Das andere habe ich herade mit Originalplänen verglichen, ist wohl ein 
übersehenes Versehen.

von Siegbert (Gast)


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Jochen F. schrieb:
> Das ist eine recht normale Schaltung, um den Kondensator zu- oder
> wegzuschalten. Sie kommt auch bei vielen Hameg-Zeitbasen vor, [...]

Oh, vielen Dank fuer den Hinweis. Das muss ich mal simulieren/ausmessen. 
Ich haette gedacht, dass das bei Verwendung eines BJT zu 
Nichtlinearitaeten fuehrt, da sich die CE-Strecke polungsabhaengig 
unterschiedlich verhaelt.

von Siegbert (Gast)


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Jochen F. schrieb:
> Sie kommt auch bei vielen Hameg-Zeitbasen vor, wenn die
> Kondensatoren für die Bereiche der TB geschaltet werden.

Sorry, ich bin es nochmal.
Koenntest Du mir eine TB als Beispiel nennen, damit ich mir
das mal anschauen kann?
Ich hab die Plaene zu HM203, HM205 und HM605 angesehen,
die loesen das aber anscheinend nicht so.

von Jochen F. (jamesy)


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Hallo, diese Schaltung wird in dem "kalt" geschalteten Scopes gerne 
verwendet, also 1507, 1500, 1000, 1508, 1008, 2005, 2008. Das wird dort 
benötigt, wo eben keine mechanischen Schalter mehr verwendet werden, 
wegen der Fernsteuerbarkeit des Scopes. Müßte also auch HM 400 
betreffen.

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