Hi zusammen, bräuchte nochmal eure Hilfe. Bei eienr Spule im Magnetfeld (Lautsprecher-Schwingspule in LS üblichem Magnet (Topfmagnet)), was beeinflusst alles die magnetische Kraft, die die Spule mit ihrer angeflanschten Last aus der Null-Position heraus bringt. Mich interessieren überwigend die elektrischen Größen, bzw. die Größen, die wiederum Einfluß auf die elektrische Steuerung haben. Einzig die magnetische Kraft und der Luftspalt des Magneten ist gegeben. Nun möchte ich etwas experimentieren durch verändern der Drahtstärke, der Anzahl der Windungen, des Stroms, Frequenz, etc.. Die theoretische Anforderung ist, mit 0 Strom, maximale Kraft bei maximaler Geschwindigkeit zu erhalten. Mir ist klar, dass das nicht geht, verdeutlicht aber die Aufgabenstellung. Sprich, nehme ich etwas weniger Draht (Durchmesser oder Läange) verringert sich die Masse. Gleichfalls reduziert sich ja ggf. der Strom. Schlußendlich geht es dabei darum, die Spule so zu optimieren, dass die maximalste Kraft und die maximalste Geschwindigkeit dabei herauskommt. Strom, Wirkungsgrad Linearität der Bewegung ist nebensächlich. Kann mich bitte jemand über die Zusammenhänge aufklären? Wie immer, besten Dank im Voraus.
Herby S. schrieb: > Schlußendlich geht es dabei darum, die Spule so zu optimieren, dass die > maximalste Kraft und die maximalste Geschwindigkeit dabei herauskommt. Dir ist aber schon klar, das ein Lautsprecher nur wenige Prozent Wirkungsgrad hat? Daran können auch Deine ganzen Optimierungen nichts ändern.
Naja. Das dazu passende Gesetz ist : Kraft des Leiters im Magnetfeld. Etwas im Sinne von Kraft = Strom kreuz Magnetfeld. Alles vektoriell. Auch passend : Beschleunigung = Kraft/Masse Die Kraft und die Bescheunigung der Spuleauf die Membrane ist das Eine. Das Andere ist die Kopplung der Membrane auf die Luft. Mach mal. Viel Glueck. Ist sicher eine wertvolle Erfahrung auch wenn da schon Generationen dran rumgemacht haben.
@ Harald W. Es geht ja nicht um einen Lautsprecher sondern um einen Antrieb , der wie ein Lautsprecher aufgebaut ist und auch bereits funktioniert. Aufgebestellung ist, das ystem zu optimieren. @ Zitronen F. Dir Danke für die Info. Aber ich will nicht die Erfahrungen von Generationen neu machen, sondern von ihnen profitieren. Z.B. ich mache den Draht um 1/10 mm dicker und lasse alles andere gleich, wirkt sich das auf die Kraft aus, und wenn ja, wie? Ich will nicht erst selbst testen, sondern vorher mit den von anderen gemachte Erfahrungen lieber rechen. Ich will ja auch das Rad nicht neu erfinden, sondern es nutzen.
Zitronen F. schrieb: > Naja. Das dazu passende Gesetz ist : Kraft des Leiters im Magnetfeld. > Etwas im Sinne von Kraft = Strom kreuz Magnetfeld. Alles vektoriell. ... und integriert auf die Länge des (kreisförmig gewickelten) Drahtes, um die resultierende Kraft zu bekommen. Am Ende kommt heraus, dass nicht die Stärke des Magnetfeldes die Kraft bestimmt, sondern der Gradient des Magnetfeldes. Also je stärker das Magnetfeld ortsabhängig ist, desto höher die Kraft. Ansonsten dürfte die Kraft proportional zum Strom, näherungsweise unabhängig vom Leiterquerschnitt und unabhängig von der Frequenz sein.
Bernhard S. schrieb: > Am Ende kommt heraus, dass nicht die Stärke des Magnetfeldes die Kraft > bestimmt, sondern der Gradient des Magnetfeldes. Also je stärker das > Magnetfeld ortsabhängig ist, desto höher die Kraft. Wieso das denn?
M.A. S. schrieb: > Wieso das denn? Wenn du eine Leiterschleife in einem homogenen Magnetfeld hast, dann heben sich die Kräfte auf, und die Spule erfährt keine resultierende Kraft. Bis auf ein Drehmoment je nach Ausrichtung. Eine Kompassnadel wird z.B. nur ausgerichtet, nicht von den Polen angezogen. Lagerst du einen Permamentmagneten schwimmend auf einem Floß, dann richtet sich das Floß zwar aus indem es sich dreht, "fährt" aber nicht nach Norden oder Süden. Grund ist das ziemlich homogene Erdmagnetfeld.
Bernhard S. schrieb: > Eine Kompassnadel wird z.B. nur ausgerichtet, nicht von den Polen > angezogen. Ist das denn nicht nur der Fall, wenn ich mich mittig zwischen den beiden Polen befinde?
Bernhard S. schrieb: > Bis auf ein Drehmoment je nach Ausrichtung. Ah ja, verstehe. Danke für die Erklärung. Herby S. schrieb: > Ist das denn nicht nur der Fall, wenn ich mich mittig zwischen den > beiden Polen befinde? Ja, eben. Deshalb schrieb er ja auch: Bernhard S. schrieb: > dass nicht die Stärke des Magnetfeldes die Kraft > bestimmt, sondern der Gradient des Magnetfeldes. Also je stärker das > Magnetfeld ortsabhängig ist, desto höher die Kraft. Denn in einem homogenen Magnetfeld 'mittig zwischen den beiden Polen' hättest Du nur ein Drehmoment und keine Gesamtkraft, die den Körper verschiebt.
Bernhard S. schrieb: > Eine Kompassnadel wird z.B. nur ausgerichtet, nicht von den Polen > angezogen. Lagerst du einen Permamentmagneten schwimmend auf einem Floß, > dann richtet sich das Floß zwar aus indem es sich dreht, "fährt" aber > nicht nach Norden oder Süden. Grund ist das ziemlich homogene > Erdmagnetfeld. Hierraus geht nicht hervor, dass sich das "Floß" mittig zwischen den Polen befindet.;-). Unter homogenes Magnetfeld verstehe ich, dass das ganze Magnetfeld homogen ist, sprich, dass überall im Magnetfeld die gleichen Bedingungen herrschen. Vielleicht ist der Begriff Magnetfeld auch nicht ganz passend. Denn mit den Polen besteht ja schon zwischen Norden und Süden ein Unterschied. Vielleicht kann man die Feldlinien als homogen bezeichnen. Das was mittig zwischenden beiden Polen passiert, ist doch, dass sich de magnetische Kraft aufhebt. Es gibt also in dem Punkt gar keine Kraft. Wohl aber die Feldlinien. Wäre also die Nadel nur ein Punkt, würde der/die sich nicht drehen wie die klassiche Kompasnadel. Diese dreht sich ja nur, weil die Nadel länger als ein Punkt ist und dann die Kräfte der Pole wieder wirken. Oder habe ich da immernoch etwas falsch verstanden?
Herby S. schrieb: > Das was mittig zwischenden beiden Polen passiert, ist doch, dass sich de > magnetische Kraft aufhebt. Es gibt also in dem Punkt gar keine Kraft. Herby S. schrieb: > Oder habe ich da immernoch etwas falsch verstanden? Ja, komplett. Zweischen den Polen eines Magneten verschwindet die Feldstärke nicht, im Gegenteil, hier ist sie am stärksten. Sich aufhebende Wirkungen hättest Du nur zwischen zwei gleichnamigen Polen, zwischen zwei Nord- oder zwei Südpolen. Ergänzung: an dieser Stelle herrschte dann allerdings alles andere als ein homogenes Feld.
M.A. S. schrieb: > Ja, komplett. Zweischen den Polen eines Magneten verschwindet die > Feldstärke nicht, im Gegenteil, hier ist sie am stärksten. > > Sich aufhebende Wirkungen hättest Du nur zwischen zwei gleichnamigen > Polen, zwischen zwei Nord- oder zwei Südpolen. Hmm, ich weiß nicht ob wir immernoh vom gleichen sprechen? Soweit ich mich erinnere, stoßen sich gleiche Pole ab. Ich sehe nicht, wo sich da etwas aufhebt. Aber um genau zu sein, wir sind hier schon nicht mehr bei der Ausgangsfrage.
Stell dir vor du wärst eine Ladung - egal ob positiv oder negativ. Bis du exakt zwischen zwei gleichen Polen wirst du entweder von beiden angezogn oder von beiden abgestoßen. Entsprechen wirken auf dich keine Kräfte ein. Sind es unterschiedliche Pole, dann wirst du entsrechend deiner Polarität mit maximaler Kraft zu einem hingezogen und vom anderen angestoßen. So verlaufen auch die Magnetfeldlinien.
Ein Lautsprecher ist so aufgebaut: https://de.wikipedia.org/wiki/Dynamischer_Lautsprecher#/media/File:Dynamischer_Tiefton-Lautsprecher_(geschnittenes_Original).jpg Der Magnet (schwarzer Ring) erzeugt ein halbwegs homogenes Magnetfeld B im Luftspalt (gelb), in den ein dünnwandiges silbriges Rohr ragt, auf das in der unteren Hälfte die Spule gewickelt ist. Damit wird die Berechnung der Kraft (wenn man die Stärke des Magnetfelds konstant annimmt, das Feld außerhalb des Spalts vernachlässigt und den Lautsprecher nur soweit auslenkt, dass der Spalt immer vollständig von der Spule abgedeckt wird) zu einer simplen Lorentzkraft-Aufgabe: In die Höhe des Luftspalts h passen N Windungen (ergibt sich u.a. aus der Drahtdicke und ob man ein- oder mehrlagig wickelt). Jede dieser Windungen ist l = 2*pi*r lang. B ist durch Magnet und Geometrie gegeben. Alles ist orthogonal, so dass man mit Beträgen rechnen darf. Die Leiterdicke ist dabei egal, bestimmt aber - wieviele Windungen in den Luftspalt passen - die Impedanz des LS - wieviel Strom die Spule verträgt - ob sie in den Luftspalt passt.
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